Elterngeld und Mutterschutz

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Hier könnet ihr euch gegenseitig Rat und Unterstützung geben. Lest gern auch in unserem Magazin nach. 

Beitrag von einfachich77 07.01.11 - 16:32 Uhr

Hallo Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr könnt mir hier am Besten weiterhelfen. Also hier mal der Fall:

Meine Schwägerin hat heute bei 33+1 meinen Neffen mit einem Geburtsgewicht von 2.600 g und stattlichen 48 cm Körperlänge geboren... #huepf Es ist auch alles super... Soweit ich informiert bin, ist er jetzt nur noch 3 Wochen zur Beobachtung in der Klinik.

Was sie jetzt natürlich interessiert, ist, wie es sich mit dem Mutterschutz und dem Elterngeld verhält. Schließlich müssen ja jetzt die Anträge gestellt werden und sie kommt gerade nicht an den Rechner. Sie ist ja jetzt gerade erst in den Mutterschutz rein und soweit ich das im Internet rauslesen konnte, hat sie mit dem Geburtsgewicht Anspruch auf Mutterschaftsgeld für die 8 Wochen danach und 6 Wochen davor, oder??? Und wie lange wird dann Elterngeld gezahlt? Werden die 6 Wochen dann nächstes Jahr im Januar rangehängt, so dass sie quasi bis Ende Februar zu Hause bleiben kann? So wirklich finde ich da jetzt nichts im Netz zu, würde ihr aber gerne eine Antwort geben können...

Ich hoffe, ihr könnt mir ein wenig helfen...

Eine glückliche

einfachich77

Beitrag von bobinha 07.01.11 - 16:40 Uhr

Hi

Mutterschutz bekommt sie ganz ausgezahlt. Also auch die Zeit die sie eigentlich nicht mehr hatte und die Zeit danach.

Elterngeld bekommt sie ein Jahr lang. Also bis zum ersten Geburtstag. Oder halt die Hälfte des Geldes für zwei Jahre. So viel ich weiß.

Mein Mann hat das zum Glück alles übernommen so habe ich nicht ganz so viel Ahnung. ;-)

Liebe Grüße und weiterhin alles Gute dem kleinen Mann.

Bobinha mit Mr. Singbär

Beitrag von ratz-u-ruebe 07.01.11 - 16:53 Uhr

Hallo und natürlich Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Neffen.

Ich habe meinen Sohn bei 34+1 geboren und bei mir hatte der Mutterschutz erst 1 Tag angefangen und am nächsten ist er schon gekommen. D.h. bei Deiner Schwägerin dürfte er noch gar nicht begonnen haben, da er ja erst 6 Wochen vor dem errechneten ET beginnt.

Was den Mutterschutz angeht, so wird dieser durch die Frühgeburt verlängert, d.h. hinten werden 4 Wochen angehängt, so dass es insgesamt 12 Wochen nach der Geburt werden. Hierfür sollte Deine Schwägerin eine Bestätigung aus dem Krankenhaus kriegen, die sie zusammen mit der Geburtsurkunde an ihre Krankenkasse schickt. Dann verlängert sich der Mutterschutz automatisch.

Elterngeld wird nach Beendigung des Mutterschutzes gezahlt, aber (glaube ich) irgendwie mit auf die Zeit angerechnet. Das muss nach der Geburt angemeldet werden und würde max. 14 Monate gezahlt werden, sofern der Mann auch 2 Monate Elternzeit nimmt. Ansonsten gibt es nur 12 Monate für die Frau. Beim Elterngeld kenne ich mich aber nicht ganz so gut aus, weil ich das nicht eingereicht habe.

Liebe Grüße und alles gute für den Kleinen.

ratz-u-ruebe mit Max (geb. 14.11.)

Beitrag von nine-09 07.01.11 - 17:01 Uhr

Der Mutterschutz wird vom ausgerechneten ET acht Wochen lang bezahlt und vorher die sechs Wochen. Nur wenn sie eine Bescheinigung bekommt wo Frühchen drauf steht verlängert sich das um 4 Wochen.
Bei mir wars so,Ich habe am 29.09. Termin gehabt,hab aber am 02.09.entbunden,der Mutterschutz ging vom 29.09 los.
Danach habe ich sofort Elterngeld bekommen.

Herzlichen Glückwunsch und der Kleine hatte mehr als meiner!!!

Ich hoffe man kanns verstehen.

LG Janine

Beitrag von miau2 07.01.11 - 17:37 Uhr

Hi,
Mutterschutz: die 6 Wochen von vor der Entbindung, die ihr "verloren" gegangen sind + die 8 Wochen, die ihr danach zustehen. Dazu mit Frühchenbescheinigung (die bei 33+1 kein Problem sein sollte) 4 Wochen extra. Also insgesamt ab Geburt 18 Wochen Mutterschutz mit entsprechendem Geld.

Der "Haken" ist das Elterngeld, denn egal wann das Baby geboren wurde und egal, wie lange man Mutterschutz hat - der Anspruch besteht nur bis zum ersten Geburtstag. Wenn sie wie die meisten mehr Mutterschutzgeld als Elterngeld bezieht bekommt sie in den ersten 18 Wochen kein Elterngeld, danach bis zum 1. Geburtstag entsprechend (man kann sich die Auszahlung splitten lassen, verlängert dadurch die Auszahlung - am Gesamtbetrag wird sich aber nichts ändern).

Zu hause bleiben kann sie wie alle mit unbefristetem, dann ruhendem Arbeitsvertrag bis zum 3. Geburtstag, nur wird halt auch wie bei allen (Ausnahme: die wenigen Bundesländer, wo es Landeserziehungsgeld gibt) nicht mehr als ein Jahr lang eine Lohnersatzleistung gezahlt.

Bei der Elternzeitanmeldung sollte sie bedenken, dass die Erstanmeldung, die sie spätestens 7 Wochen vor ende vom Mutterschutz beim AG abgegeben haben muss für die nächsten zwei Jahre bindend ist.

Wenn sie da also sagt, dass sie nur ein Jahr Elternzeit nimmt kann der AG darauf bestehen, dass sie am ersten Geburtstag vom Kind wieder arbeiten geht. Die Zustimmung zu einer weiteren Verlängerung wäre dann eine freiwillige Sache des AG.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von einfachich77 07.01.11 - 18:39 Uhr

Ich danke Euch für Eure schnellen Auskünfte... Jetzt sind wir um einiges schlauer und ich werde es entsprechend weitergeben...

Ach, ich kann es gar nicht erwarten, endlich ein Bild von dem Kleinen zu sehen. Hinfahren kann ich ja leider in meinem Zustand nicht mehr, dafür ist die Entfernung einfach zu groß und ich bin schon zuuuuuu schwanger... ;-)

LG und nochmal #danke

einfachich77