Wer würde den Schaden und die Unkosten zahlen?

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von linnie73 08.01.11 - 16:32 Uhr

Hallo,
Wir haben zurzeit hier im Dorf ein ziemlich großes Problem. Wir sind ein Neubaugebiet das auf einem Hügel steht. Also die Häuser sind alle in einem Hang, hinter den Häusern geht es sehr steil bergauf bis hin zur Straße.
Seit gut 8 Monaten ist ein Teil der Straße(der Teil genau hinter den gesamten 7 Häusern der Straße) ein wenig eingeknickt, es standen bis gestern morgen nur Tempobegrenzungsschilder dort, denn ein tiefer liegendes Auto hätte es denn Unterboden wegradiert.Gestern morgen sagte mein Mann noch zu mir, findest du nicht dass die Straße noch mehr gesackt ist.Es kam mir auch komisch vor. Abend bei unserer Rückkehr stand die Straßenmeisterei mit Ampeln da und befestigte (mit Pressluft)Markierpunkte in der Straße. Heute morgen dann hörte ich nur ein Rummsen, ich dachte mir nix, da wir noch Schnee aufm Dach haben der langsam runterkommt.Später hielt mich ein nachbar an wie es denn unsrem Haus ginge? Als wir dann nach dem Grund fragten, äusserte der ,dass die Straße eingefallen ist, sie sieht aus als wäre ein Erdbeben dadurch gegangen, der Belag ist ganz gewellt und metertiefe Riße ein Teil ist komplett abgesackt. Jetzt haben sich die Häuser alle gesetzt. Stützmaste im garten sind gerutscht, Gartenlauben hinüber und bei uns "platzt" der Laminat auf, Tische und Regale haben keinen Stand mehr und wackeln hin und her. Ich war vorhin im Garten das Haus bekommt Risse direkt bei den treppen oder unter dem Abflußrohr. Das Haus ist nicht mal 2 Jahre alt.#schwitz
Ein Statiker berichtete den Einwohnern wenn die obere Straße ganz zerfällt werden die Häuser unbewohnbar.
Wer zahlt dann den Schaden? Wir müssen dann auf Miete wohnen, wie sollen wir das denn machen. Wie jeder andere hier in den Häusern haben wir Kredite die noch fast 25 Jahre laufen, dazu noch dann Miete bezahlen??Wer bezahlt die denn?Würde die versicherung was tun?

Wäre nett wenn sich jmd damit auskennen würde:-)
LG

Beitrag von engelchen28 08.01.11 - 16:52 Uhr

hallo!
WIE ÄRGERLICH!
auf jeden fall solltet ihr schnellstmöglich
a) detaillierte fotos von den schäden machen, evtl. auch vom verlauf (z.b. foto der hauswand heute und übermorgen)
b) einen sachverständigen hinzuziehen, der euch bescheinigt, dass die schäden durch die abgesackte straße entstanden sind. dabei sollten ALLE schäden aufgelistet und dokumentiert werden (ebenfalls fotos). der sachverständige sollte unabhängig sein und ein gutachten erstellen, welches - bei bedarf - vor gericht standhält.
c) ihr solltet euch mit nachbarn zusammentun, in der gruppe seid ihr stärker
d) ich würde vorerst alles der stadt vorlegen, abwarten und wenn es in streit ausartet (was es wird!), direkt mit einem rechtsanwalt in kontakt treten.
lg & gute nerven!!
julia

Beitrag von linnie73 08.01.11 - 17:12 Uhr

Na wunderbar was für schöne Aussichten... danke für eure Antworten und zu ppg,das haus steht tatsächlich im Verkauf...

Beitrag von ppg 08.01.11 - 16:55 Uhr

Ganz große Scheiße! Ihr seit ruiniert - denn keiner wird Euer Haus jetzt noch kaufen! Auch wenn es jetzt noch bewohnbar ist.

Wer den Schaden trägt, weiß ich nicht - dafür werden dann im Ernstfall ( wenn das Haus dann doch unbewohnbar werden wird ) die Gerichte einige Jahre brauchen und unendliche viele Gutachten erstellen.

Irgendwann hab ihr mal ein Urteil und dann wißt ihr auch an welche Versicherung ihr Euch wenden könnt.

Ute

Beitrag von mirja 08.01.11 - 18:46 Uhr

Also ein wenig einfühlsamer zu sein wäre sicher schöner für die TE gewesen......

Beitrag von ppg 08.01.11 - 19:38 Uhr

Ich weiß nicht wie man den Totalverlust der Existenz noch positiv ausdrücken kann.

Oder sollte man , der Höflichkeit halber, Hoffnung schüren, wo eigentlich keine ist?

Wie soll ich deinen Kommentar interpretieren?

Ute

Beitrag von mirja 09.01.11 - 12:33 Uhr

Wenn du auf diesem Gebiet wirklich ein Experte bist, dann kannst du schon die schonungslose Wahrheit sagen - allerdings ist dieser Fall so komplex, dass hier vermutlich keiner sagen kann, was passieren wird.

Es werden Sachverständige die Lage anschauen müssen und dann entscheiden, wer die Haftung dafür trägt. Das muss nicht unbedingt die TE sein, denn wenn eine öffentliche Straße einsackt, dann wird wohl die Stadt dafür haften, oder das Bauunternehmen, weil es das Gelände nicht richtig befestigt hat....

Von einem Totalverlust würde ich erst ausgehen, wenn das wirklich bestätigt ist - deshalb fand ich deinen Kommentar etwas entmutigend und vorschnell.

Beitrag von ppg 09.01.11 - 13:59 Uhr

Ja ich bin kein Experte, ja der Fall ist komplex und ja das klingt alles gar nicht gut, sondern ausgesprochen beschissen.

Und nichts anderes habe ich auch von mir gegeben.

Angenehmen restsonntag noch

ute

Beitrag von linnie73 09.01.11 - 16:40 Uhr

Ich war gerade oben um Fotos zu schießen, das Bauamt steht da mit Bürgermeister und Straßenmeisterei, da sich die Straße noch weiter gesackt hat. Ich war die letzte die noch Fotos machen konnte, jetzt haben se einen riesen Bauzaun dahingestellt. Ich hätte denen an den Hals springen können , die lachen noch fröhlich rum da.
In den Narichten steht das wäre ne Sache für Monaten...

lg

Beitrag von ppg 09.01.11 - 17:07 Uhr

Es tut mir echt leid für Euch - aber das war doch irgendwie schon gestern klar? ich weiß, die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

Alles Gute für die nun kommende anstrengende Zeit

Ute

Beitrag von linnie73 09.01.11 - 17:42 Uhr

Hab gerade ein Foto in die Vk gestellt um das Problem mal darzustellen

Beitrag von tritratrullalala 08.01.11 - 19:00 Uhr

Ich kenne mich mit so etwas leider nicht aus, aber ich kann dir nur raten, dir schleunigst einen Anwalt zu nehmen, der sich mit so etwas auskennt. Da die Gemeinde das Baugebiet erschlossen und zum bebauen freigegeben hat, würde ich mich als erstes dorthin wenden.

Alles Gute,
Trulli

Beitrag von tweety12_de 08.01.11 - 19:08 Uhr

hallo,

meine direkten taten heute morgen wären gewesen , das alles mit foto /cam dokumentieren.... ruhig auch mit kurzen zeitabständen (tage / stunden).

dann würde ich mich mit den betroffenen zusammenschließen.

und am montag mit allen vorhandenen unterlagen ums haus und grundstück um einen anwalt kümmern.

dieser wird dann hoffentlich einen gutachter einschalten und die maschinerie ins rollen bringen...

evtl. deckt das die rechtschutz ??

da würde ich die police ebenfalls mit zum anwalt nehmen, der weiß das dann in der regel, ob sich das anfragen lohnt..

glg und viel kraft alex

Beitrag von linnie73 08.01.11 - 19:38 Uhr

Dank dir, so weit ich weiß nehmen die Nachbarn alle zusammen einen anwalt. Weil mittlerweile , dem einen seine Garage mitgesackt ist und der nun die Garage unter Wasser hat, wie das Wasser aber nun da rein kommt , keine Ahnung...
Ich nehm mal alles mit, am Montag kommt der Bürgermeister mal sehn was der von sich gibt.

LG

Beitrag von tweety12_de 08.01.11 - 19:44 Uhr

ich würde da schon einen anwalt dabei haben wollen... oder laß ein band mitlaufen....

damit ihr nachweisen könnt, was er da erzählt hat.

versucht alles !! zu dokumentieren !! wirklich !!! alles !! schreibt auf, wenn ihr noch wisst wann die straße gesichert wurde etc.

das kann echt schlecht für euch ausgehen....

ich hoffe sehr, das das nicht passieren wird

glg alex

Beitrag von linnie73 08.01.11 - 20:01 Uhr

So, aaaalso:
Der Ortsvorsteher war gerade hier.
Es werden in den gesamten Gärten Schutzwälle gebaut ab Montag(hoffentlich passiert bis dahin nix#schwitz)
Ich bin nur nebenbetroffen, die Hauptbetroffenen sind 3 Häuser über mir, darunter auch die Schuldigen. Die werden für den ganzen Schaden wohl aufkommen müssen, denn die haben im Sommer sage und schreibe 25 Tonnen Erde aus dem Hang gebaggert trotz aller Warnungen der Umgebung. Dadurch ist ein Hohlraum entstanden und die Erde ist Stück für Stück dahin gerutscht, bis dann durch die Lkws und Co das ganze dann total nachgegeben hat und zusammengefallen ist.
So die Meinung der Experten der Stadtverwaltung.
Wenn doch was passieren würde und eines unserer Häuser unbewohnbar werdenn sollte, quartiert die Gemeinde in Studios um. Ist besser als nix aber auf 50qm mit Baby und 2 Hunden plus 2 Erwachsene, wird bestimmt lustig. Die Rechnung geht dann an die beiden Schuldigen.

Das ist dann der aktuelle Stand, der ein wenig beruhigender ist.

Danke tweety12 werde es berücksichtigen

LG

Beitrag von parzifal 08.01.11 - 21:18 Uhr

Dann muss jetzt aber gehofft werden, dass die "zwei Schuldigen" auch solvent genug sind alle Geschädigten finanziell zu entschädigen.

Beitrag von hexlein77 08.01.11 - 22:33 Uhr

Was ich bei dem Umfang den die Sache da anscheinend nimmt stark bezweifel!

Wir schon mal geschrieben: Geht zum Anwalt und lasst euch beraten und ALLES Dokumentieren!!!!!! Auf die Aussagen von solchen Stadtfutzis #hicks würd ich ehrlich gesagt nicht die Bohne geben!

Wenn ihr nix schriftlich habt, wird der sich im Zweifelsfall mit allen Mitteln versuchen rauszureden! :-(

Ich drück euch die Daumen

Beitrag von ppg 08.01.11 - 22:49 Uhr

Soso, das stellen die so auf die Schnelle und im Dunkeln fest.

Na Du hast aber einen Glauben an die Obrigkeit - ich wäre da sehr viel skepischer - für mich klingt das nach auf die Schelle nen Sündenbock gesucht und gefunden.

Sorry

Ute

Beitrag von windsbraut69 09.01.11 - 08:52 Uhr

Erstaunlich schnell, die "Diagnose", dass 25t ausgebaggerte Erde (warum ist da niemand eingeschritten, wenn es so gefährlich ist?) mehrere Häuser und eine Straße ruinieren....

Seht zu, einen Anwalt zu aktivieren und eigene Gutachten zu erstellen.

Gruß,

W

Beitrag von kati543 09.01.11 - 15:34 Uhr

Ehrlich finde ich das nicht beruhigend. Die "Schuldigen" werden mit Sicherheit jemanden finden, der denen begutachtet, dass es auch ohne die Entfernung der Erde geschehen wäre und dass es schließlich Sache der Stadt gewese3n wäre, dem Einhalt zu gebieten. Ich nehme doch mal an, dass man für 25T Erdentfernung schon eine Genehmigung braucht. Irgendwo muß das Zeug ja auch hin. Also das klingt schon mal nach jahrelangen Rechtsstreit.
Am Ende wird dabei wahrscheinlich herauskommen, dass die Schuld geteilt wird und die Hauptschuld die beiden bekommen (mal grob getippt). Und da die Häuser neu sind, wie du geschrieben hast und dass eben nicht nur 1 Haus, sondern gleich ein ganzer Straßenzug ist, werden die Schuldigen das nicht zahlen können. Noch nicht einmal mit einer verdammt guten Haftpflicht - aber wahrscheinlich wird die sich auch rausreden. Also letztendlich werdet ihr auf eurem Schaden sitzen bleiben.

Beitrag von windsbraut69 09.01.11 - 18:16 Uhr

Ich kann mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen, das 25 t solche Auswirkungen haben sollen.
Je nach Feuchtigkeit ist ne Tonne nicht mal ein halber Kubikmeter....

Alles Gute Euch!

W

Beitrag von linnie73 09.01.11 - 18:37 Uhr

Danke, wird ein intressanter Schlagabtausch.

LG

Beitrag von gg82abt 09.01.11 - 10:49 Uhr

Hi,

oh weh das klingt alles nicht gut.

Die anderen haben ja schon auf die Beweisaufnahmen und Anwalt hingewiesen.

Was mir aber noch zu denken gibt ist was passiert in schlimmsten Fall mit eurem Hab und Gut?
Habt ihr evtl die Möglichkeit jetzt schon alles wichtige und das was euch sehr am Herzen liegt (Bilder, Wertsachen) bei Freunden und Verwandten unter zu bringen?
Denn das was da abgeht bereitet mir Bauchweh und mich würds nicht wundern wenn ihr Hals über Kopf euer Haus verlassen müsst.

#liebdrueck
Simone

Beitrag von linnie73 09.01.11 - 11:04 Uhr

Irgendwie nicht, das meiste ist aber in Kisten da das Haus im Verkauf steht.
Wie gesagt, ein Anwalt kümmert sich um alle Bewohner hier, der wird am Montag beim Bürgermeisterbesuch dabei sein.
Werde heute mittag mal rauf fotos machen gehen.

LG