Besser früher oder später mit Brei anfangen?

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Beitrag von angi1987 10.01.11 - 14:34 Uhr

Hallo, irgendwann nach dem 4. und dem 6. Monat kann man ja mit Brei zufüttern beginnen.
Ist früher besser oder je später desto besser? Zur Zeit bekommt unser kleiner Mann Pre-Nahrung, also keine MuMi mehr.

Was passiert dann mit de mStuhlgang wenn man mit Brei beginnt, bei ihm ist er nämlich sehr fest zur Zeit, trotz hin und wieder Tee....

Beitrag von miau78 10.01.11 - 14:43 Uhr

Hi Du,

also wir haben nach dem 4. Monat mit Beikost angefangen und bei uns gab es keine Probleme. Im Gegenteil, er hatte dann nicht mehr so viele Blähungen.

Aber das kommt immer auf`s Kind darauf an. Das kann man nicht so pauschal sagen. Wenn Du das Gefühl hast, er ist schon soweit, dann versuche es. Wenn es nicht klappt, dann kannst Du es zu einem späteren Zeitpunkt ja wieder probieren.

Gruß, Miau

Beitrag von viofemme 10.01.11 - 14:56 Uhr

Fängt man zu früh mit Beikost an, so kann das negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes haben. Einige treten sogar erst im Erwachsenenalter auf. Beginnt man hingegen zu spät, also nachdem das Baby längst Beikostreife signalisiert hat, hat das keine Folgen. Selbst Kunstmilch versorgt ein Baby lange mit ausreichenden Nährstoffen.

Beitrag von lillyfee0381 10.01.11 - 14:58 Uhr

Hi,

also grundsätzlich kann man sich was die Beikost angeht, überhaupt nicht an einen Zeitpunkt wie z. B. 6ter Monat halten. Man fängt mit Brei an, wenn das Baby beikostreif ist und das ist es, wenn es ...

- dir jeden Bissen in den Mund schaut und mitschmatzt
- den Brei nicht mehr zurück auf den Löffel schiebt
- im Hochstuhl gestützt sitzen kann
- Essen greifen und in den Mund schieben kann

Bei uns war das mit 5,5 Monaten der Fall und seither gibt es Brei :-)

Der Stuhl wurde fester und hat die Farbe des Essens angenommen, bei Karotte z. B. war der Stuhl dann orange :-) Wenn der Stuhl etwas zu fest ist, dann geb ich Lilly etwas Apfelsaft in den Tee oder sie bekommt Apfel oder auch Pflaume in den Getreide- oder Milchbrei :-)



LG lillyfee0381

Beitrag von dentatus77 10.01.11 - 14:59 Uhr

Hallo!
Noch vor wenigen Jahren hat man gesagt, man solle auf keinen Fall im ersten Lebenshalbjahr etwas anderes als Milch füttern, da sich sonst Allergien einstellen könnten.
Heute sieht man das anders, man geht davon aus, dass ein früher Beikoststart zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat sogar Allergien entgegenwirkt.
Allerdings kommt es auch immer auf das Kind an.
Wenn dein Sohn sich noch in keiner Weise für feste Nahrung interessiert, ist er vermutlich noch nicht so weit. Es gibt aber Kinder, die bereits mit 4mon den Eltern jeden Bissen in den Mund starren und einem das Gefühl geben, sie wollen etwas ab. Das ist eines von vielen Beikostreifezeichen.
Versuch einmal deinem Kind einen Löffel in den Mund zu schieben (ohne Brei darauf). Wenn er gleich die Zunge nach vorne schiebt, ist er noch nicht soweit, das ist ein Reflex, der zum Saugen notwendig, zum Essen vom Löffel aber eher hinderlich ist. Dieser Reflex verliert sich aber im Laufe des ersten Lebenshalbjahrs.

Und was den Stuhlgang deines Kleinen angeht: Wenn der ohnehin schon recht fest ist, solltest du Karotten zunächst vermeiden, die wirken stopfend und können das Problem verstärken. Kürbis und Pastinake wirken "stuhlregulierend", wobei ich mich allerdings immer frage, was das eigentlich so genau bedeutet.
Stuhlauflockernd wirken nur wenige Gemüsesorten, da sind Apfel und Birne ganz gut.
Wenn du Gläschchen kaufst, steht das auch immer auf dem Etikett, wie gesagt, vermeide "stuhlfestigende" Gemüsesorten.

Liebe Grüße!

Beitrag von berry26 10.01.11 - 15:08 Uhr

"Noch vor wenigen Jahren hat man gesagt, man solle auf keinen Fall im ersten Lebenshalbjahr etwas anderes als Milch füttern, da sich sonst Allergien einstellen könnten.
Heute sieht man das anders, man geht davon aus, dass ein früher Beikoststart zwischen dem 5. und 7. Lebensmonat sogar Allergien entgegenwirkt. "

Das ist FALSCH! Du hast diese Studien anscheinend nicht gelesen oder nicht verstanden.

Diese Studien besagen das es für die Allergieprävention keinen Unterschied macht ob man früher oder später Beikost gibt. Sonst nichts! Es macht keinen Unterschied aber deshalb wirkt es Allergien nicht entgegen! In dieser Studie geht es rein um Allergieprävention. Von Darmreife sprechen diese Studien in keinster Weise, es wird nicht berücksichtigt! Beikost vor abgeschlossener Darmreife kann aber schlimme chron. Magen-Darm-Krankheiten zur Folge haben.

Beitrag von tantehuschie 10.01.11 - 21:26 Uhr

Hallo,
ich muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben. Deiner vorrednerin hat recht.
Vielleicht hast du die Studie nicht richtig gelesen oder nicht verstanden...

Beitrag von berry26 11.01.11 - 08:53 Uhr

Na dann zeig mir doch die Version wo es so drinsteht!!

Ich kenne das hier:
http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/neue_empfehlung_vier_monate_ausschliessliches_163244.html

Hier ein Auszug daraus:

"• Für einen präventiven Effekt durch eine Verzögerung der Beikosteinführung über den vierten Lebensmonat hinaus gibt es keine gesicherten Belege. Sie kann deshalb nicht empfohlen werden."

Also für mich heisst das nicht, das frühe Beikost der Allergieprävention dient und nochmal.... Wo wird in diesen Studien die Darmreife einbezogen? Bisher konnte mir noch keiner hier eine Studie zeigen, die tatsächlich frühe Beikost empfiehlt und alle Aspekte berücksichtigt.
Es wird in jeder Studie nur relativiert und nicht mehr von Beikost vor dem 7. Monat abgeraten. Wobei es auch hierzu genug Material gibt, was beweist das diese Studien... naja..."hingeschliffen" wurden. 2 Monate eher Beikost sind jede Menge Geld für die Industrie....

Tatsache ist:

Beikost sollte ab Beikostreife gegeben werden und nicht nach dem Kalender. Die meisten Babies sind mit vollendeten 5-8 Monaten beikostreif.

Beikostreifezeichen:

- Baby kann im Hochstuhl sitzen
- Baby kann Essen greifen und sich gezielt in den Mund schieben
- Das Baby macht Kaubewegungen beim Essen
- Es schiebt das Essen nicht mehr mit der Zunge raus

Ich gehe einfach mal frech davon aus, das die meisten Babies unter 5 Monaten das nicht können. Wenn man hier so liest gibt es aber ziemlich viele Frühentwickler und Wunderbabies.

LG

Judith

Beitrag von berry26 10.01.11 - 15:03 Uhr

Hi,

also grundsätzlich ist es so das man lieber zu spät als zu früh damit anfängt. Zu frühe Beikost kann Spätfolgen haben (z.B. Chron. Magen-Darm-Krankheiten), zu späte Beikost hat keinerlei Folgen.

Säuglingsmilch ist die einzig notwendige Nahrung im ersten Lebensjahr. Beikost ist wie der Name schon sagt für nebenBEI um das Baby an feste Nahrung zu gewöhnen.

Grundsätzlich sollte man einfach den Kalender beiseite legen und einfach sein Baby entscheiden lassen. Beikostreifeanzeichen sind nicht zu übersehen!

- Das Baby kann im Hochstuhl sitzen
- Das Baby kann und will gezielt Essen greifen und in den Mund schieben
- Das Baby kaut auf der Nahrung rum und schiebt nichts mehr aus dem Mund

LG

Judith

Beitrag von freno 10.01.11 - 18:41 Uhr

Hallo

Das mit dem frühen starten von Beikost und Allergien war wohl wirklich mal im Gespräch.

Meine Hebamme hat erzählt, dass man jetzt wieder davon abrät zu früh anzufangen. Da es vermehrt Allergien und z.T. sogar bei sehr frühem Start Darmverschlüsse vorkamen.

Meiner kann sitzen, schaut mir gierig beim Essen zu und nimmt es auch in die Hand. Aber von Essen kann keine Rede sein. Weder Brei noch Brot. Bisher nur MUMI.

Warte lieber länger als kürzer.

Gruß

Freno