Langzeitstiller hier?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von gramilius 07.01.11 - 00:45 Uhr

Hallo,

ich wollte mal nachhören, ob hier auch Mädels sind, die ihre Kinder länger als 12 Monate gestillt haben. Mein Kleiner ist jetzt 17 Monate alt und möchte immer noch an der Brust trinken.

Ansich für uns beide sehr schön. Mich verunsichern nur manchmal die Reaktionen aus dem Bekannten/Verwandtenkreis. Wie, du stillst immer noch? Oder eben komische Blicke, kriegt man ja mit.

Wie geht ihr damit um, bzw. sagt ihr überhaupt noch, dass ihr stillt? ich rede eigentlich schon gar nicht mehr so richtig darüber, dann kann auch keiner blöd schauen. ;)

Ab wann wollten eure Kinder dann nicht mehr trinken? Meiner will sich auf Entwöhnung auf gar keinen Fall einlassen. Hab schon mal nach Tipps geschaut, aber noch nichts gescheites gefunden.

Mhm, bissl lang geworden. Sorry...
LG
gramilius

Beitrag von ayshe 07.01.11 - 07:35 Uhr

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ich rede eigentlich schon gar nicht mehr so richtig darüber, dann kann auch keiner blöd schauen. ;)
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Genau, man muß jedem alles auf die Nase binden.
Außerdem geht es ja auch keinen etwas an.


Meine Tochter hat 3 Jahre gestillt.

Beitrag von 20girli 07.01.11 - 07:50 Uhr

Hey,

ich stille jetzt noch nicht so lange. Aber meinen Sohn hab ich bis er 16 Monate war gestillt. Dann hätte ich ihn gerne länger gestillt....musste aber Tabletten nehmen bei denen es nicht mehr ging. Leider.

Ich hab als ich mit ihm mal im KH war von einem Arzt ein LOb bekommen ;-) Ich sollte medis kriegen - ich sagte ich stille aber noch- mein Sohn war da 14 Monate...da sagte er wie toll er das fand und das es leider so selten wäre. Das ging runter wie öl...der hat sich kaum eingekriegt...:-)
Ich hab nur in wenigen Fällen von meinen Mitmenschen eine Reaktion bekommen die eigentlich doof war....aber das hat mich nicht gestört..weil die es einfach nicht besser wissen.

Ich hoffe das ich jetzt wieder so lange stillen kann...und wenn meine kleine will dann auch noch länger.

Ich hab damals lange gebraucht das zu verarbeiten das ich nicht mehr stille...mein Sohn hat die Umstellung auch nicht so leicht hingenommen..dann wurde er ein Schnulllerkind der Nachts nicht besser schlief als vorher. eher schlief er vorher besser.

lass die Leute gucken, reden was immer sie wollen. Mach du was du für richtig hälst...;-)

lg Kerstin

Beitrag von schneemannmama 07.01.11 - 08:08 Uhr

Ich finde das auch richtig toll.

Du stillst ja nicht voll und statt Kuhmilch zu geben ist Muttermilch natürlich um Längen besser. Es würde keiner so blöd gucken, wenn du die MuMi abpumpen und deinem Kind in der Flasche/Becher geben würdest, oder (soll jetzt kein Tip an dich sein, eher ein Denkanstoß an die anderen)? Es geht doch schließlich um den Inhalt und nicht die Verpackung.

Aber ich würde da auch kein Gewese drum machen, früher (neandertaler) wurden Kinder bis zum 5 Jahr gestillt (natürlich auch nicht voll). Es ist von der Evolution so gewollt, sonst würdest du doch schon lange keine Milch mehr "produzieren".

Ich hoffe sehr, dass ich diesmal 1. überhaupt stillen kann und dann 2. so lange wir wollen.

Gruß,
Saskia

Beitrag von anom83 07.01.11 - 08:17 Uhr

Hallo,

also ich stille meinen Sohn (19 Monate) auch noch. Zwar nur noch liegend (also abends und nachts), aber stillen ist ja stillen.

Im Grunde rede ich auch nicht wirklich darüber, aber wenn ich gefragt werde, dann antworte ich natürlich ehrlich.

Ich finde es schade, dass man sich über solche Sachen überhaupt Gedanken machen muss.

LG Mona

Beitrag von goldengirl2009 07.01.11 - 08:23 Uhr

Guten Morgen,

ich habe hier auch noch ein "Milchmädchen",wir stillen nach Bedarf,aber am meisten in der Nacht.
Zwergin futtert zwar munter bei uns mit,aber abstillen mag sie noch nicht.

Blöde Sprüche ignoriere ich fast immer.

Gruß

Beitrag von claerchen81 07.01.11 - 08:45 Uhr

Hi,

habe den Großen "nur" 14 Monate gestillt, aber 10 davon voll, bis 12 Monate war nur eine Mahlzeit ersetzt. Dann aber recht schnell nur noch nachts. Als ich auf ein Seminar am WE musste, haben wir "einvernehmlich" (ja, ich habe das mit ihm ausdiskutiert) abgestillt.
Ich hätte aber ehrlich gesagt gern viel, viel länger gestillt, vielleicht so 18 Monate oder länger. Ich glaube, einige Probleme hätten wir uns sparen können, wenn ich weiter gestillt hätte - auch wenn er nie mehr danach verlangt hat.

Unsere Tochter wollte ich eigentlich auch sehr lange stillen. Derzeit haben wir jedoch eine Krise, ich bin tatsächlich total genervt von der Stillerei, obwohl es sehr gut klappt.

Das Argument mit dem "MuMi im Becher würde akzeptiert" finde ich gut - hier trifft man Mütter, die ihren Kindern noch mit 3 Jahren die Flasche geben und man findet das nicht verwerflich - kann ich kaum nachvollziehen, warum Stillen dann schlimmer sein soll?

Aus meinem Geburtsvorbereitungskurs war eine, die hat 26 Monate gestillt - fand ich toll!

Gruß, c.

Beitrag von ellannajoe 07.01.11 - 09:03 Uhr

Hallo, #winke

ich habe meinen Sohn 3 Jahre gestillt.

Die Reaktionen der Umwelt, von Entsetzen bis ungläubiges Staunen. Es konnten ganz viele nicht verstehen, dass überhaupt noch Milch kommt, #rofl weil ebend die meisten Leute keinen blassen Schimmer vom Stillen haben.

Ich habe es jedem auf die Nase gebunden und habe mich köstlich über die Reaktionen amüsiert. Mein Sohn war die ersten zwei Jahre nicht krank, erst als er in die Krippe kam.

Meinen schwangeren Freundinnen habe ich dann jeweils das "Handbuch für die stillende Mutter" geschenkt, natürlich immer mit dem Zusatz, wenn ihr stillen möchtet und hört bloß nicht auf die Hebamme, die in dieser Region einen 4 Stunden Rhytmus prädigte und viele Mütter, dadurch mit 4 Wochen, wegen zuwenig Milch abstillten.

Ich habe nie eingesehen Geld für Kunstmilch auszugeben, oder später für Kuhmilch, wo doch meine Milch die Beste für ein Menschenkind ist.

#winke

Beitrag von miau2 07.01.11 - 11:31 Uhr

Hi,
meinen Großen musste ich damals mit 17 Monaten abstillen. Dem kleinen wollte ich es eigentlich selbst überlassen, aber so langsam mag ich nicht mehr (und er macht keinerlei Anzeichen, auf seine letzte Mahlzeit verzichten zu wollen). Ich Egoistin würde halt ganz gerne auch mal wieder einen Abend im Kino verbringen. Oder pünktlich zum Elternstammtisch kommen ;-) - alles dinge die nicht gehen, weil unser bisheriges Einschlafritual nun mal "stillen" war und es danach einfach zu spät für solche Dinge war (na ja, Spätvorstellung hätte schon geklappt, aber ich wollte ja auch wach sein dabei). Das einschlafen klappt übrigens problemlos, der Kleine schläft schon lange durch und verlangt auch nicht nachts nach der Brust.

Heute abend werden wir es versuchen...ich bin dann einfach nicht da, sage den beiden gute Nacht und tu so, als ob ich weg müsste (und verstecke mich wohl im Keller, ich könnte nicht ausgehen ohne zu wissen, dass es klappt). Und der Papa wird es genau so versuchen wie damals beim Großen - also im besten Fall einfach dabei bleiben, bis er schläft.

Mal schaun, was draus wird.

Ach ja, unser Kleiner ist 25 Monate alt.

Wehmut ist auch dabei, ist noch nicht klar, ob er unser letztes Kind bleibt, und im Hinterkopf ein "möglicherweise NIE WIEDER" tut schon irgendwie weh.

Darüber reden tue ich schon lange nicht mehr, geht auch irgendwie niemanden etwas an, finde ich ;-). Genau so wenig kommentiere ich, wenn andere MÜtter ihren 2jährigen noch eine oder mehr Flaschen zu trinken geben (also wirklich Flasche). Zu den wenigen, die davon wissen gehören unsere Kinderärzte, und DIE finden das übrigens super und das beste, was wir machen konnten.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von marysa1705 07.01.11 - 12:31 Uhr

Hallo,

unser Sohn ist jetzt knapp 16 Monate alt und stillt ebenfalls nach Bedarf und vorzugsweise nachts.

Ich gehe damit ganz offen um und habe auch noch nie komische Reaktionen bekommen.

Ich denke, es ist wichtig, dass sich bezüglich des Stillens die Vorstellungen in unserer Kultur endlich ändern. Die meisten sind ja doch der Meinung, dass Milch wichtig ist. Aber statt unserer Menschen-Milch für Menschen-Kinder geben wir lieber Kuh-Milch, die natürlich auf die Bedürfnisse, Körperbau, Gehirn, etc. von Kühen abgestimmt ist.

Ich muss sagen, in der Hinsicht sind wir Menschen schon die grössten "Rindviecher", denn keine Säugetierart würde wohl auf die Idee kommen, ihrem Nachwuchs "schlechtere" und artfremde Milch zu geben, wenn doch genügend eigene vorhanden ist.

So würde ich das auch sagen, wenn jemand mir komisch kommen würde. ;-)

LG Sabrina

Beitrag von goldengirl2009 07.01.11 - 13:01 Uhr

#pro


Gruß

Beitrag von gramilius 10.01.11 - 23:25 Uhr

Hey,

ich danke euch für eure Beiträge. Ihr habt alle meine Gedanken im Grunde wiedergegeben und mich auch ziemlich beruhigt.

Manchmal lasse ich mich einfach zu schnell von anderen Leuten verunsichern. Ich mache jetzt einfach das, was mein Gefühl mir sagt und was mein Kleiner gern möchte.

Aber das mit der Stillkrise kann ich nur zu gut nachvollziehen. Ich hatte auch zwischendrin ganz schön die Nase vom Stillen voll und auch das Argument mit abends mal wieder was anderes machen und flexibler sein finde ich zählt. Ich denke mir dann meist, dass die Zeit ja so schnell vorbei geht und mein Kleiner schon bald viel weniger mit mir zusammen sein möchte, also versuche ich jeden Moment zu genießen, wo wir noch so eng zusammen sein können. :) Ok, gelingt mir auch nicht immer... ;)

Lieben Gruß an euch,
gramilius