Beatmin und Mehrarbeitsverbot nach Mutterschutzverordnung

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von terra 08.01.11 - 10:45 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mich hat gestern abend eine Bekannte aufmerksam gemacht, dass man nach der Mutterschutzverordnung nicht mehr als 8,5 Std. täglich arbeiten darf.

Na, als Beamtin habe ich ja eine 42 Std. Woche und die ist bei uns so aufgeteilt, dass ich an 4 Tagen 9,5 Stunden und am Freitag nur 4 Stunden arbeiten muss.
Wenn wir zudem Parteiverkehr haben, komme ich an 2 Tagen auf fast je 10 Stunden!

Wie anhabt Ihr das in der Schwangerschaft?
Haltet Ihr auch an die 8,5 Std.? Und wenn ja, müsste ich dann die restlichen Stunden am Freitag einarbeiten, so dass ich auf meine Wochenstunden komme?

Da ich in unserer Abteilung die erste Beamtin bin, die schwanger ist (alle anderen waren Angestellte und hatten eh kürzere Arbeitszeiten), wäre ich um Tipps dankbar.
Schon mal vielen Dank für Eure Erfahrungen!

Liebe Grüße und eine schönes Wochenende

Terra, 14.ssw


Beitrag von tatjanag1978 08.01.11 - 11:02 Uhr

Hallo Terra,

Ich kopiere dir mal den Text was "mehrarbeit" im sinne des Mutterschutzgesetzes bedeutet.... hoffe das hilft dir dann weiter..

§ 8 Mehrarbeit, Nacht- und Sonntagsarbeit
(1) Werdende und stillende Mütter dürfen nicht mit Mehrarbeit, nicht in der Nacht
zwischen 20 und 6 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden.
(2) Mehrarbeit im Sinne des Absatzes 1 ist jede Arbeit, die
1. von Frauen unter 18 Jahren über 8 Stunden täglich oder 80 Stunden in der
Doppelwoche,
2. von sonstigen Frauen über 8 1/2 Stunden täglich oder 90 Stunden in der Doppelwoche
hinaus geleistet wird. In die Doppelwoche werden die Sonntage eingerechnet.
(3) Abweichend vom Nachtarbeitsverbot des Absatzes 1 dürfen werdende Mütter in den
ersten vier Monaten der Schwangerschaft und stillende Mütter beschäftigt werden
1. in Gast- und Schankwirtschaften und im Übrigen Beherbergungswesen bis 22 Uhr,
2. in der Landwirtschaft mit dem Melken von Vieh ab 5 Uhr,
3. als Künstlerinnen bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen und ähnlichen
Aufführungen bis 23 Uhr.
(4) Im Verkehrswesen, in Gast- und Schankwirtschaften und im übrigen
Beherbergungswesen, im Familienhaushalt, in Krankenpflege- und in Badeanstalten,
bei Musikaufführungen, Theatervorstellungen, anderen Schaustellungen, Darbietungen
oder Lustbarkeiten dürfen werdende oder stillende Mütter, abweichend von Absatz 1,
an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden, wenn ihnen in jeder Woche einmal eine
ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 24 Stunden im Anschluss an eine Nachtruhe
gewährt wird.
(5) An in Heimarbeit Beschäftigte und ihnen Gleichgestellte, +ie werdende oder
stillende Mütter sind, darf Heimarbeit nur in solchem Umfang und mit solchen
Fertigungsfristen ausgegeben werden, dass sie von der werdenden Mutter voraussichtlich
während einer 8-stündigen Tagesarbeitszeit, von der stillenden Mutter voraussichtlich
während einer 7 1/4-stündigen Tagesarbeitszeit an Werktagen ausgeführt werden kann.
Die Aufsichtsbehörde kann in Einzelfällen nähere Bestimmungen über die Arbeitsmenge
treffen; falls ein Heimarbeitsausschuss besteht, hat sie diesen vorher zu hören.
(6) Die Aufsichtsbehörde kann in begründeten Einzelfällen Ausnahmen von den
vorstehenden Vorschriften zulassen.

Beitrag von 54321 08.01.11 - 11:09 Uhr

Ehrlich ich habe keine Ahnung,
aber mal ganz im Ernst:

Warum solltest Du die paar Stunden nicht Freitags nacharbeiten müssen, wenn du dann nur 4 Stunden arbeitest?

#kratz#kratz
Ich finde es so unglaublich, wie hier in letzter Zeit ständig gefragt wird nach dem Motto: Ich bin ja schwanger, nun brauche ich ja nicht mehr so viel arbeiten - zur Not hole ich mir halt ein BV (selbst wenn es nur ist, weil der AG oder der Kollege nervt).

Du willst Geld verdienen - dann arbeite! Du bist als Beamtin in einer sehr priviligierten "Berufsschicht" noch dazu hört sich deine Beschreibung nicht so an, als müsstest Du körperlich arbeiten sondern als hättest Du einen Bürojob.
Wenn dich diese Arbeit generell nervt, dann kündige, verkürz deine Arbeitszeit oder.... aber mach nun nicht die Schwangerschaft dafür verantwortlich, dass du ja nicht mehr als 8,5 Stunden arbeiten kannst...

Du zeichnest ein Bild der Beamten, das es eigentlich schon lange nicht mehr geben sollte: nämlich der Paragraphenreiter und der Stift-fallenlasser.

Wenn du wirklich so sein willst: bitte und viel Spaß damit - auch mit deinen Kollegen.

Beitrag von terra 08.01.11 - 11:49 Uhr

Und ich habe nicht nachgefragt, um mich vor der Arbeit zu drücken. Denn meine Arbeit macht mit Spaß, sonst hätte ich schon lange den Job gewechselt!

Du weißt auch nicht, in welchen Bereich ich tätig bin.
Auch geistige Arbeit wird im Laufe der Schwangerschaft anstrengender, nicht nur die körperliche Belastung.

Ich wollte hier nur in Erfahrung bringen, ob es denn die Möglichkeit gibt, die Wochenarbeitszeit anders aufzuteilen, und wie das andere geregelt haben.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass es, noch dazu als Frau, im Beamtenverhältnis sehr wohl sehr viele Vorteile gibt. Und ich gehöre nicht zu denen, die sich nur auf Ihre Rechte berufen und Ihre Pflichten mehr schlecht als Recht verrichten oder ganz vernachlässigen...


Beitrag von 54321 08.01.11 - 12:03 Uhr

Ich wollte dich nicht angreifen, aber habe die Frage wohl in den falschen Hals bekommen....

Irgendwie gibt es hier bei Urbia in letzter Zeit seltsame Leute/Fragen... Ich meine, was machen denn Schwangere mit dem zweiten/dritten/vierten Kind, die arbeiten und sich nachts/tags um das erste kümmern müssen? Ich habe immer das Gefühl, dass sind nicht die, die "jammern" und fragen und jedes kleinste Wehwehchen hier bei Urbia diskutieren müssen, sondern die, die es eben machen und hinnehmen.

Und daher ist m.M. nach vieles (auch) eine Einstellungssache. Das sagt schon viel:

<<Auch geistige Arbeit wird im Laufe der Schwangerschaft anstrengender, nicht nur die körperliche Belastung. >>

Und ich bin gerade mit meinem dritten Kind schwanger, arbeite, studiere und habe meine Kinder, weiß also wovon ich rede.

Sabine

Beitrag von windsbraut69 08.01.11 - 12:32 Uhr

Deine Frage war aber, ob Du die fehlenden Stunden dann am Freitag nacharbeiten MUSST.

LG,

W

Beitrag von sandrinchen85 08.01.11 - 11:36 Uhr

ich persönlich hab auch mehr als die 8,5 std gearbeitet solange ich dazu in der lage war.(war aber auch nur nebenjob)
genauso wie ich nach 20 uhr und an wochenenden und feiertagen gearbeitet habe.
du musst wissen ob du dazu in der lage bist oder nicht!allerdings sehe ich auch nicht,warum du die zeit nicht nachholen musst freitags.wenn du eine 42 std woche hast,dann ist das so.wenn du weniger arbeitest,dann sollte dir auch weniger geld zu stehen.
persönlich finde ich auch,dass solange du keine beschwerden hast und es dir gut geht,es keinen grund gibt was an deiner eigentlichen arbeitszeit zu ändern.zwingen kann dich dein chef natürlich nicht länger als die 8,5 std zu arbeiten,das kannst du nur freiwillig machen(und wenn du eben nicht länger machst,dann die zeit eben nachholen).
lg

sandra

Beitrag von terra 08.01.11 - 11:59 Uhr

Danke für Eure Antworten!

Ich kann mich zum Glück im Moment noch nicht beschweren, da es mir wirklich gut geht. Werde auch so lange es geht meine ganz normalen Arbeitszeiten einhalten und mal klären, ob bei Beschwerden in der SSW die Wochenarbeitszeit dann einfach anders aufgeteilt werden kann.

Euch allen ein schönes Wochenende #winke
Terra

Beitrag von dk-mel 08.01.11 - 12:05 Uhr

ich denke, dass da dir die stunden anders einteilen kannst, also jeden tag 8 1/2 und freitags eben 8. wirst du aber nicht machen wollen, oder?

hast du denn gleitzeit? kannst du minusstunden aufbauen, ohne mit sanktionen rechnen zu müssen, oder hast du vielleicht sogar noch überstunden?

du solltest deinen nächsten vorgesetzten mal fragen, ob die stunden gestaucht werden können, ob vielleicht auch telearbeit möglich wäre, weil das ja doch hier kaum einer genau weiß.

und frag mal im forum finanzen nach...