Sperre vom Arbeitsamt??

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Beitrag von knuddel79 08.01.11 - 13:13 Uhr

Hallo,

hab ein paar Fragen. Ich hatte heute die betriebsbedingte Kündigung meiner Arbeitsstelle zum 31.01.2011 im Briefkasten. Geschrieben wurde diese Kündigung am 27.12.2010. Wie gesagt heute hatte ich sie erst im Briefkasten. Ich war in Elternzeit bis zum 31.12.2010 und im Anschluß daran hab ich jetzt bis 15.01.2011 Urlaub genommen, welcher auch so bewilligt worden war. Wie sieht es jetzt aus wenn ich Montag zum Arbeitsamt gehe und mich arbeitslos melde? Bekomme ich eine Sperre weil die Kündigung vom 27.12.2010 ist? Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Lg Knuddel79

Beitrag von mamavonyannick 08.01.11 - 13:16 Uhr

Wenn es betriebsbedingt ist: Macht das Unternehmen zu?

vg, m.

Beitrag von lena1309 08.01.11 - 13:19 Uhr

Hallo,

nein eine Sperrung hast du nicht zu befürchten, wenn du Montag direkt zum Arbeitsamt gehst, aber die Anträge dauern natürlich ein paar Tage.
Mich würde allerdings interessieren, warum du direkt im Anschluss an deine Elternzeit Urlaub genommen hast? Der Schritt war wahrscheinlich nicht besonders klug. So signalisiert man kein besonders großes Interesse, wieder in der Firma zu arbeiten.
Hör mal zusätzlich beim Anwalt nach und lass die Kündigung mal prüfen. Ich weiß nicht genau, wie da so die Gesetzesgrundlage ist, wegen Kündigungsschutz etc. Hattest du deinen Vertrag geändert (zb: Vollzeit auf Teilzeit)?
Lass dich da mal beraten.

LG
M.

Beitrag von mamavonyannick 08.01.11 - 13:27 Uhr

"Mich würde allerdings interessieren, warum du direkt im Anschluss an deine Elternzeit Urlaub genommen hast? Der Schritt war wahrscheinlich nicht besonders klug. So signalisiert man kein besonders großes Interesse, wieder in der Firma zu arbeiten".

Viele haben noch Resturlaub von vor der EZ, der dann meist erstmal genommen werden muss, damit er abgegolten ist.

Beitrag von knuddel79 08.01.11 - 13:33 Uhr

Hallöchen,

genau so sieht es aus. Ich hatte ein Beschäftigungsverbot von der 12. SSW bis zum Mutterschutz. Somit also noch genug Resturlaub, genauer gesagt 23 Tage. Die konnte ich bisher ja nicht nehmen.

Lg Knuddel79

Beitrag von mamavonyannick 08.01.11 - 13:36 Uhr

nochmal die Frage an dich: Macht der Betrieb zu?

Grundsätzlich hast du keine Sperre zu befüchten, wenn du dich sofort meldest. Normalerweise müssen sie dich auch meines wissens 3 Monate nach EZ weiter beschäftigen, es sein denn, sie machen halt dicht. Wenn sie das aber nur wegen schlechter Auftragslage tun und daher einige kündigen, dann ist zun prüfen, ob die Kündigung rechtens ist, etwa, ob eine geeignete Sozialauswahl getroffen hätte werden müssen, die Frist eingehalten wurde, etc.
Grundsätzlich würde ich mich durch einen Anwalt beraten lassen und dann ggf Kündigungsschutzklage einreichen.

vg, m.

Beitrag von knuddel79 08.01.11 - 13:46 Uhr

Hallo,

nein der Betrieb macht nicht zu, es handelt sich um einen mobilen Pflegedienst. Während meiner Elternzeit wurde jedoch einiges umstrukturiert und meine Stelle als Hauswirtschafterin schon im Sommer (in)offiziell gestrichen, wovon ich natürlich offiziell nichts wissen durfte.

Beitrag von mamavonyannick 08.01.11 - 13:55 Uhr

Ich würde zum Anwalt damit gehen.

vg, m.

Beitrag von lena1309 08.01.11 - 13:41 Uhr

Gut, bei meinen bisherigen Arbeitgebern hatten wir immer Zeit bis, wenn ich mich recht erinnere, Ende Februar/Anfang März Resturlaub zu verbrauchen.
Wenn das bei euch anders ist, bleibt dir ja keine andere Wahl.

Es hat mich halt gewundert.

Aber geh wirklich mal zum Anwalt, mir kommt die Kündigung für mein Laienverständnis spanisch vor.

Trotzdem schönes Wochenende
M.

Beitrag von tweety12_de 08.01.11 - 18:59 Uhr

hallo,

resturlaub von VOR der elternzeit muss generell immer direkt im anschluß an die elternzeit genommen werden, da er sonst verfällt .

das ist überall so, und hat nichts mit dem resturlaub zb von 2010 zu tun den du dann in 2011 bis märz nehmen kannst.

gruß alex

Beitrag von lena1309 08.01.11 - 19:11 Uhr

Hallo Alex,

danke für die Info, war eben zu der Zeit nicht schwanger oder Mama in Elternzeit, darum wusste ich das nicht, dass man das direkt nehmen muss.

Aber man lernt ja nie aus.

LG
M.

Beitrag von tweety12_de 08.01.11 - 19:18 Uhr

#bitte

man lernt nie aus ;-)

Beitrag von lilie80 08.01.11 - 13:28 Uhr

also, normalerweise heißt es: ab Zugang der Kündigung. welches Datum in der Kündigung drinnen steht, ist ja für den Zugang nicht entscheidend. aber ich verstehe deine Sorge, dass das arbeitsamt annehmen könnte, du hättest so lange 'getrödelt', bis du dich bei denen meldest. aber nur weil die Kündigung am 27.12. ausgestellt wurde, muß man nicht auch annehmen, dass die am selben Tag zugegangen ist. ich denke, Montag ist der 10.01.- dass es nachvollziehbar ist, dass dir die Kündigung nicht eher zugegangen ist (besonders wegen der Feiertage). Sollte die Arge JE Stress diesbezüglich machen, muß, soweit ich weiß, die Firma nachweisen, wann sie die Kündigung ausgeliefert haben. Wenn es per Post kam, ist der Poststempel aussagekräftig, wenn die das per Boten austragen haben lassen, wird normalerweise ein Zeuge benötigt, der dieses bestätigt. aber wie gesagt, ich denke nicht, dass die Arge da Stress macht, wenn du montag gleich hingehst...

LG

Beitrag von king.with.deckchair 08.01.11 - 16:18 Uhr

Was hat eine ARGE mit dieser Arbeitslosmeldung zu tun?!

Beitrag von windsbraut69 08.01.11 - 20:42 Uhr

Die Firma muß der ARGE bzw. dem Jobcenter überhaupt nichts nachweisen und der Poststempel ist nur bei Preisausschreiben relevant.

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 08.01.11 - 13:31 Uhr

Wie lang ist denn Deine Kündigungsfrist?
Der AG darf Dir während der Elternzeit nicht kündigen, frühester Termin wäre also der 03.01.2011 gewesen.

Statt zum Arbeitsamt würde ich erstmal zum Anwalt/Amtsgericht gehen, um ggf. Kündigungsschutzklage zu erheben.

Gruß,

W

Beitrag von knuddel79 08.01.11 - 13:35 Uhr

Hallo,

meine Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen.

Beitrag von windsbraut69 08.01.11 - 20:56 Uhr

Ist die Kündigung per normaler Post, Einschreiben oder Einwurfeinschreiben gekommen?
Der einzige Tag, an dem sie m. E. wirksam hätte bei Dir eingehen können, um erst nach der Elternzeit einkzutreffen und früh genug, um die Kündigungsfrist einzuhalten wäre der 03.01.2011 gewesen.

Ich würde samt dem Schreiben Montag gleich zum Gericht wackeln zwecks Kündigungsschutzklage.



LG,

W

Beitrag von nightwitch1988 08.01.11 - 14:18 Uhr

hi
hast du den briefumschlag noch, wo die kündigung drin war? wenn ja, dann sollte das der arge als beweis genügen, dass du nicht getrödelt hast.

lg

Beitrag von thea21 08.01.11 - 16:07 Uhr

Wann ist die Kündigung bei dir eingegangen?

Beitrag von kati543 09.01.11 - 12:31 Uhr

Wie ist denn deine Kündigungsfrist? Am 27. hätten sie dir nicht kündigen dürfen. Abgesehen davon gilt eine Kündigung ab dem Zugang und nicht ab da, wo sie geschrieben wurde.
Du kannst zum Arbeitsamt gehen, aber schau deswegen vorher unbedingt in deinen Vertrag. Denn diese Kündigung greift SO ersteinmal nicht.

Beitrag von windsbraut69 09.01.11 - 17:37 Uhr

4 Wochen, schreibt sie oben.
Das paßt so nicht.

LG,

W