Beschaftigungsverbot

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Beitrag von tulpe-72 11.01.11 - 00:45 Uhr

Hallo,

villeicht ist ja hier eine Nachteule, die mir weiterhelfen kann. Google konnte es leider nicht.

Ich bin nun in der 8 Woche schwanger, und da dies eine Risokoschwangerschaft ist, will mein Arzt mich aus dem Verkehr ziehen und mir ein BV erteilen.
Jatzt habe ich gelesen, dass mein dann weiterhin sein Gehalt bekommt, also der Durchschnitt der letzten drei Monate.
Das Problem ist nur: Ich bekomme ein Grundgehalt und nochmals zusatzlich ca. 500 € "Leistungszulage. Urlaubs-und Weihnachtgeld werden auf das GG angerechnet. Kann ich bei der Lohnfortzahlung mit meinem vollen Gehalt rechnen oder muss ich mir diese 500 € abschminken?


weiß das jemand?

Beitrag von susannea 11.01.11 - 07:43 Uhr

Du kansnt mit dem vollen Gehalt rechnen wenn du das die letzten drei Moante vor dem Eintreten der Schwangerschaft hattest.

Beitrag von littlequeen 11.01.11 - 08:39 Uhr

Ich habe nur mein grundgehalt erhalten, also alle zuschläge (Nachtarbeit, schichtsrbeit) waren weg, obwohl ich die letzten 3 monate davor ordentliche zuschläge hatte....

Beitrag von susannea 11.01.11 - 10:43 Uhr

Da hast du dich ordentlich bescheißen lassen.

Beitrag von littlequeen 11.01.11 - 11:40 Uhr

nee, das kommt immer darauf an was man zusätzlich zum gehalt bekommen hat, also waren es zuschläge durch eine erbrachte arbéit, also eben weil man sonntags gearbeitet hat´, werden die nicht gezahlt, da man ja sonntags im bv nicht arbeiten geht, bekommt man immer mehr als im vertrag steht, weil man eine gehaltserhöhung bekommen hat die vetraglich nicht niedergeschrieben ist, dann bekommt man die trotzdem. kommt also immer uaf die Art an, ansonsten hätte man ja glück wenn man das BV zum beispiel nach dem monat mit dem weihnachtsgeld kriegt, dann würde man ja viel mehr bekommen, als einem eigentlich zusteht.

Beitrag von susannea 11.01.11 - 12:04 Uhr

Genau das ist eben falsch, gerade die für Sonntagsarbeit müssen auch in der Schwangerschaft gezahlt werden, da man ja ohne Schwangerschaft da arbeiten könnte!

Weihanchtsgeld ist was anderes, das ist ja nur eine vorübergehende Erhöhung!

Siehe hier:
§ 11 Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten
(1) Den unter den Geltungsbereich des § 1 fallenden Frauen ist, soweit sie nicht Mutterschaftsgeld nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung beziehen können, vom Arbeitgeber mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren, wenn sie wegen eines Beschäftigungsverbots nach § 3 Abs. 1, §§ 4, 6 Abs. 2 oder 3 oder wegen des Mehr-, Nacht- oder Sonntagsarbeitsverbots nach § 8 Abs. 1, 3 oder 5 teilweise oder völlig mit der Arbeit aussetzen.

Also gerade diese Zuschläge sind zu zahlen!

Aber gut, wenn du freiwillig drauf verzichtest, ist das natürlcih ok ;)

Beitrag von loonis 11.01.11 - 09:46 Uhr




Urlaubs/Weihnachtsgeld habe ich beim BV erhalten...
alle and Zulagen waren weg...also nur das nackte Gehalt
bekam ich ....

LG Kerstin

Beitrag von susannea 11.01.11 - 10:44 Uhr

Da hast du dich ordentlich bescheißen lassen. DAs MuSchG sagt eindeutig, dass die zu zahlen sind!

Beitrag von loonis 11.01.11 - 12:37 Uhr




Nein ,das habe ich nicht....
Sachen wie WE- Zulagen ,Nachtzulagen,Feiertagszulagen usw.
bekommt man nur ,wenn man d.Leistung dazu auch erbracht hat ...
ich bin Dauernachtwache (Krankenschwester) ...arbeite ich kein WE ,keinen Nachtdienst...dann steht mir selbstverständl. auch das Geld
dafür NICHT zu ...
Wenn ich normal Urlaub habe u. keine Nächte in dem Monat gearbeitet habe,dann stehen mir diese Zulagen ja auch nicht zu ...

Ich bin die letzte ,die sich bescheissen lässt ...

SORRY ...die Aussage ist echt daneben.

LG Kerstin


Beitrag von susannea 11.01.11 - 12:43 Uhr

Die Aussage ist nicht daneben, sondern Tatsache, denn natürlich stehen die dir zu.

Siehe hier:
§ 11 Arbeitsentgelt bei Beschäftigungsverboten
(1) Den unter den Geltungsbereich des § 1 fallenden Frauen ist, soweit sie nicht Mutterschaftsgeld nach den Vorschriften der Reichsversicherungsordnung beziehen können, vom Arbeitgeber mindestens der Durchschnittsverdienst der letzten 13 Wochen oder der letzten drei Monate vor Beginn des Monats, in dem die Schwangerschaft eingetreten ist, weiter zu gewähren, wenn sie wegen eines Beschäftigungsverbots nach § 3 Abs. 1, §§ 4, 6 Abs. 2 oder 3 oder wegen des Mehr-, Nacht- oder Sonntagsarbeitsverbots nach § 8 Abs. 1, 3 oder 5 teilweise oder völlig mit der Arbeit aussetzen.

Also gerade diese Zuschläge sind zu zahlen!

Aber gut, wenn du freiwillig drauf verzichtest, ist das natürlcih ok ;)

Beitrag von loonis 11.01.11 - 13:01 Uhr




Nein ....
es ist korrekt u. vom Anwalt geprüft...
es sind LEISTUNGSbezogene Zulagen u.
werden bei nicht erbrachter Leistung auch nicht gezahlt,
ich musste mich da auch eines besseren belehren lassen...

Sorry ,nix für ungut ...
Aber diese Gesetzestexte kenne ich alle ....


Ich hätte mit Sicherheit NICHT freiwillig darauf verzichtet ....

LG Kerstin



Beitrag von susannea 11.01.11 - 13:11 Uhr

Tja, dann glaube weiterhin, dass du kein Anrecht auf Sonn- und Feiertagszuschlag hattest, aiuch wenns wortwörtlich so im Gesetz steht

#augen

Denn das Anrehct hattest du sicherlich und was der Anwalt dazu gemacht hat, frage ich mich dann echt!

Beitrag von loonis 11.01.11 - 13:14 Uhr




Wie gesagt ,informiert Euch richtig ....
es gibt unterschiedl. Zulagen....
Einige davon werden gezahlt ,leistungsabhängige aber nicht.
Es gibt auch verschied. Urteile dazu.
Mein Anwalt ist Anwalt für Arbeitsrecht ....

LG Kerstin

Beitrag von susannea 11.01.11 - 13:30 Uhr

Es geht hier direkt um die Zulagen für Sonn- und Feiertagsarbeit, davon sprechen wir und die sind weiter zu zahlen!

DA gibts auch ncihts anderes zu!

Beitrag von powerschnecke 11.01.11 - 10:46 Uhr

Bist du gegenan gegangen?
Rechtens ist das nicht!

Beitrag von loonis 11.01.11 - 12:57 Uhr




DAS ist rechtens ,denn ich bekomme leistungsbezogene Zulagen....
wenn ich ein BV habe u. diese Leistung nicht bringe,dann stehen mir d.genannten Zulagen wie WE/Feiertags/Nachtarbeit nicht zu.
Ist übrigens vom Anwalt geprüft ....

Ich habe ordnungsgemäß mein übliches Gehalt für d.Zeit des BV's
erhalten....alles korrekt.

Auch wissen viele nicht,dass all diese Zulagen +Weihnachts/Urlaubsgeld nicht zur Berechnung des Elterngeldes herangezogen wird ...

LG Kerstin