@ Erzieherinnen:Wie lange TRänen beim KIGA-Start normal?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sanny0606 08.01.11 - 19:53 Uhr

Hallo,

unsere Tochter ( Oktober 3 Jahre alt) geht seit Nov. in den Kindergarten.
Vorher war sie 2 Jahre bei einer TM.
Sie ist in einer ganz ruhigen Gruppe ( alle in etwa ihr Alter) und hat 2 ganz liebe Erzieherinnen.

Von Beginn an weint sie JEDEN Tag. Oft schon zu Hause, manchmal noch im Bett "... ich WILL nicht in den Kindergarten"#heul
Zwischendurch beruhigt sie sich wieder. Aber wenn wir dann spätestens in die Straße des Kindergartens eibiegen geht das Gejammere mit dicken Tränen wieder los.
Teils wird im Kindergarten beim abgeben richtig geschrien und Gezeter gemacht.
Ich versuche ruhig zu bleiben, sie zu trösten und zu erklären das Mama & Papa arbeiten und sie daher in den KIGA geht.
Sie beruhigt sich laut Erzieherin schnell wieder, aber sie " kummert" vor sich hin. D.h. sie spielt sehr wenig, sitzt zwar beim Rest der Gruppe aber beobachtet mehr. Ab und an schluchzt sie wieder mal und weint kurz.
Die Erzieherinnen bemühen sich wirklich sehr und versuchen sie abzulenken und zu integrieren. Andere Kinder wollen auch mit ihr spielen aber sie will nicht.
Wenn wir sie abholen ist sie " erlöst" und wieder ganz normal.
So geht das Tag für Tag:-(.

Ich habe das Gefühl, sie steht sich irgendwie selbst im Weg. Sie WILL nicht und gut-also versucht sie auch gar nicht erst dem KIGA etwas positives abzugewinnen. Wißt ihr wie ich meine? Sie sagt auch selbst ".. ich hab heute nur ein bißchen geweint, das macht nichts..."

Wie kann ich ihr helfen das Positive im KIGA zu sehen? Wie lang kann dieses sich dagegen sträuben dauern? Was können wir als Eltern für sie tun?

Die Erzieherin sagt, wir sollen nicht groß über den KIGA reden. Sie muß es halt irgendwann akzeptieren das sie jetzt in den Kindergarten geht. Sie würde den kompletten Ablauf im KIGA übrigens schön mitmachen- da gibt es nichts zu " beanstanden".

Danke & sorry, das es doch so lang geworden ist.
Sanny0606

PS: auch ihr liebster FReund von der TM , der ab Januar mit in ihrer Gruppe geht änderte bis jetzt nichts an ihrem Verhalten.

Beitrag von sonne_1975 08.01.11 - 20:05 Uhr

Wie war sie bei der Tagesmutter? Und was sagt sie selbst, warum sie weint?

Ich finde es schon seltsam, dass sie da gar nicht mehr auftaut. Am Anfang weinen ist ja noch normal, aber dann den ganzen Kindergartentag traurig und nicht spielen wollen - da ist etwas nicht in Ordnung.

Ich würde also mit ihr reden, in dem Alter kann sie ja schon ganz gut erklären, was mit ihr los ist.

LG Alla

Beitrag von engelshexle 08.01.11 - 20:46 Uhr

Hallo Sanny0606,

ich arbeite seit über 15 Jahren in nem Kindergarten und hab daher schon ziemlich viele Eingewöhnungen mitgemacht....

Das was du beschreibst ist nicht unnormal und bei jedem Kind dauert es unterschiedliche Zeit, bis es auftaut...Du bist im Gespräch mit den Erzieherinnen, deine Kleine ist nicht angstvoll und braucht einfach noch etwas Sicherheit..

Leider kannst du nicht mehr machen, als den Kindergatren als positiv für deine Kleine zu zeigen und ansonsten nicht mehr groß darauf eingehen...Je mehr der Kigabesuch als Selbstverständlichkeit / Regelmässigkeit gilt, desto eher kann sich deine Süße darauf einlassen....

ie Anfangszeit ist für alle Beteiligten nicht einfach (ich stand oft weinend an der Tür, als mein Nicolay die Eingewöhnung machte, obwohl ich genau wusste, daß er im Kiga gut aufgehoben ist )#schwitz

Grüßle vom engelshexle

Beitrag von pinklady666 08.01.11 - 21:32 Uhr

Hallo

Es dauert generell unterschiedlich lang, bis ein Kind richtig eingewöhnt ist.
Was viel ausmacht ist eine gute Eingewöhnung (wir arbeiten seit Jahren in allen Gruppen nach dem berliner Modell; nun ziehen auch alle anderen Einrichtungen unseres Trägers nach), ob das Kind schon andere Kinder in der Gruppe kennt und wie die Eltern zur Einrichtung / Fremdbetreuung stehen. Aber natürlich ist der Hauptanteil einfach vom Charakter des einzelnen Kindes abhängig. Schüchterne Kinder brauchen einfach länger während offene Kinder auch mal ankommen und direkt da sind.
Ich hatte schon Kinder, da dachten wir "das wird nichts mehr" und dann, von heute auf morgen kamen sie strahlend herein und waren wie ausgewechselt.
Und lass dich trösten.
Meine Tochter hatte eine super Eingewöhnung mit Papa hingelegt. Kurz nachdem die abgeschlossen war fing das Drama an. Sie schrie morgens beim bringen, klammerte sich an mich (mein Mann fährt Wechselschicht und kann sie nicht immer hinbringen) und ließ sich kaum beruhigen. Natürlich war sie, kurz nachdem ich weg war, direkt beruhigt und spielte fröhlich mit den anderen Kindern. Allerdings kennt sie fast die ganze Gruppe auch schon aus dem Spielkreis, hatte also schon gut Anschluss. Dann kamen die Sommerferien. Ich hab mit totale Sorgen gemacht. 6 Wochen ohne Kindergarten (blöd gelaufen, ihr Kiga hatte die ersten drei Wochen zu, die Einrichtung in welcher ich arbeite die letzten zweieinhalb Wochen; wir hatten nen gemeinsamen Urlaub geplant so dass sie in meinem Urlaub auch nicht gehen konnte), ich war der Meinung wir könnten danach direkt von vorne beginnen. Und was war? Montags brachte ich sie hin, sie rief nur kurz "Tschüss Mama" und war in der Puppenecke bei ihrer besten Freundin verschwunden. Seit dem strahlt sie morgens schon beim Aufstehen "darf ich heute wieder in den Kindergarten gehen?" und ist am Wochenende schon ein bißchen traurig dass ihr Kiga zu hat.
Also nur Mut, es wird mit der Zeit.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Krümelchen (ET 22.06.2011)

Beitrag von sillysilly 08.01.11 - 22:08 Uhr

Hallo

also die Eingewöhnung ist wirklich total verschieden -
bei manchen Kindern kommt es erst nach Wochen und ist dann für die Eltern total schlimm, weil die dachten es kommt nix .....

Seit November ist noch nicht richtig lange, wir haben immer gesagt Eingewöhnung dauert bis Weihnachten - und das von Sept. angerechnet.

Es ist schwer einzuschätzen warum sie nicht hin mag ..

also schreibe ich einfach mal so was mir einfällt ...

- wie viel Raum gebt ihr dem Thema Kindergarten bzw. nicht hin wollen ?
Erreicht sie damit zur Zeit die meiste Aufmerksamkeit ? Emotionale, fürsorgliche Aufmerksamkeit - ich kenne Kinder die auch deshalb ganz lange bei der Eingewöhnung gebraucht haben.
Versucht den meisten Wirbel zu machen, wenn sie es gut gemacht hat, was geschafft hat, und unterstütz sie...... aber versucht die Aufmerksamkeit bei "Nicht-Wollen" zu verringern.

- mußt Du arbeiten ? kannst du sie früher abholen ? So als "Zuckerl" weil sie das ja mit dem Kindergarten so toll schafft.
Zeigt ihr wie stolz ihr auf sie als Kindergartenkind seid, und daß ihr findet daß sie es ganz toll macht, ect.
...... auch daß ihr es versteht, daß es schwer für sie ist, aber das es gut für sie ist
..... erzählt ihr ruhig warum der Kindergarten schön für ein Kind ist, und warum sie gehen soll .....

- versuche Privatkontakte zu Kindern zu schaffen, das erleichtert ihr den Einstieg.


Begleitet sie einfach liebevoll, und da ihr ja auch das Gefühl habt, daß es ihr gut geht, müßt ihr noch ein bißchen durch halten -
sie darf Euch nicht zweifeln spüren, denn das würde sie verunsichern

Gebt ihr einfach noch ein bißchen Zeit

Grüße Silly

Beitrag von sanny0606 09.01.11 - 09:03 Uhr

Hallo Silly,

danke erstmal für Deine Antwort.

Ich/ Wir reagieren eigentl. ziehmlich gelassen auf ihr " nicht wollen", d.h. wir trösten wenig bzw. geben ihr deswegen nicht " mehr" Zuneigung als sonst. Erfahrungsgemäß beruhigt sie sich früh am besten wenn wir es so ein bißchen ignorieren und sie mit anderen Dingen versuchen abzulenken.
Wir erklären ihr auch warum alle Kinder in den KIGA gehen und was es dort alles tolles gibt ( nur das will sie erst gar nicht hören, so nach dem Motto da gibt es nichts tolles). Ich sage ihr auch immer, das ich weiß das sie nicht in den KIGA möchte aber Mama & Papa ja arbeiten müssen. Also Verständnis zeige ich ihr und ich nehme sie schon ernst mit ihrem Kummer.

Wir frühstücken früh extra zusammen und danach geht es erst in den KIGA. Dort bleibt sie bis zum Vesper ( gegen 14.30 uhr). Ihr früh zu sagen, wir holen sie wie Du sagst als " Zuckerl" vorm Mittagsschlaf ab brachte der Erzieherin eher mehr Streß, weil sie die ganze Zeit am Fenster hing, denn Mama wollte sie ja heute eher holen.

Bei der TM gab es NIE Tränen- von Beginn an. Daher müßte sie ja eigentl. wissen/ kennen wir bringen sie hin und holen sie immer wieder ab. Daran sollte es nicht liegen.

Aber das mit den 1-2 KIGA-KIndern zum spielen bei uns einladen ist eine gute Idee- werde ich mal aufgreifen.

Zweifel lassen wir sie nicht spüren, da ich weiß das es ihr gut geht und ich ja selbst den Abnabelungsprozeß schon bei der TM hinter mir hatte. Von daher bin ich eigentl. gelassen und bringe sie liebevoll aber konsequent ( weil es nun mal jetzt so ist) in den KIGA.

Viell. braucht sie wirklich noch Zeit.

LG Sanny

Beitrag von sillysilly 09.01.11 - 10:44 Uhr

Hallo

hab nur kurz Zeit

Tagesmutter kann man nicht mit Kindergarten vergleichen

Bei der Tagesmutter ist es individuelle Betreuung
im Kindergarten ist man einer von vielen.

Einigen Kindern fällt dies sehr schwer - nichts Besonderes zu sein, zu erkennen, daß man einer von vielen ist
- hoffe du verstehst was ich meine - das passiert im besten Kindergarten mit den besten Erzieherinnen - gerade Kinder die gerne ein einzelnes Gegenüber haben

Es ist im Kindergarten nicht einfach - viele Kinder, viele Regeln, man muß sich um alles selbst kümmern, Wünsche, Bedürnisse, Rechte, ect. das ist für ein Kind sehr spannend.

Denke einfach daran wie es dir geht wenn du eine neue Arbeit beginnst, mit neuem Arbeitsfeld, keinerlei Erfahrung auf dem Gebiet und 25 neuen Arbeitskollegen wo du keinen Einschätzen kannst.
Dann noch 2 -3 Chefs die du nicht wirklich kennst.

Grüße Silly

Beitrag von unipuma 09.01.11 - 00:05 Uhr

Hi
wir habe dies fast 1 Jahr mitgemacht. Jeden Morgen. Besser wars wenn Opa ihn gebracht hat. Versuch ist es wert mal jemand anderen schicken.

Nun ist er 2 Jahre im Kiga hat freunde gefunden und seinen Platz und trotzem kommt immer wieder morgens die frage "Muss ich heut in den Kiga?" ich sage inzwischn nur noch ja und dann weiss er es gibt kein zurück.

Manchmal gibs noch Tränen aber fast nicht mehr. halte duch sie sit ja erst 8 wochen dort. Und frag notfalls 1/2 std. nach abgeben bei den Erziherinnen nach ob alles gut ist hat mir sehr geholfen zu wissen dass er nicht mehr weint.

Viel Erfolg
Unipuma