Umfrage,mithilfe der Männer(speziell Gastronomen)im Haushalt

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von turbine 08.01.11 - 14:40 Uhr

Hey Leute!
Worum es mir genau geht erkläre ich mal.
Mein Mann und ich sind jetzt acht Jahre zusammen und seit einem Jahr verheiratet und haben eine fast 6jährige Tochter und nummer 2 ist unterwegs.Ich bin 32 Jahre und er 30 Jahre.
Er war schon immer in der Gastro beschäftigt,also ich kenne es das er am Vormittag los muß und spät heim kommt.Als ich ihn kennenlernte,arbeitete er in einer Bar bis morgens früh.Als unsere kleine unterwegs war suchte er sich einen anderen Job,zwar auch in der Gastro aber in einer kleinen Gaststätte.So das er einen geregelten Arbeitstag hat.(die haben ja geregelte öffnungszeiten ausser wenn mal was an Feiern ist oder so.
So,langsam komm ich zu meinem Problem.Bis jetzt war es immer so bei uns zu Hause das ich mich größtenteils um die kleine gekümmert habe,ausser am Montag(da ist bei ihm auf Arbeit Ruhetag und er ist zu hause,da ist Papatag)Natürlich geht sie auch noch in die Kita bis 14 Uhr.Also bis jetzt konnte mein Mann immer jeden Tag bis 10 Uhr morgens schlafen und um Elf fährt er zur arbeit,ausser es gab was wichtiges dann stand er auch mal früher auf.(ich muß zu mir sagen ich war das letzte mal richtig arbeiten 2004,2005 kam die kleine und gleichzeitig pflegte ich bis 2010 meine Oma(demenz,sie verstarb jetzt leider)
Jetzt kommt ja Nr.2,ET ist der 01.02.und ich sage jetzt schon immer zu meinem Mann,das er sich abschminken könne so lange zu schlafen,das seh ich nämlich nicht ein.Ihr müßt euch seinen Ablauf so vorstellen,egal ob er abends um acht nach Hause kommt oder um zwei uhr morgens.Er fährt um Elf zur arbeit ,kommt dann wann er halt schluß hat,schaut bis morgens um zwei fern und steht dann um zehn auf um um elf wieder loszufahren.Ich hab kein Problem damit das er lange schläft wenn er sehr spät heim kommt,aber halt nicht wenn er um acht schon zu haus ist und trotzdem so lange pennt.wie soll das werden wenn ich in einem Jahr wieder arbeiten gehe?
Aus dem Grund würd mich mal interessieren ob das überall so ist wo die Männer in der Gastro arbeiten,das sie ewig schlafen?Denn mein Mann schiebt das ganze immer auf seinen Job.

LG

Beitrag von tjanzen 08.01.11 - 16:14 Uhr

Hallo turbine,

mein Mann war auch jahrelang in der Gastronomie und ich kenne das Problem...

Mein Mann hat auch immer noch ewig lange vorm Fernseher gehangen, wenn er spät nach Hause kam und am nächsten Tag ewig geschlafen. Kann ich schon auch irgendwie verstehen - man braucht nach der Arbeit ja noch ein bißchen Zeit um abzuschalten und kann nicht direkt ins Bett gehen.

Allerdings finde ich auch, dass ein 20h Feierabend fast "normal" ist, er also dann auch ganz normal am Familienleben teilnehmen kann!

Was genau wünscht Du Dir denn morgens von ihm? Vielleicht kann man sich da tatsächlich einigen? So dass er 2mal die Woche die Große in die Kita bringt z.B. Und einmal am Wochenende mit Euch aufsteht und frühstückt. Letztlich sollte es ja auch in seinem Interesse sein, die wenige freie Zeit mit Euch zu teilen...

Mein Mann hat glücklicherweise vor 2 Jahren eine Umschulung gemacht und arbeitet jetzt in einem "normalen" Job, meist von 7 - 15:30h, so dass wir alle gemeinsam den Abend verbringen und das WE der Familie gehört! #schwitz

Viele Grüsse,
Tina

Beitrag von alkesh 08.01.11 - 16:31 Uhr

Hast Du mal drüber nachgedacht das Dein Mann vielleicht vor zwei Uhr gar nicht mehr schlafen kann?

Ich arbeite im Schichtdienst und habe einen ziemlich verdrehten Schlafrhythmus, ist auch keine Seltenheit wenn man Schicht arbeitet.

Ich würde ihm einfach sagen das er, wenn er um 20.00 h nach Hause kommt, Dir die Kleine bis 2.00 h abnimmt, denn er ist ja eh auf.
Morgens seh ich persönlich jetzt kein Problem mit einem Kitakind und einem Baby, das bekommen anderen ja auch hin deren Männer morgens früh das Haus verlassen!

LG

Beitrag von jessipoe 09.01.11 - 13:20 Uhr

Genau das hab ich mir gestern auch gedacht beim Lesen. War da nur schon zu müde um zu schreiben. #gaehn

Ich stelle es mir auch schwer vor mit den Schlafenszeiten. Wenn er mal bis 20 Uhr arbeitet und mal bis 2 Uhr. Er hat jetzt sicher so seinen Rythmus drin das er nach 2 Uhr erst schläft. Ist doch ok. Denn wenn er jetzt 2 Tage mal bis 20 Uhr arbeitet und früh ins Bett geht kann er doch gar nicht schlafen. Also kann ich mir nicht vorstellen. Und wenn er dann am 3. Tag wieder bis 2 arbeiten muss, ist er früh müde weil sein Rythmus durcheinander ist. Also fehlt ihm auch die Konzentration.

Ich hoffe du verstehst was ich damit meine.

Man muss halt mit den Job´s der Männer leben. Und wenn du ihn so kennen gelernt hast, war es ja von Anfang an klar, das es auch MIT Kindern so bleibt.

Wie viele Frauen sind in der Woche alleine. Und wie viele Männer kommen Samstags erst nach Hause und müssen Sonntagabend schon wieder los.

Da hast du es doch noch sehr gut. Also lass deinen Mann schlafen... #liebdrueck

LG
Jessi

Beitrag von dominiksmami 08.01.11 - 17:03 Uhr

Huhu,

so wie ich das lese bist du zu Hause?

Das ist für mich immer wieder ganz einfach:

Derjenige der zu Hause ist macht den Haushalt!

Der andere geht arbeiten.


Gut, mein Mann ist nicht in der Gastronomie, aber vor 20:30 ist er auch nie zu Hause und er muß morgens um 9 aus dem Haus sein.

Er schläft meist bis 7:30, damit er noch mit uns Frühstücken kann, weil er unseren Sohn ja sonst gar nicht sieht ( der ist meist schon im Bett bevor Papa heim kommt), danach geht er sich für die Arbeit fertig machen.

Finde ich vollkommen richtig so...ist schliesslich mein Haushalt.


Aber...wenn er frei hat hilft er trotzdem, macht die großen Reparaturen und die schweren Arbeiten im Garten etc.



Gehen aber beide arbeiten, müssen auch beide den Haushalt machen.

lg

Andrea

Beitrag von kolbo-sauri 08.01.11 - 18:40 Uhr

#pro ich schließe mich Deiner Meinung an!

Beitrag von manavgat 08.01.11 - 17:06 Uhr

Gastronomie hin oder her:

Gilt für Haushalte mit Kindern: 77 % der Männer überlassen ihrer Frau den Haushalt komplett und machen gar nichts. 1 % (denen müsste man für diese Normalität einen Orden verleihen!) macht genau so viel die Partnerin. Der Rest 22 % liegt irgendwo dazwischen.

Die Zahlen standen entweder in der Zeit oder in der Rundschau in den letzten Tagen.

Ich hab mir das gemerkt, weil ich es bemerkenswert finde, wie die Generation unserer Töchter sich die Butter vom Brot klauen lässt. Wofür haben wir eigentlich gekämpft, wenn nicht für eine gerechte Welt?

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleiche Chancen im Beruf, gleiche Arbeit bei Haushalt und Kindererziehung und das gleiche Recht auf Entfaltung und Freizeit, Selbstbestimmtes Leben auf allen Ebenen.

Die Männer versagen und die Frauen lassen es (wieder) durchgehen. Und alles wird schön mit dem Deckmäntelchen der Liebe und Aufopferung zugedeckt...

Dein Mann ist so, weil Du ihn so sein lässt.


Gruß

Manavgat

Beitrag von loonis 08.01.11 - 18:37 Uhr



Ich finde nicht,dass es am Job liegt....das ist eine AUSREDE!

Wir arbeiten beide im Schichtdienst ...mein Mann voll in 3 Schichten,ich 30h nur nachts...beide arbeiten wir abwechselnd am WE &Feiertage.
Ich würde meinem Mann etwas husten,wenn er meint ,er könne
bis in d.Puppen schlafen...
Es sind UNSERE Kinder ....da kümmern wir uns auch gemeinsam drum.
Klar,wenn er Spätschicht hat,dann kann er natürl. nicht gleich zu Bett
u. schlafen ...


Ich arbeite ja nur nachts,wie gesagt ...ich schlafe in meiner Nachtschichtwoche
oft nur 5h ,aber das ist o.k.,die and. Wo schlafe ich dann wieder
normal ....
Man muss eben seinen Hintern hoch bekommen u. schauen ,was
einem wichtig ist ....


Mein Mann kocht z.Bsp. grundsätzlich u. übernimmt d. Einkäufe ...
ich mache den Rest.

LG Kerstin




Beitrag von kleiner-gruener-hase 08.01.11 - 20:17 Uhr

Hallo,

Mein Mann und ich kommen beide aus der Gastro, haben uns in der Ausbildung kennengelernt (er Koch, ich Restaurantfachfrau) und sind vom Alter her genauso gelagert wie ihr (nur 2 Jahre jünger). Unsere große Tochter wird im April 6, der Kleine ist gerade ein Jahr geworden.
Mein Mann hat 2 Jobs- fest angestellt ist er in einer Klinik, hat dort also mehr als geregelte Arbeitszeiten, einen Nebenjob hat er in einer kleinen , sehr gut gehenden Gaststätte wo die Arbeitszeiten zwar nicht soooo geregelt sind, dafür die Bezahlung umso besser und das ist ja eben nur nebenbei, also wenn Feiern anstehen oder Veranstaltungen. Wieviel er da nun arbeiten muss ist saisonbedingt- du kennst das sicher.

Zu deiner eigentlichen Frage: Mein Mann steht (wenn er arbeiten muss) morgens zwischen 5 und 6 Uhr auf, schmiert unserer Tochter ihr Frühstücksbrot für den KiGa und fährt dann zur Arbeit. Nachmittags kommt er meist gegen 15 Uhr (mal früher, mal später) heim, trinkt eine Tasse Kaffee und legt sich eine Stunde auf die Couch, manchmal schläft er ein, manchmal nicht.
Gegen 16 Uhr gehts weiter, auf zum nächsten Job (manchmal auch zum festen) und kommt dann halt nach Hause wenn er fertig ist.
Wenn er in der Woche frei hat steht er gegen halb 8 auf und bringt die Große in den Kindergarten, sonst kommt er ja nie dazu. Dann holt er auf dem Heimweg Brötchen und wir frühstücken gemeinsam und stürzen uns dann gemeinschaftlich an den Haushalt.
Hat er am Wochenende frei stehen wir auf wenn die Kinder wach sind (manchmal erst halb 9! #huepf) und machen dann alle zusammen Frühstück, Mittag, Abendessen und genießen die gemeinsame Zeit.

Klar würde ich ihn länger schlafen lassen, er möchte das aber gar nicht, denn ihm ist es wichtiger mit uns gemeinsam zu essen und die Zeit mit uns zusammen zu verbringen.

Dein Kerl soll mal den A*** hochkriegen und nicht rumheulen! Sorry, klingt vielleicht fies, aber so sehe ich das (und mein Mann auch wie er mir gerade berichtet!).

LG

Beitrag von solpresa 10.01.11 - 10:17 Uhr

Hallo,

nun muss ich mich doch einmal zu den Beiträgen äußern.
Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, welche Ansprüche an die Männewelt gestellt werden. Einerseits soll der Mann der alleinige Ernährer der Familie sein, weil die Frau ja die Kinderbetreuung und den Haushalt übernimmt; dann soll der Mann ein liebenswerter, verständnisvoller Vater-/und Ehemann sein und am besten noch irgendwie abends nach einem 10-12 Std. Tag die Kinder entertainen. Wir sind auch selbständig und haben drei gastronomische Einrichtungen...zwei Kinder (5 Jahre & 6 Monate) und ich bin mit unserem dritten schwanger. Natürlich ist es manchmal stressig, dennoch bin ich der Meinung, meinem Mann (so gut es geht) den Rücken freizuhalten ( ja, er darf ausschlafen, auch, wenn er mal keine 'Nachtschicht' hatte...allerdings beruht dieses auch auf Gegenseitigkeit. Wenn er sich die Zeit nehmen kann, ist er für unsere Kinder & mich da. Ich weiß, dass er sich beruflich fast ' ein Bein rausreisst', damit es uns gut geht. Ich habe die letzten 13 Jahre auch selbständig gearbeitet (allerdings in einer anderen Branche) und habe auch erwartet familiären Rückhalt zu bekommen, anstatt noch zusätzlichen Stress. Ich glaube, man bzw. Frau sollte mal darüber nachdenken, dass die meisten Männer, die allein eine komplette Familie zu ernähren haben unter einem enormen Druck stehen und aus ihrer Sicht das Bestmögliche für die Familie tun...LG Sina