SS-Diabetes vorbeugen?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von nk13 07.01.11 - 11:17 Uhr

Hallo,
ich bin in der 8. Woche schwanger mit meinem zweiten Kind. Beim ersten wurde in der 24. Woche Diabetes diagnostiziert. Ich musste zwar nicht spritzen, konnte aber so gut wie keine KH mehr essen. Nicht mal ein halbes Stück Vollkornbrot ging :-(
Meine Ärztin meinte nun gestern zu mir, ich könnte ein erneuten Diabetes eventuell dadurch vorbeugen, dass ich mich jetzt schon fast so ernähre wie damals. Was meint ihr?
Außerdem wüsste ich gerne, ob es Sinn macht, jetzt schon ab und an meine Werte zu messen?

Liebe Grüße

Natalie und Zwergi #ei (7+1)

Beitrag von redsea 07.01.11 - 11:23 Uhr

Der SS-Diabetes entwickelt sich doch erst so ab der 24. SWW, also wird es nichts bringen, jetzt schon zu messen.

aber ich habe gelesen, dass man durch Ernährung, tatsächlich ein wenig vorbeugen kann...

Beitrag von marjatta 07.01.11 - 11:25 Uhr

Ich habe zwar noch nichts davon gelesen, dass man SS-Diabetes vorbeugen kann, lediglich einer Gestose, was ich derzeit praktiziere. Aber wenn Deine FÄ dies meint, dann würde ich schon versuchen, es zu machen.

Oft helfen eben die Dinge eher langfristig, weshalb man dann auch früh damit anfangen sollte. Ist bei der Gestose-Prophylaxe genauso. Da fängt man optimaler Weise schon vor der SS mit an.

Gruß
marjatta , 13.SSW

Beitrag von connie36 07.01.11 - 11:26 Uhr

hi
ss diabetis entwickelt sich ab der 24.ssw. udn auf kohlehydrate soll man nicht verzichten. ich habe seit der 28.ssw eine diagnostizierte ss diabetis.
musste zu beginn nur messen, jetzt seit wochen auch spritzen. und erhöhre wöchtentlich die dosis. als ich der diabetologin meinte, ich könne auch auf kh verzichten, hätte die mir fast den kopf abgerissen. sie meinte das baby bräuchte aber auch die nährstoffe daraus, nur weil mein körper nicht in der lage ist, das abzubauen, kann das kind doch nix dafür.
lg conny 35.ssw

Beitrag von miau2 07.01.11 - 11:37 Uhr

Hi,
du kannst der ERkrankung nicht wirklich vorbeugen.

ABER du kannst durch eine ERnährungsumstellung erreichen, dass wenn sie denn unerkannt vorübergehend bestehen sollte (und natürlich kann das auch schon vor der 24. Woche passieren, das wäre nur der häufigste Zeitpunkt!) die Auswirkungen nicht so heftig wären.

Der Vorschlag deiner Ärztin ist mehr als sinnvoll, habe ich in der zweiten Schwangerschaft auch so gemacht. Und es schadet auch nicht, wenn du zwischendrin deine WErte nimmst, so lange du es richtig machst.

Was ich nicht ganz verstehe - was ist jetzt so toll daran, dass man nicht spritzen musste, dafür aber praktisch nichts mehr essen konnte?

Mein Arzt und seine ernährungsberaterin haben mir damals einen Diätplan gegeben, der bestimmte Mengen (gesunder) Kohlenhydrate enthielt. Und es war von vornherein klar, dass ich diese Mengen auch essen sollte, denn der Körper braucht sie nun einmal - wenn die Werte damit nicht gepasst hätten hätte ich halt gespritzt. Was dem Körper ja auch in keinster Weise geschadet hätte.

In der ersten schwangerschaft musste ich gelegentlich spritzen, hatte super Werte. In der zweiten schwangerschaft hatte ich wieder super Werte, ganz ohne spritzen. Aber ich habe jeden Tag zu 3 großen und 3 kleinen Mahlzeiten Kohlenhydrate in gesunder Form gegessen. Die Diät war nicht wirklich ein großer Verzicht für mich.

Vielleicht fiel es mir daher auch leicht, in der zweiten Schwangerschaft schon vor der Bestätigung damit anzufangen.

viele grüße
Miau2

Beitrag von rennmausi 07.01.11 - 12:05 Uhr

Dem kann ich mich nur anschließen! Diät bei SS-Diabetes heißt keinesfalls, NICHTS mehr zu essen. Und eine Mahlzeit ohne Kohlehydrate ist bei SS-Diabetes so, als hätte man die Mahlzeit ausgelassen. Das Kind braucht Kohlehydrate - natürlich in gesunder Form. Und wenn der Blutzucker davon zu hoch wird, dann ist Insulin die bessere Lösung als das Weglassen der fürs Kind wichtigen Kohlehydrate.

Beitrag von raeuberlein 07.01.11 - 12:23 Uhr

ich seh das genauso. bei mir klappt es im moment ganz gut mit dem gleichmaessigen verteilen der kohlenhydrate ueber den tag. sprich nimmer 2 brotscheiben zum fruehstueck, sondern eine und die zweite 2 stunden spaeter. hauptsache du isst den tag ueber die noetige menge.

falls meine werte trotzallem schlechter werden, gibts fuer mich auch kein zoegern. dann werde ich insulin spritzen, auch wenn ich bisserl schiss davor habe. aber geht ja ums baby und nicht um meine eitelkeit :D

ansonste kannst auch probieren nach dem essen spazieren zu gehen. laesst sich gut mit einkaufen verbinden (natuerlich ohne auto dann). bewegung foerdert die eigene insulinproduktion. daher geh ich jetzt nicht einmal die woche gross einkaufen, sondern jeden tag ein bisschen was.

Beitrag von rennmausi 07.01.11 - 12:03 Uhr

Hallo,

eine SS-Diabetes kann sich auch schon früher entwickeln bzw. anzeigen. Ich hatte in meiner ersten SS eine gestörte Glucosetoleranz, die in der 32. Woche beim OGTT festgestellt wurde. In der 2. SS wurden die Werte schon um die 8. Woche schlecht (hab selbst daheim Kontrollmessungen gemacht) und ich habe sofort meine Ernährung wieder so gestaltet, als hätte ich SS-Diabetes. In der 15. Woche hatte ich dann den OGTT, der wie erwartet positiv war (86/189/175) und seither habe ich wieder einen diagnostizierten SS-Diabetes. Mein Arzt meinte, wenn man in der ersten SS einen Diabetes hatte ist es sinnvoll, die Werte von Anfang an zu kontrollieren und die Ernährung anzupassen, da grad im ersten SS-Drittel zu hohe Zuckerwerte nicht so ideal fürs Kind sind. Es hat noch keine Bauchspreicheldrüse und kann noch nicht ausgleichen. Vorbeugen kann man dadurch allerdings nicht - wenn man wirklich eine Neigung dazu hat, kommt es so oder so.

Ich wünsch dir alles Gute!

Rennmausi mit Lausbub (20 Monate) und Ü-Ei (18+0)

Beitrag von nk13 07.01.11 - 12:31 Uhr

Danke für die schnellen Antworten!
Ich werde wohl schon anfangen, meine Werte zu überprüfen. Dazu brauche ich nur erst neue Teststreifen und Nadeln. Da meine letzte Schwangerschaft schon vier Jahre her ist, sind die Sachen abgelaufen. Mal sehen, ob meine Ärztin mir ein Rezept schreibt. Oder bekomme ich das gar nicht von der Frauenärztin? Ich weiß gar nicht, wie das damals war.

Liebe Grüße
Natalie und Zwergi

Beitrag von connie36 07.01.11 - 18:23 Uhr

deine werte sind jetzt, wie shcon gesagt, nicht aussagekräftig.
warte bis du 23+x bist.
lg conny

Beitrag von nk13 08.01.11 - 09:20 Uhr

Hallo,
ja, das passt auch zu der Aussage meiner Ärztin, dass wir den Zuckerbelastungstest trotzdem erst in der 24. Woche machen. Aber warum schreiben dann hier manche, dass sie schon ab der 10. Woche messen und sogar spritzen mussten? Hatten sie dann vielleicht schon vorher Zucker? Manche schreiben auch, dass sie ab der 18. Woche Zucker hatten?! Wird dem denn auch nicht nachgegangen, wenn ich schon vor der 24. Woche Zucker im Urin habe? Bei mir war es damals eben erst in der 24. Woche.

Lieben Gruß
Natalie und Zwergi (7+2)#ei