Integrationsgruppe...Eure Erfahrungen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rosenfan 11.01.11 - 09:33 Uhr

Hallo,

ich bin am überlegen, unseren Kleinen in einem Integrationskiga anzumelden.

Welche Erfahrung habt Ihr gemacht?

Ich habe etwas Bedenken, dass die nichtbehinderten Kinder da ein wenig untergehen oder nicht so viel Aufmerksamkeit bekommen.

Aber die Sache an sich finde ich toll, vor allem fürs Sozialverhalten.

Was meint Ihr?

LG
Lea

Beitrag von manu123456 11.01.11 - 09:41 Uhr

eine integration im kiga bekommen nicht nur behinderte kinder.
auch kids die in ihrer entwickelung etwas zurück sind.
heißt probs mit der grob oder feinmotorik,kein eigenes körprtgefühl.

mein sohn war bis zur seiner einschulung integrationskind im regelkindergarten.ihm wurde eine integrationskaft zur seite gestellt.
die hat ihm geholfen seine probs zu beseitigen.
andere kids der gruppe sind deswegen nicht in sachen aufmerksamkeit untergegangen.

Beitrag von buzzelmaus 11.01.11 - 09:47 Uhr

Hallo Lea,

Deine Bedenken sind völlig unbegründet!

Emily ist auch in der integrativen Gruppe in ihrem Kindergarten - insgesamt gibt es 4 Kindergartengruppen + Hort.

Die Gruppe besteht aus 20 Kindern und davon sind 2 integrative Kinder. Für die Gruppe bedeutet das, dass sie 3 Erzieherinnen und immer einen Zivi haben - leider nun nicht mehr lange. Also personell besser ausgerüstet sind.

Und alle Kinder werden gleich behandelt. Die Kinder wissen nur, dass 2 von Ihnen eben noch etwas besonders gefördert werden. Da kommt dann immer eine Dame in den Kindergarten und beschäftigt sich speziell mit diesen beiden. Weiß aber nicht, wie oft das ist.

Ich kann es also wirklich nur empfehlen!

Alles Gute

Susanne + Emily Fiona *05.08.05

Beitrag von lorchen1808 11.01.11 - 09:55 Uhr

Hallo Lea,

meiin Sohn geht als Regelkind in eine I-Gruppe. Er findet es Klasse. Alle Kinder in seiner Gruppe sind sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Die gehandicapten (momentan nur ein Junge) werden richtig schön in alles mit einbezogen und machen zum Teil erstaunliche Fortschritte (auf allen Entwicklungsebenen). Habe da viele Vergleichsmöglichkeiten durch die Kinder von Freundinnen, die in andere Kindergärten bzw. Gruppen gehen.
Und die Kinder kommen auch nicht zu kurz, im Gegenteil. Unsere I-Gruppe besteht aus 18 Kindern und 3 Vollzeitkräften. Zusätzlich noch die Therapeuten die zu den Stunden kommen und sich meistens auch noch mit den anderen Kids beschäftigen.
Also, bei uns klappt alles super und bei der Schuluntersuchung bekamen alle Schulis der Gruppe bestätigt dass sie in allen Bereichen sehr weit sind für Ihr Alter.

lorchen1808 ;-)

Beitrag von girl08041983 11.01.11 - 09:56 Uhr

Hallo Lea,

ich denke diese Bedenken haben viele Eltern, aber Integrationsgruppe heißt nicht, dass ein Kind oder zwei die ganze Aufmerksamkeit bekommt und der Rest nicht. Normalerweiße haben die I-Kinder eine eigene Aufsichtsperson zusätzlich zu den normalen Erzieher/n in der Gruppe.
Meine Söhne sind in einem Intergrationskindergarten, der eine mit Förderplatz, der andere ganz normal als Regelkind.
Unterschiedlich behandelt werden sie nur in dem Sinne, dass der Große in manche Bereichen intensivere Förderung und Hilfe bekommt. Ansonsten unterscheidet sich das gar nicht. Die I-Helferinnen bei uns kümmern sich auch um die anderen, ist bei meinen Kleinen z.B. total süß, weil sich da alle darum reißen mit der I-Helferin zu spielen.

Lg

Beitrag von bensu1 11.01.11 - 09:57 Uhr

hallo,

meine beiden kinder besuchen die integrationsgruppe des örtlichen kindergartens.

körperlich oder geistig behinderte sind zur zeit nicht dort, die i-kinder der gruppe "leiden" unter motorischen entwicklungsverzögerungen (wie mein sohn, er hat sich aber jetzt zum "normalstand" entwickelt), sprachlichen entwicklungsverzögerungen (2 kinder) und ein mädchen, das als extrem-frühchen auf die welt kam.

insgesamt besteht die gruppe aus 20 kindern, die von 2 kindergärtnerinnen und einer sonderpädagogin betreut werden.

es wird sehr viel wert auf bewegung gelegt (1x turnen, 1x motopädagogik, 1x waldtag pro woche, täglich mindestens 1/2 h sind sie im garten), auf gesunde ernährung geachtet, etc. etc.

ich kann nur gutes berichten und bin froh, dass meine kinder so einen tollen kindergarten haben. :-D

lg
karin

Beitrag von joshimaus 11.01.11 - 10:21 Uhr

Hallo,

Mein SOhn geht als Regelkind in eine Integrationsgruppe.
Ich würde nicht mehr tauschen wollen.

Es sind 8 Regelkinder und 4 Integrationskinder ( Downsyndrom, Hörgeräteträger und zwei Kinder mit Entwicklungsverzögerung).
SIe werden von drei Erzieherinnen betreut.

Die anderen Gruppen bestehen aus 25 Kindern und 2 Erzieherinnen. Da bin ich froh das Timmi dort nicht ist. Die Extraförderung die Sie bekommen, da kommt extra noch jemand.

Lg SIlke

Beitrag von twins 11.01.11 - 10:48 Uhr

HI
bei uns in der Integrationsgruppe gibt es z.B. keine behinderten Kinder. Es sind eher Kinder die motorische Probleme haben, kleine Defizite oder auch nur Verhaltensauffällig sind.

Unsere Nachbarin steckt sogar ihre "normalen" Kinder dort rein, weil sie sogar mehr Betreuung/Förderung bekommen als in der normalen Gruppe.
Hier gibt es mehr Erzieher, kleinere Gruppe und eine Heilpädagogin kommt regelmäßig.

Aber ich hätte meine Kinder da nie reingesteckt, denn sie hätten all den Unsinn nachgemacht,die die anderen Kinder machen. Denn es war bei uns keine einfache Gruppe!

Grüße
Lisa

Beitrag von cori0815 11.01.11 - 11:04 Uhr

hi Lea!

ich glaube, du musst keine Angst haben, dass die "normalen" Kinder zu kurz kommen, denn die Integrationsgruppen haben ja einen viel besseren Betreuungsschlüssel: Oft kommen auf 20 Kinder 3-4 Erzieherinnen/Betreuer. Im normalen Kindergarten sind es 25 Kinder und 2 Erzieherinnen. Und wie viel Kinder auf der sozialen Ebene mitbekommen, kann man gar nicht ermessen. Vor allem auch die Fähigkeit, Empathie zu entwickeln, finde ich besonders gut in einer integrativen Gruppe.

LG
cori

Beitrag von silbermond65 11.01.11 - 11:09 Uhr

Meine Tochter geht in eine Integrationsgruppe und ich finds toll.3 Erzieher auf momentan wohl 16 Kinder und da geht niemand unter.

Beitrag von knutschka 11.01.11 - 12:52 Uhr

Hallo,

bei allen Lobpreisungen auf den I-Kindergarten muss ich doch einmal meine Erfahrung mit einem I-Kind (nicht meines) im Regelkindergarten schreiben:

Das Kind hat eine 1 zu 1 Betreuung, im Grunde steht ihm also ständig ein Erzieher zur Seite. Aber natürlich steht dieses Kind auch nicht unter permanenter Kontrolle. Das Problem an der Geschichte: das Kind ist furchtbar grob - es haut, es zieht Kinder an den Haaren (reißt sie teilweise büschelweise aus), es kneift, es beißt, es tritt... Scheinbar lässt sich das nicht vermeiden, wird aber so ziemlich totgeschwiegen - also es weiß schon jeder, aber es steht nicht zur Diskussion. Und wie sollen die anderen Kinder damit umgehen: einen Schritt zurückmachen und ganz ruhig sagen, dass sie das nicht wollen, weil das weh tut... Ich bin ehrlich, ich bin nicht glücklich damit. In unserem Kindergarten sind über 60 Kinder und alle haben Angst vor diesem einen Kind. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Kind im schlimmsten Fall mit mehreren "solchen" Kindern in der Gruppe wäre, bekomme ich Angst - aufgrund unserer persönlichen Erfahrung würde ich mich gegen einen I-Kindergarten entscheiden.

Und ja, dieses Kind bekommt im Kiga deutlich mehr Aufmerksamkeit als die anderen Kinder. Aber das liegt an der 1-1-Beteuung und fällt den anderen Kindern nicht auf, denn ihr Betreuungsschlüssel wird davon ja nicht beeinträchtigt.

LG Berna

Beitrag von donaldine1 11.01.11 - 14:16 Uhr

Hallo,
ich würde mein Kind auf keinen Fall in eine solche Gruppe geben, wenn es kein I-Kind wäre. Ja ich weiß, sowas will kaum einer hören.
Ich kenne aber die Sache mit den Integrationesgruppen zur genüge von meiner Mutter, die jahrelang welche geleitet hat.
Ihr Fazit nach vielen Jahren bezüglich der Nicht-Intergrationskinder in solchen Gruppen:
Es gibt welche, für die ist es ok oder gut. Aber es gibt auch mehr als genug Kinder, die in einer solchen Gruppe erheblich zu kurz kommen. Es ist letztlich so, daß der Ablauf oft von den I-Kindern bestimmt wird. Und diese benötigen in der Regel nun einmal mehr Aufmerksamkeit. Und diese Aufmerksamkeit fehlt manchen Nicht-I-Kindern dann schon.
Es ist also von Kind zu Kind sehr verschieden. Und woher bitte soll ich vorher wissen, zu welcher Art Kind meines da gehört. Danke nein, ich möchte sowas dann an meinen Kindern auch nicht ausprobieren.
Z.B. meine ältetse Tochetr ist eine eher zurückhaltendes Kind. Z.B. setzt sie sich oft und lange erst einmal zum Beobachten hin, sagt zunächst wenig. Ich kann mir gut vorstellen, daß sie in soeiner Integratonsgruppe untergegangen wäre.
Oder zum Beispiel Kinder, die selber etwas mehr Anregungen brauchen. Bekommen die tatsächlöcihe in einer Intergrationsgruppe genug davon, wenn viele Kinder da sind, die weitaus mehr Zuwendung benötigen?
Also ich sehe es definitiv von zwei Seiten. Es kann m.E. mal gut oder mal schlecht sein.
LG
donaldine1

Beitrag von erdbeerschnee 11.01.11 - 20:35 Uhr

Hallo,

wir haben uns letztes Jahr bewusst für einen I-Kindergarten entschieden weil 1. weniger Kinder (15 statt 22) und 2. finde ich es gut, wenn meine Tochter auch "andere" Kinder kennenlernt und das nicht alles komisch findet.

Seit gestern ist sie in einem neuen Waldkindergarten :-p

Die Entscheidung gegen den I-Kindergarten kam relativ schnell nach Ankommen dort weil 1. von 15 Kindern waren 5 I-Kinder -> das ist viel, viel zu viel !!! Davon eines Schwerstmehrfachbehindert -> brauchte ständige Betreuung durch einen der beiden Erzieher also blieb noch 1 Erzieher für 4 (!) ADHS Kinder und den Rest der wirklich hinten über fiel!

Meine Tochter wurde aggressiv, konnte nicht mehr schlafen und hat jeden Abend geweint, weil der eine Junge sie immer gehauhen hat (das kann natürlich überall passieren) seit gestern habe ich ein neues Kind Zuhause- ausgeglichen, glücklich... und sie schläft Nachts wieder :-p

Natürlich kann man das nicht alles nur am I-Kindergarten fest machen... in unserem Fall sind das aber einfach zu viele "auffällige" Kinder gewesen (5 Gruppen und in jeder 5 I-Kinder)

Erdbeerschnee #snowy

Beitrag von morla29 11.01.11 - 21:05 Uhr

Hallo Lea,

meine beiden gehen in einen I-Kindergarten und ich finde es toll. Ich finde es toll, dass sie die "Behinderungen" nicht so sehen wie wir Erwachsene, dass sie es kindlich ehrlich sehen und Rücksicht nehmen, helfen und es einfach als normal empfinden.

Bei meiner Großen in der Gruppe ist ein Kind spastisch gelähmt und einer hat ADHS. Bei der kleinen hat ein Kind PKU und ein Kind Diabethes (schreibt man das so?).

Für I-Kinder gibts auch mehr Personal!

Gruß
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3 und 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von donaldine1 12.01.11 - 15:54 Uhr

Hallo,
was mir hier auffällt:
Fast alle erklären die Entscheidung für eine I-Gruppe mit dem Lernen von sozialem Verhalten u/o dem Lernen vom Umgang mit Behinderten und ähnlich.
Ich finde das als Erklärung ehrlich gesagt relativ dürftig. Bringt ihr Euren Kindern soziale Kompetenz nicht zu Hause bei? Um eine solche zu lernen bedarf es meiner Meinung nach jednefalls keiner i-Gruppe. #kratz
LG
donaldine1