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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von wonderful-mom 07.01.11 - 22:51 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich hab ein rießen problem. ich still meinen sohn.. er ist inzwischen fast 10 monate alt und solangsam will ich abstillen, sodass ich zu seinem 1. geb. frei bin.

es geht mir schlicht und ergreifend auf die nerven.

ich stille ihn nachts 2-3 mal.. ich stille ihn morgens und überhaupt den ganzen tag, weil er seinen brei inzwischen auch verweigert. er isst zwar ein wenig bei mir und meiner tochter mit, aber das reicht nicht aus, sodass ich die stillmahlzeiten weg lassen würde.
mein kiA meinte, ich solle hart bleiben.. ehm?? er schreit und schreit und schreit.. ich kann ihn ja wohl schlecht fest binden, seinen mund aufreißen und das essen rein schieben. außerdem spuckt er es dann sowieso wieder aus.

bisher war ich ganz glücklich darüber, dass es mit den stillen so gut klappt und bin es auch immernoch, denn es ist echt das beste. aber das es so ausartet find ich inzwischen garnicht mehr lustig. das ist schon seit wochen so und es geht echt an die nerven!

habt ihr tips für mich? oder jemand eine ähnliche geschichte und hat dennoch erfolgreich abgestillt?
im moment seh ich echt kein ausweg! aber so gehts nicht weiter, denn meine "große" leidet auch darunter, weil ich den ganzen tag damit beschäftigt bin, dem kleinen das essen anzugewöhnen und das stillen und einschlaf stillen abzugewöhnen!

würde mich über hilfreiche antworten echt freuen.

glg und einen schönen abend noch!

Beitrag von febe 07.01.11 - 23:00 Uhr

Hallo,

ich glaube das problematischste an Eurer Situation ist, dass Du so unzufrieden damit bist, damit wird es zu einem Teufelskreis. Hast Du mal in Dich rein gehorcht, was so schlimm daran wäre, wenn er erst mit 12 Monaten anfängt zu essen (was ich schon oft gehört habe und was völlig normal ist). Vielleicht ist es etwas in Dir, was sich vor dem "Langzeitstillen" sperrt, oder Dich glauben lässt 10 Monate alte Kinder müssen 4 Breimahlzeiten haben. Wenn Du das nicht denken würdest könntest Du glücklich und zufrieden weiterstillen, das Breifüttern weglassen und Du und Deine zwei Kinder hätten die schönste Zeit.

Dein Kind nimmt sich auf jeden Fall, was es braucht, wenn Du mit Deiner Tochter isst, wird er sich etwas angeln, was er braucht, Brei kannst Du, wenn Du möchtest, ganz weglassen. er ist 10 Monate und kann schon alles mitessen.

Ich glaube auch, dass es sehr schwierig wird ein so häufig gestilltes Kind in 8 Wochen abzustillen und frage mich, warum Du diesen Kampf nicht einfach aufgibst.

alles Gute! febe

Beitrag von wonderful-mom 07.01.11 - 23:36 Uhr

hallo febe,

das habe ich auch gedacht, bis der arzt meinte, dass nur stillen in seinem alter einfach nicht mehr reicht. und ich denk da hat er wohl recht.

ich hab erst angefangen als er 7 monate alt war. .und es ging eine zeit lang recht gut und hab ihn nur noch morgens und abends gestillt und jetzt auf einmal will er wieder den ganzen tag dran hängen. das wird mir einfach zu viel. sobald ich aufstehe, rennt er schreiend hinterher. ich kann nicht alleine ins bad gehen. und meine tochter und der haushalt muss auch daran glauben.
und das macht mich unzufrieden. ich kann nicht nur für den kleinen da sein. meine große will auch was von mir haben!

zudem kommt dazu.. dass wir hier zu viert leben in einer 47m² wohnung und ich von meinem mann keine hilfe erwarten kann (is ne lange geschichte.. gehört hier aber nicht her). ich hab kein auto, muss also wirklich alles komplett alleine machen und dann alles alleine in den 3og samt kinder hochschleppen..
da kann ich es nicht auch noch gebrauchen, dass ich einfach nicht von seiner seite weichen kann ohne dass er anfängt terror zu machen!

ich denke, ich sollte mal einfach zu einer stillberatung gehen, vielleicht können die mir helfen, denn es bringt auch dem kleinen nichts, wenn er spürt, dass es mir dabei einfach nicht mehr gut geht.. das geht auf ihn über und auf die kleine auch.. und dann wär die Ka**** am dampfen :)

ich danke dir für deine antwort!

und aufgeben? geht nicht.. einer muss kämpfen ansonsten geht alles den bach runter ;)

lg und noch eine angenehme nacht!

Beitrag von klatschmohn1 08.01.11 - 00:21 Uhr

Hallo,

ich möchte/kann mich febe anschließen.

Meine Tochter ist jetzt 2 1/4 und in den ersten Monaten nach ihrer Geburt hatte ich mir das ähnlich wie Du vorgestellt. Bis zum 1. Geburtstag wollte ich (zumindest weitgehend) abgestillt haben.

Je näher der 1. Geburtstag kam, desto deutlicher wurde mir, dass das nichts werden würde. Hanna verweigerte mit 6 -7 Monaten noch die Beikost, erst mit ca. 8 Monaten hat sie 1 - 2 Löffel davon akzeptiert, anschließend langsam mehr und mehr.
Schon ziemlich früh bin ich bei uns im nächsten Ort regelmäßig in eine Stillgruppe gegangen und habe dort und bei meiner Nachsorge-Hebamme die nötige Unterstützung bekommen. Manche Kinder sind früher, manche später bereit, Beikost zu sich zu nehmen. Ich denke, Stillberaterinnen und Hebammen sind - was das Stillen und Abstillen angeht - die besseren Ansprechpartner als Kinderärzte.
Ich habe die Situation dann "angenommen", wie sie ist, habe versucht, es nicht zu erzwingen. Abgestillt habe ich letztlich, als sie 20 Monate alt war. In den letzten Monaten stillte ich nur noch zum einschlafen, nachts/früh morgens und teilweise vor dem aufstehen. Das Einschlaf-Stillen war zum Schluss dran und ich habe es dann ersetzt durch "auf dem Arm einschlafen", weil ich das Gefühl hatte, dass sie die Nähe weiterhin braucht.

Rückbetrachtet kann ich sagen, wir hatten eine sehr schöne Still-Beziehung und ich möchte es beim nächsten Kind wieder so machen. Den Druck, abzustillen, hatte ich mir evtl. auch unbewusst gemacht, weil das Umfeld (z. B. Schwiegermutter, Verwandtschaft, Kinderarzt, etc.) einem einreden wollten, dass das "nicht normal" oder "nicht gut" sei. Gott sei Dank ist ihnen das nicht gelungen und ich habe meinem Bauchgefühl vertraut.

Ach, hier bei Uriba gab es im letzten Jahr (ich glaube es war im Herbst) einen tollen Artikel zum langen Stillen/Langzeitstillen. Vielleicht ist der was für Dich - einfach mal über die Suche eingeben.

Alles Gute für Dich und Deine Familie
Klatschmohn

Sorry - ich schaffe es nie, mich kurz zu fassen... ;-)

Beitrag von wonderful-mom 08.01.11 - 00:58 Uhr

ich lese gerne. :)

danke für deine mühe.

die anderen interessieren mich nicht.. die situation im moment fordert mich einfach ein wenig zu arg und ich finde es eher unschön, dass meine tochter.. die grade mal 20 monate alt ist, dran glauben muss.

ich werde mal zu einer stillberatung gehen. mal sehen, vlt wird mir da so einiges klarer!

vielen dank für deine hilfe!
euch auch alles alles liebe und gute!

lg

Beitrag von monab1978 09.01.11 - 22:25 Uhr

Hi!

von dir hab ich lang nicht gehört! Hoffe es geht euch sonst gut.

"weil ich den ganzen tag damit beschäftigt bin, dem kleinen das essen anzugewöhnen und das stillen und einschlaf stillen abzugewöhnen! "

Das ist weder für dich, noch die Grosse noch den Kleinen gut. Hör einfach auf alles irgendwie verändern zu wollen und lass die Kinder machen. Der kleine weiss genau, was für ihn am besten ist. Die grosse wirds akzeptieren, wenn sie sieht, dass du voll dahinter stehst. Und du wirst das auch schaffen. Schliesslich vergeht die Zeit so schnell!

LG
Mona

Beitrag von wonderful-mom 13.01.11 - 00:18 Uhr

hi mona,

selbst wenn ich wollte, muss ich die nächste zeit abstillen, da ich voraussichtlich ab juli wieder arbeiten muss! Würde gerne die vollen 3 jahre zuhause bleiben aber das geht nicht. Da wir auch kein Auto haben und wir hier ne weile zur KiTa fahren müssen.. machts das auch nicht grad leichter.

Wie gesagt, das einschlafstillen abends.. ist für mich völlig in ordnung.. und auch morgens .. von mir aus nachts.. WENN er wirklich durst/hunger hat! aber nicht ein paar mal nuckeln und reinbeißen, dass er nicht mal selber versuchen muss alleine einzuschlafen!
es ist einfach viel aus gewohnheit.. "faulheit" und das is das was mich stört.
und die große hat außer mir keinen der sich um sie kümmert.. bin ja nur ich da. sie muss so vieles schon alleine machen.. weil der kleine herr einfach zu bequem ist.. er kanns ja.. machts aber nich.

natürlich schaff ich das.. is ja nich so das hier alles drunter und drüber geht.. aber so extrem wie´s im moment ist.. geht es einfach nicht und ich finde, dass auch der kleine ruhig mal ein bisschen zurückstecken kann, nicht nur die "große".

sooo genug bla bla.. :D

vielen dank für dein beitrag!

liebe grüße
julia