Bräuchte bitte euren Rat wg Kindesunterhalt und Anwalt

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von queenofcats 06.01.11 - 21:46 Uhr

Hallo,

ich weiß nicht ob ich hier richtig bin bräuchte aber mal euren Rat.

Mein Mann hat aus erster Ehe zwei Söhne und wir haben jetzt zusammen eine Tochter (12 Monat)e, wir sind jetzt zum Anwalt gegangen um eine neue Unterhaltsberechnung zu machen da ich ja im Moment in Elternzeit bin und unsere Tochter ja angerecht werden muß, aber unser Anwalt meinte das ich und meine Tochter nicht angerechnet werden könnten da wir ja zusammen in einem Haushalt wohnen???? den Knüller fand ich aber das ich mein Elterngeld angeben muß und seine Ex nicht .... laut unserem Anwalt könne sie soviel verdienen wie sie bräuchte, aber wenn ich wieder arbeiten gehe müßte mein Mann evtl noch mehr KU zahlen für die zwei Jungs aus erster Ehe ...

Könnt ihr mir mal einen Tipp geben würdet ihr denn Anwalt wechseln oder seit ihr der Meinung unser Anwalt hat recht??

Danke schon mal

Beitrag von mtinaaa 06.01.11 - 22:29 Uhr

Hallo ob dein RA nun Recht oder nicht kann ich nicht sagen. Aber ich wurde noch nie ob mit Gehalt oder z.Z Elterngeld, nie in seine Unterhaltsberechnungen( 1 Sohn ) miteinbezogen,weder vom RA oder Jugendamt.
Also dein Mann ist auch für deine Tochter unterhaltspflichtig nur in Natureller Form,was ja auch nicht ohne Geld geht.

L.G Tina

Beitrag von kati543 06.01.11 - 23:21 Uhr

Also die 3 Kinder weden gleich behandelt. Er hat Unterhalt für alle 3 zu zahlen. Wie da dein Einkommen ist, ist egal.

Beitrag von silbermond65 06.01.11 - 23:30 Uhr

Such dir besser jemand anderen.
Dein Mann ist jetzt für 3 Kinder unterhaltspflichtig.Eure Tochter wird sehr wohl mit eingerechnet.
Dein Elterngeld bzw. Verdienst haben mit der Unterhaltsberechnung deines Mannes für die Kids gar nichts zu tun.

Beitrag von frau.mecker 07.01.11 - 09:30 Uhr

Veto.

Elterngeld wird ab einer Höhe von 300.01 Euro angerechnet. Es heisst schliesslich Eltern!!! nicht Muttergeld! und fliesst ungekürzt mit in die Berechnung ein.

mfg

Beitrag von zwiebelchen1977 07.01.11 - 10:11 Uhr

Hallo

Das ist Quatsch. Das stimmt nicht!!! Die Frau hat den Verdienstausfall, das Eg wird nach IHREM vorherigen Einkommen berrechnet.

Ihr Gehalt ist vorher auch nicht in die Berrechnung eingeflossen. Und das ist auch korrekt so.

Ausserdem bekommen auch nur Mütter oder Väter Elterngeld. Ohne, das die Eltern zusammenleben.

Bianca

Beitrag von frau.mecker 07.01.11 - 18:32 Uhr

§ 11 BEEG

mfg

Beitrag von silbermond65 07.01.11 - 10:57 Uhr

Sorry,aber das glaube ich nicht.
Nur weil es "Elterngeld" heißt,wird es noch lange nicht bei seiner Unterhaltsberechnung berücksichtigt.
Zeig uns doch bitte mal ,wo du DAS gelesen hast.Ich laß mich gerne eines besseren belehren.

Beitrag von frau.mecker 07.01.11 - 18:33 Uhr

§ 11 BEEG

Beitrag von zwiebelchen1977 07.01.11 - 11:05 Uhr

In die Unterhaltsberechnung fliessen nur Einkünfte des unterhaltspflichtigen ein.

Nicht aber, die des Partners.

Bainca

Beitrag von powerschnecke 07.01.11 - 11:23 Uhr

Nein, wird es nicht.

Gruß Powerschnecke

Beitrag von frau.mecker 07.01.11 - 18:33 Uhr

und auch für dich § 11 BEG...

Bitte Leute ich bin vom Fach

mfg

Beitrag von zwiebelchen1977 07.01.11 - 19:41 Uhr

Hallo

Dann hast du nicht viel Ahnung. Das Geld ist von der Ehefrau, da hat der Mann nichts mit zu tun. Wo soll das bitte stehen?

Auch steht in deinem tollen Paragraphen das Wort Unterhaltspflichtiger dirn. Die Frau ist gegenüber dem Kind nicht unterhaltspflichtig. Klar, das wenn der Vater Elterngeld bezieht, er weiter Unterhalt zahlen muss.

Und glaube mir, ich weiss wovon ich rede. Das Gehalt oder Eg der Frau wird NICHT mit angerechnet.

Bianca

Beitrag von picco_brujita 07.01.11 - 10:31 Uhr

anwalt wechsel - das ist ja totaler unsinn!

brujita

Beitrag von powerschnecke 07.01.11 - 11:23 Uhr

#pro

Beitrag von schnuffelschnute 07.01.11 - 11:58 Uhr

Hallo!

Ich glaube nicht, dass das Elterngeld mit eingerechnet wird.

ABER:

Dadurch, dass ihr zusammenlebt, hat er angenommen weniger Kosten für sich selber für Unterkunft + Nebenkosten. (für SICH - nicht für euch alle)

Das wird mit in die Berechnung auch einbezogen.

Mein Mann muss, seitdem wir zusammen wohnen, auch ein bisschen mehr Unterhalt zahlen, weil er die Kosten für das Haus ja nicht mehr allein zu tragen hat.

LG

Beitrag von zwiebelchen1977 07.01.11 - 13:01 Uhr

Hallo

Nicht unbedingt. Es ist nicht immer so. Es kann sein, muss aber nicht miteinberechnet werden.

Bianca

Beitrag von bluehorse 07.01.11 - 16:03 Uhr

Hallo,

war das der Anwalt der Exfrau, der euch das gesagt hat?
Eure Tochter hat genauso einen Unterhaltsanspruch wie die anderen beiden Kinder. Allerdings ändert sich der Zahlbetrag an die beiden Großen höchstens unwesentlich, außer es ist eine Mangelfallberechnung. Schau mal in die Düsseldorfer Tabelle, der Unterschied der Zahlbeträge an 2 bzw. 3 Kinder ist nur sehr gering. Nur wenn dein Mann nicht ausreichend für drei Kinder verdient, wird der Anteil über seinem Selbstbehalt prozentual auf alle drei Kinder aufgeteilt. Dein Anspruch ist nachrangig nach den drei Kindern (aber vor der Ex, solange dein Kind unter drei und ihre Kinder über drei Jahre sind).
Dein Verdienst (oder Elterngeld) sollte eigentlich keine Rolle spielen (auch wenn manche Gerichte/Jugendämter versuchen, das Gehalt der 2. Frau mit einzubeziehen). Manchmal wird dann versucht, den Selbstbehalt des Mannes zu kürzen. Ihr müßt versuchen nachweisen, dass dein Mann durch euer Zusammenleben keine Einsparungen hat. Außerdem mußt du mit deinem Gehalt nicht für seine Kinder aufkommen sondern zuallererst mal für deines.
Sucht euch einen Anwalt, der sich für eure Belange einsetzt und nicht für die der Ex!

LG bluehorse

Beitrag von queenofcats 07.01.11 - 17:55 Uhr

Hallo aber wie sollen wir das denn nachweisen?

Beitrag von bluehorse 07.01.11 - 19:39 Uhr

Erst mal abwarten, ob es bei einer Neuberechnung überhaupt relevant wird. Und das wird es nur, wenn das Gericht Gehaltsnachweise von dir anfordert (ich mußte noch nie irgendwelche Unterlagen dazu vorlegen, es wurden immer nur die Gehaltsnachweise meines Mannes angefordert). Das würde ich an deiner Stelle dann ablehnen und auch ein Anwalt würde das zu verhindern versuchen. Da du ja selbst ein Kind hast (und das unterhalten mußt) glaube ich eigentlich nicht, dass dein Einkommen irgendwo relevant wird. Dabei soll aber der eigene Anwalt nicht gegen euch arbeiten!

Beitrag von queenofcats 07.01.11 - 20:54 Uhr

Hallo,

also eine Gehaltsabrechnung wollte unser Anwalt zwar nicht aber er wollte von mir wissen wieviel Elterngeld ich bekomme und ich meine sogar er hat es dem Anwalt von meinem Mann seiner Exfrau geschickt..... :-[

Lg

Beitrag von zwiebelchen1977 07.01.11 - 21:18 Uhr

Hallo

Du msut keine Auskunft darüber geben. Es geht ihn nichts an.

Bianca

Beitrag von bluehorse 07.01.11 - 21:22 Uhr

Ähm...du bist sicher, dass das euer Anwalt ist? Ich kann das nicht verstehen. Wieso schickt er das dem gegnerischen Anwalt? Die Ex geht es nichts an, was du verdienst. Du warst weder mit ihr verheiratet noch hast ein Kind mit ihr oder bist mit ihr verwandt.

Beitrag von queenofcats 07.01.11 - 21:53 Uhr

Danke,

ja das ist unser Anwalt, aber jetzt bin ich mir ganz sicher das wir ihn wechseln werden. Ich bin nämlich auch der Meinung das es die Ex nichts angeht.Wießt ihr zufällig ob das so einfach geht?

Lg und schönen abend noch.


Beitrag von bluehorse 07.01.11 - 23:07 Uhr

Den Anwalt kann man jederzeit wechseln. Allerdings wird sich ein Anwalt wie der seinen Abgang noch gut bezahlen lassen. Haben wir leider so erlebt (Nur fürs notieren eines Aktenzeichens mußte mein Mann mehrere hundert Euro gemäß Streitwert bezahlen, und das war auch noch legal, obwohl die Anwältin nie in der Sache tätig wurde, weil mein Mann sie gewechselt hat). Aber besser jetzt wechseln, als einen Anwalt zu behalten, der sich für die falsche Seite einsetzt.

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