30, ledig, sucht... Wie anspruchsvoll/kompromissbereit seid Ihr?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von jkhf 07.01.11 - 19:19 Uhr

Guten Abend!

Als Neu-Single frage ich mich momentan öfter selbst, inwieweit ich mich verändert habe im Vergleich zu der Zeit mit Anfang 20... Ich habe mir immer so viel gefallen lassen.

Beziehung um jeden Preis oder gehen, sobald man merkt, der neue Partner passt nicht zu dem, was man sich wünscht? Wie steht Ihr dazu?

Ich hatte zuletzt einen: Bodybuilder inkl.dem Lifestyle, der dazu gehört, Workaholic freiwillig ohne einen einzigen Tag Urlaub im Jahr, ließ sich gern alles abnehmen, was umständlich war, nicht gesellig und wenig emotional... Aber immerhin nett, aufrichtig, ehrlich. #kratz
Aber - ich habe ihn so sehr geliebt, tue es jetzt immer noch, dass ich dieser kranken, einseitigen Bindung schrecklich hinterher trauere...#heul

Perfektionistisch wie er in jeder Lebenslage ist, war ich Trottel, die Toleranz, Rücksicht, Geduld und Verständnis in Person, wohl noch nicht perfekt genug... Ich bezweifele, dass er die Frau finden wird, bzw. dann halten wird, wenn die rosarote Brille mal abgelegt ist...

Ich glaube, ich habe daraus gelernt, wenn es auch noch immer weh tut. In Zukunft pass ich auf mich selber ein bißchen mehr auf und suche solange, bis ich eine gesunde, ausgeglichene Partnerschaft habe... Und wenn ich noch 10 Jahre allein bin...

LG von einer einsamen viiiieeel zu guten Seele, die immer viiieeel zu viel für ihre Partner macht und schlussendlich nichts davon hat. :-(

Beitrag von sunshine1176 07.01.11 - 19:59 Uhr

Hhmm..das ist eine gute Frage!

Ich muss mich wohl fühlen können mit allen Entscheidungen und in der Partnerschaft! Wenn ich auf Dauer das Gefühl hätte, dass ich die einzige bin, die etwas macht, die dauernd zurücksteckt und sich aufopfert, dann würde ich was dazu sagen und versuchen mit meinem Partner daran zu arbeiten! Sollte das auf Dauer nichts bringen, dann würde ich wohl über eine Trennung nachdenken!

LG und alles Gute für eine richtige und glückliche Beziehung!
sunshine

Beitrag von hedda.gabler 07.01.11 - 20:08 Uhr

Hallo.

Für mich muss eine Beziehung wie Urlaub sein ...

... sprich Bereicherung & Entlastung.

Auf alles andere wie große Dramen, Fronten klären, Kleinkriege, um Beziehung kämpfen & Herzschmerz habe ich keine Lust mehr ...

... meine Ansprüche sind hoch und ich gehe keine Kompromisse mehr ein.

Ich mache mir nichts vor und weiß, dass es fast unmöglich ist, mit dieser Einstellung eine Beziehung zu leben ...

... egal, ich bin mir selbst genug.

Und was Körperliches anbelangt ... halte ich eh für überbewertet (zumindest auf Dauer in einer Beziehung) und für ab und an brauche ich nicht die ganze Kuh kaufen, wenn mir ein Glas Milch reicht.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von pieda 07.01.11 - 20:09 Uhr

Also im Vegleich zu Dir bin ich dann doch anders,ICH mache viel für meinen Partner--aber nicht Alles.
Wenn ich deine Geschichte lese,wäre ich an Deiner Stelle lieber Single,wirklich.

Dann sei lieber erstmal eine ganze Weile allein und vllt.triffst ja doch noch"den Richtigen",der das schätzt,was Du alles tust;-)

Wünsche Dir dabei viel Erfolg,lass es auf Dich zukommen und SUCh bloß nicht krampfhaft.


Alles Liebe für Dich#klee

Beitrag von hedda.gabler 07.01.11 - 20:11 Uhr

Nachtrag:

Es ist aber nicht so, dass ich nichts für den Partner tue, wenn ich mich mal in das Abenteuer Beziehung hineinwerfe, im Gegenteil ... ich bin ein Kümmerer und drücke vor allem darüber meine Gefühle für jemanden aus ...

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 20:41 Uhr

Ich finde deine Ansprüche normal.Spielchen, Machtkämpfe etc. braucht kein Mensch.
Ganz allgemein ausgedrückt würde ich sagen, es muss mir mit Partner besser gehen als ohne..............

Beitrag von hedda.gabler 07.01.11 - 20:56 Uhr

>>> Ganz allgemein ausgedrückt würde ich sagen, es muss mir mit Partner besser gehen als ohne.............. <<<

Und da es mir ohne schon extrem gut geht, ist die Messlatte sehr hoch gehängt ... ;-)

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 21:07 Uhr

Und das ist gut so..........beides.Das es dir auch ohne Mann sehr gut geht und die hohe Messlatte.:-)

Beitrag von hedda.gabler 07.01.11 - 21:15 Uhr

Danke ... ein solches Feedback von einer Frau mit noch ner Schippe mehr Lebenserfahrung, ist gut zu hören.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 21:28 Uhr

Es findet sich, wer sich finden soll ..........besonders wenn man nicht krampfhaft sucht.

Beitrag von jkhf 07.01.11 - 21:29 Uhr

Ihr Frauen mit Lebenserfahrung - kann sich ein Mann denn wohl ändern?! Oder tut er das nur für gewisse Zeit? Was meint ihr?
Ein Mann ist vielleicht ein bißchen unverschämt formuliert - eher ein Menach allgemein.

Kann Mensch sich total ändern, wenn er erst den richtigen Partner gefunden hat?

Beitrag von hedda.gabler 07.01.11 - 21:33 Uhr

Hallo.

>>> Kann Mensch sich total ändern, wenn er erst den richtigen Partner gefunden hat? <<<

Ein Mensch muss sich NICHT ändern, wenn er den richtigen Partner gefunden hat ... nämlich einen, der den anderen annimmt, so wie er ist.

Und nein, ich persönlich bin davon überzeugt, dass sich Menschen nicht grundlegend ändern ... sie mögen für eine gewisse Zeit angepasst sein (mir als sehr dominanter Mensch ging das sogar so, eben um zu gefallen), aber existenziell ändern ... no way ... und sich ständig verbiegen, macht unglücklich ... alle Seiten ... denn man spürt, wenn der Mensch an seiner Seite nicht echt ist.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von asimbonanga 07.01.11 - 21:34 Uhr

Schwierig zu beantworten.Mein Mann z.B. war eingeschworener Junggeselle bis Anfang 40.Immer unterwegs, immer Angst an die Kette gelegt zu werden.
Er ist jetzt selbst erstaunt wie gerne er verheiratet und Vater ist.

Beitrag von mel1983 08.01.11 - 01:21 Uhr

Hallo,

ich bin noch nicht ganz 30, aber ich glaube, dass Alter tut da jetzt nicht so viel zur Sache.

Bei mir ist es so, dass ich eine 8 Jahre lange Beziehung führte, in die ein Kind geboren wurde.
In meiner Jugend ein Revoluzzer dachte ich (oder ließ mir einreden), man müsse erwachsen werden, Kompromisse eingehen. Das Leben ist kein Ponyhof.

Ansich so schlecht nicht, diese Einstellung, aber ich habe sie zu übertrieben gelebt. Bin zu viele Kompromisse eingegangen, habe mich ständig verbogen, gekämpft und so weiter. Für nichts.

Danach lernte ich einen Mann kennen, der natürlich erstmal das hatte, was mir fehlte.
Aber nach Abnahme der rosaroten Brille weiß ich nun, was ich möchte, und was ich keinesfalls mehr möchte.

Die Messlatte hängt nun sehr hoch und bevor ich mich halbherzig mit irgendetwas abfinde, bleibe ich alleine.

Kompromisse in gewissen Maße müssen immer sein, aber nicht über mich und meinen Charakter hinweg. Nie mehr!

Grüße