Gymnasium ja oder nein?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von matw 07.01.11 - 10:55 Uhr

Hallo!

Ich brauche mal Euren Rat. Ich bin mir irgendwie nicht ganz klar, was nun der beste Weg für meine Tochter ist. Vielleicht gibt es ja hier paar Erfahrungswerte.
Kurze Erklärung: Sie hat wohl eine leichte Rechenschwäche. Wir haben es ganz gut in den Griff bekommen, viel geübt, andere Wege versucht zu rechnen (auf kleinere Zahlenräume runterbrechen ect.) Testen lassen, ob es so ist, konnten wir sie leider nicht, dazu fehlt uns der finanzielle Hintergrund. Nun hat sie sich soweit gefangen, dass sie die Bildungsempfehlung fürs Gymnasium bekommen würde. Sie möchte da auch gern hin. ich habe aber Angst, dass sie dort im Mathe und den anderen Fächern, wo gerechnet werden muss, total wegbricht und schließlich den Ehrgeiz verliert, wenn sie immer die Schlechteste ist!
Für sprachliche Dinge hat sie dagegen ein besonderes Interesse. Es gibt bei uns auch ein Gymnasium, was dafür eine extra Klasse hätte. Da würde sie im Internat untergebracht werden, was sie sehr toll findet, weil sie sich mit meinem Mann nicht gut verträgt (hab sie mit in die Ehe gebracht). Ach, mein Mutterherz blutet, was mach ich nur? ich habe schon überlegt, ob ich den "Schwarzen Peter" abgebe und es davon abhängig mache, ob ihr leiblicher vater sich hälftig an den Internatskosten beteiligt (bisher haben wir immer alles was mit Unterhalt zusammenhängt nur übers Gericht klären können).
Bin über jeden Rat (bitte kritiklos, hab keinen Nerv dafür) dankbar.
Gruß die verzweifelte Silly#schmoll

Beitrag von dk-mel 07.01.11 - 11:35 Uhr

aus eigener erfahrung kann ich sagen, dass das rechnen selbst gar nicht mehr so gefragt ist am gym, da gehts meist drum, zu wissen, welche formeln etc. und das meiste wird mit taschenrechner berechnet...

außerdem möchte sie es doch, ich würde es versuchen!

Beitrag von barbarelle 07.01.11 - 12:12 Uhr

Hallo dk-mel,

weisst du ab welcher Klasse Gym in BW Taschenrechner erlaubt sind? Mein Kind weißt sämtliche Problematiken welche die TS hier aufführt ebenfalls in Mathe auf. In allen anderen Fächern ist ihre schlechteste Note eine 2.

Wenn schon ab der 5ten Taschenrechner (mit Formeln?) erlaubt sind, sehe ich bei uns kein Problem. Ansonsten schon.

LG
Barbarelle

Beitrag von susanne85 07.01.11 - 12:40 Uhr

hallo,

soweit ich mich erinnern kann erst ab der 7. Klasse.

lg
aus nrw
susanne

Beitrag von barbarelle 07.01.11 - 12:48 Uhr

Danke Susanne,

nun gut ... dann warten wir einfach mal ab, was die Zeit so bringt ;-)

LG
Barbarelle

Beitrag von sechisi 07.01.11 - 12:21 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist seit Anfang des Schuljahres auf dem Gymi (Hessen).

Es gibt einige Kinder in dem Jahrgang , die eine LRS-Schwäche haben, seit einem Einstufungstest zu Schulbeginn bekommen sie zwei Std./Woche extra Förderunterricht, bei Arbeiten werden Rechtschreibfehler nicht gewertet, Diktate gar nicht.
Ab der 6. Klasse gibt es das gleiche Modell für Kinder mit einer Rechenschwäche, Förderunterricht etc.

Erkundige Dich doch mal, vielleicht gibt es ja bei euch an der Schule auch solchen Förderunterricht!

Auf jeden Fall würde ich Dir empfehlen Deine Tochter aufs Gymnasium zu schicken! Sie kriegt die Empfehlung, sie selber möchte und sie hat sonst super Noten!
Auf der Realschule wäre sie vielleicht unterfordert!

Vertrau auf die Empfehlung und ihren Wunsch!

LG, sechisi

Beitrag von seluna 07.01.11 - 14:14 Uhr

Die rechenschwäche wurde bei uns von Ärzte getestet, ohne Eigenbeteiligung.

Ich finde du solltest das Kind nicht blockieren, biete ihr die Möglichkeit.

Las dein Herz bluten, es geht um die zukunft deiner Tochter und sie wird sich schon zurecht finden.

Meine Mutter sagte immer zu mir... "nicht das du mir mal vorwirfst, das du es nicht probieren durftest.

ich finde sie hatte recht, ich handel genaus

Beitrag von jule2801 07.01.11 - 23:55 Uhr

Hallo,

ich würde sie am Gymnasium anmelden und dann sehen wie es läuft! Meine kleine Schwester ist damals nach der Grundschule auch auf's Gymnasium, hat aber nach 2 Jahren auf die Realschule gewechselt, weil sie doch nicht mehr mitkam. Nach der 10 Klasse ist sie wieder auf's Gymnasium und hat dann Abi gemacht. Ihr Weg war sicherlich nicht der einfachste aber sie hat IHREN Weg gefunden.

Gibt es übrigens nicht auch die Möglichkeit sie beim Schulpsychologischen Dienst testen zu lassen? Da würde es definitiv nichts kosten.

lg Jule!

Beitrag von bamboo19 08.01.11 - 10:54 Uhr

Huhu. #winke

Meine Meinung ist, dass Deine Tochter die Gymnasialempfehlung nicht umsonst bekommt. :-)
Ihr Lehrer wird sich schon sicher sein, dass sie es schaffen kann. :-)

Lass Deine Tochter. Ich war auch auf dem Gymnasium. Meine Mutter wusste auch nicht recht. Sie hat es mir aber ermöglicht. :-) Wechseln zur Realschule, falls es doch nicht klappt, kann sie immernoch!!!! und das jederzeit!!!!!


Halte ihr die Tür zum Gymnasium offen! #pro

Gruß

bamboo19

Beitrag von shorty23 08.01.11 - 14:47 Uhr

Hallo Silly,

also ich denke es ist doch toll, wenn deine Tochter motiviert ist und auch aufs Gymn. will, das ist doch schon mal ein wichtiger Punkt. Meiner Erfahrung nach ist es immer einfacher vom Gymn. auf die Reals. zu wechseln als andersrum. Natürlich ist es nicht immer leicht für die Kinder das zu verkraften ...

Ich würde deiner Tochter die Chance geben und sie auf Gym. lassen. Gibt ihr 2 Jahre Zeit, wenn es nicht geht, kann sie dann immer noch zur Klasse 7 auf die Realschule wechseln, oder?

Und informiere dich wegen der Rechenschwäche, da gibt es einen Erlass zum Nachteilsausgleich (http://www.legakv.de/lega_er.htm). Sprich relativ früh mit der Mathelehrerin, sodass ihr das in die Wege leiten könnt. Irgendwelche Atteste sind da übrigens unwichtig, das muss allein die Klassenkonferenz entscheiden.

LG und alles Gute