Rentenfrage ,wer kann helfen??

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von superweib16 10.01.11 - 12:22 Uhr

Hallo


Ich habe eine Frage bezüglich eines Rentenantrags. Es geht um meine Mutter .
Sie hat einen Antrag beim Rententräger gestellt ,aufgrund ihrer Krankheit kann sie ihren Job nicht mehr machen.Demzufolge ist sie schon seit fast zwei Jahren krankgeschrieben,zwischenzeitlich hat sie jedoch nochmal versucht arbeiten zu gehen ,um es sich selbst noch mal zu beweisen ,doch leider ohne Erfolg.
Jetzt ist es soweit das sie von der Krankenkasse ausgesteuert ist ,also bekommt sie keine Bezüge mehr ,jetzt bekommt sie sogenanntes Übergangsgeld vom Amt,in der Hoffnung das eine Entscheidung von der BfA kommt .leider ohne Erfolg.
Jetzt meine eigentliche Frage, ab Februar bekommt sie keine Leistungen mehr ,doch kann man das so einfach machen ,jemanden der fast 35 jahre gearbeitet hat (durchgehend) keine Leistungen mehr bekommen ??
ich muss dazu sagen das meine Mutter bei mir und meiner Familie lebt ,wegen ihrer Krankheit .Doch ich kann beim besten Willen nicht für den Unterhalt für meine Mutter aufkommen ,ich selbst habe nur ne Halbtagsstelle und 3 Kids.
Ich hoffe ich habe mich verständlich genug ausgedrückt und ihr habt einen Tip für mich .

lg Anja

Beitrag von catch-up 10.01.11 - 12:41 Uhr

Nein, das geht nicht!

Es muss immer einen Sozialversicherungsträger geben, der leistet! Zur Not leistet einer von ihnen unberechtigt! In diesem Fall kann der unzuständig geleistete Träger das Geld vom zuständigen Träger zurück fordern!

Normal ist es so, dass meist die Krankenkasse in den sauren Apfel beißen muss, wenn sich die anderen SV-Träger noch nicht ausgekekst haben!

Wart mal n Moment, ich such dir mal ne Rechtgrundlage!

Beitrag von catch-up 10.01.11 - 12:51 Uhr

Also da gibts zwei Möglichkeiten:

1. Wenn ihr wisst, dass die RV def. leisten muss, kann deine Ma einen Antrag auf Vorschuss stellen (§42 SGB I). Stellt sie diesen Antrag, MUSS die RV definitiv einen Vorschuss zahlen. Lediglich in dessen Höhe hat die einen Ermessensspielraum. Die Höhe muss aber angemessen sein.

2. Es ist noch nicht sicher, welcher Leistungsträger weiterhin zuständig ist. Dann greifen die §§103-105 SGB X. Aus diesen geht im Prinzip heraus, dass kein Versicherter ohne finanzielle Absicherung dastehen darf! Einer muss immer zahlen! Welcher § sich im einzelnen auf die Situation KV-RV bezieht, kann ich dir leider nicht mehr sagen (hab ich vor 2 Jahren mal in der Fobi gelernt und mein SGB, wos drin steht, steht warm und trocken auf Arbeit).

Die 103-105er sind ein bisschen tricki!

Beitrag von superweib16 10.01.11 - 13:22 Uhr

Hi

Erstmal ,super lieben Dank für die promte Antwort ,aber ich glaube ich habe vergessen zu sagen das es sich bei dem Rentenantrag um eine sogenannte Erwerbsminderungsrente handelt ,oder so ähnlich ,sprich sie ist ja erst 53 Jahre alt ,aber eben auf den Knochen kaputt ,bzw ,völlig im Eimer wenn ich das so sagen darf .
Aber ich mache mir halt so meine Gedanken ,denn die hat ja auch Ausgaben und dann nachher keine Krankenversicherung ,dass macht mir am meisten Bauchschmerzen.
Weil sie ist ja nicht gekündigt ,sondern ja "nur" Krankgeschrieben ,und kündigen will sie nicht und der Arbeitgeber wird sie auch nicht kündigen .weil sie ja auch noch 60 Prozent Schwerbeschädigt ist und wegen der Abfindung (35 Jahre Betriebsangehörigkeit)

lg Anja

Beitrag von myimmortal1977 10.01.11 - 13:53 Uhr

Wann hattet ihr den Antrag bei der RV auf Erwerbsminderungsrente denn gestellt?

Die RV zahlt erst nach 6 Monaten. Bei mir hat die Antragsbearbeitung 8 Monate gedauert. Ich erhielt 2 Monate rückwirkend und einen Monat auf Vorschuss ohne Antrag von selbst in einer Summe. Ab Ende Januar dann Rente laufend.

Wie alt ist Deine Mutter? Hat sie 0 Ersparnisse?

LG Janette

Beitrag von superweib16 10.01.11 - 14:12 Uhr

hi

Also der Antrag läuf so schon ca.2 jahre schätze ich .Nach zwei Ablehnungen, sind jedesmal in Widerspruch gegangen ,seit ca.10/2008 haben wir das ganze an den Anwalt übergeben und nun haben wir Klage beim Sozialgericht eingelegt und warten halt auf das was kommt.
Ersparnisse hat sie leider keine ,sonst hätte ich auch nicht so "Bauchschmerzen",doch leider weiss ich auch nicht was möglich ist und wenn sie nur soviel vom Amt bekommen würde das sie erstmal eine private KV hat ,ihre Versicherungen etc .muss ich halt ruhen lassen oder kündigen,bloss ohne Geld sieht das alles echt sch... aus.Und dafür hat sie ein Leben lang gearbeitet , um letztenendes ohne etwas dazustehen und das nur weil sie krank ist .

Beitrag von myimmortal1977 10.01.11 - 14:37 Uhr

Habt Ihr denn schon eine Aussicht, zu welchem Zeitpunkt das Urteil gesprochen werden soll vor dem Sozialgericht?

Sonst wende Dich an den VdK. Sozialverband Deutschland. Die beraten, gehen auch mit vor Gericht. Man muss eine kleine Summe an Mitgliedsbeitrag zahlen. Die Investition lohnt sich aber, da dort kompetente Leute sitzen, die auch wissen, an welche Stellen man sich noch wenden kann, wer in solchen Fällen überhaupt zuständig wäre.

Wenn Deine Mutter Übergangsgeld bekommt, rechnet man damit, dass sie dem Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehen könnte. Meine Mutter bekam damals Übergangsgeld, aber auch nur, weil ihr damaliger Arbeitgeber dafür unterschrieben hatte, sie nach Krankheitsende, welches abzusehen war, wieder zu beschäftigen. Sie wurde auch von der KK ausgesteuert. Sie war insgesamt 2,5 Jahre krank.

Daher weiß ich, das die KK nach den bestimmten Wochen, die einem zustehen, unter keinen Umständen mehr zahlen wird. War bei uns auch kein anderes Thema vor ein paar Jahren.

Mir würde jetzt, bei kompletter Leistungsverwährung, auch von Seiten ALG I oder II nur noch das Amt für Grundsicherung einfallen, welches zuständig sein könnte.

"Ein Anspruch auf Grundsicherung besteht, wenn z.B. keine ausreichenden Rentenansprüche erworben wurden oder keine sonstigen Mittel zur Verfügung stehen. Kinder bzw. Eltern der Leistungsberechtigten werden hierbei nicht zum Unterhalt herangezogen, wenn sie nicht über ein sehr hohes Einkommen (mehr als 100.000 EUR) verfügen."

Aber ohne Garant für Richtigkeit bei der Zuständigkeit.... Telefonier Dich einfach mal durch!

LG Janette

Beitrag von superweib16 10.01.11 - 14:45 Uhr


Meine Mutter wurde beim Alg 1 als arbeitssuchen aufgenommen ,damit sie überhaupt Geld bekam ,war für mich damals schon unverständlich#kratz
aber nichts desto trotz.Lieben Dank für die Info was ist denn der VdK kenn ich nicht.
Wann wir zu einem Urteil kommen steht auch noch in den Sternen .
Das dumme daran ,wenn man es so will ist ja sie ist ja nicht gekündigt ,sondern "nur"krank uber Jahre wenn man so will und der Arbeitgeber hat für sie auch keine Verwendung (Arbeit).
Es ist schon ne verzwickte Situation .

lg

Beitrag von myimmortal1977 10.01.11 - 22:59 Uhr

http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de7&SID=zjN57AkRN0ewpJWO1IbhNEUmywgs0o

Der VdK ist ein großer Sozialverband. Sie vertreten Dich bei Streitigkeiten mit Ämtern und Behörden, bis vor Gericht.

Gegen einen relativ geringen Beitrag kann man sich dort beraten lassen. Und dann die Entscheidung treffen, wie und wo es weiter gehen soll.

Kann ich nur empfehlen, sehr viel günstiger als ein Anwalt und sehr effektiv.

LG Janette

Beitrag von manavgat 10.01.11 - 16:29 Uhr

Deine Mutter braucht dringend eine Anwältin, die diese Rentensache in Bewegung bringt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von oma.2009 10.01.11 - 20:12 Uhr

Hallo,

deine Mutter sollte sich schnellstens an einen der beiden großen Sozialverbände (SoVD und MDK) wenden, die helfen sofort. Die Sozialverbände haben auch versierte Anwälte, die sich umgehend einschalten. Man muß dann allerdings Mitlgied werden, aber der Beitrag hält sich in Grenzen, zumal man keine weiteren Kosten für die Anwälte usw. aufbringen muß. Außerdem treten die Sozialverbände auch in bereits laufende Verfahren ein.

LG und viel Erfolg

Beitrag von oma.2009 10.01.11 - 20:18 Uhr

Hallo,

entschuldigung, ich meinte natürlich den VDK..... NICHT den MDK

LG