Wie ist das eigentlich nach den Wechseljahren?

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von Menopause 07.01.11 - 13:12 Uhr

Hallihallo,

ich bin - was meine Libido betrifft - echt ein absoluter Hormonjunkie. Will sagen, dass ich immer um die Zeit des Eisprungs ganz besonders wuschig bin.

Das war halt schon immer so und bisher fand ich das auch nicht besonders nachdenkenswert.

Das geht ja vielen Frauen genauso wie mir.

Aber so langsam nähere ich mich den mittleren Jahren und damit dem Wechsel.
Das bedeutet ja, dass die Eisprünge weniger werden und irgendwann ja auch ganz ausbleiben.

Und wie steht's dann mit der Lust? Gibt es hier Frauen mit Erfahrung? Ändert sich mit den Wechseljahren auch die Sexualität?

LG
und ein schönes WE

Beitrag von drüber.. 07.01.11 - 13:54 Uhr

jein. Es ist so, dass einige Frauen, so wie ich zum Beispiel, auch nach dem Wechsel sowas wie einen kleinen Zyklus haben. Abgesehen von den Hitzewallungen, ein wenig Schwindel, Ziehen im Rücken und so Dinge, ist der Sex sogar noch viel besser geworden.
Ich nehme aber auch keinerlei Hormonpräparate oder Hormonersatzpräparate. Meine Eierstöcke versehen auch nach dem Wechsel noch ihren kleinen Dienst.

Beitrag von Menopause 07.01.11 - 14:00 Uhr

Das beruhigt mich ;-)

Das der Sex mit den Jahren intensiver und "besser" geworden ist, merke ich ja jetzt bereits.

Ich hatte/habe nur die Befürchtung gehabt, dass die Libido mit sinkendem Hormonspiegel auch entsprechend verschwindet - eben weil ich so genau merke, wann mein Eisprung ist und mein Körper entsprechend reagiert.

Vielen Dank für Deine Antwort!

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 14:00 Uhr

Hallo,
soweit mir bekannt ist, bleibt der Zyklus auch ohne Blutung noch viele Jahre bestehen, einschließlich PMS -artiger Symptome. Das ist jedenfalls die Meinung zweier mir bekannter Frauenärzte, die ich bestätigen kann.
Ich glaube das mit der Lust ist individuell und hängt stark mit dem sexuellen Vorleben zusammen.Wenn man schon immer diesbezüglich "gut drauf " war , ändert sich Nichts.Ganz sicher hängt dies auch mit der Partnerschaft zusammen--------vielleicht macht es auch einen Unterschied ob man schon 30 Jahre, oder erst relativ frisch zusammen ist?!
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht ,das eine Angleichung an die männliche Sexualität, bzw. Triebstärke erfolgt.#freu
Ansonsten habe ich eher eine allgemeine Steigerung zum Positiven erlebt.

L.G.

Beitrag von Menopause 07.01.11 - 14:15 Uhr

Danke auch Dir.

DAS sind doch mal Aussichten....#freu

Nun ja - bis auf die PMS-artigen Sympthome. Ich hatte gehofft, dass DAS auch irgendwann mal vorbei ist.
Aber man kann nicht alles haben, gell?

Und da ich bisher immer ziemlich "gut drauf" war und auch meinen jetzigen LG erst im zarten Alter von 44 kennen gelernt habe, kann es ja nur besser werden ;-)

Ernsthaft: danke für die Antwort. Das Thema hat mich tatsächlich beschäftigt.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 15:14 Uhr

#bitte Gern geschehen.
Ich habe meinen Mann im zarten Alter von 47 Jahren kennen gelernt.:-)

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 15:27 Uhr

ich möchte dir den Tipp geben, dich nicht leichtfertig operieren zu lassen.
Kommt ja leider immer wieder vor, daß ein FA seiner Patientin ohne daß es nötig ist, den Vorschlag macht, sich die Gebärmutter rausnehmen zu lassen.

Es muß nicht, aber es kann zu Einbußen der sexuellen Erlebnisfähigkeit kommen. Außerdem können die Eierstöcke bei der OP nen Knacks abbekommen.
http://www.femica.at/gebaermutterentfernung/index.htm

sorry, ich will dich nicht nerven. Ich finde aber, Info kann nie schaden;-)

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 18:42 Uhr

Wo steht das sie sich operieren lassen will?#kratz
Aber ich bin ganz deiner Meinung was das angeht.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 19:08 Uhr

neeee, steht nirgends, daß sie sich operieren lassen will. Ich hab das rein vorsorglich und zum Gedanken anschubsen gepostet ;-)

Wenn sich auf dem Gebiet endlich was tun soll, dann muß man es in die Köpfe der Leute bringen.

Find ich jedenfalls.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 19:26 Uhr

Mich erstaunt auch oft, wie schnell man mit einer Total OP bei der Hand ist und mit welch schwammigen Diagnosen-Gebärmutter zu groß, zu schwammig, gesenkt ( kann man bekanntlich auch anders beheben)---------ich empfehle immer unbedingt eine zweit und dritt Meinung einzuholen.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 19:56 Uhr

eben. Das blöde ist aber, daß auch bei einer zweiten Meinung das gleiche rauskommen kann.
Ab einem gewissen Alter bist du als Frau bzw. dein Körper als Ganzes nix mehr wert. Die Gebärmutter wird, jedenfalls noch von sehr vielen Ärzten, gerade in Deutschland (ok bei den Amis auch) als reine Gebärmaschine angesehen, die ansonsten keinen Zweck hat.
Und das stimmt nicht! Außerdem werden bei einer Gebärmutterentfernung, je nach Operateur, also "Schnittführung" u. U. Nervenstränge durchgeschnitten, die ziemlich wichtig sind für das sexuelle Empfinden. Davon, daß die Gebärmutter bei einem vaginalen Orgasmus quasi "mitschwingt" und hinterher als "Klangkörper" ja weg ist, mal ganz abgesehen.
Ich persönlich empfinde es als Frechheit, wenn ein Arzt einer verunsicherten, besorgten Frau, die vielleicht ein klitzekleines Myom hat, welches keinerlei Beschwerden macht, sagt, daß es doch gut sei, die Gebärmutter komplett rauszunehmen und auf die Frage der Frau, ob sich dadurch hinterher was ändert, mit einem NEIN zu antworten.
Die Frau unterschreibt dann - gezwungenermaßen - den Wisch vor der OP, daß sie allumfassend aufgeklärt wurde - was natürlich nicht stimmt - und wenn sie hinterher Probleme hat, dann kann sie nix, aber auch garnix machen, weil sie ja mit der OP einverstanden war und "aufgeklärt".

Das sauge ich mir nicht aus den Fingern, das ist so. Leider.

Traurig, oder?

Beitrag von similia.similibus 07.01.11 - 20:13 Uhr

Ich hatte die Überweisung ins KH bekommen - Gebärmutter raus wegen Dauerblutung. Ich bin am besagten Tag mit gepacktem Koffer ins KH, habe die Anmeldung hinter mich gebracht und bin dann zur Untersuchung auf den Stuhl gehüpft. Ok, Frau Oberärztin stellte fest, dass ich eine vergrößerte Gebärmutter habe (aber noch altersmäßig und schwangerschaftszahlmäßig im Rahmen), die auch noch nach hinten weggeknickt ist. Außerdem leide ich unter Endometriose - alles Gründe für eine Gebärmutterentfernung. Aber ich hatte so viel Schiss, dass die Ärztin mich fragte, ob ich wirklich dahinter stehen würde, also hinter der Entfernung. Nääää natürlich nicht - ich habe eine Scheißangst, erklärte ich und überhaupt keinen Bock auf den Mist. Ja, also dann, meinte sie, sollte ich mir das doch noch mal überlegen. Es bestünden keine ZWINGENDEN medizinische Gründe. Ich war ruckigzucki vom Stuhl runter, schnappte meinen Koffer und maschierte unverrichteter Dinge wieder raus aus dem KH! #cool Das ist jetzt 4 Jahre her - und ich habe den blöden Beutel immer noch im Körper. Ich warte nun händeringend auf meine Meno-Pause. Was mir ein bisschen Sorgen macht ist mein Beckenboden. #schwitz Naja...alles altersmäßig eben! #aerger

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 20:20 Uhr

trainieren, trainieren und nochmal trainieren. Ist doch ganz einfach. Kannst alle Stunde machen und merken tuts keiner.

Einmal in der Stunde ca. 10 mal so stark unten alles "zusammenziehen" als ob du gaaaaaaaanz dringend pipi mußt.
Dauert vielleicht nen Vierteljahr, aber dann isser wieder straff dein Beckenboden ;-)
Außerdem beugst du damit einer möglichen Inkontinenz vor. Die auch gerne operativ "behandelt" wird.
Training tuts aber auch. Also in einem gewissen Rahmen;-)

#winke

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 20:49 Uhr

Pilates und Bauchtanz-wenigstens eines würde ich dir empfehlen.Für die Blutungen gibt es homöopathische Tropfen.Deine anderen Beschwerden sind auch behandelbar.
Mich ärgert die oft Profit orientierte, männlich geprägte Gynäkologie.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 20:52 Uhr

na ja, ner richtig dollen Endo kommst mit homöopathischen Tropfen nicht wirklich bei.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 21:02 Uhr

Nein sicher nicht aber es gibt verschiedene Methoden diese zu entfernen.Meiner Schwägerin z.B.wurde sie vor ihren drei Kindern entfernt-sie konnte deshalb nicht schwanger werden.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 21:07 Uhr

und auch da kommt es drauf an, wo überall im Bauchraum die Endo sich angesiedelt hat. Ist leider wirklich nicht einfach, dieser Sache Herr zu werden.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 20:55 Uhr

"Mich ärgert die oft Profit orientierte, männlich geprägte Gynäkologie. "

Nein, kannst das männlich da ruhig rauslassen. Wenn weibliche Frauenärzte durch ihre "Berufsausbildung" durch sind, ist nicht mehr viel vom weiblichen übrig geblieben. Meistens.
Aber es gibt auch Frauen, die während des Ellbogenausfahrens nicht vergessen haben, zu welcher Liga sie gehören.
Zum Glück

Beitrag von similia.similibus 08.01.11 - 13:02 Uhr

Also zufällig habe ich mir vor wenigen Tagen eine Bauchtanz-DVD gekauft und gestaunt, wie anstrengend das ist! #schwitz Und du meinst, das hilft dem Beckenboden?

Was sind das denn für homoöpathische Tropfen? Ich nehme nun Utrogest (ein Gestagen), damit ich überhaupt einen Zyklus habe.

LG
simsim

Beitrag von asimbonanga 08.01.11 - 17:27 Uhr

Hallo,
Tropfen helfen durchaus bei allgemeinen Beschwerden wie starke Blutungen ( Methonsin oder so ähnlich-nicht unbedingt pflanzlich) und PMS, allgemeine Zyklusbeschwerden ( Mönchspfeffer-Name habe ich vergessen )Frag lieber deinen FA danach---------ich z.B. lehne künstliche Hormone ab.Auf Nachfrage findet sich oft etwas Homöopathisches.
Bauchtanz ohne Anleitung?Ich weiß nicht------den unteren Rücken spürt man schon heftig.Im Kurs kann man viel Spaß haben mit den Mädels.:-)
Pilates geht sehr gut zu Hause, wenn man z.B. Yoga macht.

L.G.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 20:55 Uhr

Ich habe das schon mehrfach geschrieben: in den 80zigern und 90zigern mussten in der Facharztausbildung zum Gynäkologen, 30 Hysterektomien nach gewiesen werden.Für das legen von Spiralen später in eigener Praxis, reichten zwei klinisch getätigte Nachweise.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 20:58 Uhr

ich weiß nicht, ob sich daran so viel geändert hat. Also am Nachweis durchgeführter Hysterektomien.

Man stelle sich aber vor, Frau begibt sich vertrauensvoll in ärztliche Hände und wird dann von einem "Neuling" operiert.
Ja klar, irgendwie müssen die es ja lernen. Aber................ mir wird ganz flau bei dem Gedanken.
Für Piloten gibts z. B. Flugsimulatoren. Für Ärzte gibts bestimmt auch Dummies zum Üben. Wird aber nicht anerkannt.

Ja, ein interessantes Thema.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 21:03 Uhr

Ein Neuling würde mir weniger Sorgen bereiten, eher das sie durch entsprechende Diagnosen auf ihre Zahl kommen wollen.

Beitrag von purpur100 07.01.11 - 21:09 Uhr

na ein Neuling, der mit dem Scalpell rumsäbelt? Na ich weiß nicht...........

Und ein Neuling wird solche Diagnosen selten stellen; er darfs ja noch nicht. Er muß ja erstmal jede Menge Hysterektomien vorgenommen haben, ehe er in der Position ist.
Oder hab ich da was falsch verstanden?

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 21:25 Uhr

Dafür sorgt schon die Klinik, das sie auf ihre Zahl kommen und die niedergelassenen Gyn.

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