Hobby meiner Tochter unterstützen oder ausreden? Sie liebt Pferde!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von marion78 08.01.11 - 15:07 Uhr

Hallo...

Ich melde mich nicht oft hier, aber diesmal habe ich ein Anliegen und hoffe, dass vielleicht schon jemand Erfahrungen gesammelt hat und mir helfen kann. Vielen Dank im voraus!;-)

Meine Tochter Julia ist im Dezember 4 Jahre geworden. Warum auch immer (aus unserer Familie hat sie keiner angesteckt) hat sie eine Vorliebe für Pferde. (Was grundsätzlich nicht schlimm ist, weil wir alle tierlieb sind.)
Im Urlaub sind wir immer an einer Pferdekoppel vorbeigekommen und sie wollte so gern reiten. Diesen Wunsch hatten wir ihr erfüllt. Seit dem sprach sie immer wieder davon, dass sie gerne wieder "reiten" möchte.

Vom Christkind bekam sie dann den Reiterhof von Playmobil + weiteres Playmobil Pferde-Zubehör. Das ist ihr liebstes Spielzeug.

Dann kam ihr Geburtstag (1/2 Jahr nach dem Urlaub) und wir erfüllten ihr nochmal den Wunsch auf einem Pferd zu "reiten" (sie wird ja "nur" geführt). Dort durfte sie das Pferd auch füttern und putzen.#putz

Sie war so glücklich, dass ich mich nach einem Reitstall umgesehen habe. Wir haben einen in der Nähe gefunden, der von 4-6 Jahren mit Voltigieren anfängt. Am Montag könnten wir dort anfangen (erst schnuppern natürlich).

Ich habe mir echt nichts dabei gedacht und hatte nur die leuchtenden Augen meiner Tochter gesehen.

Jetzt habe ich mich in Ruhe mit meinem Mann unterhalten und bin geschockt #schock. Ich wusste ja das Reiten teuer ist, aber soooo teuer. Der Beitrag ist sehr hoch und die Reiterklamotten sind auch richtig teuer. Dazu kommt noch der hohe Zeitaufwand, den man für ein Pferd investieren muss :-( Das könnten wir uns gar nicht erlauben.

Das Voltigieren mit € 25 im Monat wäre noch im Rahmen des Möglichen (1 x Woche). Aber wie sieht die Zukunft aus?

Hat da jemand Erfahrungen gesammelt?

Ich weiß nicht was ich machen soll. Soll ich sie zum Voltigieren schicken in der Hoffnung, dass die Freude an Pferden nur eine Phase ist?
Oder sollte ich ihr die Pferde jetzt schon ausreden?#gruebel

Vielleicht hat ja jemand etwas ähnliches durchgemacht, ich bin für jede Hilfe dankbar.

Lg
Marion



Beitrag von wombatmuc 08.01.11 - 15:12 Uhr

also meine wird im feb 6j alt

reitet seit 2 jahren

und kleidung bekommt man super im ssv oder ebay
auch helme ( neu und unfallfrei )

sie ist einmal die woche in der gruppe am reiten

und 2 bis 3 mal einzelunterricht pro woche

wobei meine von klein auf groß ist misst nun 130 cm

hat auch schon die ersten reitprüfungen ( die dann richtig teuer sind )
schon hinter sich

und was soll ich sagen es macht ihr spaß
und bisher wird es eher mehr wie weniger pferde fieber

hat nun seit 4 mon ein pferd zusammen mit einer freundin und es klappt super auch in dem alter schon

sie lernen so viel durch die tier und die pflege usw

und das was alles gefördert wird ist mir das geld absolut wert

Beitrag von wombatmuc 08.01.11 - 15:14 Uhr

und ausreden werde ich meiner tochter niemals eine idee

weil sich jeder ausprobieren muß was ihm liegt und was nicht und wenn man es nicht ausprobiert dann wird man nie seine grenzen nie seine vorlieben usw kennen lernen

Beitrag von engelchen28 08.01.11 - 15:25 Uhr

hallo marion!
wenn ihr die 25,- euro im monat wuppen könnt und es guter (!) unterricht ist und nicht 1 pferd, 8 kinder, jedes ist aktiv 5 minuten auf dem pferd drauf, dann würde ich es ihr ermöglichen. kann sein, dass die phase irgendwann wieder vorbei ist, kann aber auch sein, dass sich die pferdeliebe ihr ganzes leben durchzieht, das muss man dann sehen. oft ändern sich die interessen ja auch mit schulbeginn...!
an klamotten braucht sie doch für den anfang nicht viel...! und vieles gibt's gut gebraucht. wenn du in kontakt mit den müttern der 6jährigen mädels kommst, findet sich bestimmt das eine oder andere, was den großen zu klein ist.
zeitaufwand ist doch nur da, wenn eure tochter mal ein pflegepferd oder gar ein eigenes hat. so ist es hinfahren, voltigieren & evtl. pflegen, zurückfahren - genau wie beim ballett, tanzen, fußball o.ä.!
lg
julia

Beitrag von goldengirl2009 08.01.11 - 15:25 Uhr

Hallo,

meine große Tochter ist gute 11 Jahre alt,sie geht "nur" Voltigieren.
Sie geht 2 mal die Woche, einmal über den Verein und einmal als AG in der Schule.
Über den Verein "müssen" auch Arbeitsstunden geleistet werden,man kann sich von den Arbeitsstunden auch "frei kaufen".
Ich kann nur positiv berichten und würde es immer wieder einem oder auch beiden Kindern ermöglichen.

Sicher ist Reitsport teuer ( wenn man gewisse Sachen haben möchte), aber es kommen doch immer die Fragen der Verwandtschaft,was dem Kind schenken,so haben es meine Eltern bei mir immer gemacht.
Jeder der etwas schenken wollte war mit mir im Reitsportgeschäft.

Was ich gerade nicht verstehe,soll sie nur zum Volti gehen oder auch richtig reiten lernen ?
Volti ist von der Ausrüstung nicht so kostenintensiv wie der Reitsport,aber kann auch kräftig ins Geld gehen.

Gruß

Beitrag von winnie_windelchen 08.01.11 - 15:35 Uhr

Hi, also ich würde das Hobby auch unterstützen und nicht ausreden. Ich wäre froh gewesen wenn es meine Mutter damals getan hätte.

Bei uns sind die Preise so wie bei euch und ansich find ich es ok.

Linchen wird im April 5, regelmäßig zum reiten, wenn sie bis dahin noch das interesse am Pferd hat, darf sie aber erst mit 6, das wurde uns so empfohlen aufgrund der Wirbelsäule die noch nicht die ausreichende Kraft hat in ihrem momentanen Alter.

lg

Beitrag von engelchen28 08.01.11 - 16:12 Uhr

hab' gerade mal auf deine VK geguckt...deine kleine hat bestimmt den schalk im nacken, was #freu??
wie heißt deine tochter richtig? wir haben nämlich auch ein "linchen" hier, eine kleine paulina #freu.

Beitrag von winnie_windelchen 08.01.11 - 17:47 Uhr

Hi :-)

Meine Maus heißt richtig Angelina, wie ich damals auf Linchen kam weiß ich nicht mehr. Aber den Schalk im Nacken sitzen hat sie nur Situationsbedingt zb. wenn wir albern oä. ansonsten ist sie eine ganz ruhige und liebe, wie die Mama. #schein

Lgchen

Beitrag von charliey 08.01.11 - 15:40 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht seit Mai 2009 reiten.

Sie voltigiert nicht, sie lernt erstmal richtig reiten.

Bei uns kostet es im Monat (einmal pro Woche) 58 Euro.

Die Anschaffungskosten halten sich meiner Meinung nach in Grenzen.

Reithelm (es geht auch ein Fahrradhelm) 24 Euro
Schutzweste (kein Muss) 70 Euro
Reithose (kein Muss) 15 Euro.

Es macht ihr einen Riesenspaß. Sie zeigt keinerlei Angst. Sie füttert und pflegt die Pferde ohne Probleme.

Im November ist sie mal vom Pony runtergefallen, aber sie ist gleich wieder drauf, verletzt hat sie sich nicht. Sie wußte, dass sie vom Pferd fallen kann oder das ihr ein Pferd mal auf den Fuß treten kann usw. Das hat sie verstanden und passt schon ganz gut auf, z. B. immer im großen Bogen hinten um das Pferd oder ruhig laufen.

Sie war 3, als sie mit dem Reiten angefangen hat.

Unsere Reitschule nimmt die Kinder schon ab 2,5 Jahre. Die Reitlehrerin ist eine Erzieherin und versteht es echt super mit den Kindern umzugehen.

Wir sind zufrieden und die Kurze auch. Sie arbeitet eigentlich die ganze Woche auf Samstag hin.

LG

Kerstin

Beitrag von tauchmaus01 08.01.11 - 15:54 Uhr

Voltigieren ist ja nicht teuer, Leggins, Turnschläppchen, fertig!
Jule voltigiert nun bald 2 Jahre und das war die Grundvorraussetzung damit sie reiten lernen darf.
Letzte Woche war nun ihre erste Reitstunde (10er Karte kostet da 125 €).

Auf jeden Fall hat es sich wahrlich gelohnt dass sie erst voltigieren ging.
Sie sitzt wie eine 1 auf dem Pferd und hat absolut keine Scheu. Ohne Sattel hocken auf dem Pferd kann sie ja schon lange, da ist es MIT Sattel ja alles kein Problem;-)

Reithose kam 30 €, Helm 40 € (verstellbar), Zeitaufwand, na, eben die eine Stunde in der Woche plus An/Abfahrt.

Haben uns einen Reithof ausgesucht der etwas weiter weg ist. HIer bei uns gibt es nur einen "MirwächstdieNasegenHimmel-Reitstall" und ich hab keine Lust dass ich jede Woche eingebildete Minizicken sehen muß.

Ist kein Verein, wie gesagt, man kauft da 10er Karten oder Einzelstunden, alles halb so wild. Und wenn man mal nicht möchte, nicht kann oder sonstwas, dann geht man eben nicht hin.

Da ich aber auch reite, freu ich mich total und hoffe dass wir im Herbst schon zusammen über die Felder wetzen!

Mona

Beitrag von tragemama 08.01.11 - 15:58 Uhr

Reiten muss nicht teuer sein. Zum Voltigieren braucht sie ja erstmal keine Klamotten außer einem guten Helm, den finde ich unabdingbar.

Ich habe damals Stalldienste übernommen, dafür waren für mich die Reitstunden günstiger, kommt so etwas evtl. in Frage?

Andrea

Beitrag von engelchen28 08.01.11 - 16:10 Uhr

die kleine ist doch erst 4...welche stalldienste sollte sie da übernehmen außer vielleicht mal eine trense einfetten o.ä.? oder aber (bessere variante): während töchterlein voltigiert, kann mama ausmisten #freu #freu #freu und sich gleich das fitnessstudio sparen #;-).

Beitrag von tauchmaus01 08.01.11 - 16:17 Uhr

Helm beim voltigieren ist gefährlich! Die Kinder sind teilweise zu dritt auf dem Pferd und mit dem Hlem hängenzubleiben ist echt nicht ohne! Abgesehen davon sind sicher einige Übungen MIT Helm kaum oder gar nicht möglich!

Mona

Beitrag von engelchen28 08.01.11 - 16:24 Uhr

ich bin mir ziemlich sicher, dass die kids zu anfang beim lernen des voltigierens mit sicherheit einen helm tragen. sie müssen doch erstmal sicher auf dem pferd werden, werden auch noch keinen kopfstand drauf machen oder zu dritt drauf sitzen, sondern einfach erstmal lernen, die balance zu halten, sich zu drehen etc. - und da ist runterfallen leicht möglich.

Beitrag von tauchmaus01 08.01.11 - 18:28 Uhr

Helme beim Volti sind ein Sicherheitsrisiko! Auch und vielleicht gerade bei den Beginnern.
Mit dem Helm hängenzubleiben wäre da ein leichtes, abgesehen davon ist die Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt, das Sichtfeld ebenso.
Und Du glaubst gar nicht, wie schnell die Kinder schon zu zweit oben sind, das ist nicht selten schon in der ersten Stunde so dass ein erfahrenes Kind mit einem Beginnerkind die erste Partnerübung macht.;-)
Ich war auch Anfangs irritiert, aber hab mich im Internet belesen. Schlussendlich ist ein Helm beim Volti tatsächlich ein Hinderniss, auch am Anfang.
Google mal nach Voltigieren mit Helm.

Klar gehen die Meinungen auch da auseinander...aber wir reden hier vom Turnen auf einem "Turngerät"....beim Geräteturnen trägt auch keiner einen Helm.

Mona

Beitrag von meandco 08.01.11 - 16:01 Uhr

meine tochter ist drei und redet auch nur vom reiten ;-) ich hab jetzt ein paar gelegenheiten aufgetan die ich mir mal angucken werde und dann entscheide ich (nach der ss möcht ich dann übrigens auch wieder anfangen #pro

und ja: reiten ist ein teurer sport (reiten war übrigens schon teuer als ich den reittick hatte - 10 euro die stunde und das vor mittlerweile 20 jahren ...) , aber du musst ja auch nicht gleich ein pferd kaufen (da wirds dann nämlich richtig teuer #schwitz). bleib erst mal beim reitstall und lass sie da anfangen. das reicht erst mal für sie. mehr wirds erst wenn sie älter ist ..

das sie wieder von ihrem hobby abkommt ... eher erst später. so mit 13 -15 ;-) bis dahin musst du mit reitkosten rechnen. alles günstig kaufen (umsehen und beobachten und bei schnäppchen zuschlagen).

lg
me

Beitrag von manavgat 08.01.11 - 17:11 Uhr

Lass sie zum Voltegieren gehen. Wenn später größere Wünsche kommen, dann kannst Du weiter sehen.

Grundsätzlich kosten Hobbies Geld, ob man ein Musikinstrument spielt oder im Tanzsportverein ist, sobald man da was erreichen will, kostet es halt.

Allerdings gibt es auch Reitvereine, bei denen die Jugend über die Erwachsenenbeiträge subventioniert wird. Und man muss kein eigenes Pferd haben oder eine Reitbeteiligung, um zu reiten.

An der Ausrüstung (Rückenprotector/Schutzweste, Reiterkappe, Stiefel!) kann man auch sparen, gerade am Anfang, in dem man second hand kauft.

Meine Tochter hat mit 14 aufgehört zu reiten, nachdem sie gemerkt hat, wie zeitintensiv das ist.

Gruß

Manavgat

Beitrag von zahnweh 08.01.11 - 21:33 Uhr

"Grundsätzlich kosten Hobbies Geld, ob man ein Musikinstrument spielt oder im Tanzsportverein ist, sobald man da was erreichen will, kostet es halt. "

wie wahr.... ;-)

ich erkundige mich gerade für meine, was hier Sportvereine kosten #schwitz
ohne Kleidung schon nicht wenig.
Musikinstrument würde ich ihr gerne ermöglichen, wenn sie Spaß dran hat. Wenn ich Glück habe, bleibt sie bei Flöte... ;-)


Kosten und Zeit braucht man für fast alle Hobbys. Auch als Mama.

Auswärtsspiele
Fahrtkosten (Auswärtsspiele)
Training hinbringen (ab Schulalter vllt. nicht mehr)
evtl. Kleidung (Fußballschuhe, Skiausrüstung, Judoanzug, ...)
Instrument Grundanschaffung (wenn kein Leihinstrument zur Verfügung steht
monatlicher Beitrag
Musikauftritte auswärts

Beitrag von sunflower.1976 08.01.11 - 16:18 Uhr

Hallo!

Ich würde an Deiner Stelle Deine Tochter zum Voltigieren schicken, v.a. wenn das finanziell machbar ist. Soweit ich weiß, braucht man dafür auch keine Reitkleidung sondern "normale" Gymnastiksachen.
Irgendwann wird sie normalen Reitunterricht nehmen können. Wie die aktuelle Preise sind, weiß ich nicht. Aber gerade Kinderreitkleidung kann man auch gübnstig gebraucht kaufen (Kappe würde ich immer neu kaufen).

Was später ist... ein eigenes Pferd muss nun wirklich nicht sein. Es gibt z.B. auch die Möglichkeit einer Reitbeteiligung. Das heißt, Deine Tochter kümmert sich um das Pferd eines anderen Besitzers und darf dafür auch reiten. Das kostet nicht sooo viel und der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Dann ist Deine Tochter auch in einem Alter, dass sie unter Umständen alleine zum Reitstall fahren kann.

Unser Sohn (5,5 Jahre) liebt Pferde auch weil er seit ca. 1,5 Jahren zum therapeutischen Reiten geht. Wie es langfristig weiter gehen wird, warten wir ab. Wenn er nach Abschluss der Therapie irgendwo weiter reiten möchte, darf er das. Vielleicht wird auch ein gemeinsames Hobby draus weil ich wahrscheinlich auch bald wieder anfange zu reiten. Ein eigens Pferd werden wir aber trotzdem nicht bekommen.

LG Silvia

Beitrag von hummelinchen 08.01.11 - 16:46 Uhr

Hallo Marion,
ich war als Kind sehr Pferdebegeistert aber meine Mutter hatte weder Lust noch Zeit sich damit auseinader zu setzen, ich durfte also nicht Reiten... Das finde ich bis heute sehr schade...

Meine Tochter fing dann auch mit diesem Hobby an. Das muss ein spezielles Mädchengen sein - oder so... ;-)
Ich war AE und doch konnte ich aufm Dorf einen kleinen, günstigen Reiterhof ausfindig machen, den selbst ich mir leisten konnte... Sie fing mit 7 an zu Reiten, in Gummistiefeln und Fahhradhelm... Und war stolz und glücklich...
Zu ihrem Geburtstag bekam sie dann alles, was sie braucht. Die Stiefel wurden von allen Gästen zusammengelegt (super geile Idee), dann gabs den Helm von Oma, die Hose von mir (gebraucht). Das war nicht teuer...
Sie war zudem ein sehr schüchternes Mädel, da tat ihr das Reiten auch für das Selbstbewusstsein sehr gut, die Verantwortung für ein so großes Tier zu übernehmen (putzen, satteln).

Mittlerweile ist sie 20 und sie reitet nach wie vor, auch Turniere und sie hat sich damals von ihrem Konfergeld (und gespartem) ein Pferdchen gekauft. Steht hier im Stall und geht im Unterricht mit, so verdient sich das Pferdchen den Unterhalt selber... Und sie hat eine Reitbeteiligung mit drauf, so dass die Kosten echt gering sind.
Nicht vorhersehbares, sollte das Pferdchen mal krank werden, muss halt gut überlegt sein...

Klar, kann Reiten teuer sein... Es ist durchaus ein ellitärer Sport.. Muss aber nicht so sein... Genau kalkuliert und gut geschaut, ist es im Rahmen... Gut, wir wohnen auch aufm Dorf, da ist es schon noch anders als in der Stadt... (glaub ich)

Aber was mir am besten gefiel war, dass meine Tochter immer beschäftigt war... Sie hat ihre Freizeit im Stall verbracht, viel gelernt, ihre Freunde dort gehabt (immer noch) und ich wusste wo sie war, musste mir keinen Kopp machen...
Sie war viel an der frischen Luft, dreckig sowieso (keine Allergien) und hatte oft ein so strahlendes Gesicht, dass mir sagte, dass es ihr sehr gut geht... Und das bei Wind und Wetter...

Sie liebt ihren Zossen über alles... Manchmal klingelt es an der Haustür und wenn ich die Tür öffne, schaut mich das Pferdchen an und meine Tochter obendrauf fragt, ob es eine Ladung Schoki für sie und ihre Mädels gibt... #verliebt

Ich habe jetzt so mit Pferdchen nichts mehr am Hut, ich bin Handballer durch und durch... Und vom Zeitaufwand ist das in etwa sogar gleich...

Was genau hat dein Mann dir denn erzählt, was dich so geschockt hat?? Was ist denn soooo teuer???? #kratz

Für mich ist aber klar, dass sie angefangen hat zu Reiten hat ihre Jugend sehr geprägt und das zu ihrem Vorteil...

lg Tanja, die es hasst mit Pferdeanhänger zu fahren... #schein

Beitrag von struwwel 08.01.11 - 16:52 Uhr

Hallo

meine Tochter hat auch mit 4 Jahren in einem Ponyclub angefangen. Anfangs mehr Spielerei , die Ponys putzen, durch die Halle geführt werden, spazieren gehen mit den Ponys etc etc etc

Dann mit 6-7 Jahren die ersten richtigen Reitstunden, anfangs 1x die Woche später mehr.

Die Begeisterung wurde immer grösser und irgendwann kam dann das erste Pflegepferd. Dann das zweite und das dritte....

Inzwischen ist sie 12 Jahre alt, seit Dezember 2009 stolze Besitzerin eines eigenen Pferdes und reitet natürlich immer noch mit voller Begeisterung. Anders wäre es auch nicht zu machen, denn das Pferd nimmt ihre volle Freizeit in Anspruch.

Ihr Pferd steht in einem Reitstall, sie nimmt 3x die Woche Unterricht und reitet ihn 6 Tage in der Woche. Inzwischen auch auf Springturnieren.

Natürlich kommen da jeden Monat hohe Kosten auf uns zu, aber wir unterstützen sie gerne und sind froh das sie ihr Hobby mit solch einer Begeisterung betreibt. Und solange die Schule nicht drunter leidet, sehe ich auch kein Problem.

lg struwwel

Beitrag von lagefrau78 08.01.11 - 18:33 Uhr

Ich würde sie voltigieren lassen und abwarten, was sich danach ergibt. In einem Reitstall bekommt man ja auch eine Menge Kontakte, vielleicht ergibt sich ja eine günstigere Möglichkeit. Oder sie hat nach dem Voltigieren genug.
Vielleicht findet sie auch das Voltigieren soooo toll, dass sie das danach in einer älteren Gruppe weitermachen möchte. Bitte rede es ihr nicht aus!

Ich selbst habe dieses Thema in der Tat selbst durchgemacht, allerdings von der anderen Seite. Seit ich denken kann, wollte ich reiten. Schon immer. Meine Eltern haben es nicht unterstützt bzw. verhindert, weil zu teuer, zu weit zu fahren, im Übrigen sei das nur 'ne Phase... #bla
Mit 19 (!!), als ich dann ein Auto hatte und durch Nachhilfe und Zeitungen austragen neben dem Studium selbst etwas Geld hatte, habe ich angefangen. Meine Mutter: "Wie - immer noch? Ich dachte, das wär vorbei!" #augen
Mittlerweile bin ich 32 und musste wegen einer Allergie aufgeben, was mir immer noch leid tut.

In diesem Sinne: vertrau nicht auf eine 'Phase'. Nutz die Zeit, in der Du Deiner Tochter den Umgang mit Pferden preisgünstig bieten kannst und warte einfach ab, was kommt.

Alles Gute!

Beitrag von ida-calotta 08.01.11 - 19:33 Uhr

Hallo!

MEine Tochter ist 3 1/2 und möchte unbedingt reiten lernen. Sie lässt keiene Gelegenheit aus irgendwo aufs Pferd zu kommen. Wir werden im Frühjahr/Sommer schauen was bei uns für ihr Alter angeboten wird. Ich würde sie erstmal voltogieren lassen und dann kann man immer noch schauen wenn sie älter ist.

LG Ida

Beitrag von annika28 08.01.11 - 23:21 Uhr

Hey!
Meine Tochter - 3 1/2 Jahre - geht seit Sommer zum Voltigieren. Sie ist in der Gruppe die Jüngste, aber weitaus nicht die Schlechteste. Ich bin immer sehr erstaunt, was die kleinen Mäuse da zeigen.
Wir haben selber Pferde, sie war von Anfang an mit im Reitstall, hat bevor sie laufen konnte auf'm Pferd gesessen. Aber Reiten kommt natürlich noch nicht in die Tüte.
Das Voltigieren fördert die Balance, ist ein Mannschaftssport und ganz wichtig finde ich, das Bewusstsein dafür, dass sie ihr "Sportgerät" ein Lebewesen ist.
Ich war - durch meine Schwester - auch von klein auf fast täglich im Reitstall. Entweder hatten wir Pflegepferde oder hatten dann auch irgendwann unser eigenes Pferd. Meine Mom war zwar allein erziehend, aber hat es uns trotzdem ermöglicht. DAfür sind wir eben nicht 1-2 x im Jahr in den Urlaub gefahren. Aber sie war beruhigt, dass wir nicht gelangweilt vor der Glotze oder noch schlimmer, mit falschen Freunden blödsinnmachend durch die Gegend gezogen sind. Wir hatten Verantwortung für ein großes Tier, man konnte nicht einfach sagen: heute hab ich keinen Bock!
Zum Geburtstag oder zu Weihnachten wurde sich immer was für's Pferd gewünscht.
Das soll nich heißen, das ihr Euch gleich ein eigenes Pferd kaufen sollt.
Aber ich betreibe dieses Hobby seit etwa 25 Jahren. Unser 2. eigenes Pferd mussten wir letzten SOmmer mit 23 Jahren leider einschläfern lassen. Da hatten wir ihn allerdings schon 21 Jahre...

Meine Tochter soll machen, wozu sie Lust hat. Und wenn es mal was ganz anderes sein sollte - Fußball, Ballett, etc. - dann werde ich auch das unterstützen. Zeitlich sowie Finanziell. Kann alles nur eine Phase sein, wer weiß das schon?!

LG
Kerstin