so kann dass doch nicht funktionieren?!?!

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von marienkaefer74 10.01.11 - 10:32 Uhr

Hallo,

ich schildere jetzt mal ein bißchen:

wir sind alle zusammen im Schwimmbad und zum Schluss müssen die Haare noch trocknen.
Mein Mann hat den Fön in der Hand, unsere Tochter (3) will nicht und er lässt sie und macht keinen neuen Versuch, ihr die Haare zu fönen.

Unsere Kinder (3 und 5) springen auf der Couch herum. Mein Mann kommt ins Wohnzimmer "eigentlich sollt ihr doch nicht auf der Couch herumspringen oder?" und geht ins Bad. Die Kinder springen weiter. Nach einiger Zeit kommt mein Mann wieder aus dem Bad, geht an den hüpfenden Kinder vorbei zu mir in die Küche. Ich frage was im WZ los ist. Er antwortet, warum ich nix gesagt hätte.

Er will ihr eine frische Windel machen im KiZi und sie läuft wieder aus dem Zimmer raus. Er bleibt auf dem Boden sitzen und zählt langsam laut und deutlich bis - 10! Unsere Tochter kommt aber nicht wieder zurück

Wenn er mit den Kindern rauswill muss ich sie anziehen. Hat er keine Lust zu oder was auch immer.
Kommt er mit den Kindern wieder, macht er die Haustüre auf, stellt die Kindern in den Flur und geht das Auto parken. War jetzt in der schneereichen Zeit nicht wirklich der Kracher.

Kürzlich kam er vom Einkaufen wieder, stand in der Haustüre und rief ich solle kommen. Ging aber gerade nicht weil ich eine nasse große Glasplatte vom Kühlschrank am trocknen war. Ich rief dass ich grad nicht kann. Darauf hin lief er bockig mit seinen nassen Schneeschuhen durch den Flur und durchs Wohnzimmer in die Küche um die Eier abzustellen die er in der Hand hatte.

Unsere Tochter hat im Badezimmer mit Wasser gematscht, ich war am telefonieren. Daraufhin war der Pullover an den Ärmeln und am Bauch nass und sie knatschte deswegen. Tja, Pech gehabt. Es war warm im Haus und sie soll es einfach lernen dass man nicht mit Wasser matscht weil man dann nass wird. Es war 20 Minuten vor Schlafanzug-Zeit. Ich sagte, dass der Pulli jetzt nunmal eben nass ist. Mein Mann geht ins KiZi "du armes Mäuschen" und zieht sie um.

Abends wird immer aufgeräumt. Mein Mann zu unserer Tochter "Möchtest du aufräumen?" "Nein"

Mittags nach dem Essen ist Mittagspause. Für beide, die morgens im Kiga waren. Mein Mann wirft mir vor, ich würde die Kinder in ihren Zimmern vor sich hinvegetieren lassen.

Unser Sohn (5) darf nach Lauras Stern und Sandmann auf Kika noch z.Zt. Hexe Lilly gucken. (ansonsten ist bei uns der Fernseher den ganzen Tag aus) Unsere Tochter (3 im März) geht dann schon mal ins Bett. In dem Alter muss man noch nicht soviel Fernseh gucken, hat unser Sohn da auch noch nicht. Im übrigen sind die Sendungen nach dem Sandmann auch für ältere Kinder.
Mein Mann sieht unsere Tochter ungerecht behandelt. Unser Sohn soll dann auch nicht mehr weiter fernsehen. Bzw. wenn ich nicht da bin, lässt er sie auch vor dem Fernseher. Wird ihr schon nicht schaden und machen ganz viele andere Eltern bestimmt auch so.

Unsere Tochter will ein Salamibrot. Er macht ihr eines. Dann will sie die nicht mehr sondern Käse. Er nimmt die Salami runter und legt ihr Käse darauf.

Usw.
usw.
usw.

Ich weiß nicht mehr weiter.

Klar machen Papa und Mama nicht alles gleich. Aber vom Grunde her sollte man sich doch vielleicht einig sein? Und Konsequent?!

Viele Grüße
Marienkäfer

Beitrag von agostea 10.01.11 - 10:47 Uhr

Ihr müsst an einem Strang ziehen als Eltern, sonst bekommt ihr noch richtig Stress. Ausserdem erzieht dein Mann deine Tochter zu einem verwöhnten Gör - das kann er doch nicht allen Ernstes gut finden?!

Setzt euch zusammen und macht euch einen Plan, wie in div. Situationen mit den Kindern umgegangen wird.

Gruss
agostea

Beitrag von bluemotion 10.01.11 - 10:54 Uhr

Puuh...viel zu lesen und einen ziehmliches WirrWarr bei euch...entschuldige!

Ihr müßt unbedingt auf einen gemeinsamen Nenner kommen! Reden in einer Ehe/Familie ist wirklich das A und O.

Die Kinder merken, auch schon mit 3 Jahren, das sie euch gegenseitig ausspielen können und machen es. Beziehungsweiße sucht sich auch schon ein kind in dem Alter den einfachsten Weg aus. Dein Mann darf nicht fragen "Möchtest du aufräumen?" Ist ja klar, das darauf keiner Lust hat. Versucht es spielerisch, wenn die kleine mal nicht so recht will.

Ein Kind braucht klare Linien, es muß zu euch aufsehen können dann fühlt es sich sicher, wenn es merkt, das die Eltern stark sind.
Es ist nicht immer leicht, aber das ist eben die Herausforderung am Elternsein!

Sprich dich mit deinem Mann aus, vielleicht liegt noch woanders eine "Leiche im Keller" die vielleicht zuerst geklärt werden muß (Unzufriedenheit in seinem Job, in deiner Beziehung zu dir etc.pp.)

Ich wünsch euch alles Gute#klee

Beitrag von marienkaefer74 10.01.11 - 11:16 Uhr

Hallo,

sobald sich ein Konflikt mit den Kindern abzeichnet, steigt er aus. Bei unserer Tochter mehr als bei unserem Sohn. Sein Argument: er hat auf der Arbeit schon genug Stress.

Zu seiner Erziehung: er will den Kindern erstmal die Chance geben, von selber aufzuhören mit dem was sie nicht sollen

Gruß

Beitrag von sternchen730 10.01.11 - 11:30 Uhr

Hallo,
ich kann Dich schon verstehen, solche Situationen gibt es aber auch bei uns immer wieder, und bei allen anderen auch!
Bleib locker!;-)
Du kannst nicht erwarten, dass Dein Mann Situationen genauso wahrnimmt wie Du und so darauf reagiert wie Du es tun würdest oder das für richtig hältst, es gibt da unterschiedliche Sicht- und Reaktionsweisen. Er ist ja auch anders erzogen worden!
Jede Deiner beschrieben Situationen könnte ich verstehen- aus Sicht deines Mannes.
Die Fön-Situation: Vielleicht fand er die Haare nicht zu nass oder hat sich mit ihre geeinigt, dass sie die Kapuze auflässt....
Die Aufräum -Situation war bestimmt nach dem "Nein" nicht vorbei- haben sie dann gemeinsam aufgeräumt? Oder Du allein?
Der nasse Pulli- ist doch rührend irgendwie. Mein Mann hätte das auch gemacht und nicht daran gedacht, dass der Schlafanzug dran wäre.

Ich finde es schön, dass Dein Mann sich so lieb kümmert, er macht Dinge halt anders und über das, was Dich nervt solltet Ihr in Ruhe reden, nach dem Motto:
Ich würde mich freuen, wenn wir in Situation x so und so reagieren, weil ich sonst Bedenken habe, dass y passiert.
Oder : Ich hätte es besser gefunden, wenn Du auf das Haarefönen bestanden hättest, sie hatte nämlch keine Mütze dabei.
Oder: Ich möchte nicht, dass die beiden auf dem Sofa rumspringen, wenn Du es siehst, hol sie bitte da runter. Das Sofa leiert sonst aus.
Versuch es mit einem Augenzwinkern zu sehen und redet freundlich (und mit ICH-Botschaften) über diese Dinge, dann wird es schon!
LG, sternchen#stern

Beitrag von ayshe 10.01.11 - 11:41 Uhr

Tja, wollt ihr wirklich das gleiche?


Wenn man die Haare nicht fönt, ist es wohl auch egal,
wenn man sie auf dem Sofa springen läßt, dann ist es wohl auch okay.


Wenn einem eine Regel wirklcih sehr wichtig ist, dann besteht man auch auf Einhaltung, das ist meine Meinung.

Ansonsten sollte man auch seine Regeln mal überdenken, vllt findet man manche ja gar nicht sonderlich wichtig, dann kann man es auch sein lassen, weil man sie eh nie richtig verfolgt.



Dich darauf abzustellen, daß du alles regelst und er sich verdückt, geht natürlich gar nicht.

Beitrag von snoopster 10.01.11 - 14:29 Uhr

Hallo,

ja, das kenn ich. Aber inzwischen sehe ich das auch ein wenig lockerer.
ER macht sich die Probleme selber.
Kinder wissen meist recht schnell, was sie wann und wo dürfen.
Bei mir machen sie also Sache nicht, die sie beim Papa immer mal wieder austesten.
Bei mir sitzt z.B. kein Kind aufm Schoß, bis ich nicht fertig gegessen hab. Beim Papa schon. Wenn sie bei mir mal aufm Schoß sitzen, dann kommen die Füße nicht aufn Tisch. Beim Papa schon.
Wenn ich mit drei Kindern raus gehe, hält sich die Große am KiWa fest, die kleine sitzt drin, der Kleine ist im Tuch. Wenns den Mäusen zu langweilig ist, dann laufen sie ein Stück, bleiben aber bei mir.
Beim Papa stehen sie vor ihm, zerren an seinen HOsenbeinen, wollen getragen werden, auf die Schulter, egal ob er den KLeinen trägt oder nicht. Er hat oft mindestens zwei Kinder irgendwo.

ICH habe einfach nur gelernt, mich da meistens raus zu halten. Es ist seine Entscheidung, wieviele Kinder er tragen möchte, wieviel mal er sagen möchte "nimm bitte die Füße vom Tisch", wie oft er die Salami essen möchte, die sich die Große grad gewünscht hat (das Problem haben wir auch).
Wenn ich was sage, weil ichs nciht mehr mit anschauen will bin ich meist die Böse, und untergrabe ausserdem die Autorität meines Mannes (gut, die ist ja gar nicht vorhanden, aber theoretisch ist es doch so).
Wenn sie alleine sind, dann seh ich auch nicht, was sie machen, und wenn ich ehrlich bin macht er seine Sache doch meistens ganz gut. :-)

LG Karin

PS: in der Nido war mal ein Artikel dazu, da hieß es auch, es sei okay, wenn sich beide nicht einig sind, sie müssen sich nur einig sein, dass es so okay ist. Wenn ich ihn finde, schreib ich Dir vielleicht nochmal...

Beitrag von alpenbaby711 10.01.11 - 19:41 Uhr

Sorry aber dein Mann ist echt ne Niete und Flachpfeife wenn schon seine Kind so mit ihm umspringen können. Dann hinterher meckert er irgendwann das sie nicht hören. Tja wenn man zu doof ist zum erziehen selbst schuld.
Ela

Beitrag von manavgat 10.01.11 - 20:10 Uhr

Kann es sein, dass ihr ein Beziehungsproblem habt, weil die Machtfrage nicht geklärt ist und Dein Mann sich jetzt über die Kinder versucht gegen Dich durchzusetzen?

Das wäre besonders für die Kinder schlecht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von parzifal 12.01.11 - 17:35 Uhr

Hallo,

ein Tip für das Kinderanziehen.

Probier mal alles konkret hinzulegen (getrennt für jedes Kind) was angezogen werden soll. Normalerweise nervt nicht das Anziehen, sondern die Frage/Entscheidung was angezogen werden soll und die Suche danach.

Gruß
parzifal