Panik beim Autofahren...BITTE LESEN

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von karinchen28481 10.01.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

ich hab vor 3 Jahren in der Schwangerschaft meinen Führerschein gemacht.Auch sofort bestanden,hatte aber da schon immer angst beim fahren.Bin immer mit dem Gedanken gefahren *der Lehrer bremst zur Not ja mit* :-(

Nach der Prüfung bin ich dann noch 5-6 mal gefahren.Das längste waren 8km an stück.Immer am zittern,Herzschmerzen,schwitzen,verschwommenes sehen usw...

Heute haben wir einen Neuwagen probegefahren...Ich bin nur einmal auf einem Parkplatz im Kreis gefahren...Das war die absolute Hölle!Bin am überlegen ob ich jemals wieder Auto fahre....schlimm.

Ich hatte nach der Geburt eine Wochenbettdepression und bin seiddem auch deppressiv geblieben,auch in behandlung.Da wurde mir geraten täglich zu üben aber sobald ich den Autoschlüssel in die Hand nehme gehts wieder los!
Bin ohne Auto mit 3 Kindern natürlich absolut von meinem Mann abhängig.
Ich WILL ja fahren aber kann die Panik nicht kontrollieren...

Was soll das noch geben?
LG,Karin

Beitrag von tauchmaus01 10.01.11 - 18:12 Uhr

Hallo,

das tut mir sehr leid dass es Dir so ergeht.
Sicher klingt meine Antwort nicht so wie Du es Dir erhoffst, aber als Autofahrerin kann ich nur sagen.....lass es einfach.
Nicht jeder KANN Autofahren. Es ist nunmal etwas bei dem man mit ganzem Verstand bei sein muß. Es bringt nichts wenn Du Dich zwingst und dann total verkrampft hinter dem Steuer sitzt und evtl. noch ein Hinderniss wirst für andere Fahrer. Oder vor lauter AUfregung einen Fahrfehler machst.

Aber.....ich denke trotzdem Du kannst es schaffen, Du mußt nur mal loslassen und Dir den Druck nehmen.Vielleicht nochmal ein paar Stunden mit Fahrlehrer machen oder auf den Übungsplatz gehen....ein ADAC Fahrsicherheitstrainig absolvieren......


Ich kenn 2 Frauen die nicht Autofahren weil es ihnen einfach nicht liegt und sie Angst haben wenn sie fahren sollen.....und wir leben ländlich, ein Auto ist Gold wert..geht aber auch ohne.

Mona

Beitrag von asimbonanga 10.01.11 - 18:56 Uhr

Hallo,
ich glaube dein Einstieg beim Auto fahren war nicht optimal.Du warst schwanger und nach der Prüfung bist du nicht täglich alleine!!! gefahren-dabei erlangt man die nötige Routine.
Ich würde dir in absehbarer Zeit eine Ferienfahrschule ( eine Woche täglich fahren mit einem hoffentlich geduldigen Fahrlehrer )empfehlen.Und danach natürlich möglichst täglich fahren.

Was meint denn dein Therapeut ?

L.G.

Beitrag von karinchen28481 10.01.11 - 20:28 Uhr

Da ich als kind schon 2 Unfälle hatte und mit unserem Auto beim alleinefahren mal die Lurve nicht bekam weil unsere Servolenkung defekt ist,hätte ich ein Trauma.
Ich soll täglich einmal um den Block fahren und die Strecken dann verlängern....Ich finde aber immer eine Ausrede das ich nicht fahren muß!

Beitrag von seikon 10.01.11 - 22:56 Uhr

Ich kann deine Ängste nachvollziehen. Ich war in einer ähnlichen Situation.
Ich hatte totale Panik vor dem Einparken. Fahren an sich ging einigermaßen, aber parken gar nicht. Schon beim Gedanken daran habe ich Panik bekommen. Das wurde letztlich so schlimm, dass ich gar nicht mehr gefahren bin, weil ich Angst hatte, dass ich am Zielort keinen ausreichend großen Parkplatz finde. Außerdem hatte ich total Angst mit dem großen Auto zu fahren, weil er so breit und lang ist.
Alle haben immer gesagt, ich müsse nur mehr fahren, dann käme auch die Routine wieder. Aber das hat alles nix gebracht und ich war immer total fertig danach.
Ich habe dann einfach zwei Fahrstunden genommen und genau die Situationen geübt, die ich mir nicht zugetraut habe. Also parallel und quer zur Fahrbahn rückwärts einparken. 90 Minuten non stop in allen möglichen Positionen parken. Mit einem 4,5 Meter langen Kombi.
Der Fahrlehrer hat mir dabei wichtige Tips gegeben und mir wurde einiges nochmal wieder viel klarer.

Leider hat das nur bedingt was gebracht, denn ich hatte immer noch totale Panik in dem großen Auto.
Wir haben uns dann darauf geeinigt mir ein kleines Auto zu kaufen. Jetzt fahre ich einen Peugeot 107 und es war sofort (kein Scherz, wirklich SOFORT) wie weg geblasen mit meiner Angst. Bei dem Auto fühle ich mich wirklich sicher und führe Fahrmanöver durch, die ich mir vorher nie zugetraut hätte. Es sitzt wie eine zweite Haut.

Ich würde dir Raten ein Mehrstufenprogramm zu absolvieren. Als erstes solltest du eine Therapie machen um die Ängste in den Griff zu bekommen. Dann am besten noch mal ein paar Fahrstunden nehmen. Der Lehrer kann dir helfen die Ängste abzubauen. Und dann eben viel üben. Lass dich ruhig erstmal von deinem Mann auf einen Verkehrsübungsplatz fahren und übe da. Dann zuhause mit kurzen, bekannten Strecken beginnen und dann, wenn du sicherer wirst immer längere Strecken fahren.

Schotte dich nicht ab. Ich fühle mich wie neu geboren seit ich mein kleines Auto habe. Und es muss dir auch nicht peinlich sein nochmal Stunden zu nehmen. Mein Fahrlehrer fand das sehr mutig und toll, da sich das wohl nicht so viele trauen.
Vielleicht musst du auch erstmal nur das richtige Auto für dich finden. Ich bin z.B. davon überzeugt, dass ich nicht mit großen Autos fahren kann. Das hat nichts damit zu tun, dass ich nicht Auto fahren kann (ich fahre sehr gut), sondern einfach damit, dass mir ein großes Auto wie ein Fremdkörper vorkommt.

Kopf hoch, du packst das schon.

Beitrag von rusujo 11.01.11 - 11:16 Uhr

Hallo,

einen Tipp habe ich leider keinen für dich. Wollte dir bloß sagen, daß es mir genauso geht wie dir! Ich kann einfach kein Auto steuern, ich krieg da echte Panikanfälle! Und da ich keinen gefährden möchte, fahre ich lieber nicht! Auch keine kurzen Strecken!
Seit bald 20 Jahren habe ich meinen Führerschein, aber den hätte ich mir auch sparen können!
Meine Kinder und ich kommen im Alltag auch ohne Auto zurecht: wir fahren viel Fahrrad, gehen zu Fuß oder benutzen öffentl. Verkehrsmittel. Ansonsten fährt halt mein Mann. Er hinterfragt jedenfalls nicht und drängt mich zu nichts!
Manchmal ist es aber schon doof, wenn man abhängig ist von einem Fahrer. Wenn es doch Orte gibt, die nur mit dem Auto erreichbar sind, dann leiden auch die Kinder drunter. Damit meine ich: manche Nachmittagsaktionen (Turnen&Co.) die so nicht zu erreichen sind, können nicht gemacht werden, da mein Mann ja arbeitet. Noch haben sie es nicht "kapiert", daß manches nicht geht, weil Mama nicht kann. Aber mir tut das für meine Kinder immer so leid #heul

Was mich einfach total ärgert, sind die Meinungen von ach so schlauen Leuten: du mußt einfach üben, ach stell dich nicht so an, und unausgesprochen: die hat doch ne Meise. #schmoll

Beitrag von klackbusch 11.01.11 - 11:22 Uhr

Hallo

Mir geht es auch so,befinde mich momentan in einer Therapie.
Auch ich finde immer Ausreden nicht fahren zu müssen,
auch wenn ich fahre und mein Mann neben mir sitzt überkommen mich Ängste.
Ich wohne auf dem Land,habe ein Schulpflichtiges Kind und eine 1 jährige Tochter,sollte mein Sohn einmal seinen Schulbus verpassen......dann sieht es schlecht aus,selbst das würde ich dann nicht schaffe,ihn in seine Schule zu bringen.
Ich bin früher immer gerne und viel Auto gefahren,immer schnell,
bin 700km alleine mit dem Auto im Urlaub gefahren und von heute auf morgen,ich stand an einer Ampel,war alles vorbei.

LG Nicole