Todesfall in einer Spielgruppe bekannt geben?

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von lenya2004 08.01.11 - 22:47 Uhr

Hallo,

Weihnachten gab es in meiner Familie einen Todesfall und ich trauere noch sehr. Nun fange ich eine Spielgruppe an und wollte mal fragen, ob es unprofessionell wäre dieses dort zu sagen, damit die Eltern nicht denken ich wäre lustlos oder Ähnliches. Danke!
LG Lenya

Beitrag von arkti 08.01.11 - 22:53 Uhr

Ich finde das hat da nichts zu suchen.
Wenn es nicht geht muss man es dann ganz sein lassen.

Beitrag von king.with.deckchair 08.01.11 - 23:00 Uhr

Ja, das wäre unprofessionell.

Beitrag von maschm2579 09.01.11 - 08:58 Uhr

Hallo,

ja das wäre unproffesionel. du musst dann halt die 1-2 Std gute Miene machen und das durchziehen. Lustig....

tut mir leid wegen dem Trauerfall.

Gruß Maren

Beitrag von sternchen0 09.01.11 - 11:02 Uhr

Hallo,

das Du trauerst ist normal und auch völlig in Ordnung, aber es wäre mehr als nur unprofessionell, wenn die Eltern es bemerken und Du luslos bist.

Zuhause darfst Du gerne weiter trauern, aber auf der Arbeit hat sowas nichts zu suchen. Ich musste damals 1 Tag nach dem Tod einer mir sehr sehr nahestehenden Person wieder arbeiten gehen und man hätte mir was erzählt, wenn ich unprofessionell gearbeitet habe.

Anscheinend bist Du "neu" dort und erst recht deswegen sollte es nicht auffallen!!!!!!!!!!

Beitrag von connie36 09.01.11 - 12:11 Uhr

ich denke auch, privates sollte privates bleiben. ich kann in der aufnahme von der notaufnahme meinen gefühlen auch keinen freien lauf lassen.
lg conny 35.ssw

Beitrag von fiori_ 09.01.11 - 14:44 Uhr

Hallo,


ich sehe das schon etwas anders. Man kann natürlich sagen, dass man in der Familie einen Todesfall hatte, warum sollte man so etwas verschweigen? Aber darunter darf Deine Arbeit nicht leiden und schon gar nicht solltest Du dann lustlos an die Arbeit gehen und den Todesfall als Ausrede für "lustloses arbeiten" benutzen.

Wenn Du dich psychisch nicht stabil genug fühlst, solltest Du einfach noch nicht arbeiten gehen. Du bist schließlich keine Maschiene die funktionieren muss.

LG

Beitrag von manavgat 09.01.11 - 15:46 Uhr

Es wird keiner denken, Du bist lustlos, weil Du Deine Arbeit machen wirst wie immer!

Wer im pädagogischen Bereich arbeitet, muss lernen, seinen Rollenhut morgens aufzusetzen und Privates vor der Tür zu lassen.

Weder die Kinder, noch die Eltern interessieren sich dafür, was Dich privat bewegt. Erstere könnten auch noch irrationale Ängste entwickeln. Das geht gar nicht.

Mein Beileid + Alles Gute

Manavgat

Beitrag von lenya2004 09.01.11 - 17:36 Uhr

Hallo,
danke für die ehrlichen Antworten. So ist unsere Gesellschaft. LG Lenya

Beitrag von froehlich 11.01.11 - 23:11 Uhr

Nein, das hat mit unserer Gesellschaft nichts zu tun - sondern mit persönlicher Reife. Du fragst, Du bekommst ehrliche Antworten. Gerade in Deinem Beruf solltest Du auch wissen, daß man sich manchmal kritisch hinterfragen muss. Ein erwachsener Mensch der mit Kindern arbeitet muß seinen Emotionen unter Kontrolle haben können. Punktum.

Beitrag von romy1311 09.01.11 - 18:24 Uhr

hallo,
vllt sehe ich das ja anders aber ich finde, das wenn man die leute kennt man es ruhig vorab erwähnen soll. man muss nicht ins detail gehn sondern nur sagen das es einem im moment durch einen todesfall in der familie nicht so gut geht und man um etwas nachsicht bittet.

schlimmer fände ich wenn man das verschweigt und es hinten herum dann zu sprache kommt. finde das als vertrauensbruch. vertrauen sollte in so einer gruppe ja schon da sein.

#kerze mein beileid und ganz viel kraft

Beitrag von 1604manu 09.01.11 - 19:20 Uhr

#pro#pro#pro

Hallo zusammen!

Ich habe mich beim lesen schon gefragt, wo wir denn leben...

Ich denke auch, dass du es durchaus erwähnen kannst.
Mensch, es ist "nur" eine Spielgruppe und nicht ein Mangerseminar o.Ä!!
In Spielgruppen geht es doch eh sehr familiär zu.
Jeder geht anders mit seiner Trauer um - wenn du noch nicht den Pausenclown spieln kannst, dann sag es ruhig. Ich gehe mal davon aus, dass da jede Mutter Verständnis für hat.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft.


LG Manu

Beitrag von schmunzelmonster123 09.01.11 - 20:29 Uhr

Hallo Du,
erstmal mein herzliches Beileid.

Ich faende es richtig und wichtig, gesagt zu bekommen, wenn so etwas passiert ist. Das hat auch nichts damit zu tun, ob jemanmd lustlos ist oder einfach keinen Bock hat. Wir sind alle Menschen. Ich muss ganz ehrlich sagen dieses ewige "muss professionell bleiben" geht mir schon so ein bisschen auf den Senkel. Klar, muss man nicht jeden schief sitzenden Pups in die Welt posaunen, aber wir haben alle Gefuehle, wir sind alle menschlich. Es ist schade, dass einem die grosse weite Welt da draussen verbietet, auch dazu zu stehen. Es ist da kein Wunder, dass die Welt immer "unmenschlicher" wird!! Ich fuehle mich viel wohler mit Menschen die mir ganz klar sagen, pass mal auf, ich habe da ein Problem, oder dieses oder jenes ist mir passiert, ich fuehl mich zur Zeit etwas down - als mit jemandem arbeiten zu muessen, der so gar keine Gefuehle oder Persoenliches zeigt. Es macht sie so unnahbar. Aber das ist meine - ganz persoenliche - Meinung. Ich arbeite als Tagesmutter und habe immer Kinder um mich rum. Letztes Jahr im August ist mein Onkel gestorben. Ich habe das sofort meinen Tageskindereltern gesagt, weil ich wirklich getroffen war. Ich denke, vor allem wenn man mit Kindern arbeitet, sollte man den Eltern gegenueber offen sein, denn selbst wenn man lustig tut und versucht, wie immer zu sein: Kinder sind da sehr sensibel. Die merken sofort, dass was nicht stimmt!!

Liebe Gruesse

Sabine

Beitrag von fiori_ 11.01.11 - 18:09 Uhr

Sehe ich ganz genauso!

Beitrag von sillysilly 09.01.11 - 21:48 Uhr

Hallo

wenn ich richtig verstehe ....... fängst du die Spielgruppe an - das heißt du beginnst sie neu
dann würde ich auf keinen Fall was sagen, geht ja keinen was an
und wenn du nur etwas ruhiger bist als sonst merkt es ja keine so ....

würdest du die Spielgruppe aber schon seit Monaten leiten, die Eltern gut kennen, guten Kontakt pflegen finde ich schon, daß man es sagen kann.
Und hat auch mehr "Recht" darauf ehrlich zu sein, sich zu öffnen.



Für mich macht es einen Unterschied

Grüße Silly

Beitrag von anyca 09.01.11 - 22:23 Uhr

Wenn Du die Leute noch nicht kennst, würde ich auch nichts sagen (was anderes wäre es, wenn die Gruppe seit einem Jahr liefe o.ä.).

Wenn Du es gar nicht packst, dann sag den Termin lieber ab wegen angebl. Krankheit o.ä.