Schilddrüsen-OP (Entfernung): wie gings euch danach?

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Beitrag von gaeltarra 08.01.11 - 16:10 Uhr

Hallo,

ich hatte am 16.12. meine Schilddrüsen-OP (wurde komplett entfernt, Nebenschilddrüsen blieben, alle Knoten gutartig). Nehme seitdem Euthyrox 100. Und: ich habe seit ca. dem 24. Dezember 2,5 kg zugenommen (und nein, ich habe nicht übermäßig mehr oder anders gegessen als sonst, trotz Weihnachten), fühle mich todmüde und irgendwie antriebslos, manchmal kommt Schwindel hinzu, ab und zu Herzklopfen (hatte es vor ein paar Tagen schlimm, dachte, ich hätte 5 Tassen Espresso getrunken), Bauch ist aufgedunsen, Lippen trocken obwohl ich viel mehr trinke als sonst (habe jedoch KEIN Durstgefühl, ich trinke halt Wasser, weil alles so trocken ist).

Kennt ihr solche Nebenwirkungen nach euer OP? Ich habe echt keine Ahnung, obs Einbildung ist#hicks. Die Schilddrüsenwerte werden erst Ende Januar gecheckt.

LG
Gael

Beitrag von miau2 08.01.11 - 17:29 Uhr

Hi,
die Einstellung mit Hormonen dauert eine Weile. 100 ist aber eine ziemlich niedrige Dosis für eine Total-OP, ich kenne ziemlich viele "mit ohne" SD, aber nur recht wenige, wo das ausreichend wäre.

Deine Symptome hatte ich, als ich in einer zunehmenden Unterfunktion war (bei mir "gewollt", da ich zur Radiojodtherapie musste).

Normalerweise sollte die erste Hormonkontrolle so ca. 4 wochen nach der OP erfolgen. Frag doch mal nach, ob das schon vorher mal gemacht werden kann.

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von gaeltarra 08.01.11 - 17:51 Uhr

Hallo Miau,

danke!!! Der Termin wäre in der 4. KW, wir haben den 24. ins Auge gefaßt.

Bin echt total mies drauf grade. Aber gut, du hast mich jetzt insoweit beruhigt, dass ich mir das nicht unbedingt einbilde, man beginnt da, an sich selbst zu zweifeln - ich jedenfalls.

Das Schlucken macht auch noch Probleme, vor allem das Trinken mit zurückgelegtem Kopf, zieht alles, gut dauert natürlich. Aber es nervt. Mein Mann sagt, ich sei zu ungeduldig. Ja, ist schon so, aber wer fühlt sich gerne schlecht. Ich bin der Typ, der alles "nimmt wie es ist" und nicht unbedingt ein Drama draus macht, weil was soll ich mich aufregen - ändert ja nichts. Aber trotzdem nervts irgendwie. Eigentlich sollte ich glücklich und zufrieden sein, dass alles gut gelaufen ist. Bin ich auch - aber halt trotzdem grade in einem Tief drin. Diese krasse Gewichtszunahme. Wo ich echt mit den Kilos sowieso zu kämpfen habe und jedes Kilo bei mir 2 Wochen dauert, bis es wieder unten ist. Und ich mich zu nichts aufraffen kann - am liebsten ist mir zur Zeit mein Bett. Mit zwei kleinen Kindern natürlich utopisch. Ätzend. Nach 8 - 10 Stunden Schlaf immer noch wie erschlagen.

Aber gut, es kann somit wirklich an der Tablettendosis liegen - ein Lichtblick!

Ganz liebe Grüße und Danke nochmal für die Antwort.
Gael

Beitrag von amanda82 09.01.11 - 01:00 Uhr

Ich nochmal ...
Wenn ich das jetzt noch zusätzlich lese, dann schließe ich mich meiner Vorrednerin an und meine, es ist zu niedrig dosiert ...
Als ich bei mir vor einigen Tagen die Gegenprobe machte und auf meinen Kaffee verzichtete (zwei Tage ohne meine heißgeliebten 4 Tassen täglich (2 morgens)), hab ich mich auch so gefühlt: total erschlagen und dennoch Herzklopfen oder wie auf Espresso, wobei letztere beide Dinge tatsächlich auch von Schlafmangel kommen können - man will es nicht glauben, aber so ist es! Und wenn man zu niedrig dosiert ist, reichen halt auch 8-10 h Schlaf nicht aus.

LG Mandy

Beitrag von gaeltarra 09.01.11 - 16:15 Uhr

Hi Mandy,

meinen Kaffee brauche ich! Morgens #tasse#tasse und am Nachmittag #tasse. Hm.

Gut, jetzt warte ich mal ab was meine Ärztin sagt. Ihre Schwester hatte auch eine Komplett-Entfernung, insofern denke ich, werde ich schon richtig beraten werden. Mal sehen, was die 150er Dosis dann macht, falls ich hochsetzen muss. 10 Stunden Schlaf und dann noch müde#schock#klatsch.

Echt, ich will meine Schilddrüse wieder zurück #schmoll(naja, besser als Krebs dann lieber ohne).

LG
GAel

Beitrag von amanda82 09.01.11 - 00:32 Uhr

Wow, bei mir gings auch mit 100 los in der Erstdosis. Ich bin kaum müde geworden. Mittlerweile bin ich nur noch bei 50, wobei ich nun glaube, dass es nun zu niedrig. Muss Montag mal anrufen, denn ich hab im Dezember meinen Termin verschwitzt #hicks

LG Mandy, die allerdings seit den letzten 2 Tagen mal wieder länger wach bleiben kann #schein

Beitrag von nan75 08.01.11 - 20:01 Uhr

Hallo,

ich hatte auch eine SD komplett Entfernung. Ich glaube auch das die Dosis zu niedrig ist. Am Anfang nach der OP bekamm ich Euthyrox 75 das war viel zu niedrig .Jetzt nehme ich Euthyrox 200 oder auch schonmal 175 und eine halbe 25 darunter bin ich aber nie. Wenn ich eine andere Dosis bekoome wird frühstens nach 12 Wochen Blut genommen. Das antriebslose kenne ich auch es ist einfach ätzend. Aber wir können es nicht ändern wir haben keine SD mehr und wir müßen schauen das wir das beste draus machen.
LG
Nan

Beitrag von amanda82 09.01.11 - 00:53 Uhr

Huhu!

Mir wurde am 25.05.2010 die Schilddrüse entfernt, auch komplett außer Nebenschilddrüsen, Knoten allesamt gutartig bzw. teilweise grenzwertig, aber zum Glück nicht bösartig, wie nach Punktion befürchtet.

Meine erste Dosis bekam ich 2 Wochen nach dem Eingriff: 100µg Euthyrox
Nach 2 Tagen ging es mir total beschissen. Ich war wie auf Speed. Ich bin durch die Gegend geflitzt, musste mich zum Schlafen zwingen und dann war ich nach 2 Stunden wieder putzmunter. 22 Stunden wach ... ich hab geputzt, gemacht, gemehrt ... so sauber war die Wohnung wohl noch nie; und dass, obwohl mir alle sagte, ich solle mich dringend schonen (meine Oma hatte auch OP und hatte danach lange Herzprobleme - die Ärzte meinten, es wäre, weil sie sich danach nicht so schonte, wie vorgegeben, aber war damals auch ne andere Zeit (80er Jahre))
Naja, da der Körper aber wohl 4-6 Wochen braucht, um sich auf die Dosis einzustellen, hatte ich auch erst nach 5 Wochen Kontrolltermin: viel zu hoch! Hätte ich denen auch sagen können #schein
Runter auf 88 µg und ich sollte auch erstmal 3 Tage aussetzen. Es ging danach langsam besser. Glaub so nach ner Woche ging es mir ganz gut, aber ich war noch recht schnell gereizt und auch noch etwas zu doll aufgedreht, aber es ging besser und ich hatte nicht mehr so extrem Herzrasen. Konnte ja in der ersten Zeit gar keinen Kaffee trinken.
Beim nächsten Kontrolltermin immer noch zu viel, runter auf 75 µg, aber da war ich dann echt schon oft müde, ging abends mit den Kids gegen 20-21 Uhr schlafen. Selten blieb ich länger als 22 Uhr wach.
Dennoch angeblich zu viel und runter auf 50 µg. Seit ich so niedrig eingestellt bin, brauche ich täglich erstmal 2 Tassen Kaffee, um wirklich wach zu werden. Aber ich liebe meinen Morgenkaffee, also ist es ok. Ich hab der Ärztin aber gesagt, dass ich gern Kaffee trinke und sie das in der Einstellung berücksichtigen soll.

Nun muss ich dazu sagen, dass seit September beide Kids in der Kita sind am Vormittag und ich noch in Elternzeit zuhause, bzw. ab April studiere ich wieder. Momentan reicht die Dosierung also inkl. Kaffee ganz gut aus, wobei ich persönlich eher auf ca. 60 µg tippen würde. Wenn ich dann studiere, brauche ich sicher etwas mehr.

Zugenommen ... mmmh, najaaaaa ... ich hab ja auch noch ne Cortisontherapie hinter mir und hätte es deshalb jetzt eher darauf geschoben, dass ich 4 kg zugenommen hab, aber bei mir schwankt das Gewicht immer mal mehr oder weniger. Immer so zw. 54-59 kg ... wahrscheinlich je nachdem wie gut mein Mann kocht und wie stark ich mal Heißhunger auf Süßes hab. Momentan mag ich so was gar nicht *würg*

Am Montag hole ich mir einen neuen Termin. Hab meinen Anfang Dezember verschwitzt, war danach krank usw. US sollte gemacht werden, weil ich seit November plötzlich wieder so ein Engegefühl habe, als bliebe mir die Luft weg. Eklig. Wobei das zur zeit auch grad wieder weg ist ...

Die richtige Einstellung dauert also ne ganze Weile und muss einige Faktoren mit einbeiziehen. Man sagt wohl so ca. ein Jahr, dann stimmt es halbwegs #schwitz

Alles Liebe und sorry für den langen Text #hicks

LG Mandy, die seit 2 Tagen irgendwie wieder weniger Schlaf braucht, obwohl nix an Dosis oder Kaffee verändert wurde #gruebel