Welche Konsequenzen bei falschem Verhalten sind richtig?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lara29 06.01.11 - 17:55 Uhr

Hallo! #winke

Mich würde mal interessieren, wie ihr damit umgeht, wenn eure Kleinen etwas tun, wovon sie genau wissen, sie dürfen es nicht.

Mein Kleiner ist 13 Monate alt und weiß z.B. genau, er darf nicht am DVD-Player spielen. Er macht es aber mit Fleiß trotzdem.
Was für altersgerechte Konsequenzen könnten folgen?
Ich hab ihn schon einige Male aus dem Zimmer auf den Gang gesetzt und ihn kurz allein gelassen und erst dann wieder herein geholt. Im ersten Moment reagiert er bedrückt #schmoll und weint, kurz darauf macht er es aber schon wieder.

Wie sind eure Erfahrungen mit solchen Situationen?

Liebe Grüße!
Lara

Beitrag von 98honolulu 06.01.11 - 18:01 Uhr

Es ist völlig normal, dass Kinder in diesem Alter an alles rangehen und ausprobieren wollen. Deine Konsequenz finde ich nicht angemessen, denn dein Kind versteht den Zusammenhang gar nicht. Alleinelassen finde ich auch grundfalsch. In dem Alter deines Sohnes habe ich viele Dinge so gesichert oder weggesperrt, dass er eben nicht dran kam. Bei anderen Sachen hieß es "nein" und wegnehmen und ablenken.

LG

Beitrag von inajk 06.01.11 - 18:05 Uhr

Liebe Lara,
ein Kind von 13 Monaten kann ein Verbot noch nicht generalisieren. Er macht was, du sagst nein, er hoert auf. Aber in 2 Minuten ist eine ganz andere Situation. Vielleicht ist es jetzt erlaubt? Das kann er ja nicht wissen. Es gibt schliesslich viele Dinge die unter bestimmten Umstaenden erlaubt, unter anderen verboten sind. Dies ist fuer Kleinkinder zunaechst mal sehr undurchschaubar und verwirrend. Er darf ein schoenes Bild auf Papier malen, aber wenn er ein noch schoeneres auf Tapete malt, wird er ausgeschimpft statt gelobt? Seltsam. Er darf beim Kaffeetrinken Plaetzchen vom Weihnachtsteller nehmen, aber nicht kurz vor dem Abendessen. Er darf nicht am Videorecorder rumspielen, aber Mama und Papa machen das auch dauernd. Seltsam. Es ist ganz normal dass ein Kind sehr ausdauernd testet, bis es rausgefunden hat, wie das nun alles zusammenhaengt. Sprich: Dafuer braucht es ueberhaupt keine Strafe zu kriegen. Bis auf die Strafe, nicht an das Geraet zu duerfen, die ist schon heftig genug. Also: Geduld, Geduld, Geduld. Immer wieder ruhig und deutlich wiederholen, der DVD-Recorder ist NEIN. Und das Kind wegnehmen, ein paar Meter weiter hinsetzen. Immer wieder, irgendwann schnallt er dass das wirklich IMMER gilt.
Andere Moeglichkeit (vielleicht besser): Das Teil hochstellen. Oder, ganz radikal: Ihn machen lassen. Das haben wir bei unseren Kindern bei einigen Geraeten mit Erfolg praktiziert. Wenn sie dran rumspielen duerfen, machen sie das ne Weile mit Hingabe, danach wird es uninteressant. Also Stecker rausziehen und spielen lassen, kann nix passieren. :-)

LG
Ina

Beitrag von guppy77 06.01.11 - 21:28 Uhr

;-) so wie bei meinem. er dufte helfen als wir tapete abgekratzt haben.
bekam aber schimpfe als er die neue wieder abreißen wollte.
er dachte..tapete abkratzen ist ja erlaubt und konnte mich nicht verstehen, warum ich es nun verbiete. überleg ich 2mal ob ich ihn nochmal abkratzen lasse ;-)

lg guppy

Beitrag von sunflower.1976 06.01.11 - 18:18 Uhr

Hallo!

Wenn möglich, versuchen wir Dinge, die kaputt gehen könnten, ganz außer Reichweite zu stellen. Das verhindert viele "Neins" und damit Frust für alle.
Ansonsten versuche ich, das Wort "nein" zu vermeiden, sondern das Verbot positiv zu formulieren. Sagt man "Nein, du darfst nicht an den DVD-Player!" bleibt beim Kind unter Umständen nur das "darfst" hängen. Daher sage ich dann eher "Lass den DVD los!" o.ä.
Konsequenzen müssen trotzdem folgen. Alleine in den Flur stellen würde ich ein so kleines Kind nicht. Den Zusammenhang versteht es nicht bzw. vergisst es ganz schnell. Hol Dein Kind immer wieder vom DVD-Player weg. Aber wie Ina schon geschrieben hat...bis Kinder verstehen, was sie dürfen, wann sie was dürfen usw. dauert es lange. Da braucht man Geduld. Deine Tochter will Dich nicht ärgern - selbst wenn sie bei einem Verbot grinst (lächeln bedeutet nämlich auch Unsicherheit). Hab Geduld, das ist alles völlig normal.

LG Silvia

Beitrag von maschm2579 06.01.11 - 20:01 Uhr

Hallo Lara,

bei Dingen die meine Tochter nicht anfassen darf aber tortzdem macht sage ich immer und immer wieder nein und nehme sie weg.

Wenn sie z.B. mit dem Essen wirft ist es beendet
Lieblingstier schmeißen: Tier weg
Hauen: nicht mehr weiterspielen

mhh immer halt zu der Situation passend. Wenn sie z.B. morgens nicht frühstück kann ich ja schlecht sagen das sie Abends kein Sandmann gucken darf.... unlogisch.

Also immer und wieder aus der Situation nehmen und Dir den Mund fusselig reden. Irgendwann hilft es ;-)

lg Maren

Beitrag von lara29 06.01.11 - 20:55 Uhr

Danke für eure Antworten!
Meine Reaktion war wohl wirklich total daneben, ihr habt mich richtig zum nachdenken gebracht. Jetzt tut es mir gleich leid, dass ich ihn rausgeschickt habe :-(

Ich hoffe, dass ich es in Zukunft besser mache!

LG

Beitrag von qayw 06.01.11 - 21:06 Uhr

Hallo,

grundsätzlich versteht mein Kleiner (auch knapp 13 Monate) schon, daß Nein bedeutet, daß er etwas macht, was er nicht soll - das heißt aber nicht, daß er sich entsprechend verhält. Manchmal grinst er dann und macht es erst Recht, so nach dem Motto, mal sehen, was Mama und Papa dann machen.

Man kann nicht viel mehr machen, als die Kinder weg zu setzen oder den Gegenstand weg zu stellen und ihnen gegenüber nochmal ernst betonen, daß er/sie da nicht dran darf. Man kann auch versuchen, sie abzulenken. Das klappt aber nicht immer und nicht bei allen Kindern.
Alleine lassen, finde ich übertrieben. Das Maximalstrafe ist bei uns der Laufstall, wenn der Kleine gar nicht aufhört, irgendwo dran zu gehen, wo er nicht dran darf.

Wie hartnäckig die Kinder dabei sind, ist auch charakterabhängig. Meine Tochter konnte man überhaupt nicht ablenken. Wenn sie etwas wollte, dann genau das und nichts anderes. Sie ist auch viel häufiger im Laufstall gelandet als mein Sohn.
Auch wenn es jetzt nicht danach aussieht, irgendwann begreifen die Kleinen, was sie dürfen und was nicht. ;-)

LG
Heike

Beitrag von kula100 06.01.11 - 22:54 Uhr

Hallo,

bei uns wird drei mal konseqent nein gesagt und wenn mein Sohn nicht hört kommt er für ca. 5 Minuten in den Laufstall. Ob das der richtige Weg ist weiß ich nicht auf jeden Fall ist es seltener geworden das er da rein muss weil er vorher hört!

lg kula100