Wo ist mein liebes Kind hinverschwunden?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von sonnenschein060671 06.01.11 - 17:21 Uhr

Hallo meine Lieben,

habe schon bei Kleinkind gepostet, aber habe gesehen, dass es die Rubrik Erziehung gibt und vielleicht bin ich hier besser aufgehoben.

Über die Feiertage ist mein liebes Kind verschwunden. Mein Schatz hat immer gehört, war vernünftig und ist ohne Probleme eingeschlafen. Das alles hat sich über die Feiertage geändert. Kein Mittagsschlaf, dann am Nachmittag übermüdet und dementsprechend übermütig und nur Unsinn im Kopf. Alles das, was er nicht darf, hat er plötzlich ausgetestet. Seit Montag geht er wieder zur Tagesmutti und dort schläft er auch wieder am Mittag. Dafür habe ich Probleme am Abend. Wieder wie aufgezogen macht er nur Unsinn. Wirf die Bilder über dem Bett herunter, zieht die Aufkleber vom Schrank, wirft Bücher aus dem Bett. Das Geschichte vorlesen wird durch ständiges Aufstehen und dazwischengequatsche unterbrochen. Meine Gutenachtlieder sind in Ordnung, aber die kann ich anstatt dreimal mindestens fünfzehnmal singen und dann läßt er mich immer noch nicht gehen und schlägt Alarm. Dazu kommt, dass der Papa nichts mehr machen darf. Weder ins Bett bringen, noch Windeln wechseln, Baden etc. Ich kann es mir nicht erklären. Ich liebe ihn, weiß auch, dass es solche Phasen gibt. Ob es wohl so eine ist? Wird sich das wieder ändern? Ich weiß, dass Erziehung nicht leicht ist. Aber es war auch nicht schlecht, als es sooooo ruhig und unkompliziert zuging.

Habt Ihr eine Erklärung und Ratschläge für mich? Vielleicht ist es ja nur, weil ich wieder schwanger bin. Die Tagesmutti sagte mir heute, dass sich der Sohn einer anderen Mutti ebenso in ihrer zweiten Schwangerschaft verhalten hat.

Danke und LG Jule

Beitrag von marleni 06.01.11 - 19:54 Uhr

Wie alt ist er denn?

Beitrag von bine3002 06.01.11 - 19:59 Uhr

Ich nehme an, er ist so ca. 2 Jahre alt?

Da gibt es auf jeden Fall mal eine größere Änderung des Schlafverhaltens und viele Kinder "zicken" etwas rum. Das gibt sich wieder.

Ansonsten solltet Ihr konsequenter werden. 15 Lieder sind eindeutig mindestens 12 zu viel (meine Meinung). Und eine Geschichte, die ständig unterbrochen wird, wird eben abgebrochen. Oftmals reicht die Androhung und wenn nicht, müsst Ihr es vielleicht einfach mal durchziehen.

Ich denke, dass Euer Sohn Grenzen spüren möchte. Solche Grenzen sind manchmal unangenehm und führen zu Protest. Dieser ist auch erlaubt und das Kind sollte dabei begleitet werden. Allerdings geben Grenzen einem Kind auch Sicherheit. Willenstarke Eltern sind immer auch ein guter Schutz gegen alles "Böse". Und ich denke, darum geht es Kindern vor allem. Sie wollen sich sicher und geborgen fühlen und verlangen daher nach starken Eltern.

Denkt also mal darüber nach, Eurem Sohn sinnvolle und logische Konsequenzen für sein Verhalten aufzuerlegen und denkt dabei immer daran, dass er das für eine gute Entwicklung braucht und ja auch danach schreit.

Beitrag von claerchen81 06.01.11 - 20:13 Uhr

Hi,

ich meine mich zu erinnern, dass in etwa mit 2 Jahren das eigentliche "Erziehen" begann. Ich halte das Verhalten für normal, jetzt entwickelt er seinen eigenen Willen.

Man gewöhnt sich schnell dran, er wird auch mal ruhiger werden.

Es kann an der Schwangerschaft liegen - weiß er den "aktiv" davon, dh. habt ihr ihn darüber in Kenntnis gesetzt? Kinder spüren es und wenn er es nicht "fassen" kann, dann ist er vielleicht unsicher. Unser Sohn war 2,3 Jahre alt, er als ich schwanger wurde. Er hat darauf nie negativ reagiert, weil wir ihn von Anfang ein eingeweiht haben und ihm alles erläutert haben. Aber jedes Kind ist anders, ist bestimmt kein ultimativer Tipp.

Gruß, C.

Beitrag von marion2 06.01.11 - 20:30 Uhr

Hallo,

dein Kind entwickelt sich in die richtige Richtung.

Ruhige unkomplizierte Kinder gibt es nicht auf Dauer.

Gruß Marion

Beitrag von sonnenschein060671 07.01.11 - 09:20 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

danke für Eure Antworten.

Ja, er ist gerade erst 2 geworden. Ich bin sehr geduldig, aber manchmal eben doch etwas müde. Grenzen setze ich ihm schon. Auch beende ich das vorlesen, wenn er mich ständig unterbricht. Ich singe auch keine 15 Lieder. Sonst haben ihm 3 gereicht, aber jetzt schreit er nach immer mehr. Seit zwei Tagen schalte ich ihm nach den Liedern das Babyphone ein, das ein paar Lieder abspielt. Natürlich will er auch nicht, dass ich gehe, aber es funktioniert schon irgendwie. Mir ist schon bewußt, dass er Grenzen setzen will und diese Phase wohl zur Entwicklung dazu gehört. Aber es kam so aprupt und ohne Ankündigung. Von heute auf morgen alles anders. Er will früh nicht mehr zu Tagesmutti, will sich nicht anziehen lassen etc. Ich versuche ihn so gut es geht zu unterstützen, nur manchmal habe ich ein wenig Angst, wenn das Baby kommt und er sich immer noch so verhält, dass ich das wohl nicht schaffe. Trotzdem ist er mein Schatz und ich hab ihn genau wie Ihr Eure Kinder ganz doll lieb.

Dankeschön und LG Jule