Ärger mit der Telekom

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Beitrag von cupcake 07.01.11 - 11:47 Uhr

Wir sind im November 2009 in eine neue Wohnung gezogen und haben unseren alten Telefonanschluss bei der Telekom fristgerecht gekündigt. Die Telekom bestätigte uns die Kündigung schriftlich zum 23.10.2009.
Im November wurde uns die Abschlussrechnung abgebucht. Für mich hatte sich die Sache damit erledigt. Als ich im Dezember unsere Kontoauszüge durchsah, bemerkte ich, dass die Telekom wieder abgebucht hatte - 84,89 EURO. Ich rief dort sofort an und mir wurde gesagt, dass es sich um ein Versehen handele und mir der Betrag wieder auf unser Konto gebucht werden würde. Dies wurde jedoch nicht getan. Ich rief wieder bei der Telekom an und hörte wieder das selbe wie
beim letzten Telefonat. Als Ende Dezember immer noch kein Geld auf unserem Konto war, rief ich erneut an. Anfang Januar habe ich das Geld dann selbst zurückbuchen lassen. Bis Dezember 2010 hörten wir nichts mehr von der Telekom. Wir erhielten auch nie Mahnungen oder ähliches. Am 1.12. flatterte uns dann ein Mahnbescheid von der Anwaltskanzlei Seiler & Partner ins Haus.
Insgesamt sollten wir 239,99 EURO zahlen. 147,18 EURO Hauptforderung der Telekom zzgl. aller weiteren Kosten wie Anwaltskosten, Auskünfte, Mahnkosten, Zinsen und Geschäftsgebühr. Ich habe versucht, mich mit der Kanzlei in Verbindung zu setzen (telefonisch und schriftlich), bekam jedoch keine Antwort. Am 3.1.2011 erhielten wir einen Vollstreckungsbescheid. Wir sollen nun 254,99 EURO zahlen.

Wie verhalte ich mich denn jetzt? Soll ich den Widerspruch mit der Küdigungsbestätigung und den Kontoauszügen mit der Abbuchung vom Dezember 2009 hinschicken? Was mache ich, wenn die mir weiterhin Vollstreckungsbescheide schicken? Ich kann das ganze irgendwie nicht richtig nachvollziehen. Wir hatten nach unserem Umzug 6 Monate einen Nachsendeantrag, aber haben nie Post von der Telekom erhalten. Ich weiss nicht mal, wie sich die Hauptforderung von 147,18 EURO zusammensetzt oder um welche Rechnung es sich handelt. Im Schreiben der Anwälte steht unter Rechnungsnummer nur unsere Telekom Kundennummer.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 11:53 Uhr

"Ich weiss nicht mal, wie sich die Hauptforderung von 147,18 EURO zusammensetzt oder um welche Rechnung es sich handelt."

Wenn es dir nicht möglich ist, das irgendwie aus deinen Unterlagen rauszusehen, dann rufe bei der Telekom an, lasse dich mit der Buchhaltung verbinden und frage freundlich nach, ob die dir das aufdröseln und ggf. ne Rechnungskopie zuschicken können.
Erstmal mußt du wissen, für was die Geld haben wollen und ob es vielleicht doch gerechtfertigt ist.

Beitrag von cupcake 07.01.11 - 12:13 Uhr

In unseren Unterlagen habe ich nichst gefunden. Wir haben unsere Rechnungen immer abbuchen lassen und ich habe, wie bereits geschrieben, nur die Abbuchung vom Dezember 2009 zurückbuchen lassen.
Bei der Telekom habe ich auch schon angerufen, aber die sagen mir nur, dass mein Kontostand 0,00 EURO beträgt. Habe dann auf einigen Seiten im Internet gelesen, dass Seiler & Partner die offenen Rechnungen aufkauft, nur wie gesagt, reagieren die nicht auf meine Anfragen.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 12:24 Uhr

also nochmal von vorn: Das, was ihr an die Telekom habt zahlen müssen, habt ihr auch bezahlt. Jeden Monat.
Also: Ich würde nochmal bei der Telekom anrufen und um eine Kopie der Rechnung bitten, für welche die bei euch im Dezember abgebucht haben (also das, was du zurück hast buchen lassen).
Gibt es so eine Rechnung überhaupt? Da du das hast zurückbuchen lassen, wäre es möglich, daß genau diese Forderung an Seiler verkauft wurde?

Und wenn du 100% weißt, daß da nix mehr an die Telekom offen ist, dann..... tja.... mit Mahnbescheid kenn ich mich nicht aus, sorry.
Aber wenn es keine Forderung gibt dann kann auch nix eingefordert werden. Wäre jedenfalls meine Logik.

Beitrag von cupcake 07.01.11 - 12:40 Uhr

Wir haben die ganzen 4 Jahre, die wir in unserer alten Wohnung gewohnt haben unsere Telekomrechnungen abbuchen lassen. Unser Konto war auch immer gedeckt. Lediglich, die Abbuchung im Dezember haben wir zurückbuchen lassen. Über diese Forderung haben wir aber nie eine Rechnung erhalten, obwohl wir jeden Monat immer eine Telekomrechnung per Post bekommen haben. Laut Telekom war die Abbuchung wie gesagt ein Versehen. Ich finde es nur merkwürdig, dass ich bei der Telekom keine Auskunft bekomme. Schließlich war ich dort ja mal Kunde und habe eine Kundennummer, also verstehe ich nicht, wieso die mir nur sagen, dass mein Kontostand 0,00 EURO beträgt und mir keine weitere Auskunft erteilen.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 12:56 Uhr

also: wenn wirklich noch eine Forderung der Telekom an euch bestünde und Seiler diese Forderung aufgekauft hat, dann ist logischerweise euer Konto bei der Telekom auf Null.

DIe Frage ist halt, ob es überhaupt noch eine Forderung gab.

Beitrag von thea21 07.01.11 - 11:53 Uhr

Hast du dem Mahnbescheid denn nicht wiedersprochen?

Beitrag von thea21 07.01.11 - 12:00 Uhr

widersprochen.

Beitrag von cupcake 07.01.11 - 12:18 Uhr

Nein habe ich nicht. Das war wohl auch mein Fehler. Bin nur ein gebranntes Kind, weil ich schon oft irgendwelche Mahnbescheide erhalten habe, die unbegründet waren. Vor Jahren war da mal was von web.de und diverse Downloadsachen (soll angeblich irgendwelche Techno Alben runtergeladen haben, obwohl ich sowas nicht höre). Nachdem ich im Internet gesucht habe und gelesen habe, dass das eine neue Masche sei, habe ich die Seiler Forderung ignoriert, da ich dachte, die suchen nur irgendwelche Opfer, die das zahlen.

Beitrag von thea21 07.01.11 - 12:21 Uhr

Schreib der Kanzlei einen gepfefferten Brief, das wenn sie unhaltbare Forderungen, die nicht bestehen, per Zwang eintreiben, sie die Rechnung am Ende dafür selbst bezahlen.

Unter Androhung aller Mittel, die dir so offen stehen!

Beitrag von superschatz 07.01.11 - 12:24 Uhr

Dann hast du Pech gehabt und wirst den Betrag zahlen müssen. Einen Mahnbescheid übers Gericht kann erstmal jeder bestellen, ob die forderung nun begründet ist oder nicht. Wenn Gerichte das noch alles überprüfen müssten, dann würde bald nichts mehr klappen. Wird diesem Mahnbescheid nicht fristgerecht widersprochen, gilt diese forderung als akzeptiert. Sprich du bist nun verpflichtet, diese forderung zu begleichen, ob nun mit Hintergrund oder nicht.

Beitrag von thea21 07.01.11 - 12:43 Uhr

Stimmt so nicht!

Nicht widersprochen heisst nicht, dass die Rechnung nun rechtmäßig vollstreckbar ist.

Sie hat immernoch mehrere Möglichkeiten!

Beitrag von ppg 07.01.11 - 14:35 Uhr

Leider doch wahr!

Dem Mahnbescheid hätte wiedersprochen werden müssen. Jetzt kann auch eine unbegründete Rechnung vollstreckt werden. Die TE hat keine rechtlichen Handhabe mehr sich dagegen zur Wehr zu setzten.

Ute

Beitrag von thea21 07.01.11 - 14:42 Uhr

Ja, sie KANN vollstreckt werden, aber:

"Rechtsbehelf gegen den Vollstreckungsbescheid

Gegen den Vollstreckungsbescheid kann der Antragsgegner binnen zwei Wochen Einspruch einlegen. Geschieht dies nicht, wird der Vollstreckungsbescheid rechtskräftig. Von diesem Punkt an kann sich der Antragsgegner nur noch in Ausnahmefällen (etwa bei Arglist des Antragstellers) gegen die Forderung wehren, selbst wenn diese eigentlich unberechtigt ist. Wird rechtzeitig Einspruch eingelegt, folgt in der Regel ein Zivilprozess zur Klärung der Forderung. Der Gläubiger hat jedoch unabhängig davon die Möglichkeit, die Forderung schon mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einzutreiben. Die sofortige Zwangsvollstreckung kann abgewendet werden, wenn neben dem Einspruch noch ein gesonderter "Antrag auf einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung" gestellt wird. Einem solchen Antrag wird in der Regel aber nur bei Stellung einer Sicherheitsleistung stattgegeben."

Das ist DAS was man noch tun kann!

Aber Frage:

Es IST ja eine unberechtigte Forderung...DAS auch nachweislich! Könnte dort Anzeige gestellt werden?

Beitrag von gh1954 07.01.11 - 11:56 Uhr

Seiler & Partner? Vergiss es.

Google mal nach dieser Kanzlei.

Einem Freund haben die auch mal eine Riesenrechnung gestellt, angeblich im Auftrag der Telekom, obwohl dieser Freund zum angeblichen Abrechnungszeitraum kein Kunde bei der Telekom war.

Mein Freund ha damals bei der Telekom angerufen, die wussten von nichts, daraufhin hat sein Anwalt einen Brief an die Kanzlei geschrieben und dann war Ruhe.

Beitrag von eisblume84 07.01.11 - 12:29 Uhr

Das ist glaube ich kein Schreiben von der Telekom. Ein Bekannter hat auch mal so ein Schreiben bekommen, der hat bei der Telekom angerufen, die wussten dort von nichts.

LG

Beitrag von gh1954 07.01.11 - 12:52 Uhr

Sag ich doch... #kratz

Beitrag von eisblume84 08.01.11 - 14:40 Uhr

ich wollte dich nur nochmal bestätigen ;-)

Beitrag von cupcake 07.01.11 - 12:56 Uhr

Na super, also bin ich jetzt selbst schuld. Toll. Kann ich denn trotzdem nicht dagegen angehen, dass ich die eigentliche Rechnung von der Telekom nie erhalten habe? Hätte ich von denen etwas bekommen, hätte ich mich ja schon dazu geäußert und hätte dann das Schreiben von Seiler & Partner ernster genommen. Aber so erschien mir das alles unbegründet.

Beitrag von thea21 07.01.11 - 13:24 Uhr

Dein einziger "Fehler" war der, nicht dme Mahnbescheid widersprochen zu haben!

Du hast aber noch Möglichkeiten.

Wenn alles ist, wie du es sagst, ist diese Rechnung ungerechtfertigt.

Mit welchem geltenden Recht sollte die Firma Seiler und Co. eine unberechtigte Forderung durchdrücken, noch dazu, weil du nicht wusstest, dass du hättest widersprechen sollen...

Dann gib mir bitte deine Adresse, das mach ich dann auch!

Im Ernst. Telefonier mit dem zuständigen Amtsgericht, erkläre den Sachverhalt, da wirst du sicher Info bekommen.

Ansonsten: Anwalt! Ich hoffe du bist rechtschutzversichert!

Beitrag von demy 07.01.11 - 14:39 Uhr

Hallo,
hast du denn wirklich einen gerichtlichen Mahnbescheid bekommen?

Das klärst du hier nämlich gar nicht auf.
Im Ursprungsthread schriebst du, dass du einen Mahnbescheid von dem Anwalt bekommen hast.
Von einem Anwalt kommt ein Mahnbescheid aber nicht, sondern von dem zuständigen AMTSGERICHT.

In diesem Mahnbescheid steht auch alles drin was man machen muss.
Falls es so einer ist, hast du das nicht gelesen?

Du schriebst, du hast am 03.01.2011 einen Vollstreckungsbescheid bekommen, wieder vom Anwalt oder kam der vom GERICHT?

Das steht wieder alles da drauf.

Ist der Vollstreckungsbescheid vom Gericht, dann lege UNVERZÜGLICH Einspruch gegen diesen Bescheid ein, du hast auch hier ab erhalt nur 14 Tage Zeit.

Kläre erstmal auf was du da eigentlich bekommen hast.
War es vom AMTSGERICHT mit Belehrung, oder kamen die Schreiben vom Anwalt?
Bei ersterem MUSS man reagieren, bei Schreiben vom Awalt muss man nicht unbedingt kann man aber um den Sachverhalt aufzuklären.

Gruß
Demy

Beitrag von scrapie 07.01.11 - 15:12 Uhr

Hallo, den Ärger hatten wir auch... hab nach jeder Rechnung dort angerufen und mich immer wieder beschwert und es hieß immer "Oops Sorry, wir kümmern uns drum"...

das ging dann ein paar Monate so bis ich dann ein Schreiben aufgesetzt habe mit Kopie der Kündigung + Drohung mit Anwalt usw... dann gings aufeinmal flott...

Beitrag von nick71 07.01.11 - 15:35 Uhr

"Am 1.12. flatterte uns dann ein Mahnbescheid von der Anwaltskanzlei Seiler & Partner ins Haus."

"Am 3.1.2011 erhielten wir einen Vollstreckungsbescheid."

"Was mache ich, wenn die mir weiterhin Vollstreckungsbescheide schicken?"

Dem Mahnbescheid habt ihr offensichtlich nicht fristgerecht widersprochen...denn ansonsten hätte man euch jetzt keinen Vollstreckungsbescheid geschickt.

Für einen Widerspruch ist es -wie erwähnt- nun zu spät. Die Forderung wurde von euch anerkannt und muss bezahlt werden. Im übrigen werden nun keine weiteren Vollstreckungsbescheide kommen, sondern der Gerichtsvollzieher.

Beitrag von cupcake 07.01.11 - 15:45 Uhr

Wie ich das hier lese, nützt wohl alles weitere Gerede nichts. Habe wohl den Fehler gemacht, dem Mahnbeschied nicht zu widersprechen, aber trotzdem kann ich nicht ganz nachvollziehen, dass es nun Rechtens sein soll, einen Betrag einzufordern, der in keinster Weise gerechtfertigt ist. Die entstanden Kosten könnte ich ja noch nachvollziehen, aber bei der Hauptforderung der Telekom handelt es sich ja nunmal um eine Leistung, die ich nicht erhalten habe bzw nicht erhalten konnte, da mir eine Kündigung zum Ende Oktober 2009 bestätigt wurde und ich schon Mitte Oktober keinen Telefonanschluss bzw keinen Internetanschluss mehr hatte.

Beitrag von nick71 07.01.11 - 15:59 Uhr

Es wurde hier ja gesagt, dass du auch dem Vollstreckungsbescheid noch widersprechen kannst...und das stimmt wohl. Allerdings solltest du dir ganz sicher sein, dass die Forderung wirklich unberechtigt ist, wenn du dem VB widersprichst...das wird nämlich ggf. (bzw. sehr wahrscheinlich) gerichtlich geklärt, und der Verlierer des Prozesses trägt die Kosten. Es kann für dich also u.U. wesentlich teurer werden, wenn sich herausstellt, dass die Forderung rechtens ist.

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