Anton ist da, Geburtshausgeburt bei 34+2

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von sunshine-1111 08.01.11 - 00:07 Uhr

Hallo ihr lieben,

Nach langem warten hat ist unser Anton am 29.12.2010 um 1:49 h zur Welt gekommen.

Ich hatte eine schwierige Schwangerschaft.
Ab der 6. Ssw hat mich eine starke Übelkeit ergriffen, die hielt beständig den ganzen Tag an. Ich wurde mit Blutungen in der 7. Ssw geärgert. Und ich hatte ständig Angst um unseren Zwerg.
Nachdem ich auch im 4. Monat noch täglich erbrochen hatte bekam ich endlich ein medikament gegen die Übelkeit. Super - ich konnte endlich wieder arbeiten gehn!
In der 25. / 26. Ssw wurde ich dann mit Oberbauchbeschwerden rechts in die Klinik eingewiesen, die leberwerte waren ums ca. 10 fache erhöht.
Man gab uns die lungenreife für den Fall der Fälle und forschte und forschte... Nach 14 Tagen, endlich die Diagnose, Gallensteine.... Toll, damit konnten wir leben, alle 3-4 Tage Blutentnahme... Zur Überwachung, also alles bestens.

Wir wollten schließlich eine Haus- oder Geburtshausgeburt.

Am 30.11. 30. Ssw, dann schließlich die ernüchternde Diagnose, Gebährmutterhals stark verkürzt mit großem Trichter und vorzeitigen Wehen.

... Sollte jetzt alles vorbei sein?

Die Fä wies mich in die nächste Klinik mit Pränatalzentrum
ein. In Absprache mit meiner Hebi bin ich zu Hause geblieben, ich lag brav auf dem Sofa und hab die Tage bis zur 36. Woche gezählt.

Am 28.12. Wollte ich morgens den Lichtschalter drücken und bin dabei breitbeinig hingefallen. Ich hab meine Hebi kontaktiert und gefragt, was ich tun soll. Eigentlich war ja nichts passiert.

Ich hatte dann den gesamten Nachmittag verschlafen, abends konnte ich schon länger nicht, oder sehr schlecht einschlafen.

Gegen 0:00 h bin ich dann endlich müde geworden, ich legte mich also schlafen, wie ich hoffte... um 0:10 h setzten sehr unregelmäßige Wehen ein 6 minuten, 4, 2, 10 Minuten und nichts mehr, wenn ich umherlief!
Als ich wieder lag ging's wieder los, Abstand schon geringer als 1 Minute, ich rief meine Hebi an!
Sie hat ihr Geburtshaus bei uns in der Straße, sie schlug vor kurz nachzusehen, was los ist. Ich weckte meinen Mann, der mich dann kurz hinfuhr. Um 1:15 h waren wir dann bei ihr.

Befund Muttermund bei 9,5 cm und Blasensprung!

Ok, kurzes Meeting, schaffen wir es noch in die Klinik?
Schließlich erwarteten wir ein Frühchen.
Wie lange braucht der Rettungswagen mit Inkubator zu uns?
Normaler Fahrtweg in die Klinik ca. 15-20 Minuten. Bei Schnee natürlich länger!
Hebi fragte, traust du dich dein Baby hier zu bekommen, ich wog kurz ab und nachdem ich den Kopf schon kommen spürte beschlossen mein Mann und ich die Geburt im Geburtshaus zu meistern.
Nach einigen heftigen Wehen war unser Anton um 1:49 h geboren.
Ich bekam unseren süßen Zwerg direkt auf die Brust, die hebi legte uns einen Schlauch mit Sauerstoff neben seine Nase und wir Eltern unterstützten seine Atmung mit Rückenmassage, im Laufe der nächsten 2 Stunden hatte er das restliche Fruchtwasser ausgeatmet und der Sauerstoff konnte abgenommen werden!
Nachdem er selbstständig atmen konnte wurden wir abgenabelt. Ich legte das Baby bei Papa auf den Bauch! Es war auch für Papa eine wunderschöne Erfahrung!
Ca. Eine halbe Stunde später wurde die Plazenta geboren.

Jetzt waren wir also eine frisch gebackene junge Familie. Die Hebamme und mein Mann haben Anton vermessen und gewogen. 2880 gr. 49 cm, 32/33 cm Kopfumfang! Also ein strammes Kerlchen für diese Woche.

Wir bekamen Anton zurück ins kreisbett, wo wir uns erstmal kennenlernen konnten! Wir bekamen Frühstück und Mittagessen und wurden um 14 h entlassen!

Wir haben ein wunderbares ruhiges ausgeglichenes Baby bekommen und können das erlebnis Geburtshaus nur empfehlen.

Ganz liebe Grüße aus dem Frankenland!

Sunshine-1111 #Baby 9 Tage jung

Beitrag von jessie78 08.01.11 - 08:29 Uhr

Das ist wirklich super #herzlich Glückwunsch zum Sonnenschein!!!

Und ihr musstet nicht mehr in eine Kinderklinik?Weil er eben so gute Maße hatte und selber geatmet hat??Da ist echt toll!!

LG und alles #klee Jessie&Younes26.ssw

Beitrag von 2008-04 08.01.11 - 08:46 Uhr

Das kann ich nicht glauben, da gehört jedes frühchen hin und wenn nur kurz nachgeschaut wird.
Also entweder stimmt die geschichte nicht oder es sind alle verantwortungslos.

Beitrag von olemama 08.01.11 - 11:01 Uhr

Mit diesem Kommentar unterstellst Du den Hebammen im Geburtshaus ja quasi Unfähigkeit, Ihren Beruf auszuüben. Du kannst Dir sicher sein, dass eine Hebamme bei den leisesten Bedenken eine Untersuchung in der Kinderklinik befürwortet bzw. angeordnet hätte. Wenn aber festgestellt wurde, dass alles bestens ist, warum dann der unnötige Stress für Mutter und Kind??? Auch ein bisschen mehr Vertrauen in die Natur bitte!!! Die Hebammen haben Ihren Beruf gelernt und wissen, was zu tun ist! ;-)

Beitrag von 2008-04 08.01.11 - 11:14 Uhr

Scheinbar nicht jede;-)
Sie ist danach trotzdem verpflichtet gewesen sie anschließend in die klinik zu bringen, bzw die rettung ´zu holen, gerade die frühchen gehören ordentlich untersucht danach.

Was ist wenn in 2 wochen was ist, wer trägt die schuld?

Beitrag von estherb 19.01.11 - 23:23 Uhr

Das sehe ich genauso. Wenns dem Kind doch gut geht, und bei einem Geburtsgewicht über 2 kg geht man auch nicht mehr von Atemproblemen aus, das hat mein FA (Geburtshausarzt) beim ersten Kind immer gesagt. Unseres nimmt uns erst ab 37+0, aber der FA meinte schon bei meiner Großen eine Woche früher, das wäre jetzt kein Problem mehr, und die Hebammen sagten auch, ein paar wenige Tage vorher wären sie nun auch nicht päpstlicher als der Papst... hoffen wir, dass sie diesmal auch nicht so streng sind, denn ich hab auch ein wenig mit Frühgeburtsbestrebungen zu kämpfen (liege seit 8 Wochen und Gebärmutterhals verkürzt).

lg

Beitrag von jessie78 08.01.11 - 12:57 Uhr

Ich habe mich auch gewundert aber wenn es so war...dann freut es mich für die beiden ! Ich fragte nur nach weil meine Nichte entbunden hat und der Kleine hatte auch fast 3000gr und 49cm musste trozdem seit 1,5 Wochen auf ITS...aber er hat auch nicht so richtig frei geatmet...

LG Jessie

Beitrag von tragemama 08.01.11 - 16:24 Uhr

Ich weiß nicht, ob ich Dich oder die Hebamme verantwortungsloser finde. Ihr habt ein Frühchen mit offensichtlicher Atemproblematik nicht von einem Arzt untersuchen lassen, sondern ihm den Rücken massiert? Das hätte furchtbar ins Auge gehen können, ich spreche da leider aus Erfahrung.

Kann ich nicht nachvollziehen.

Beitrag von jennychrischi 08.01.11 - 22:51 Uhr

DAS hab ich mir auch grad gedacht. Auf die Natur vertrauen gut und schön, aber wenigstens einmal in der Kinderklinik vorstellig werden wäre das das mindeste gewesen. Ich finde es nicht gut!

Beitrag von .lzs. 09.01.11 - 16:10 Uhr

#pro

Beitrag von sunshine-1111 09.01.11 - 19:03 Uhr

Zu deiner Beruhigung ich war natürlich mit ihm zum check in Klinik und zur Überwachung beim Kinderarzt! Aber es ist trotzdem alles super

Beitrag von 2008-04 10.01.11 - 07:28 Uhr

So klang das in deinem bericht nicht.

Beitrag von s30480 09.01.11 - 19:49 Uhr

#pro
Zumindest mal kurz anschauen lassen, hätte ich mein Kind, wenn ich dann unbedingt meine es im Krankenhaus nicht auszuhalten kann ich dann immer noch wieder heimgehen...
Bei der ganzen Vorgeschichte, ich weiß nicht lieber einmal zu viel nachgeschaut.

LG aber trotzdem Herzlichen Glückwunsch, die Geburt scheint ja wirklich schön gewesen zu sein!

Beitrag von nisivogel2604 08.01.11 - 17:32 Uhr

Ich finde deinen Bericht sehr schön und alles andere als verantwortungslos.

Herzlichen Glückwunsch

Denise

Beitrag von knutschkugel4 08.01.11 - 20:16 Uhr

erst mal herzlichen Glückwunsch!!!



so und nun sei mir nicht bös-ich habe zwillinge geboren bei 36+0
ich finde es ganz ehrlich verantwortungslos das der kleine nicht zur kontrolle in die klinik gekommen ist
weil wie wollt ihr von zu hause aus feststellen können -ob er apnoes usw. hat
laura lag zwei wochen auf ITS-und sie hatte mit 1 Jahr noch einen aussetzter-der echt heftig war
ohne angelcare-möchte nicht wissen was passiert wäre#heul
danach bekom sie endlich ne überwachung von der KK genehmigt
klar muss nicht passieren -kann aber#schwitz


trotzdem alles gute;-)
liebe grüße dany

Beitrag von danilein5 08.01.11 - 20:36 Uhr

huhu

bericht ist sehr schööön


aber

wie kommt es das du auf der couch gelegen hast und die zeit gezählt hast bis zur 36 woche ,

wobei das kind aber in der 34+ 2 woche kam ??



so nun zu mir mein sohn kam 33+4

hatte 2630 gramm und war 44 cm

er musste 4 tage auf intensivstation und durfte dann zu mir aufe station die wir dann zusammen am 6 tag verlassen hatten

lg dani

Beitrag von schubi1 09.01.11 - 11:44 Uhr

Hallo,
erstmal Herzlichen Glückwunsch zu deinem Anton #herzlich

Ich muss Dir ganz ehrlich sagen, daß ich es auch sehr verantwortungslos finde es bewusst zu riskieren das Kleine ohne ärztliche Aufsicht auf die Welt zu bringen....und dan nicht mal kontrollieren zu lasse, nach der Geburt..auch finde ich das sehr verantwortunglos von deiner Hebamme -.-
Warum seid Ihr denn nicht danach ins KH gefahren um den Kleinen untersuchen zu lassen...

Also ich kann manche Leute nicht verstehen, die unbedingt darauf beharren in einem Geburtshaus oder Hausgeburt zu gebären..wenn ich doch weiss ich habe eine komplizierte SW hinter mir, dann reagiere ich sofort bei jeder Kleinigkeit und fahre ins KH, wenn ich sowieso ein Frühchen erwarte..

Gut man kann dann wenn das Kleine da ist, antrophosphisch fortführen mit den Untersuchungen oder Behandlungen wenn alles in Ordnung ist, aber so eine Aktion finde ich sehr unfaie gegenüber dem Kleinen..:-(

was wäre wenn was passiert wäre im Nachhinein..??? Hätte deine " tolle Hebamme " so schnell reagieren können, um das Kleine zu retten??


Aber seid stolz auf euren Kleinen, er hat das ganz alleine geschafft das Überleben sofort nach der Geburt...er ein Kämpfer und ein besonderes Kind...#verliebt

Ich habe nur meine Meinung geschrieben..jeder ist für sein Kind verantwortlich, aber ich würde niiiiiiiiieeeeeeeeeee die Gesundheit meines Kindes aufs Spiel setzen..
mein Kleiner lag ab der 29 SSW in BEL....viele waren der Meinung man kann spontan entbinden heutzutage kein Problem..aber ich habe mir gesagt nein, was ist wenn doch was passiert, nur weil ich nicht eine KS Mama sein wollte ...nein ich bin eine KS Mami aufgrund der Gesundheit meines Kindes weil die mir vorging..BEL Spontangeburt ist viel komplizierter wie eine normale Spontangeburt..gut es kann immer was passieren, aber bewusst was zu riskieren, ist noch verantwortungsloser...

in diesem Sinne, wünsche ich euch 3 alles GUte auf der Welt...ich hoffe ihr habt den Kleinen trotzdem in der Zwischenzeit einmal wenigstens von einem KIA untersuchen lassen..


LG Emi

Beitrag von sunshine-1111 09.01.11 - 19:09 Uhr

Zu deiner Beruhigung, ich / wir waren natürlich in der Klinik und sind zur weiteren Überwachung beim Kinderarzt! Also wir wissen unseren Sohn durchaus zu schätzen und hätte mir der Doc nicht am 23.12. Noch bestätigt, dass alles einwandfrei bei ihm ist, hätte ich mich mit dem RW ins kraha transportieren lassen, nur in diesem Fall hätte ich unseren Sohn wohl bei minusgraden auf der Autobahn zur Welt gebracht und das fand ich verantwortungslos!

Beitrag von matsel 09.01.11 - 20:01 Uhr

und kam er nu bei 34+2 oder 36+2?
lg

Beitrag von schubi1 09.01.11 - 21:48 Uhr

Rettungswägen sind mit Inkubator und Heizstrahler ausgestattet..von da her ist das absolut nicht verantwortungslos..aber jeder muss entscheiden was das richtige für sich und seinem Kleinen ist..lieber bringe ich mein Kind in einem RW auf die Welt unter " medinizinscher " Beobachtung, anstatt in einem Geburtshaus mit einer Hebamme.....


Alles Gute euch

LG

Beitrag von 2008-04 10.01.11 - 07:30 Uhr

#pro

Beitrag von oekomami 10.01.11 - 08:06 Uhr

Hallo,

im Rettungswagen kommt meistens nur ein Kinderarzt und ein Notarzt mit.

Da versteht die Hebamme schon mehr davon.

Und wenn die Geburt wirklich so weit fortgeschritten ist und alles glatt läuft, hätte der Kinderarzt sich auch erstmal im Hintergrund gehalten und erst was gemacht wenn das Kind da ist und hätte keine Frau wenn sie schon Presswehen hat in den Krankenwagen geschafft.

Wenn die Geburt wirklich bei 34+2 gewesen ist, hätte eigentlich jede gute Hebi den Rettungswagen gerufen und sie und das Kind in eine Klinik bringen lassen

Bei 36+2 hätte sie eigenltlich auch bei den PRobleme einen Kinderartz kommen lassen sollen.

Beitrag von tragemama 11.01.11 - 21:08 Uhr

In einem normalen RTW ist ganz sicher kein Inkubator vorhanden.

Beitrag von becca04 12.01.11 - 23:05 Uhr

Hallo,

große KH mit Perinatalzentren verfügen jedoch (oft/manchmal) über spezielle Rettungswagen mit Inkubatoren - so einer hätte möglicherweise angefordert werden können.

LG
B.

Beitrag von oekomami 13.01.11 - 13:48 Uhr

Hallo,

aber sogar unser "dorfkrankenhaus" schickt einen Babynotarztwagen los, wenn die Hebammen aus dem Geburtshaus ein Baby anmelden, bzw. eine Schwangere die ein Frühchen bekommt.

Meine Hebi hatte bis letztes Jahr schon zweimal eine Schwangere die ganz normal zur VU da war und wo plötzlich der der GMH stark verkürzt war. Da wurde jetztes Mal ein Krankenwagen geschickt der auch einen Inkubator hat

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