ALG II und schwanger...muss ich arbeiten?

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Beitrag von aquilotta 10.01.11 - 11:44 Uhr

Ich bekomme seit ein paar Monaten ALG II und bin schwanger. Nun will das Amt weiterhin, dass ich mir eine Arbeit suche.

Es gibt mehrere Probleme dabei und ich brauche dringend einen Rat.

1. Ich habe kein Auto und die Busverbindung ist mehr schlecht als recht. Ich bin 1 Stunde und mehr unterwegs und kann nur halbtags, da ich meinen Sohn (7) ab mittags wieder betreuen muss.

2. Ich habe schon in meinen letzten Schwangerschaften einen Wirbel gehabt, der sich ständig verschiebt und ich finde keinen Chiropraktiker, der mich in meinem "Zustand" einrenkt. Also weiß ich teilweise nicht, wie ich stehen, sitzen oder liegen soll. Macht eine Arbeit fast unmöglich. Muss mir aber der Mann vom Amt erstmal glauben.

Weiß einer von euch weiter? Habe ich irgendein Recht, auf das ich mich berufen kann?

LG aquilotta

Beitrag von vetchy 10.01.11 - 11:50 Uhr

Hallo!

Natürlich musst Du dir weiterhin eine - für Schwangere zumutbare - Arbeit suchen.

Dass Du aber eine findest, ist doch wirklich etwas unrealistisch.

Ich würde mich also ohne große Sorge bewerben, sobald Du erwähnst, dass Du schwanger bist, wird das höchstwahrscheinlich eh nix mehr.

LG
vetchy

Beitrag von manavgat 10.01.11 - 11:51 Uhr

Du bewirbst Dich und schreibst in die Bewerbung:


Ich bin in der xy Woche schwanger und entbinde voraussichtlich am Datum. Gerne möchte ich bis zu Beginn des Mutterschutzes in der Zeit von xxx bis xxxx arbeiten und würde mich freuen, wenn Sie mich zu einem Vorstellungsgespräch einladen.


Du wirst freundliche, nichtssagende Absagen bekommen und das Amt ist zufrieden, weil Du Dich ja an ihre Vorgaben gehalten hast.

Gruß

Manavgat

Beitrag von silbermond65 10.01.11 - 11:54 Uhr

Habe ich irgendein Recht, auf das ich mich berufen kann?

Na hoffentlich nicht.
Sorry,aber ich habe auch kein Auto ,eine 3 jährige mit nem halben Kindergartenplatz und ich habe auch vormittags gearbeitet im Dezember.
Hat ganz gut geklappt.
Als ich mit ihr schwanger war,hatte ich eine Arbeitsstelle 5km außerhalb und bin bis zum Mutterschutz jeden Tag mit dem Fahrrad gefahren.
Kannst du deinen Sohn nicht bei einer Tagesmutter unterbringen? Ein Umzug raus aus deinem abgelegenen Dörfchen wäre eventuell mal eine Überlegung wert ,denn ansonsten wirst du ja wohl nie arbeiten können oder?
Und wegen deinem Wirbel :

Also weiß ich teilweise nicht, wie ich stehen, sitzen oder liegen soll

Wie machst du das mit deinem Haushalt ,mit deinem restlichen Leben?

Beitrag von snailshell 10.01.11 - 13:11 Uhr

Umzug/Tagesmutter.

Hast du mal überlegt, was das kostet? Und welche Aufwände (nicht nur finanzieller Art) dahinter stecken?

Ich finde, manche machen es sich hier recht einfach.
Wenn man keine Betreuung hat, wo soll man sie hernehmen?
Wenn keine Eltern, Verwandte in der Nähe wohnen und man selbst am Existenzminimum (= Hartz iV) lebt, wie soll man dann bitte eine externe Betreuung bezahlen?
Viele schreiben hier, dass man auch schwanger arbeiten soll - aber wer stellt eine schwangere Frau in TZ ein? Das ist schon in unschwangerem Zustand sehr selten.
Deinen Job hattest du sicher schon, bevor du schwanger wurdest - da kann man natürlich sehr stolz drauf sein, dass man bis zum Mutterschutz gearbeitet hat...

Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 13:15 Uhr

Wenn es der Arbeitsaufnahme bzw. Verbesserung der Chancen dient, wird das alles vom Amt unterstützt, angefangen beim Umzug bis hin zur Kinderbetreuung!

Gruß,

W

Beitrag von silbermond65 10.01.11 - 13:37 Uhr

Umzug/Tagesmutter.

Hast du mal überlegt, was das kostet? Und welche Aufwände (nicht nur finanzieller Art) dahinter stecken?

Hast DU mal überlegt ,was es das Amt kosten wird ,wenn sie für ständig in ihrem Dorf ohne Auto,ohne ordentliche Busanbindung wohnen bleiben wird?
Dann wird sie nämlich NIE arbeiten können.
Das ging schon mit einem 7 jährigen nicht und mit einem Baby dazu erst recht nicht.
Ich mach es mir einfach? Ich weiß wovon ich rede.Wir leben nämlich leider momentan noch von ALG 2.
Ja,meinen Job hatte ich schon vor der Schwangerschaft.Einen Job,denn man eigentlich fast überall findet.....putzen.
Kinderbetreuung wird übrigens auch für ALG 2-Bezieher vom JA bzw. Amt bezuschußt,wenn man arbeitet.
Dadurch konnte ich vorletztes Jahr nochmal eine Ausbildung machen.
Dadurch hatte ich für Dezember 2010 einen Arbeitsvertrag und dadurch kann ich hoffentlich demnächst wieder arbeiten.
Aber sorry,wenn ich schon les " Muß ich arbeiten? "....da wird mir kotzübel bei !
Zum Kindermachen reichts immer ,aber wenns dann ums Arbeiten geht,siehts plötzlich schlecht aus.

P.S. Ich bin übrigens schon mehrmals umgezogen.....immer der Arbeit hinterher.
Kosten? Kann man kleinhalten ,wenn man sich Freunde oder Familie zur Hilfe nimmt.
Aufwände? Klar ,mit dem Arsch zu hocken ist weniger aufwendig.

Beitrag von aquilotta 23.01.11 - 17:15 Uhr

Es nimmt mich keiner für 2,5 Stunden! Ich habe es ja probiert!

Tagesmutter? Hier im Dorf gibt es keine und ich kann ihn ohne Auto ja schlecht nach der Schule mal schnell wohin bringen...



Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 11:55 Uhr

Warum solltest Du nicht müssen?
Du bist erst in der 8. Woche, nicht krank geschrieben und ein 7 Jahre altes Kind ist m. E. auch kein Grund, nicht mehr arbeiten zu müssen.

Gruß,

W

Beitrag von arkti 10.01.11 - 11:55 Uhr

Du beziehst Geld also hast du Pflichten.
Schwangerschaft ist keine Krankheit.
Für deine Busverbindung kann das Amt nichts.

Beitrag von zwiebelchen1977 10.01.11 - 12:02 Uhr

Hallo

Du bist schwanger und nciht krank.

Und wenn das mit dem Wirbel so ist, bekommst du ja auch ein ärtzl. Attest, oder?

Was meinst du, wieviele Mütter schwanger sind, arbeiten UND Kinder haben?

Bianca

Beitrag von marion2 10.01.11 - 12:05 Uhr

Hallo,

lass dir ein Beschäftigungsverbot oder einen Dauerkrankenschein von deinem Arzt geben.

LG Marion

Beitrag von zwiebelchen1977 10.01.11 - 12:07 Uhr

Hallo

Wieso Beschäftigungsverbot? Geht das nicht nur, wenn man arbeitet? Das tut sie doch nicht.

Bianca

Beitrag von thea21 10.01.11 - 12:14 Uhr

Hallo,

Ohne Schwangerschaft wäre die Busverbindung besser?

Halbtags ist doch schonmal ein Anfang, wenn du das kannst.

In welcher Schwangerschaftswoche bist du denn?

Wenn eine Arbeit im sitzen,liegen,stehen unmöglich ist, was machst du dann zuhause? fliegen?

Dein Recht ist es zum Arzt zu gehen und prüfen zu lassen ob du soweit körperlich eingeschränkt bist, das du dies attestiert bekommen könntest.

Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 12:25 Uhr

Na, Hauptsache, sie schafft in ihrem Zustand den Weg zum Arzt #kratz

LG

Beitrag von thea21 10.01.11 - 12:30 Uhr

Fliegend!

Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 12:44 Uhr

Fliegen in der Schwangerschaft, das geht doch auf keinen Fall #augen

Du hast ja Vorstellungen :)

Beitrag von thea21 10.01.11 - 12:45 Uhr

Stimmt,

so ne Schwangerschaft ist schon n hartes Ding.

Beitrag von sandra7.12.75 10.01.11 - 12:28 Uhr

Hallo

Ich frag mich gerade wieviele Männer mit dem Bus fahren#schwitz

lg

Beitrag von knackundback 10.01.11 - 13:03 Uhr

Ja aber die sind doch nicht schwanger! :-D

Beitrag von txbaby 10.01.11 - 12:46 Uhr

Ein Recht auf das Du Dich berufen kannst??? Nein, natürlich nicht!

1. eingeschränkte Mobilität -> kein Grund sich nicht zu bewerben
2. eine SS ebenso
3. wenn Du eine Anstellung bekämst, kann Dein Sohn auch in den Hort - ach ja, gibt es einen Vater dazu? Der könnte dann ja auch mal unterstützend tätig werden.
4. Umzug?

Das Jobcenter könnte ein ärztl. Gutachten veranlassen, um festzustellen, ob und in welchen Berufsbereichen Du vermittelbar bist.

Weißt Du, es gibt da so einen Spruch: "Wer etwas nicht will, sucht einen Grund. Wer etwas will, sucht einen Weg."

Beitrag von claki 10.01.11 - 12:51 Uhr

"muss ich arbeiten?"

#kratz#augen

Ja musst du!

Ich bin Festangestellt! Im moment aber noch in Elternzeit! Als ich schwanger war bin ich bis zum Schluss (also 6 Wochen vor der Geburt) auf meine Arbeit gelaufen ca. 3 km. Stell dir vor. Frische luft und bewegung sollen ja gesund sein!

Die kleine kam auf die Welt und nach dem das Elterngeld fertig war mußte ich ja von was leben und musste auch leider mal zur Arge. Ich gehe aber nebenbei als Aushilfe arbeiten. Ich möchte nicht u Hause sitzen und Däumchen drehen. Jetzt im April kommt die kleine in die Kita und ich werde wieder voll arbeiten gehen.

Dein erstgeborenes Kind ist ja auch kein Säugling mehr!

Bewegung tut gut!#winke

Beitrag von thea21 10.01.11 - 12:53 Uhr

Aber stehen/gehen/laufen/liegen/sitzen tut doch weheee.

Beitrag von snailshell 10.01.11 - 13:16 Uhr

Du HATTEST aber schon einen Job, bevor du schwanger wurdest!

Das ist der Unterschied...

Schwanger einen TZ-Job zu finden, ist wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen.
Dazu will eine Betreuung auch finanziert werden, und diese muss vorhanden sein, damit man sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen kann. Und wie soll diese, bevor überhaupt ein Arbeitsplatz vorhanden ist, finanziert werden?

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