Frage mal für eine Bekannte wg. arbeitslos melden etc.

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von milli08 08.01.11 - 13:55 Uhr

Hallo,

meine Bekannte ist nach 13 Jahren arbeitslos geworden. Sie kann aus kostengründen nicht mehr in der Firma bleiben. Was möglich wäre, diese 14,5 Std. pro Wo. für 160 € die sie dazuverdienen darf, könnte sie in der Firma bleiben. Den Rest bekäme sie dann zunächst vom Arbeitsamt.

Nun hat sie sich diese ganzen Formulare geholt und füllt fleißig aus. Wie sieht das mit dieser Arbeitsvermittlung aus. Muss man jeden job annehmen den man angeboten bekommt oder kann man auch einen job ablehnen, falls er einem gar nicht zusagt. Außerdem steht noch eine OP an mit 4-6 Wo. Arbeitsausfall, das wird man doch auch beim Arbeitsamt sagen müssen oder besser nicht??

Vielen DANK
milli08

Beitrag von kati543 08.01.11 - 14:25 Uhr

Ja, sie muß natürlich bemüht sein, so schnell wie möglich wieder Arbeit zu finden. Dazu gehört eben auch (fast) jeden Job anzunehmen. Also sie wird schon in ihrem Beruf vermittelt oder einem Alternativberuf (den sie aber selber angibt), aber nur weil die Firma ihr nicht zusagt, kann sie nicht ablehnen. Es sei denn, sie hat trifftige Gründe. Ich kann bei bestimmten Firmen z.B. nicht arbeiten, weil die die direkte Konkurrenz der Firma sind, wo mein Mann arbeitet - wir haben beide das selbe Berufsfeld. Aber das kann man auch vorher angeben.
Ansonsten muß sie angeben, wenn sie krank ist. Aber ihr entstehen dadurch keine Nachteile. Ist ja auch blöd, wenn sie einen Termin nicht wahrnehmen kann, weil sie im KH liegt und dann deswegen Schwierigkeitenb bekommt. Sie wird in dieser Zeit dann eben nicht vermittelt und auch nicht zum Arbeitsamt gerufen.

Beitrag von goldie99999 08.01.11 - 20:39 Uhr

http://www.jusline.de/index.php?cpid=f92f99b766343e040d46fcd6b03d3ee8&lawid=34&paid=126

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/121.html

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__119.html

http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/141.html

...um Deine schwammigen und unvollständigen Ausführungen zu konkretisieren...

und zum Nachlesen:

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB-f-Arbeitslose.pdf

Man muß übrigens nicht nur angeben, dass man krank ist, sondern sich krankschreiben lassen und die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, wie beim Arbeitgeber, sofort (!) der Arbeitsagentur zukommen lassen. Die Leistungen werden nur 6 Wochen weitergezahlt, danach besteht ggf. Anspruch auf Krankengeld.

Besteht die Arbeitsunfähigkeit bereits ab Beginn der Arbeitslosigkeit gibt es bis zur Genesung gar kein ALG, sondern ggf. Krankengeld.

Grüße, Goldie

Beitrag von zwillinge2005 09.01.11 - 18:25 Uhr

Hallo,

ist sie bereits gekündigt worden? Aus betrieblichen Gründen? Mit Abfindung?

Wieviel hat sie denn da verdient? Wenn Sie für 14,5 Std./Woche 160 Euro/ Monat bekommen soll - hat sie vorher für eine 40 Std. Woche auch nur 440 Euro Brutto/Monat verdient?

Was soll das hiessen sie bekommt "den Rest vom Arbeitsamt"? Nach 13 Jahren bekommt sie doch 12 Monate lang ALG I und sollte sich einen neuen Job besorgen. Wenn sie so krank ist, sollte sie sich vielelicht jetzt bereits operieren lassen, solange sie noch nicht gekündigt ist. Damit erhöht sie - wieder genesen - Ihre späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Warum will sie denn angebotene Jobs ausschlagen? Will sie gar nicht mehr arbeiten als diese obskuren 14,5 Std.

LG, Andrea

Beitrag von milli08 10.01.11 - 13:38 Uhr

Hallo,

sie bekommt jetzt so ca. 660 € und ist dafür immer 4 Tage á 7 Std. arbeiten gegangen. Lt. Arbeitsamt darf sie dort (weil sie auch an dem job hängt) höchstens noch 160 € zu ihrem vorläufigen Arbeitslosengeld verdienen und an Arbeitsstunden höchstens 14 Std. pro Wo.

Mit ausschlagen meine ich, dass sie schon gern wieder als Verkäuferin arbeiten würde und nicht in einem völlig anderen Beruf. Natürlich würde sie auch wenn es gar nicht anders geht etwas anderes machen, gar keine Frage.

sg