Lebensmittelskandale..:-(

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Forum: Topfgucker

Nachdem am Morgen die quälende Frage: "Was soll ich heute nur anziehen?" erfolgreich beantwortet wurde, wartet schon die nächste, noch quälendere, Frage: "Was koche ich denn heute?". Auch andere Fragen rund um Rezepte und Lebensmittel sind hier am richtigen Platz. 

Beitrag von steff-75 10.01.11 - 15:12 Uhr

Hallo,
Wie ist das Bei euch mit den ganzen Lebensmittelskandalen?
wollte mal fragen ob ihr eure Einkaufsgewohnheiten verändert habt?
Kauft ihr vielleicht weniger Fleisch aber dafür beim Metzger ?
Oder Kauf ihr eure Eier auf dem Hof eures Vertrauen?
Oder ist es euch ganz egal?

Wir nun wollen jetzt nur noch einmal die Woche Fleisch essen.
Und dann ein gutes Stück Rind, Schwein oder Wild wo ich dann auch genau weiß wo es herkommt.
Früher war es bei meinen Eltern auch so gewesen dass sie ihr Fleisch auf einem Bauernhof im Ort gekauft haben. Auch Eier und Milch wurden dort gekauft.
Bin mal gespannt auf eure Antworten
Steff :-)

Beitrag von -mell1982 10.01.11 - 15:27 Uhr

Hallo Steff,
nein ich habe nichts geändert.

Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 16:37 Uhr

Das Bestreben habe ich schon lange und bin mehr oder weniger konsequent bzw. erfolgreich.
Mich stören aber nicht so sehr die Futtermittelskandale, sondern vielmehr die unwürdigen Bedigungungen, unter denen die Tiere für die Produktion tierischer Lebensmittel gehalten werden.

Ich denke, jeder kann den Konsum soweit einschränken, dass er sich tierische Produkte aus moralisch vertretbarer Haltung und Herstellung erlauben kann.

LG,

W

Beitrag von steff-75 10.01.11 - 16:52 Uhr

Ja das finde ich auch ganz schlimm...
Wenn man so was im TV sieht vergeht mir die Lust auf Essen.
Da wo ich in die Ställe gehen kann wo ich die Tier auf den Weiden sehe.
Da hoffe ich doch das mit ihnen Humaner umgegangen wird.
Da wo ich schon Jahrelang Eier, Milch und Käse und vieles an Gemüse kaufe weiß ich wie die Hühner leben und die Kühe ,von denen meine Milch kommt.

Und du hast recht das ich lieber verzichte und dann auch was gutes auf dem Teller habe.

Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 17:00 Uhr

"Und du hast recht das ich lieber verzichte und dann auch was gutes auf dem Teller habe. "

Eben, zumal wir hier alle nicht wirklich verzichten bzw. hungern müssen.
Wenn ich mitbekomme, wie normal es für viele Menschen ist, morgens, mittags, abends und zwischendurch Fleisch in allen möglichen Formen zu konsumieren und dann aber gleichzeitig über Preise gejammert wird, ärgert mich das.

Gruß

W

Beitrag von jesssy 10.01.11 - 17:22 Uhr

Hi,

ich hatte erst heute wieder das Thema mit meiner Mutter. Hast Du Gestern zufällig Anne Will geschaut?! Nein? Dann sei froh!!!


Dort wurde nämlich ein kleiner Film gezeigt, wie es auf dem Schlachthof zugeht.

Ich dachte auch, ich könnte bei dem Fleischer oder Bauern meines Vertrauens mit ruhigen Gewissen einkaufen. Aber WER schlachtet denn schon noch selber?

Mich hat es echt schockiert. Da frage ich mich doch: Was bringt es, wenn die Kuh glücklich auf der Weide grasen kann, aber dafür SOLCH einen grauenvollen Tod erleiden muss? Dies gilt selbstverständlich nicht nur bei der Kuh.

Ich frage mich wirklich: Wo soll man da denn anfangen?

Wir haben auch vor einiger Zeit unseren Fleischkonsum etwas mehr eingeschränkt und kaufen auch nicht das Günstigste. Aber woher soll ich denn wissen, welches Tier diese Qualen in der Schlachterei durchleben musste? Oder ist es wirklich human geschlachtet worden?

Es ist alles nicht so einfach. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht mehr, was ich wo kaufen soll, von den dauernden Lebensmittelskandalen gar nicht erst zu reden...

LG Jesssy

Beitrag von windsbraut69 10.01.11 - 19:44 Uhr

Doch, hab ich und mir ist heute noch schlecht, wenn ich dran denke.

Ich denke, man kann überhaupt nur Fleisch aus Direktvermarktung kaufen, bei dem man den Erzeuger kennt und sich drauf verlassen kann, dass selbst geschlachtet wird bzw. nicht in einer solchen Fließbandschlachterei.
Bekannte von uns haben selbst Rinder geschlachtet, die wurden auf dem Hof getötet und zerlegt, das war für mich okay und letztes Jahr habe ich mit einem Rinderhalter telefoniert, der annonciert hatte und Gallowayfleisch anbietet, der auch selbst schlachtet bzw. schlachten läßt.

Das Schlimmste im meinen Augen ist ja der Transport und dann die Massenabfertigung ohne Rücksicht auf Verlußte, bei der eben diese unnötigen Qualen zustande kommen. Die Haltung zu Lebzeiten ist da nur EIN Punkt.

Geflügel- und Schwein bekommt man hier auch "von Privat", da muß man eben bisschen mehr Aufwand in Kauf nehmen und einfrieren und sich bevorraten.

Alles nicht einfach aber ich glaube, wenn man sich mal festlegt, nur noch "moralisch vertretbares" Fleisch zu konsumieren, redzuziert sich allein durch den Beschaffungsaufwand der Konsum wieder.

Der Witz bei uns ist, dass wir einen Resthof haben, also alle Möglichkeiten, selbst Fleisch zu "produzieren" aber dazu psychisch nicht in der Lage sind. 2 Schweine haben wir mal gefüttert und schlachten lassen und das hat hier tagelange Trauer ausgelöst. Seitdem sterben auch unsere Hühner eines natürlichen Todes.

LG,

W

Beitrag von pocahontas60 10.01.11 - 21:02 Uhr

Hallo,

ich ernähre mich genauso wie vorher auch.
Kaufe mein Fleisch, Fisch und Co mal im Supermarkt, mal auf dem Wochenmarkt oder beim Metzger.
Wir kaufen z.B viel Fleisch da mein Mann ohne "verhungern" würde#augen
Ich und die Kinder essen nicht täglich Fleisch. Muss das nicht haben. Wenn, dann meistens Geflügel oder auch mal Schwein.
Will da gar nicht drüber nachdenken wie und wo das Tierchen vorher gelebt hat oder mit was es gefüttert wurde. Denn so ganz ohne Fleisch kann ich auch nicht.
Heutzutage ist es doch schon fast egal was man isst. Alles irgendwie "verseucht". Und das mit dem Dioxin in den Eiern usw. ist bestimmt nichts Neues. Könnte mir vorstellen das es schon länger so geht.
Am besten alles selber anbauen, Schweine und Hühner halten, Obstbäume im Garten und ein Gemüsebeet.

Naja, ich habe noch Eier im Kühlschrank und werde sie morgen im Kuchenteig verarbeiten.
Wer weiß was ich noch so im Kühlschrank liegen habe...ne, ich will´s nicht wissen. Egal ist es mir übrigens nicht.
Selbst Bio ist nicht gleich Bio. Aber was soll man dann noch essen?


LG poca

Beitrag von tina.78 12.01.11 - 06:55 Uhr

Hallo,

die gleiche Frage habe ich mir auch schon gestellt und hatte mir vorgenommen nur noch Bio-Fleisch zu kaufen.

Ich war dann am Montag beim Metzger und habe für mich 4 Scheiben bio Schinken gekauft um ein belegtes Brötchen zu machen.

Diese 4 Scheiben ( 58gr) haben 1,85 EUR gekostet !!!!!!!!!!!!!!!

Daraufhin habe ich beschlossen, dass es nicht möglich ist bei einer 4köpfigen Familie Bio-Sachen zu kaufen. Wenn ich da Schinkennudeln mache (was ja eigentlich ein preiswertes Essen ist) brauche ich 200gr Schinken und würde dafür schon 6 EUR bezahlen!!!!

Ich werde vermutlich auf Bioeier umsteigen (von Freilandhaltung) und den Rest normal kaufen. Sonst haben wir monatlich die doppelten Lebensmittelkosten :-(

LG Tina