Zwangsversteigerung

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Beitrag von michback 11.01.11 - 09:03 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich hab da mal eine Frage bezüglich Zwangsversteigerung von Immobilien.

Wir wollen ein Haus kaufen. Geplant ist es schon lange, das passende gefunden haben wir bisher noch nicht.

Jetzt haben wir gestern ein Objekt gesehen, dass eigentlich so ist wie wir es uns vorgestellt haben. Dazu noch recht günstig. Es ist aber eine Zwangsversteigerung.

Nun haben wir keinen Plan wie so was abläuft. Ist das wie auf einer Auktion? Der Meistbietende bekommt es? Wie läuft es dann mit dem Einzug falls das Haus ersteigert ist? Die Sorge meines Mannes ist, dass dann die alten Eigentümer nicht raus gehen und Ärger vorprogrammiert ist. Man kann sie ja nun auch nicht von heute auf morgen auf die Straße setzen.

Hat jemand von euch Erfahrungen damit? Oder ist es vielleicht besser normal zu kaufen?

LG und Danke für die Hilfe,

Michaela

Beitrag von vwpassat 11.01.11 - 09:24 Uhr

Bekannte haben auch aus einer Zwangsversteigerung gekauft.

Gab nur Zoff mit den Vorbesitzern.

Ich würde davon abraten, sofern es bis zum Termin noch bewohnt ist.

Beitrag von wemauchimmer 11.01.11 - 09:37 Uhr

Hi Michaela,

soweit ich (kein Experte!) weiß, wird vor der ZV der Verkehrswert geschätzt und Du musst Dir darüber im Klaren werden, in welchem Zustand das Objekt ist und wieviel Du dafür bieten willst. Du kannst es nicht unbedingt selber von innen anschauen und begutachten, nur falls der Vorbesitzer mitspielt.
Dann wird ein erster ZV-Termin festgesetzt. Hierbei müssen mindestens 70% des Verkehrswerts erzielt werden. Wenn das nicht hinhaut, wird ein zweiter Termin ohne Mindestgrenze angesetzt.
Und ja klar, es ist eine Versteigerung = Auktion = der Meistbietende bekommt's, allerdings muß wohl die Gläubigerbank das Gebot akzeptieren.
Du mußt, wenn Du den Zuschlag erhältst, 10% des Gebots sofort bezahlen (also quasi bar dabei haben).
Und der Vorbesitzer muß im Prinzip sofort raus. Er hat kein Wohnrecht und wenn er nicht geht, könnt Ihr quasi die Polizei holen. Er hat ja keinen Mietvertrag und somit auch keinen Mieterschutz.
Allerdings sieht es anders aus, wenn das Objekt tatsächlich nicht vom Vorbesitzer bewohnt ist, sondern vermietet. Dann müsst Ihr den Mietvertrag übernehmen und könntet dann allenfalls eine Eigenbedarfskündigung anstrengen, was jedoch nicht so einfach über die Bühne gehen wird, falls sich der Mieter wehrt.
LG

Beitrag von michback 11.01.11 - 09:42 Uhr

Danke für deine Antwort. Jetzt bin ich ein bisschen schlauer :-D.

Irgendwie trau ich mich an die ZV nicht so ran.

Beitrag von wemauchimmer 11.01.11 - 10:01 Uhr

War bei uns auch so. Da gab's schon mal das eine oder andere interessante Objekt, aber so etwas kaufen ohne sich selber vorher mal ein Bild machen zu können, dazu gehört schon ganz schön Mut oder Erfahrung...