Kaum aus KKH daheim - nur noch Streit mit Mann...

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von lilli1980 09.01.11 - 14:44 Uhr

Hallo ihr Lieben,

nun bin ich gerade einmal 6 Tage aus dem KKH daheim und hab nur noch Streit mit meinem Mann #heul
Die ersten 2-3 Tage hat er uns mehr als liebevoll umsorgt, das Frühstück ans Bett gebracht, den ganzen Tag #putz usw.
Seit gestern ist er zunehmend aggressiv mir gegenüber und ich habe das Gefühl, dass er einfach nicht damit umgehen kann, dass ich im Moment die Schwache bin. Er fühlt sich überfordert mit dem Haushalt, kann nachts nicht richtig schlafen und ist schon fast beleidigt wenn ich frage ob er wenigstens das Wickeln übernehmen kann und bemitleidet sich meiner Meinung nach selbst.
Heute nachmittag ist er sogar zum Handballspiel gefahren weil er angeblich dringend Abwechslung braucht - na danke, und was ist mit mir?

Nun hat sich vorhin Besuch angekündigt und ich bin ihm gegenüber dann natürlich #aerger geworden weil er einfach geht und mich mit allem (Stillen, Wickeln, Besuch empfangen) alleine lässt und ich selbst ja noch nicht wirklich routiniert bin. Dann kam es zu einem ganz, ganz schlimmen Streit bei dem er mir vorgworfen hat, dass er "gar keine Lust mehr habe" und ich nur noch über ihn verfügen würde #heul

Ich bin grad echt mit den Nerven am Ende und habe keine Ahnung wie das weitergehen soll.....
Hat das nochmal jemand von euch erlebt? Wie können wir die Spannung herausbekommen?

#danke, Lilli (mit Rosalie #herzlich 12 Tage jung)

Beitrag von tekelek 09.01.11 - 15:03 Uhr

Hallo !

Hast Du ihm denn auch zwischendurch immer wieder gesagt, wie dankbar Du ihm bist, daß er sich so kümmert und daß er das alles richtig toll macht ?
Männer brauchen solche Bestätigungen ganz dringend, sie möchten Helden sein und keine Putzfrauen ...
Und die Abwechslung würde ich ihm gönnen. Ich finde, 12 Tage nach der Geburt kommt man soweit schon alleine klar, daß der Partner mal 2-3 Stunden aus dem Haus gehen kann ...
Sprecht Euch doch nochmal in Ruhe aus, frag ihn, wie er sich in der momentanen Situation fühlt und vielleicht könnt Ihr dann manches klären.
Ich habe zumindest bei meinem Mann gemerkt, daß er sich umso besser fühlt und umso mehr anstrengt, je mehr ich ihn lobe und sei es nur für ganz kleine Dinge ...
Gegenüber Dritten erwähne ich in seiner Gegenwart auch immer, daß er mein Held ist und ich ohne ihn den Alltag momentan kaum bewältigen würde - da sehe ich dann regelrecht, wie er förmlich größer wird ;-)

Liebe Grüße,

Katrin mit Kindern und Sohn Nr.2 (ET -5)

Beitrag von fraz 09.01.11 - 15:25 Uhr

Hallo

Ihr seid nun von einem Tag auf den anderen eine kleine Familie geworden und bis sich da alle an ihre neue Rolle gewöhnt haben, braucht es Zeit.
Es ist nun mal so, dass du diejenige bist, die momentan sehr angebunden ist, da du wahrscheinlich stillst. Und in Zukunft wirst du wohl auch den grössten Teil übernehmen, da dein Mann wohl bald wieder arbeiten geht.

Es hat keinen Sinn, dass ihr euch gegenseitig Vorwürfe macht. Lasst euch Zeit, redet miteinander über eure Bedürfnisse, lasst Besuch Besuch sein, wenn es zu sehr stresst! Die erste Zeit ist unglaublich wichtig für euch als kleine Familie und gönne deinem Partner auch mal eine Auszeit- er hat sie sich auch verdient!


Alles Gute, das wird schon!#liebdrueck

Beitrag von lilli1980 09.01.11 - 16:21 Uhr

#danke euch beiden für eure lieben Antworten!

Mein Besuch ist nun wieder weg und es war einfacher als gedacht. Ich glaube ich hatte einfach Angst, dass ich grad am Stillen bin wenn der Besuch kommt, die Kleine dann schreit und eine frische Windel möchte und ich dann völlig überfordert mit der Situation bin.
Stattdessen hat die Kleine ganz lieb geschlafen, den Besuch verzaubert und nun machen wir gleich in aller Ruhe eine neue Windel.
Sprich: Ich hab das auch wunderbar alleine hinbekommen #verliebt

Sicherlich ist bei mir im Moment auch ganz viel Angst vor Überforderung dabei wenn ich ihn nicht als meine Stütze an meiner Seite habe. Ebenso muss ich wohl akzeptieren, dass er leichter seinem Alltag nachgehen kann wie ich als stillende Mami.

Die Idee ihn mehr zu loben ist sicherlich gut #pro Um dem ganzen Streit das "Pulver" zu nehmen werd ich ihm nachher sagen, dass ich einfach Angst hatte es ohne ihn nicht zu schaffen. Ich bin mir sicher, dass er dies gerne hört und dadurch der Streit schon fast beseitigt ist. Außerdme muss ich uns wohl allen die Zeit geben sich an die neue Situation zu gewöhnen.

So, nun weint meine Kleine aber wirklich ;-)

Nochmals Danke für eure lieben Worte!

LG, Lilli

Beitrag von meetic 09.01.11 - 20:17 Uhr

Das hast du wunderschön geschrieben und genau das würde ich ihm auch sagen.

Liebe Grüße und alles gute euch dreien.

Beitrag von s30480 12.01.11 - 13:00 Uhr

#pro
Trau dir einfach noch ein bisschen mehr zu, und alles wird toll werden :-)

Glückwünsche noch nachträglich!!!!

Alles Liebe euch Dreien!

Beitrag von hoffnung2011 09.01.11 - 19:13 Uhr

Lilli, du bist zwar keine 20 aber tortzdem..Jo erlebt klar..weißt du was ein dauerhafter Schlafentzug bei euch beiden macht, dazu kommt noch: ihr seid erstmalig Eltern. Beim zweiten bist du zwar unausgeschlafen aber vieles läuft dank Erfarungen anders..

Jo, ich kann mich dran erinnern, dass unsere Anfänge auch katastrophal waren. Am meisten gab es Diksussionen, wie wir was machen..erst mit dem Druchsclafen udn bischen routine war es dann besser..

Wie du die Spannung rausbekommen kannst. Es klingelt blöd aber lass ihn zu seinem blöden Handball gehen, erk ommt dann frisch zurück..Du für dich, suche dir Kontakte, Kurse... dass auch du rauskommst. mit einem geht es noch..wie es ist mit dem Schlaf defizit bei dir ? Denek immer dran , genug zu schlafen und sich sofort hinzulegen..

Und vergiss nicht sich zu bedanken, wenn er was übernimmt..

Männer sind manchmal..na ja..trottel ? Ich habe schon einen sehr fähigen Mann, der zuhause auch kocht und alles macht und TROTZDEM steht er..k.a. wie alt meine Tochter war.. 1,5 an ihrem Bett. sie lehnt ihn ab und er ruft nach unten: Mama, kannst du bitte kommen#klatsch

auch solche Männer können sich dann verändern und heute kann er mit meiner tochter besser umgehen als ich..

Lass ihm Zeit, gib ihm Freiheit aber bitte lass dich nciht beleidigen, dies würde ich als eine Vorrausetzungen setzen..

Lass dich fest drücken. Wir haben nach Tagen z.B. heute auch heftig gestreitten, weil einfach die Aufgaben falsch verteilt waren aber sonst ist bei uns die beste Laune...aber ja, ich bin auch zweitgebärende..

Kopf hoch, es wird mit der Routine besser

Beitrag von specki1009 09.01.11 - 22:03 Uhr

Nicht jeder Mann ist dafür geeignet jemanden so zu umsorgen.

Bei uns war es so dass meiner die ersten Tage die Einkäufe und dass Kochen / Putzen übernommen hat und ich war zuständig für Kind. Zum Essen haben wir uns immer gemeinsam hingesetzt und auch abends wenns Kind schlief gemeinsam aufm Sofa gelümmelt.

Nach einer Woche ist er wieder arbeiten gegangen und was ich in der Zeit nicht auf die Reihe brachte hat er dann gemacht. Nach und nach habe ich dann immer mehr allein geschafft.

Meiner hätte niemals ein Pensum wie andere erledigen können bzw. 1-2 Tage ja aber dann "verlangte" er schon ne gewisse Aufgabenteilung und ich fand das auch ok so.

Mach dich nicht verrückt. Ihr müßt euch erst mal aufeinander einstellen. Denke mall drüber nach wie ihr die Aufgaben verteilen könnt. Vielleicht tauscht ihr auch mal d.h. er guckt nach Baby und du kochst lecker Essen? Ich denke er muss sich doch auch erst in die neue Rolle finden nur du kannst ihm dabei helfen. Zeige ihm dass du dankbar für die Unterstützung bist UND dass du eben für ne Zeit seine Hilfe brauchst aber dich nicht zur Diva entwickelst.

LG

Beitrag von kati543 09.01.11 - 22:59 Uhr

Die Zeit unmittelbar nach der Geburt ist für deine Hormone eine Achterbahnfahrt - und zwar der negative Teil davon. Für deinen Mann ist es aber nicht anders. Er ist gerade Vater geworden. Weißt du, was mein Mann gemacht hat nach der Entbindung? Er ist für 5 Tage auf Dienstreise gegangen, obwohl ihm sein Chef angeboten hat, Urlaub zu nehmen. Mein Mann war hoffnungslos überfordert und hat diesen Abstand und die Auszeit einfach gebraucht. Aber danach kam er mit roten Rosen wieder ;-)

Ich weiß nicht, aber irgendwie klingst du mir auch etwas danach, als ob du dich selber bemitleidest. Hast du dich denn je bei deinem Mann bedankt für seine Mühe? Kannst du dir vorstellen, wie das ist, wenn man nur noch als Putzteufel im eigenen Haus ist? Du und Rosalie bilden sozusagen eine Einheit. Er ist das dritte Rad am Wagen.

Stillen, Wickeln und Besuch empfangen sind genau die Tätigkeiten, die eine neugebackene Mutter machen muß. Keine Angst, damit bist du nicht überfordert. Das ist völlig normal. Dein Mann braucht seine Pausen von der Familie.

Beitrag von linagilmore80 10.01.11 - 14:12 Uhr

Hallo Lilli,
ich glaube, ihr seid beide mit der neuen Situation überfordert - das waren mein Mann und ich auch, obwohl wir schon zwei Kinder hatten (waren aber keinen gemeinsamen Kinder).
Mein Mann meinte auch, dass er ein bisschen Zeit braucht, um sich auf die Situation einzustellen. Die Zeit habe ich ihm gegeben, ihm aber auch klar gemacht, dass ich nicht ewig drauf warte bis er in der Situation angekommen ist.

Mittlerweile sind die Streitigkeiten - mit viel Reden und Zuhören - vorüber und wir genießen unser Glück.

Ich wünsche Dir alles Gute,
Lina

Beitrag von kathrincat 10.01.11 - 20:45 Uhr

hast du ihn immer gesagt, wie toll du es findest was er macht? und wenigstens mal( sowas solltest du nie sagen zu einen mann, er geht dann davon aus du würdest seine arbeit nicht würdigen, und denken er hätte die ganze zeit nichts gemacht!
du hast das glück, das dein mann noch zuhause ist und bestimmst über ihn und würdigst es anscheind noch nicht mal richtig!

Beitrag von pregnafix 14.01.11 - 11:27 Uhr

Nicht schön, aber normal. Die ersten Wochen herrscht Ausnahmezustand, das sollte man nicht zu sehr auf die Goldwaage legen.
Wir haben uns auch fast nur gestritten oder zusammen geweint, weil wir so fertig waren.
Und nun sind wir trotzdem eine kleine glückliche Familie und haben uns eingespielt :-)

Das er mal ein paar Stunden rauskommen will, kann ich übrigens gut nachvollziehen. Das solltest du ihm nicht vorhalten!
Ich bin auch ca. 2 Wochen nach der Geburt für ne Stunde oder 2 in die Stadt gegangen und hab mir neue Klamotten gekauft. Miriam war bei ihrem Papa zuhause. Das hat gut geklappt und es hat mir gut getan!

Natürlich muss man sich erst einspielen und Sachen wie Haushalt, kochen etc bleiben auf der Strecke. Aber ich versteh nicht, was dir solche Angst macht, wenn du mal ein paar Stunden alleine bist. Wickeln, Stillen und Kuscheln kannst du doch oder nicht?