Studieren mit Kind?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von jeannybeanny 07.01.11 - 23:52 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich habe eine kleine Nelya, die grade friedlich schläft und 17 Monate alt ist!
Habe 2010 mein Abi gemacht und wollte nun zuhause bleiben, bis sie mit 3 in den Kindergarten geht; wollte eben in den Gehobenenen Dienst für Verwaltung, aber die Prüfung dafür macht mir so Angst, dass ich mich nun doch für´s Studium entscheide. Ich möchte Hauptschullehramt ab dem Sommersemester studieren und möchte nun gerne Erfahrungen von Mamas hören, die auch mit Kind studieren, wie sie es finanziell, mental und energietechnisch hinbekommen?

Liebe Grüße, Jeanny

Beitrag von redrose2282 08.01.11 - 00:03 Uhr

huhu

also möglich ist es bestimmt. zumal die betreuung ist kostenlos... du kannst bafög und wohngeld beantragen. viele unis haben einen eigenen kindergarten oder zumndest einen in unmittelbarer nähe. frag doch mal beim arbeitsamt und beim bafög amt nach, wie es mit finanzieller unterstütung aussieht.

ich hab zwar schon ein studium fertig, aber ich bin noch in der ausbildung. habe grad mein 2. kind bekommen und im sommer jetzt prüfung. machbar ist alles. auf jedenfall. auch, wenns manchmal vielelicht auch ein bissl stressig ist. aber mit guter organisation ist das wirklich locker zu schaffen.

lg red

Beitrag von jeannybeanny 08.01.11 - 00:19 Uhr

Okay, dann werd ich das guten Gewissens ausprobieren!! Danke dir :)

Beitrag von jule2801 08.01.11 - 00:10 Uhr

Hallo Jeanny,

mein großer Sohn ist genau zur Hälfte meines Studiums geboren worden. Ich habe damals nur relativ kurz Pause gemacht (vier Monate) und bin dann wieder voll eingestiegen. Anfangs habe ich ihn einfach immer mitgenommen und als er dann größer war, war er bei einer Tagesmutter (die mir einen wirklich seeeeehr fairen Preis gemacht hat).
Wenn ich wirklich viel lernen musste für Klausuren, habe ich ihn ein Wochenende zu meinen Eltern gebracht. Bei mir hat es echt gut geklappt. Ich habe damals Bafög bekommen und damit sind wir ausgekommen (ok, es war weder Urlaub noch ein Auto oder sonst irgendwelche großen Sprünge drin - aber ich wusste ja, dass das zeitlich begrenzt sein sollte!).

Da mein Sohn sehr pflegeleicht war, war es für mich nicht stressig. Aber es waren bei mir auch nur noch zwei Jahre, die ich durchhalten musste - da hatte ich immer das große Ziel vor Augen !

Ich wünsche dir, dass du das Projekt Studium in Angriff nimmst und dich nicht entmutigen lässt. Alles ist machbar!

lg Jule!

Beitrag von jeannybeanny 08.01.11 - 00:19 Uhr

Vielen Dank! :) Also mein Abi konnte ich locker machen, nur mit 2,8 und mit Hilfe von ihrem Papa und meiner Mama, aber so wird es im Studium dann auch... 3,5 Jahre... wird ja wohl zu machen sein! Ich werde sie in eine Krippe an der Uni tun, da sie sehr offen ist und ihr dieser Tagesablauf sowieso mehr Spaß machen würde, als noch 1,5 Jahre zuhause zu sein :)

Danke für deine Antwort!!

P.S. BAFög wird dann ja Miete für die Wohnung sein, 166 Euro für einen Nachmittags Krippenplatz und ein bisschen Geld zum Leben beinhalten oder? (Freund ist noch Azubi und ich habe Kindergeld und Elterngeld für Nelya)... puuh... :)

Beitrag von lagefrau78 08.01.11 - 00:46 Uhr

Liebe Jeanny,
eigentlich haben die beiden vor mir schon alles gesagt, aber auch von mir noch mal volle Unterstützung und Ermutigung für eine Vorhaben!
Mein Sohn ist inzwischen 4,5. Ich habe ihn mitten im Studium (Magister) im April 2006 bekommen, dann ein Urlaubssemester gemacht, und ihn mit 6 Monaten bei einer Tagesmutter eingewöhnt. Ende 2008 habe ich angefangen, meine Magisterarbeit zu schreiben.
Meine Erfahrung ist, dass ich plötzlich wesentlich effektiver gearbeitet habe und besser organisiert war als vorher. Natürlich ist es anstrengend, aber auf jeden Fall machbar.
Inzwischen ist der Kleine im Kindergarten und ich schreibe meine Doktorarbeit. Und wir planen das 2. Kind.

Ich muss der Ehrlichkeit halber dazu sagen, dass ich einen voll verdienenden Partner hatte bzw. habe, der auch abends und am Wochenende für den Kleinen da war (Mittlerweile können wir uns alles teilen). Daher hatte ich keine finanziellen Sorgen und die Entlastung am Abend. Außerdem lebe ich in Berlin Mitte, hier herrschen absolut paradiesische Zustände, was die Kinderbetreuung angeht (zumindest im Vergleich zu dem westfälischen Kaff, aus dem ich komme... ) Daher hatte und habe ich es natürlich einigermaßen leicht.

Vermutlich weißt Du es schon: die allermeisten Unis bieten Kinderbetreuung an - frag mal beim zuständigen Studentenwerk nach den Angeboten. Und was die finanzielle Unterstützung angeht, haben die anderen schon alles gesagt.

Viele Grüße und alles Gute!

Beitrag von samcat 08.01.11 - 18:37 Uhr

Hallo, kann mich nur anschließen. Habe beide Kinder im Studium bekommen. Es ist anstrengend, aber machbar. Ich hatte/habe allerdings ebenfalls einen vollverdienenden Papa an meiner Seite.

Anfangs hatte ich die Kinder mit, dann bei der Tagesmutter. Um auch noch was von meinen Kindern zu haben, habe ich dann meine schriftlichen Arbeiten immer abends erledigt. Ich habe Lehramt studiert und bin jetzt scheinfrei, mache gerade mein 1. Staatsexamen.


LG und viel Erfolg !!!!!

Beitrag von postrennmaus 08.01.11 - 10:13 Uhr

Erst mal wollt ich nur sagen, dass im Studium auch ein Haufen schwieriger Prüfungen auf dich zukommen ;-)

Ich habe meine Tochter im Masterstudium bekommen. Es funktioniert, wenn du ein gutes soziales Netzwerk um dich hast, dubereit bist dein Kind in Fremdbetreuung zu geben und gut organisieren kannst. Bei mir hats super geklappt. Bin seit September fertig mit dem Studium und mein Abschluss ist auch ganz ok geworden :-)

Also das ist auf jeden Fall machbar und mittlerweile auch gar nicht mehr so selten. Schließlich hat man als Student kein Arbeitgeber und kann sich somit einfacher ums Kind kümmern, vor allem wenn es mal krank ist.

Lg Anja

Beitrag von reddevil3003 08.01.11 - 21:02 Uhr

hallo jeanny....

hm also ich kann mal von der erfahrung des papas berichten. jonas kam zur welt, da war er eigentlich im letzten semester und sollte nur noch die abschlussarbeit schreiben. naja ein satz mit x das war wohl nix. mein freund war so vernarrt in seinen sohn, dass er halt abgelenkt wurde. obwohl dieser ja am anfang viel schlief.
naja das thema war wohl auch nicht so prickelnd. daher hat er ein semester länger gemacht und ein anderes thema geschrieben. einfach war das aber nicht mit einem kind. da der kleine da ja noch nicht in die kita ging.

aber ich denke wenn dein kind in die kita regelmäßig geht und du wirklich zeit zum lernen und hausarbeiten schreiben hast dann wird das auch was.

finanziell kann ich dir leider nicht weiterhelfen wie es da aussieht. aber bafög ist wohl ein guter weg.

gruß:-D