Spontangeburt oder Kaiserschnitt?!

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Beitrag von kittycarrie 10.01.11 - 12:37 Uhr

Hey an alle Kugelbäuche#winke

Ich bin morgen in der 36 SSW und weiß nicht was ich will.
Wäge seit Tagen Pro und contra der beiden Geburtsvarianten ab und komme auf keine Lösung.
Mal hab ich Tage, da kann ich mir spontan entbinden sehr gut vorstellen und hab auch kaum Angst, an anderen Tagen krieg ich die schiere Panik.:-[

Könnt ihr mir vielleicht helfen. Es würde mich sehr interessieren, warum ihr euch für die eine oder andere Methode entschieden habt.

P.S. Meine Bauchmaus hat sich am Freitag wieder in die BL gedreht. #schockAber die Hebi meinte, noch kein Grund unsicher zu werden, sie kann sich vielleicht noch zurückdrehen.

Haben sich eure Mäuse so spät noch mal umgedreht???

Wäre euch dankbar für jede Antwort!!!!!!!!:-)

Beitrag von sephora 10.01.11 - 12:40 Uhr

also wenn sie sich ja erst am Freitag in die BEL gedreht hat, klar, sie kann sich nochmal drehen.
Wenn keine Komplikationen auftreten , dann würde ich auf jeden Fall spontan entbinden. Ich mein, Angst hat wirklich jeder vor der Entbindung, aber es ist wirklich nicht so schlimm und später hast du wirklich weniger Probleme.

Bei BEL allerdings hätte ich mir einen KS machen lassen...da wär ich glaub ich zu ängstlich.

lg

Beitrag von wartemama 10.01.11 - 12:44 Uhr

Ich bin zwar erst in der 16. Woche, habe mir aber auch schon Gedanken über die Geburt gemacht.

Für mich kommt ein KS gar nicht in Frage (es sei denn, es muss sein), ich möchte auf jeden Fall natürlich entbinden.

Für mich gibt es bei einem KS kein einziges Pro - es sei denn, er ist aus medizinischen Gründen notwendig.

Mal abgesehen davon, hätte ich vor einem KS noch mehr Angst als vor einer Spontangeburt. Es ist eben eine OP. ;-)

LG wartemama

Beitrag von ichbinhier 10.01.11 - 12:44 Uhr

Auch BEL sollte in einem vernünftigen KH kein Problem sein.

Schiere Panik bekomme ich, wenn ich daran denke, dass es wieder ein KS sein könnte!

Ich würde nach zwei (grausigen) Spontangeburten und zwei KS IMMER eine Spontangeburt wählen!

Beitrag von estherb 10.01.11 - 12:54 Uhr

Hi, bei einer Freundin von mir hat sich das sehr große Baby in der 37. SSW noch in BEL gedreht und eine Woche später wieder zurück (mit Indischer Brücke, Lichtkegel auf Bauch). Kannst auch moxen lassen.

Ich hätte auch eine BEL spontan versucht, keine Frage. Ich würde nie einen KS machen lassen ohne Gefahr für Leid und Leben, ich würde nicht mal freiwillig ins Krankenhaus gehen, war und gehe im / ins Geburtshaus (bei BEL müsste ich allerdings ins Krankenhaus, das macht unser Geburtshaus nicht. Meine Tochter liegt aber in SL). Eine natürliche Geburt kann traumhaft schön sein, meine war soooo toll... und die Kinder sind besser beieinander nach Spontangeburten.

Beitrag von sizzy 10.01.11 - 12:55 Uhr

Ich bin ne extreme Memme und total schmerzempfindlich, aber trotzdem hoffe ich auf eine Spontangeburt.
Meine Mutter hatte damals bei mir und meinem Bruder jeweils mit Kaiserschnitt entbunden und danach war ihre Gebärmutter so kaputt, dass sie extreme Schmerzen hatte und ihre Gebärmutter entfernt werden musste (damals war sie 23 oder 24).
Mittlerweile hatte sie schon 2 Bauch-OPs, da es an den Kaiserschnittnarben zu schmerzhaften Verwucherungen gekommen war.
Ich denke, dass ein Kaiserschnitt heutzutage anders gemacht wird als vor 32 Jahren und dass die Chance gering ist, dass es mir nach 2 Kaiserschnitten so ergehen wird wie meiner Mutter. Es gibt ja schliesslich genügend Mütter, die mehr als 2 Kinder mit Kaiserschnitt entbunden haben.
Aber dennoch hab ich Angst, dass ich dieselbe Veranlagung habe wie meine Mutter und möchte daher doch lieber eine Spontangeburt :-)

Beitrag von pregnafix 10.01.11 - 13:00 Uhr

Ich hatte einen KS wegen BEL und hab mir das vorher auch gut überlegt. Miriam machte sich dann 6 Tage vor der geplanten OP von selbst auf den Weg. Sie wurde dann trotzdem per KS geholt, ich hab aber die kurze, aber schmerzhafte Eröffnungsphase noch miterlebt.
Der Kaiserschnitt war nicht schlimm für mich, in dem Moment sogar eher ne Erleichterung...
Allerdings hatte ich danach lange daran zu kauen und ich hoffe SEHR, dass das zweite Kind spontan kommen kann. Ich gehe sogar so weit, dass ich sage, ich möchte es selbst wenn es wieder ne BEL wird, spontan versuchen.
Mir hat nach dem KS schon was gefehlt.

Was deine Angst betrifft:
Ich kann das gut nachvollziehen!! Ich bin noch nichtmal wieder schwanger (dauerd noch n Jahr ;-) ) und trotzdem hab ich schon Angst vor ner Spontangeburt, ich weiß aber genauso gut, dass diese Angst nur VORHER da ist!
Sobald die Geburt in Gang kommt, du richtige Wehen hast, ist da kein Platz mehr für Angst, Scham o.ä. ... Du bist einfach nur mit dir, deinem Körper und deinem Kind beschäftigt.

Ich hab keine Spontangeburt erlebt (leider) und trotzdem möchte ich dich dazu ermutigen!!!

Gleichzeitig möchte ich dir aber auch sagen, dass ein Kaiserschnitt nicht immer ein Horrortrip sein muss. Ich denke es kommt darauf an, wie gut man sich psychisch darauf vorbereitet. Ich wusste, dass Schmerzen auf mich zukommen, ich hab mich dafür entschieden, hab mich intensiv im Vorfeld damit auseinander gesetzt. Ich fand die Schmerzen danach wirklich nicht schlimm, die OP an sich auch nicht!
Nur mit meiner Psyche hatte ich etwas Probleme (hab aber auch den ersten Schrei verpasst, das tat weh :-( )

Beitrag von chaosmama73 10.01.11 - 13:00 Uhr

Hallo!

Immer wieder Spontangeburt!!!
Das ist das intensivste und zugleich schönste, was ich jemals erlebt habe!

Klar, wenn es nicht anders geht...aber wenn ich die Wahl habe, würde ich jederzeit wieder normal entbinden.
Dieses Erlebnis ist -egal wie weh es getan hat ;-) - einfach nur ein Wunder!!!

Alles Gute Dir!

Beitrag von conny3006 10.01.11 - 13:06 Uhr

Hi,

meine kleine lag in BEL ab der 26 Woche und hat sich nie gedreht.
Eine äußere Wendung kam nie für uns in Betracht, es hat wohl seinen Grund, das sie so lag.
Suchten uns ein KKH aus, die auch BEL Geburten machen und da spezialisiert sind, das macht ja nicht jedes KKH.
Für meinen Mann und mich war es eine Traumhafte Geburt, keine Risse, keine Schnitte und die kleine war mit 2880g und 48 cm auch recht zierlich-sie hat das ganz toll mitgemacht.

Nie würde ich einen Kaiserschnitt machen...habe aber auch so Schiss vor Spritzen und so.
Ich hatte immer Kaiserschnitte auf meinem Zimmer-neee, das würde ich nciht wollen, Bauch getackert, die andere eitrige Wunde..klar sind sicher Ausnahmen, aber wenn es kein Notks sein muss, dann lieber auf normalem Wege, ein unvergessliches Erlebnis.
Mal sehen ob sich Baby nr. 3 richtig rum dreht, wenn nicht, wird auch dieses Kind in BEL geboren.
LG Conny

Beitrag von miau2 10.01.11 - 13:08 Uhr

Hi,
meine beiden lagen "richtig" herum, und das relativ dauerhaft ab so ca. 32. Woche herum. Zu der Frage kann ich also nichts sagen.

Ich hatte dafür beide Entbindungsvarianten.

Beim ersten Kind einen ungeplanten, aber letztendlich notwendigen Kaiserschnitt (Geburtsstillstand 9 Stunden nach Blasensprung, grünes Fruchtwasser, pathologisches CTG). Es war kein Not-Kaiserschnitt, konnte mit PDA (also ich war wach und habe den ersten Schrei hören dürfen) durchgeführt werden, und auch wenn die Stunden davor für mich eher beängstigend war war der KS selbst eine entspannte Angelegenheit. Und eine Erlösung, da die situation eben davor für mich beängstigend war (was aber wohl mehr mein subjektives Empfinden als tatsächlich die Situation war). Die Narbe ist problemlos geheilt.

Beim zweiten Kind hatte ich eine relativ problemlose Spontangeburt, nachdem ich mich durch 20 Stunden Wehen "geatmet" habe (mal mehr, mal weniger gut ;-)).

Und wenn ich noch ein Kind bekommen würde, würde ich IMMER (medizinische Gründe mal außen vor gelasasen) die Spontangeburt wählen.

Es gibt für mich einfach keinerlei wirkliche "pros" auf der Seite eines medizinisch unbegründeten Kaiserschnitts.

Dafür eine Menge auf der Seite der Spontangeburt - ich war sofort nach der Geburt fit, ich hatte nach der Geburt (für mich erheblich wichtiger als davor) keine Schmerzen, und ich bin mal ganz ehrlich: ja, ein kleines bißchen stolz bin ich durchaus auf meine Leistung, die ich da erbracht habe.

Es war für mich "einfach" das um ein Vielfaches schönere Geburtserlebnis.

Ich finde es toll, dass Kaiserschnitte heute mit relativ wenigen Risken gemacht werden können und man sich nicht auch um so etwas sorgen muss, wenn es denn sein muss oder sollte.

Trotzdem würde ich mir nie ohne Grund den Bauch aufschneiden lassen.

Ich kann zur Spontangeburt in BL nichts sagen, vermutlich hätte man die bei mir nicht "zugelassen" (allzu viele Auswahlmöglichkeiten der Kliniken hat man nicht, wenn man eines mit Kinderklinik nehmen sollte), aber ohne jeden Grund - niemals.

Viele Grüße
miau2


Beitrag von sacoma 10.01.11 - 13:12 Uhr

Hallo,

ich muss sagen, dass ich leider einen Kaiserschnitt bekommen werde. Und ich bin gar nicht glücklich darüber. Denn ich kann nicht nachvollziehen, wie man vor einer spontanen Geburt angst haben kann. Heute kann man so viel gegen die Schmerzen machen, man muss heute nicht mehr alles ertragen und den Helden spielen, wenn man schmerzempfindlich ist.

Ich habe viel mehr Angst vor dem bevorstehenden Kaiserschnitt, erst Spinale, dann das Aufschneiden. Was soll daran bitte besser oder schmerzfreier sein - es ist eine große Narbe, eine große Bauch-OP und mit sicherheit hat man danach noch ein paar Tage bis Wochen Narbenschmerzen.
Gerade der Gedanken an meine traumhafte erste Geburt, die so schön und natürlich war, bringt mich noch mehr zum Trauern. Ich war damals erst 18 und total unerfahren.

Ich hätte so gern spontan entbunden - du solltest es auch versuchen, im Notfall eine PDA verlangen und dann ganz stolz sein, wenn du nach langer Arbeit dein Kind im Arm hälst und du nichts verpasst hast...

LG Sacoma

Beitrag von thalia72 10.01.11 - 13:12 Uhr

Hi,
drehen kann sich dein Baby noch.
Ich habe beide Kinder spontan entbunden und es ist machbar. Klar, hat man Schmerzen und es ist anstrengend, aber danach ist man, im Allgemeinen, mobil und fit und die Schmerzen sind vergessen.
Niemals wäre ich auf die Idee gekommen, mir freiwillig den Bauch aufschneiden zu lassen.
Dass es den KS gibt ist toll, sofern eine Indikation vorliegt oder Komplikationen auftreten.
Ich bin ganz klar für Spontangeburt, wenn keine Komplikationen in Sicht sind.

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10

Beitrag von jessi201020 10.01.11 - 13:14 Uhr

Hey,

also ich habe einen Wunschkaiserschnitt, und kann damit bis jetzt auch super gut leben (KS ist in 16 Tagen)

Zuerst war ein KS medizinisch notwendig, weil meine Plazenta den Muttermund verdeckte. Die Plazenta hat sich jedoch wieder so hochgezogen, dass es nun auch spontan möglich wäre, das will ich aber einfahc nimmer, weil ich mich so sehr mit dem Gedanken eines KS angefreundet habe. (auch wenn das für viele ein Dorn im Auge ist)

Ich persönlich sehe mich nicht als schlechtere Mutter, nur weil ich einen KS bevorzuge. Mir war es zB auch verdammt wichtig, dass mein Freund dabei ist. Wir wohnen zwar nur 45 km auseinander, aber in 2 verschiedenen Ländern ( ich Deutschland, er Schweiz) Bis er hier sein koennte, koennte es vlt sogar schon zu spät sein, ich weiss muss net, aber es koennte. Jetzt mit dem festen Termin hat er sich Urlaub genommen und es ist einfach alles planbar. Dann kommt dazu, dass ich einfach an dem Gedanken an einer spontanen Geburt so panische Angst habe und wirklich nasse Hände bekomme und das in manchen Minuten für mich einfach nur der pure Horror ist. Diese Ungewissheit wann was los geht was das und jenes jetzt heißen koennte, ist es nen Fehlalarm usw, wuah neee.. Ich bin da jemand, die lieber alles geplant hat. Ich weiss ich gehe am 25.1 in die Klinik, und am 26.1 um 8 Uhr wird mein Kind da sein. Dieser Gedanke beruhigt mich so extrem, auch wenn es fuer viele einfach nur bescheuert klingt. Ich habe mich verdammt lange Zeit mit den Risiken einer spontanen Geburt und mit denen eines Kaiserschnitts auseinander gesetzt, und für mich persönlich gibt es bei einer natürlichen Geburt mindestens genauso viele Risiken wie bei einem KS. Klar nun kommen einige sicher mit Anpassungsschwierigkeiten usw... Darueber sprach ich mit meinem FA und dem Chefarzt und die sagten, dass es nie richtig erwiesen wurde, ob KS Kinder größere Schwierigkeiten haben, dass kann einer Spontangeburt genauso passieren..... Auch die Behauptung, dass KS Kinder viel anfälliger für Krankheiten und Allergien sind auch völliger Quatsch, nie bewiesen worden.
Und was den KS angeht bzgl. richtige OP usw....
Ja es ist eine, aber auch da habe ich keien aNGST, da der Chefarzt in meinem KH den sanften KS durchführt. DH es wird nur die erste Schicht richtig aufgeschnitten und die restlichen aufgerissen und aufgespannt, somit wird sicher gegangen, dass man mit dem Skapell nicht unnötige Nervenbahnen zerschneidet.

Also es ist deine Entscheidung und ich fidne jeder muss es fuer sich persönlich abwägen, aber für mich ist der KS die beste Lösung


LG

Beitrag von zuckerpups 10.01.11 - 13:26 Uhr

Spontan ist besser und gesünder für Mutter und Kind. Wenn Du nicht im Geburtshaus oder Zuhause entbindest, was Du beim KS ja auch nicht könntest, kannst Du jederzeit die Schmerzen per PDA ausknipsen.

Ich war erstaunt, wie schnell man danach fit ist. Na, zumindest so fit wie vor der Geburt ;-)

Mein freund hatte vor ein paar Jahren einen Leistenbruch, der operiert werden mußte. uiuiui. Er ist zwar -weil selbstständig- nach ein paar Tagen wieder zur Arbeit gegangen, aber es dauerte lange, war schmerzvoll etc.
SEitdem steht für mich fest, KS nur als "Not-Option".

Mein Kind liegt auch noch in BEL (32. SSW, 2. SS), aber ich werde zumindest die Wehen abwarten und dann können die immer noch schneiden, wenn es sich nicht vermeiden läßt. Ansonsten kommt halt der Po zuerst. #schein

Beitrag von wenzelc 10.01.11 - 13:27 Uhr

Ich habe beim 1. Mal spontan entbunden und kann bestätigen, dass es kein Zuckerschlecken war - im Gegenteil. Jetzt mit dem 2. würde ich aber auch wieder die Spontangeburt vorziehen. Ich bin ein Mensch, der voll mitkriegen muss was abgeht und auch wenn es ein haufen Schmerzen bedeutet. Bei einem KS, bist Du im Hauptbereich total taub und merkst, dass Dein Baby es erst raus geschafft hat wenn sie es hochheben. Bei der spontan Geburt hatte ich den vollen Einblick :-[ ja nicht unbedingt appetitlich aber so ist es nun mal. Mein Bindung fing sozusagen mit dem Pressen an und ich weiss alles irgendwie mehr zu schätzen #verliebt (ich sage nicht, dass es bei KS nicht so ist - rede aber halt von meiner Erfahrung mit SG)

Schmerzen wirst Du so oder so haben, bei der Spontangeburt während der Geburt und beim KS danach.

Beitrag von marcela78 10.01.11 - 13:48 Uhr

hatte die ersten 2 male kaiserschnitt zwangshalber. Und beim nächsten wird es ein wunsch kaiserschnitt. Nach dem dritten mal können sie mir da gleich einen reissverschluss in den bauch machen. Ja hab mir ne normale geburt nie angetan auch wenn es pda gibt. Aber wer dieses erfolgrerlebnis braucht um sich dann als frau zu sehen. . . Nur zu. Hab zwar ne kleine narbe am bauch dafür keine ausgeleierte . . . :-)

Beitrag von gingerbun 10.01.11 - 13:38 Uhr

Hallo,
ich würde immer spontan versuchen. KS wäre für mich die allerletzte Wahl und nur wenn es eben nicht anders geht.
Gruß!
Britta

Beitrag von nepumuk76 10.01.11 - 13:41 Uhr

Hallo,

ich habe meinen Sohn vor 2,5 Jahre per Wunschkaiserschnitt entbunden. Ich bin bis heute absolut überzeugt von meiner Entscheidung und werde auch mein jetziges Baby per Wunschkaiserschnitt entbinden. Ich hatte zwar total Bammel, als es dann soweit war und ich im OP saß/lag. Aber das Team war soooo super, sie haben so toll mit mir geredet und mir die Angst genommen. Mein Mann war auch dabei, aber er war mindestens genauso aufgeregt wie ich. Der Anästesist meinte, mein Kreislauf wäre super, als würde ich den ganzen Tag nix anderes machen ;-) Lag aber wirklich an den Ärzten, Schwestern, Hebammen etc. Die OP an sich lief sehr gut und schnell. Schwupsdiwups war der Kleine da, dann hat es etwas gedauert bis ich wieder zugenäht war. Danach bekommt man Schmerzmittel, aber natürlich hatte ich ein paar Stunden nach der OP (wenn die Narkose nachlässt) schon krasse Schmerzen am Bauch und konnte auch nicht direkt aufstehen. Aber dazu wird man "gezwungen" und ich musste mit zwei Hebammen ein paar Schritte machen (wegen Kreislauf etc.). Von Tag zu Tag ging es besser und nach ca. 2 Tagen konnte ich alleine aufstehen und laufen (allerdings mit Schmerzen). Ich war von Montag morgen bis Samstag morgen in der Klinik. Die Narbe hat noch ein wenig hier u. da gezwickt, was aber normal ist (Wundheilung). Sie war dann ganz schnell gut verheilt und heute erinnert nur noch ein ganz dünner Strich daran. Meinem Sohn ging es super nach der Geburt und er hatte keine Probleme. Stillen ging auch super. Heute ist er ein so quirliger, lebendiger, lustiger Junge und wir haben ein super Verhältnis. Ich kann das gar nicht verstehen, dass es Leute gibt, die meinen KS-Kinder hätten Anpassungsschwierigkeiten und eine schlechtere Bindung zur Mutter. Totaler Quatsch. Mein KS wurde 6 Tage vor dem errechneten Termin gemacht.

Gruß
nepumuk (14. SSW)

Beitrag von moeriee 10.01.11 - 13:45 Uhr

Hallo Kittycarrie! #winke

Nach meiner KS-Erfahrung würde ich dir Folgendes raten:

Warte ab, ob deine Kleine sich nicht doch noch in SL dreht. Wenn sie in BEL liegt, würde ich auf jeden Fall einen KS machen lassen. Alles andere wäre mir persönlich zu riskant. Es ist zwar machbar, aber ich würde es mich nicht trauen. Dreht sie sich doch noch in SL, würde ich auf jeden Fall eine normale Geburt versuchen. Falls es dich interessiert, werde ich dir mal erzählen, wie ein KS so abläuft. Denn ich hatte einen und wusste nicht, wie es abläuft, obwohl ich es schon aus einigen Erzählungen dachte zu kennen.

Ich wurde morgens in den Kreißsaal geschoben. Dort musste ich ein OP-Hemd anziehen und mir wurde ein Blasenkatheter gelegt. Das war wirklich superunangenehm, denn die ganze Zeit über hatte ich das Gefühl, als müsse ich auf die Toilette und könne nicht gehen. Dann wurde ein CTG geschrieben und zwar so lange, bis ich in den OP geschoben wurde. Eigentlich wollte ich eine Geburt im Geburtshaus. So in einer gemütlichen und vertrauten Umgebung. Als ich dann in den OP kam, fiel mir beinahe alles aus dem Gesicht: Grüne Fliesen, wohin ich auch schaute. Ich fand, es sah aus, wie beim Schlachter. Sorry, aber so war's leider. Mir rutschte dann noch versehentlich ein "Mei, ist das hier heimelig! Können wir nicht noch eine Aromakerze oder so was anzünden?" raus. Die Hebammen lachten schon! Dann musste ich von meinem Bett auf einen Tisch kabbeln, der dem Stuhl beim FA sehr ähnlich ist. Man liegt zwar mit dem Rücken auf einer Trage, aber die Beine sind auf so komische Ablagen gelegt. Dann wurden mir überall am Oberkörper kleine Kleberchen aufgebracht, um meine Herzfrequenz, etc. zu beobachten. Dann kam der Anästhesist und erklärte mir, dass er jetzt den Rücken abkleben würde und dann würde er mir eine Betäubungsspritze geben. Danach würde dann die eigentliche Spinale folgen. Gesagt, getan. Die Betäubungsspritze wirkte schnell. Dann sollte ich meinen Rücken so weit wie möglich rausdrücken. Gar nicht so einfach, mit einem so großen Bauch. Na ja! Jedenfalls merkte ich dann, wie er mit der Nadel an meiner Wirbelsäule herumstocherte und meinte dann, ich müsse mehr mithelfen. Es tat nicht weh, aber es war ein komisches Gefühl. Dann meinte er: "So, die sitzt!" Ich merkte nur noch, wie meine Beine ganz warm wurden. Es war, als ob meine Füße einschlafen würden. Mir kniff jemand in den Bauch und fragte dann: "Spüren Sie das noch?" Ich sagte Ja und dann wurde mein Bauch mit Jod eingepinselt. Meine Arme wurde festgeschnallt, ich bekam einen Schlauch mit Sauerstoff in die Nase und ich wurde ein weiteres Mal gekniffen, doch nun merkte ich nichts mehr. Dann wurde das besagte blaue Tuch vor meinen Kopf gehängt und ich bekam gar nichts mehr mit. Ich lag da auf meiner Liege, es rüttelte ohne Ende und ich wusste überhaupt nicht, was auf der anderen Seite des Tuches passierte. Dann sagte eine Hebamme nur: "Achtung, jetzt drückt's!" Und das tat es auch. Ich lag da und die Ärzte unterhielten sich, als ob ich überhaupt nicht da wäre. "Kind ist da! 10.39 Uhr." "Mädchen oder Junge?" "Junge!" Dann sah ich, wie eine Hebamme mit einem weißen Tuch an mir vorbei eilte. Aus dem Nebenzimmer hörte ich dann mein Kind zum ersten Mal schreien. Gesehen hatte ich es noch nicht. Alles, was danach folgte, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht erzählen, denn ich hatte eine Frühgeburt und wird bei den meisten KS eher nicht der Fall sein, da die Kinder dann fit sind. Jedenfalls wurde ich dann geklebt, in mein Bett zurückgewuchtet und in den Kreißsaal gefahren. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Meine Beine hingen an meinem Körper, als ob sie nicht dazugehören würden. Ich dachte, ich spüre sie und wollte sie bewegen. Aber es kam keine Reaktion. Die Betäubung lies nach ca. 3 Stunden nach und die Schmerzen waren schon heftig. Aber mit ein paar Mittelchen ging es dann recht gut. Ach ja: Am beschissensten waren nach dem KS die Blähungen, die ich dann hatte. Laut Hebamme kommt das wohl total häufig vor. Das Schlimme ist nämlich, dass die Muskeln im Bauch nicht funktionieren, mit Hilfe derer du pupsen kannst. So staut sich die Luft im Bauch und die bekommst Bauchschmerzen.

Klar, eine normale Geburt ist sicher auch kein Spaziergang. Aber superschön war das Erlebnis ganz bestimmt nicht. Wenn ich hier manche anderen Geburtsberichte lese, dann denke ich auch: "Man! Hättest du doch bloß normal entbinden können!" #schmoll Aber so war es eben! Ich persönlich würde jedenfalls eine normale Entbindung dem KS vorziehen.

Beitrag von moeriee 10.01.11 - 13:51 Uhr

PS: Die Schmerzen an der Narbe sind sicher nicht schön! Davor hatte ich nämlich am allermeisten Angst! Jeder hat immer gesagt: "Das ist in 3 bis 4 Tagen schon viel besser!" Nach meiner OP lag ich da mit Schmerzen und dachte nur: "Ja von wegen! Bestimmt handelt es sich bei mir um 3 bis 4 Monate!" Aber Pustekuchen! Mein Kind lag auf der ITS und so schob ich schon am zweiten Tag meinen Rollstuhl vor mir her! Nach 3 Tagen konnte ich wieder aufrecht laufen und am 4. Tag habe ich den Rollstuhl gar nicht mehr gebraucht. Am 5. Tag wurde ich entlassen und hatte schon kaum noch Schmerzen. Eher so ein ziepen. 14 Tage nach der OP war alles wie vorher. Jetzt ist es 5 Wochen her und ich merke die Narbe nur noch ab und an. Aber es sind keine Schmerzen oder so. Ab und an mal ein Ziepen, aber das war's. Es war also nicht sooo schlimm, wie ich zunächst gedacht hatte. Man muss sich nur einfach überwinden und immer wieder aufstehen und laufen. Je mehr man das macht, umso schneller geht es einem wieder besser. Man hat es also selber in der Hand. Und macht es euch nicht so schwer: Nehmt die Schmerzmittel. Nach 5 Tagen brauchte ich schon keine mehr. Seid nicht so dumm und denkt, dass ihr den Helden spielen müsst. Das dankt euch eh keiner. ;-)

Beitrag von leeoo 10.01.11 - 13:50 Uhr

Hi,

ich bin "erst" in der 17. Woche aber weiß schon jetzt für mich, dass es nur dann zu einem KS kommen wird, wenn es sich medizinisch nicht vermeiden lässt!
Natürlich hab ich auch Angst vor den Schmerzen, aber irgendwie gehören die dazu und eine normale Geburt soll die Bindung zwischen Mutter und Kind stärken und außerdem ist es einfach für alle ein unglaubliches Erlebnis!
Eine Kollegin fragte mich auch letztens, ob ich per KS entbinden will, und ich guckte sie nur ungläubig an und meinte "Auf keinen Fall!" "Aber das tut dochweh, das Kind da unten rauszupressen!" "Ja und? Meinst Du, ein KS tut hinterher nicht weh?!"

Hey, es haben so viele Frauen vor Dir geschafft, da wirst Du es doch allemal auch schaffen, oder?
Zwei Freundinnen von mir haben ihre Kinder nur per KS zur Welt gebracht, die eine sagt es war ok (beim ersten KS war es ne Not-OP und beim Zweiten ein Muss-KS, weil zu früh nach dem ersten) die andere meint, dass sie es nie wieder tun würde; sie hat Zwillinge bekommen.

Also, alles so natürlich wie nur irgend möglich ist meine Meinung ...

Du wirst es schon schaffen #liebdrueck