brauche euren rat...

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von bine1704 10.01.11 - 14:29 Uhr

hallo zusammen,

der lebensgefährt meiner schwiegermutter ist verstorben. am donnerstag ist die trauerfeier und die bestattung. ich habe einen 18 monate alten sohn den ich leider zu niemandem bringen kann. ich habe meinem mann gesagt das ich dann lieber mit dem kleinen zu hause bleibe weil ich der meinung bin das so ein kleines kind nicht zu einer beerdigung mit gehen sollte. mein mann ist aber der meinung da er noch so klein ist, das der kleine nicht wirklich was davon mitbekommt und ich könnte mich ja etwas abseits stellen. ich habe eher den eindruck das mein mann sich nicht vor seiner mutter rechtfertigen möchte warum ich nicht da bin und sie könnte es dann persönlich nehmen (wir haben nicht gerade das beste verhältnis). ich habe natürlich auch bedenken das der kleine während der trauerfeier nicht die ganze zeit ruhig ist. er ist halt erst 18 monate alt...
was würdet ihr tun?

lg sabine

Beitrag von maxundjan 10.01.11 - 17:25 Uhr

Wenn du Abschied nehmen möchtest, dann nimm deinen Sohn mit!

Wenn du keinen Wert drauf legst (muß ich leider so schreiben), dann bleib zu Hause.

Grüße,
Sandra

Beitrag von taschi76 10.01.11 - 19:23 Uhr

Warum schreibst Du das in dieser Art? -Schonmal daran gedacht, dass bei so einer Trauerfeier ganz viele Leute bitterlich weinen (auch nahestehende Menschen wie die Oma) und so ein kleines Kind das noch gar nicht verstehen kann und damit evtl. total überfordert ist? -Man sollte wirklich auch an das Kind denken, finde ich.

Gruß
Taschi

Beitrag von maxundjan 10.01.11 - 20:04 Uhr

Es gibt eben nur die Möglichkeit hinzugehen oder zu Hause zu bleiben.

Wenn sie gehen möchte, dann muß sie eben das Kind mitnehmen. Wenn sie während der Trauerfeier mit ihrem Kleinen aus der Kirche gehen muß dann kann sie das doch machen.

Ich habe noch nie gesehen oder gemerkt, das gerade so kleine Kinder stören. Ich habe auch noch nie gesehen, das Kinder während einer Trauerfeier gespielt haben, oder sich "daneben" benommen haben.

Sorry, aber hier kommt jede Woche ein Thread, soll ich oder soll ich nicht, und wenn man dann hinterfragt, findet man schnell raus, das es die erwachsenen sind, die Probleme haben mit der Beerdigung.
Und ich glaube nicht, das der Kleine sich späterdaran erinnern wird, das er mit 18 Monaten auf einer Beerdigung war.

Wenn man etwas wirklich will, dann gibt auch einen Weg und man schafft das. Glaub mir, ich weiß das zur genüge.

Grüße,
Sandra

Beitrag von oma.2009 10.01.11 - 21:19 Uhr

Hallo,

wir haben am 17.12.2010 meinen Vater mit einer Trauerfeier beigesetzt. Meine Enkelkinder (Urenkelchen von meinem Vater) waren selbstverständlich dabei. Der Große war 22 Monate und seine Schwester war 11 Monate jung. Bei uns hat der Bestatter sogar darauf bestanden, dass die Beiden mitkommen sollten. Die Beiden gehörten zum Leben meines Vaters mit dazu. Auch an der anschließenden Urnenbeisetzung waren sie mit dabei und der Große hat auch seine handvoll Rosenblätter als letzten Gruß mit auf die Urne geworfen und hat sich mit einem "Tschüß Opi" verabschiedet. Und alle Trauergäste fanden es gut, dass die Beiden mit dabei waren.
Der Tod wird heutzutage nicht mehr tabuisiert sondern gehört einfach mit zum Leben dazu.
Mag sein, dass es noch viele gibt, die anders denken aber ich fand es gut so wie es war und unsere Tochter hat auch von Anfang an gesagt, die Kleinen kommen mit, er war schließlich ihr Ticktack Opa.

LG