Muss ich Kind bei Krankheit an den Kindsvater aushändigen ??

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von xxladybirdxx 07.01.11 - 23:53 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Also bevor hier gleich rumgeallert wird, das Vater und Mutter die gleichen Rechte haben etc. das weiss ich und ich bin grundsätzlich der Meinung, dass auch Väter sich sicherlich gut um ein krankes Kind kümmern können.

Leider gibt es Ausnahmen. Mit meinem NOCH-Mann, stehe ich seid 10 Monaten permanent vor Gericht.

In dem letzten Monat vor unserer Trennung schlug er mich und meine Tochter mehrmals so häftig, dass man dieses auch noch Tage danach sehen konnte. Wer weiss warum, es tut auch nicht viel zur Sache aber sas sollte vielleicht erklären, warum ich in diesen Menschen mein ganzes Vetrauen verloren habe.

Ich trennte mich natürlich sofort, bekam dann nur Drohungen von Ihm, dass er sich mit unserer Tochter vor dem Baum setzen würde und dann würde er von oben noch lachen, wie ich mich quäle etc. Also total psycho.

Nun denn, ich bat um BETREUTEN Umgang, da ich ihm einfach nicht mehr vertrauen konnte und er den Umgang einklagte, gegen den ich von Anfang an nichts hatte aber ich wollte nicht, dass er sie alleine bekam, aus Angst, er macht seine Drohung wahr.

Mitlerweile läuft der Umgang nicht mehr betreut. Klar, während der Aufsicht hat er sich natürlich nichts zu schulden kommen lassen. Wär ja auch schön blöd. Danach nur Probleme. Meine Tochter kommt nach Hause, weint, Papa hätte sie gehauen, geschubst, schimpft nur.

O-Ton von Ihm: stimmt natürlich nicht. Da ich es nicht beweisen kann und wir unter Aufsicht vom Gericht stehen, habe ich einen Kinderpsychologen beauftragt, zu dem wir nun bald endlich gehen können.

Das nur kurz zur Vorgeschichte. Meine Tochter hat seit heute Magen-Darm-Grippe. Morgen sollte sie zum Ihm. Sie darf mich aber von Ihm aus nicht anrufen und ich habe einfach das Bauchgefühl, dass ich sie nicht gehen lassen möchte.

Die letzten 4 Wochenenden hat er abgesagt, wollte mit der neuen auf den Weihnachtsmarkt, da passt das Kind nicht bei, wollte einen saufen gehen ( so hat ER es ausgedrückt ) etc. Kein Bock oder auch keine Zeit, wie man es nimmt.

So und nun schrieb ich ihm eine SMS, dass ich lieber für nächstes Wochenende bin, da die Kleine krank ist. Er rastete dann völlig aus und drohte mir gleich wieder mit Gericht, Anwalt und Jugendamt.

Wenn ich sie jetzt hier behalte, kann er mir dann was?

Würde mich einfach nur interessieren.

Lg

xladyx

Beitrag von hedda.gabler 08.01.11 - 03:24 Uhr

Hallo.

Bei der Vorgeschichte und was Dein Kind von den unbetreuten Umgangstagen erzählt hat, würde ich ihm das Kind erst einmal gar nicht mehr mitgeben ...

... was aber nun morgen anbelangt und weil man ihm zutrauen könnte, dass versucht, seinen morgigen Umgang mit Polizei durchzusetzen ...

... sei einfach nicht da ... schnapp Dir Dein Kind und komm bei Freunden unter ... zu Not nimmst Du Dir ein Pensionszimmer.

Und kontaktiere umgehend Deinen Anwalt, um Dich zu beraten, wie Du weiter vorgehen sollst.

Alles Gute.
Gruß von der Hedda.

Beitrag von zahnweh 08.01.11 - 03:44 Uhr

Hallo,

bei uns hat das JA damals gesagt, wenn der Umgang von seiner Seite aus verschoben wird, muss ER ERSATZ vorschlagen (einfach ausfallen lassen geht nicht)
umgekehrt, wenn das Kind krank ist oder ich verschiebe, muss ICH ERSATZ vorschlagen.

Ok, lief nicht über Gericht.

Klingt vielleicht krass, aber könnte euch weiterhelfen: geh zum Arzt mit dem Kind, schilder die Situation und bitte um eine Krankmeldung! oder irgenwas schriftliches. ok, könnte 5-10 Euro kosten, aber das wäre mir mein Kind wert.
Normalerweise gehe ich wegen MD nicht sofort zum Arzt. Aber so einer Situation würde ich es denke ich versuchen... Und wenn es nur wegen der Akte ist und sie NACHWEISLICH krank ist.


Gute Besserung und ich drücke euch die Daumen...

Beitrag von redrose123 08.01.11 - 06:25 Uhr

Wie schon geschrieben wurde, wenn er das Kind haut und du es beweisen kannst würde ich das Kind auch nicht hingeben, krank sein hin oder her.

Allein das würde mir reichen mein Kind da nicht hinzugeben.

Beitrag von doris72 08.01.11 - 10:09 Uhr

Hallo,

ich würde in Deiner Situation das Kind auch grundsätzlich nicht mehr allein zum Vater lassen.

Wegen Krankheit habe ich es immer so gehalten, daß die Kinder dann nicht zum Papa gehen. Sie wollten schon immer, wenn es ihnen nicht gut ging lieber bei mir bleiben. Der Vater hätte das schon hingekriegt, aber da die Kinder es selbst so wollten, hat er da kein Theater gemacht.

Ich denke nicht, daß er Dir da etwas kann.

LG und gute Besserung für die Kleine

von Doris

Beitrag von manavgat 08.01.11 - 11:23 Uhr

Du verhälst Dich imho etwas merkwürdig:

Mitlerweile läuft der Umgang nicht mehr betreut. Klar, während der Aufsicht hat er sich natürlich nichts zu schulden kommen lassen. Wär ja auch schön blöd. Danach nur Probleme. Meine Tochter kommt nach Hause, weint, Papa hätte sie gehauen, geschubst, schimpft nur.


Ich wäre jedes Mal mit ihr direkt zur nächsten Polizeidienststelle gefahren und hätte Anzeige wegen Mißhandlung erstattet! Wenn Deine Tochter dort aussagt, ist der Käse doch gegessen!

Das zweite ist:

der Kerl kann nicht ständig Besuchstermine absagen und dann wieder ertrotzen. Das ist ein reiner Machtkampf.

Du brauchst eine knallharte, versierte Anwältin, die hier alle Register zieht. Und vor allem solltest Du dem Schläger das Kind nicht mehr ohne Aufsicht geben.

Gruß

Manavgat

Beitrag von xxladybirdxx 08.01.11 - 16:34 Uhr

Hi Manavgat !

Nein, ich verhlate mich nicht merkwürdig aber vielleicht würde ich ein deiner Stelle genau das Gleiche danken, wenn ich nicht selber am besten wüsste, was ich alles schon getan habe.

Mein Tochter wurde mit 3 Jahren vor Gericht gesetzt und sollte dort sagen, was Papa nicht alles schlimmes mit ihr gemacht hat. Sie hatte es im KiGa geäußert, unter Bekannten und Familienmitgliedern aber das hatte alles keinen Wert. Sie MUSSTE vor Gericht.

Dort hat sie natürliuch keinen Papp gesagt und somit ging die Klage ohne Beweismittel aus und dem betreutem Umgang wurde nur bedingt stattgegeben. Soll heissen 4 Monate. Danach war alles beim Alten.

Ich habe eine serh knallharte Anwältin aber einen beschissenen Richter. Ich habe ALLES getan, um mein Kind dieser Situation nicht mehr auszusetzen und das Ende vom Lied war, dass mir per Gericht eine Warnung ausgesprochen wurde.

Ich solle mich mit Anschludigungen dieser Art zurück halten. Für meine Anschuldigungen gäbe es keine Beweise und wenn ich noch mal versuchen werde, den Vater-Kind -Kontakt zu "stören", würde man mir das Sorgerecht in einer einstweiligen Anordnung entziehen, da ich GEGEN das Kindeswohl arbeite..... !!!!!!! Ein Kind braucht Mutter UND Vater.

Das war die Antwort. Ich versuche mitleiweile mit der Anwältin das ganze vor das Oberlandesgericht zu bekommen, denn wir bekommen den Richter nicht los, auch nicht, als Rechtsmittel eingelegt wurden.

Deswegen glaube mir, ich habe ALLES versucht und werde weiterhin ALLES tun aber ich habe nicht das RECHT, ihm sie einfach nicht zu geben, denn er hat offiziell die Erlaubniss sie dann hier mit der Polizei raus zu holen. Er ist auch so ein Mensch und würde dieses tun und bei Gott, das möchte ich ihr ersparen.

Mich hat einfach die rechtliche Lage eines kranken Kindes interssiert. Ob ich sie in dem Fall zu Hause lassen darf, alles andere zu schildern und den Rest der Jahre hier zu dokumentieren, wäre einfach zu umfangreich.

lg
xladyx

Beitrag von bob-andrews 08.01.11 - 12:16 Uhr

Hallo,

lass ihn drohen, dass sind Machtspielchen. Was soll Dir denn passieren? Soll Dir das Jugendamt das Kind wegnehmen? Dass Gericht Dich zu drastischen Strafen verdonnern? Und dass alles wegen einem Umgangswochenende, dass wegen Krankheit ausgefallen ist?

Im Idealfall gehst Du mit der Kleinen zum Arzt, lässt Dir einen Attest geben, dass sie krank ist und der Umgang wird am folgenden Wochenende nachgeholt. Da kann Dein Ex-Mann schreien so laut er will, er macht sich lächerlich.

Allerdings gefällt mir der Rest der Geschichte nicht.

Dein Ex-Mann ist gewalttätig. Wieso bekommt er ohne Aufsicht Umgang? Ein unverantwortliches Vorgehen, wie ich finde. Ich bin ganz bestimmt kein Freund davon, dem Nicht-betreuenden Elternteil den Umgang so schwer wie möglich zu machen. In diesem Fall aber würde ich es für absolut notwendig erachten, wenn es stimmt, was Du schreibst.

"Meine Tochter kommt nach Hause, weint, Papa hätte sie gehauen, geschubst, schimpft nur. "

Das geht absolut gar nicht. Da musst Du doch sofort aktiv werden. Wenn ich mitbekommen würde, dass mein Kind geschlagen wird, dann ab zur Polizei, Anzeige erstatten, dass Jugendamt informieren, Anwalt zu Rate ziehen. Da geht es um das psychische und physische Wohlergehen Deines Kindes.

Lass Dich von Deinem Ex-Mann nicht einschüchtern.

Viel Erfolg,

bob

Beitrag von nadineriemer 08.01.11 - 14:18 Uhr

Hallo,
wieso gibst du ihm das Kind mit wenn er die kleine schlägt?Niemals würde ich ihm das Kind mitgeben und alles in Bewegung setzen das er nur betreuten Umgang hat.

Nadine