Komplizierter Stillstart - braeuchte hilfe!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von wuestenblume86 08.01.11 - 22:06 Uhr

Hallo!
Mein sohn wurde gestern geboren und wir wurden aufgrund schlechter apgar-werte sofort getrennt! Ich moechte aber unbedingt stillen....habe nun gestern als es mir besser ging manuell die brust abgepumpt um die milchbildung zu stimulieren! Heute habe ich nun mit einer elektrischen pumpe begonnen aber die milchmenge ist noch sehr gering :(

Morgen nun werde ich meinen sohn das erste mal sehen...was kann ich also machen um die menge noch zu verbesser. Und ja ich weiß ;) ein baby kriegt oft mehr raus als eine pumpe....dennoch hab ich sorge!

Danke fuer tipps und ratschlaege!

Beitrag von sunflower.1976 08.01.11 - 22:14 Uhr

Hallo!

Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Geburt Deines Sohnes! Ich wünsche Euch, dass ab jetzt alles unkompliziert läuft!!

Es ist eigentlich ganz normal, dass in den ersten Tagen wenig Milch produziert wird. Dein Baby ist körperlich darauf eingerichtet, in den ersten Tagen nur wenig Milch zu bekommen (das ist jedenfalls bei termingerecht geborenen Babys so). In absehbarer Zeit müsstest Du einen Milcheinschuss bekommen. Erst dann kann Dein Körper mehr Milch produzieren als ein paar Schlückchen.

Hab Geduld mit Dir und Deinem Kind. Lass Dir ganz genau zeigen, wie Du richtig anlegst. Lass es Dir auch mehrmals zeigen und kontrollieren, ob Dein Baby die Brustwarze richtig im Mund hat usw.

Ansonsten hilft auch Stilltee (aber nur 2-3 Tassen am Tag), Malzbier oder alkoholfreies Weizenbier. Ich hoffe, dass Du bald mit Deinem Baby nach Hause darfst. Mach es Dir dann mit Deinem BAby gemütlich, kuschelt viel (Hautkontakt!), lass Dich verwöhnen und still Deinen Sohn wann immer er möchte. Und wenn es phasenweise stündlich ist. So lernt Dein Körper, die benötigte Milchmenge zu produzieren.

Alles Gute!!

LG Silvia

Beitrag von bonsche 08.01.11 - 22:25 Uhr

hallo,

herzlichen glückwunsch zur geburt deines sohnes.

es ist ganz normal, dass am anfang noch nicht viel milch kommt. die kleinen benötigen auch noch nicht soviel. ich hab im krankenhaus milchbildungstee getrunken, obwohl ich jetzt glaube, ich hätte mir das sparen können. die schwestern haben mich schon dolli buster genannt #rofl die milch kam dann von ganz alleine.

liebe grüsse, ivi & finn (24.01.2010)#herzlich

Beitrag von lilly7686 09.01.11 - 08:12 Uhr

Hallo!

Ist denn dein Sohn auch zu früh geboren oder hatte er "nur" schlechte Werte?
In den ersten Tagen kommt nie viel Milch. Da kommt vorallem das Kolostrum, das sehr wichtig ist für die Kleinen. Ich nehme an, dein Sohn bekommt die abgepumpte Milch per Sonde oder Flasche?
Wenn du deinen Sohn sehen darfst, dann ist wichtig, dass du ihn anlegen kannst. Das Anlegen fördert die Milchproduktion.
Außerdem viel nackt kuscheln. Das nennt sich dann Känguruen (zumindest bei Frühchen).
Es sollten Flaschen möglichst vermieden werden, um eine Saugverwirrung auszuschließen.
Und eben anlegen so oft es geht.
Lass dir das korrekte Anlegen bitte unbedingt zeigen. Ich hoffe, du bekommst die richtige Unterstützung in deinem Krankenhaus?
Ansonsten wende dich an eine Stillberaterin.
Ich habe gesehen, dass du in Kanada wohnst:
http://www.lllc.ca/

Alles Liebe! Und natürlich auch von mir herzlichen Glückwunsch zur Geburt! :-)

Beitrag von zimtstern3 10.01.11 - 17:26 Uhr

Hallo!
Also ich kann dir von uns berichten. Mein Sohn ist nun 5 Wochen alt. Er wurde nach dem Kaiserschnitt auch wegen schlechter Apgarwerte auf die Kinderstation verlegt. Ich musste dann auch Abpumpen. Es kamen auch nur ein paar Tropfen. Am 2. Tag dann war es ETWAS mehr und die Schwestern haben mir das dann immer in eine Spritze aufgezogen, so konnte man es ihm dann trotzdem geben. Vielleicht machen das bei dir die Schwestern auch und du kannst es morgen mit zu ihm nehmen? Frag doch mal. Den Rest bekam er dann halt Flaschennahrung. In der Nacht vom 4. auf 5. Tag hatte ich dann total viel Milch und er hat die dann entweder mit der Flasche bekommen oder ich konnte auf die Station laufen und ihn stillen (was anfangs so gut wie nicht klappte, die Schwestern dort waren sehr ungeduldig..) also bekam er meist meine Abgepumpte mit der Flasche.
Inzwischen hat sich das Stillen daheim eingespielt und es klappt trotz der Startschwierigkeiten immer besser. Vor kurzem wollte ich noch abstillen..da er nicht an die Brust wollte, er hat auch Kolliken, kam dann alles zusammen. Aber jetzt bin ich froh es durchgezogen zu haben. Trotz der ungedultigen Schwestern auf der Kinderstation.
Ich wünsche euch alles Gute!! :-)