Aus welchen Gründen habt ihr Euch für IUI oder IVF/ICSI entschieden?

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Beitrag von awachen78 07.01.11 - 11:42 Uhr

Hallo zusammen,

meine Frage richtet sich vor allem an jene unter Euch, bei denen nicht klar ist, dass es ausschließlich mit einer Icsi klappen könnte, sondern an die, die eine geringe Möglichkeit auf anderweitigen Erfolg haben.

Nachdem wir Ende letztes Jahres fleißig Werte von uns haben sammeln lassen, hatten wir nun Mittwoch unser Paargespräch. Wir wußten schon zuvor, dass die SG meines Mannes nicht das gelbe vom Ei waren und dass mein Zyklus unrund läuft. Woran zweiteres lag wußten wir nicht.

Ergebnis war nun, mein Zyklus ist eigentlich ganz o.k., am Anfang sind LH und FSH vertauscht, das läßt sich beheben. Mein Eisendepot ist ziemlich leer und mein TSH wert ist für eine SS etwas zu hoch. Dafür habe ich eine Überweisung zu einem Nuklearmediziner bekommen. AMH 23, also o.k.

Meine zweite Zyklushälfte ist erstaunlicher weise o.k. Erstaunt bin ich deswegen, da ich ohne Utrogest immer SB habe. Im letzten Zyklus (der diagnostische ohne Medikamente) z.B. von ES + 2 - ES+14, +15 kam dann meine Mens.

Mein Mann hat bei beiden SG zu wenige Spermien (5/6 Mio), viele sind pathologisch (90/92%), geringe Beweglichkeit (8/11%), wenig A&B Qualität etc.

ABER wir sind schon einmal (eigentlich 2x, einmal war es eine ELSS im 4. ÜZ, anschließend haben wir 1,5 Jahre gebraucht um wieder ss zu werden, diesmal ein Töchterchen, heute 3 Jahre alt) schwanger, es kann oder konnte also klappen.

Nun hat er uns in dem Gespräch die 3 möglichen Varianten vorgeschlagen:

"Junges Paar" - mein Zyklus wird in der ersten Hälfte unterstützt, ES ausgelöst, herzeln zuhause. Chance 5 - 8%

"IUI" - Davon war er jetzt aber nicht sooo überzeugt. Er meinte die Untergrenze für eine IUI liegt bei 10% Beweglichen, da schrammen wir ja beides mal dran. Chance max. 10%

"IVF/ICSI" - aufgrund unserer WErte rechnet er uns eine 35% Chance aus.

Mein Mann würde gerne sofort mit dem vollen Programm starten. Hintergrund ist sein Alter. Er wird 42 und hat momentan einfach Sorge, bald zu alt (nicht für die Befruchtung, sondern eben später im Leben, wenn die Kinder größer werden) zu sein und möchte die größt mögliche Chance auf eine baldige SS nutzen.

Ich verstehe ihn da einerseits natürlich.

Bei mir ist es so, dass ich mich momentan unsicher fühle. Einerseits ist unser Kinderwunsch natürlich sehr groß und auch ich würde alles dafür tun endlich positiv zu testen. Andererseits sehe ich vor allem 2 negative Komponenten die mir bei einer IVF/ICSI Kopfzerbrechen machen. Zum einen sind es sicher die nicht unerheblichen Kosten falls wir uns dafür entscheiden und zum anderen der eventuelle Moment der Enttäuschung wenn es heißt "negativ". Und die ständige Frage, würde es nicht vielleicht auch so klappen? Sind wir zu ungeduldig etc.

Jetzt liegt es an uns zu entscheiden was wir machen. Nur ein wenig nachhelfen, ein wenig mehr - beides mit recht geringem Aussicht auf Erfolg, oder große Geschütze auffahren und alle Begleiterscheinungen in Kauf nehmen.

Wie habt Ihr Euch entschieden und warum?

Und würde die Krankenkasse auch erst z.B. 3 IUI´s und anschließend noch 3x IVF oder ICSI bezahlen?

Ich danke Euch!

Anita

Beitrag von fuxx 07.01.11 - 11:51 Uhr

Hallo Anita,

ich musste mich zwar noch für nichts entscheiden, würde aber def. zunächst ein paar Versuche mit der IUI machen, bevor ich wirklich große Geschosse auffahre. Eine IUI ist harmlos (sofern Du nicht stimmulieren musst) und dazu noch günstig. Erst wenn 2 oder 3 Versuche fehlschlagen, würde ich gleich auf die ICSI übergehen (eine IVF wäre meines Erachtens wirklich Zeit- und ggf. Geldverschwendung).
Die Kasse sollte das alles zahlen.

Drücke Dir die Daumen, dass Du die für Dich richtige Entscheidung findest.

Beitrag von feroza 07.01.11 - 12:17 Uhr

wir stehen vor einer ähnlichen Entscheidung,
allerdings werde ich erst am Dienstag meine BS machen lassen,
entweder erübrigt sich die Frage nach einer IUI,
oder wir stehen auch vor der Wahl.

Auch bei mir ist es das Alter (38),
weswegen ich/wir "Gas geben" wollen,
und nicht die Zeit vertrödeln möchten.

Nach meiner Eileiterspiegelung hieß es, am besten IVF.
Ein Eileiter könnte noch durchgängig sein,
aber da das SG auch nicht so prickelnd ist,
starten wir nach der BS durch....

WORAUF WARTEN????

Beitrag von lemal 07.01.11 - 14:51 Uhr

Hallo Anita, unsere KiWu Praxis hat uns auch zu einer IVF geraten. Da das SG meines Mannes aber iO ist und ich mich auch aufgrund schlechter Narkose-erfahrung nicht direkt zur nochmalige Narkose durchringen konnte (bei der IVF), hatten wir heute eine IUI. Ich brauch das einfach für mich, sodass ich hinterher sagen kann -falls es nicht geklappt hat- ich habs auf dem "harmlosen Weg" versucht und muss nun eben doch das Komplettprogramm ansteuern. Wir hoffen jetzt aber natürlich dass uns das erspart bleibt und der erste Versuch direkt ein Treffer wird. Das wäre einfach gaaaaanz wunderbar. Wir drücken Euch die Daumen.