Sehe ich alles zu eng?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von sarahlie78 11.01.11 - 12:11 Uhr

Hallo zusammen!

Ich habe mich Mitte August von meinem Freund und Vater meiner Kinder getrennt. Kurz: Die Beziehung war nicht einfach. Ich habe damals auch einen Beitrag geschrieben, nur um einen kleinen Einblick in die ganze Thematik zu bekommen: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=12&tid=2789859&pid=17658413

Nun ist er dann endlich nach langem Hin und Her Anfang Dezember ausgezogen. Er kommt zwar immer noch jeden Tag (wird mir manchmal echt zu viel) und gelegentlich kommt dann auch mal ein böse und gemeine Bemerkung, aber im Großen und Ganzen können wir miteinander. Wir unternehmen auch wochenends noch gemeinsam mit den Kindern etwas.

In der letzten Zeit kommen immer wieder solche Bemerkungen. Als er ausgezogen ist, hat er mir auch gedroht, ich würde es bereuen, ich würde es schon sehen. Sein Benehmen und seine Bemerkungen lassen mich zu dem Schluß kommen, dass er mir langsam aber sicher die Kinder wegnimmt. Mein Großer ist bald alt genug, um zu entscheiden zu wem er möchte usw., sagte er vor kurzem zu mir. Mein Kind ist seinem Vater gegenüber so loyal, dass er mir nicht erzählt, worüber er mit ihm spricht- umgekehrt leider nicht so.

Am Sonntagabend als wir beim Essen waren meinte er zu unserer Kleinen (21Mon), als sie ganz interessiert der Bedienung nachschaute, ob sie auch mal bei ihrer Oma (seiner Mutter) bedienen würde.

Gestern meinte er dann, er würde kommenden Samstag in den Wald seines verstorbenen Vaters gehen und dort irgendwelche Äste absägen und mein Großer (8Jahre) solle mitkommen und die Äste dann hinausziehen und dort sammeln.

Ich finde es nicht gut, wenn mein Großer da mitgehen soll und ihm beim Arbeiten helfen soll. Mein Freund /Ex (wohnt endlich wieder bei Mama und Schwester) hat meine Kinder schon immer sehr zu seinen Eltern hinausgezogen. (In der Hoffnung endlich die Liebe zu bekommen, die er nie bekam, sondern seine jüngere Schwester) Er ist sehr darum bemüht, dass seine Mutter ja keine Arbeit hat in jeder Beziehung und leitet zumindest den Großen ganz subtil an, dort zu arbeiten. Leider merkt mein Kind das nicht. Er verwechselt kurzzeitige Beschäftigung mit ihm mit Liebe.

Ich habe für mich beschlossen, dass mein Kind nicht mit in den Wald gehen wird um dort für seinen Vater zu arbeiten.

Sehe ich die ganze Situation zu eng? Wie würdet ihr mit solchen Situationen umgehen angesichts der Vorgeschichte?

Vielen Dank für's Lesen. Ist leider etwas länger geworden.

Liebe Grüße

Sarahlie78



Ich finde es nicht gut, wenn er den

Beitrag von docmartin 11.01.11 - 12:32 Uhr

Er ist der Vater der Kinder und kann sie selbstverständlich mit zu seiner Familie nehmen. Ob der deiner Meinung nach zu oft kommt, du siene Familie nicht magst...alles nicht ausschlaggebend.
Das Einsammeln von Ästen im Wald finde ich jetzt nicht unter "harte Arbeit" fallend, auch so eine Bemerkung ist vielleicht nicht sooo geschickt, aber nicht schlimm in meinen Augen.
Kläre deine Probleme mit deinem MAnn, lass aber die Kinder außen vor. Wenn dein Großer selbst entscheidet mit wem er was bespricht ist es seine Sache, dafür ist er alt genug. Und dein MAnn kann in der Zeit die er mit den Kindern verbringt machen was er will (natürlich vorausgesetzt er fügt ihnen keinen Schaden zu).

Nur damit wir uns richtig verstehen: Ich würde innerlich Feuer spucken wenn mein MAnn im Falle einer Trennung viel Zeit mit den Kindern bei seiner Familie verbringen würde...aber das Recht dazu aht er. MAcht es euren Kindern nicht noch schwerer indem ihr sie spüren lasst dass ihr im Clinch liegt.
Gruß Franziska

Beitrag von windsbraut69 11.01.11 - 12:32 Uhr

Es sind EURE gemeinsamen Kinder?
Dann verstehe ich Deinen Beitrag nicht. Warum sollte er als Vater keinen regelmäßigen Kontakt haben und die Kinder auch mit zur Großmutter nehmen?
Hat Euer Sohn denn Spaß dabei, im Wald zu helfen? Dann würde ich dem nicht im Wege stehen und kein Ausnutzen vermuten. So furchtbar viel wird ein 8jähriger ja gar nicht wuppen können.

Gruß,

W

Beitrag von simone_2403 11.01.11 - 12:42 Uhr

Hallo

Ja,du siehst es zu eng,allerdings auch verständlich bei der "Vorgeschichte".

Ganz ehrlich...ihr tragt beide euer Ende der Beziehung auf dem Rücken der Kinder aus.

>>>Am Sonntagabend als wir beim Essen waren meinte er zu unserer Kleinen (21Mon), als sie ganz interessiert der Bedienung nachschaute, ob sie auch mal bei ihrer Oma (seiner Mutter) bedienen würde. <<<

Was ist daran so schlimm?Du glaubst doch nicht im Ernst das er eurer Tochter ein Schürzchen umschnallt und sie bis Nachts in die Kneipe zum bedienen schickt #kratz

Ich denke du bewertest die Dinge die er sagt einfach über.


>>>Gestern meinte er dann, er würde kommenden Samstag in den Wald seines verstorbenen Vaters gehen und dort irgendwelche Äste absägen und mein Großer (8Jahre) solle mitkommen und die Äste dann hinausziehen und dort sammeln. <<<

Das ist doch toll.Meine Kinder sind auch oft im angrenzenden Wald unterwegs,kommen total verdreckt aber glücklich nach Hause.Da werden Äste geschleppt und Hölen gebaut,ist doch völlig in Ordnung denn auch hier glaube ich nicht das er ihn zum Arbeiten in dem Sinn mit nimmt.

Deine Sorge ist,das er dir deine Kinder entfremdet.Ich sehe es differenzierter.Deine Kinder werden sich dir iregdnwann entziehen wenn sie bemerken das du ständig gegen den Vater arbeitest.

gruß

Beitrag von ja-wer-schon 11.01.11 - 12:48 Uhr

Liebe Sarahlie,
geht jetzt weniger um´s zu engsehen.
Aber ich denke, wenn der Kleine gerne im Wald mithilft, was ist daran dann so falsch. Mit deinem Verbot wirst du wahrscheinlich eher das Gegenteil erreichen.
Ich denke, je stärker du die Kinder in deine Richtung ziehen willst, desto stärker werden die Kinder (vom Vater mal abgesehen) sich dagegenstemmen.

Dir ist klar, daß du ihnen den Umgang mit dem Vater und der Oma nicht verbieten kannst, aber du möchtest es gerne auf ein Minimum reduzieren.
Du solltest versuchen, das anders anzugehen. Vertrau deinen Kindern, wenn sie mit Papa unterwegs sind, dann werden sie auch dir vertrauen... und dir manche Dinge selbstverständlich erzählen.

Habe mir deinen ersten Thread nicht durchgelesen, aber ich kann dir nur raten, egal was dich stört, halte die Kinder raus, sonst werden sie i-wann wahrscheinlich wirklich lieber zum Vater gehen.

LG
C.

Beitrag von sarahlie78 11.01.11 - 12:49 Uhr

Hallo,

ja, es sind unsere gemeinsamen Kinder und ich verbiete ihm auch nicht den Kontakt zu ihnen. Ich finde auch, was das momentane Besuchsrecht angeht (habe alleiniges Sorgerecht, weil wir nicht verheiratet waren) bin ich sehr tolerant. Ich glaube nicht, dass der getrennte Partner überall Tag täglich auf der Matte stehen darf. ;-)

Ich würde auch gar nichts sagen, wenn bis zur Trennung nie irgendwas vorgefallen wäre bzw. alles normal gelaufen wäre. In der Vergangenheit ist einfach ziemlich viel passiert, was ich hier so nicht alles aufzählen kann. Einen kleinen Beitrag konntet ihr ja bei der beigefügten Thread-Weiterleitung lesen.

Aber wie kommt's, dass er erst einige Wochen nach der Trennung, als er merkte, ich meine es wirklich ernst, angefangen hat, sich abends auch mit dem Großen zu beschäftigen?! Zuvor war er ihm eher lästig. Er wird von ihm auch ungerecht behandelt, bzw. wenn er schlecht drauf ist, kann es sein, das Kind kriegt mal schnell eine geschoben (ich weise ihn jedes Mal zurecht, wenn ich es mitbekomme)

Versteht mich nicht falsch, aber ich bin inzwischen soweit, dass ich wirklich Angst um meine Kinder habe. Er verarscht ihn und mich mit irgendwelchen Dingen und ich sitz dann wieder zuhause und kann ein trauriges frustriertes Kind trösten. Ist in der Vergangenheit schon viele Male so gewesen.


Vielen Dank für eure ersten Meinungen

Sarahlie78

Beitrag von simone_2403 11.01.11 - 13:03 Uhr

>>>Aber wie kommt's, dass er erst einige Wochen nach der Trennung, als er merkte, ich meine es wirklich ernst, angefangen hat, sich abends auch mit dem Großen zu beschäftigen?! <<<

er sah seine Felle davon schwimmen,wollte mit seinem ändern dem kind gegenüber beweisen,das er auch anders kann,er wollte die Beziehung nicht aufgeben und legte sich ins Zeug.

>>Er wird von ihm auch ungerecht behandelt, bzw. wenn er schlecht drauf ist, kann es sein, das Kind kriegt mal schnell eine geschoben (ich weise ihn jedes Mal zurecht, wenn ich es mitbekomme)

Das ist das Resultat,weil du ihm die Chance verwehrt hast,doch eine Familie zu sein.Es ist seine Reaktion auf seine Hilflosikgeit die er jetzt an dem Kind auslässt.Er möchte im Grunde dich abstrafen,will dich damit verletzen und sieht nicht das Leid das er da anrichtet.

Ihr solltet mit Hilfe des Jugendamtes und/oder eines Familientherapeuten klar stellen wo das Problem liegt.Dein Ex muss lernen das er mit seinem Verhalten dich nicht zurück gewinnt und er euren Kindern damit schadet.Du hingegen MUSST trotzallem Vertrauen aufbauen,auch wenn es noch so schwer ist.

Beitrag von sarahlie78 11.01.11 - 21:02 Uhr

Hallo Simone

Vielen Dank für deine Meinung.

Nun ist es ja nicht so, dass ich 1. von heute auf morgen mit ihm Schluss gemacht habe, sondern schon über eine sehr lange Zeit ihm immer wieder gesagt habe, was sich ändern sollte. Er wollte es nie hören.

2. haben ich ihm nicht die Chance verwehrt eine Familie zu sein. Diese Chance hatte er mehr als 8 Jahre lang. Der Große ist ja nicht erst seit ein paar Monaten auf der Welt sondern schon etwas länger. ;-) und da war die Beschäftigung auch nicht sonderlich intensiv.

Ich stimme dir zu, dass er mit der ganzen Situation sehr überfordert ist und nicht weiß, wie er mit der ganzen Sache umgehen soll. Ich gebe dir auch in dem Punkt recht, dass er mich mit der ganzen Sache treffen will und dafür den Jungen "mißbraucht". Aber diese "Verarschungen" galten vor der Trennung nur mir, die haben sich leider nun auch auf das Kind ausgeweitet.

Nun, ich denke, dass die Unterstützung durch's Jugendamt (ist für ihn ein rotes Tuch) oder durch einen Therapeuten nicht funktionieren wird. Wollte schon während unserer Beziehung immer wieder zur Paartherapie. Leider mit mäßigem Erfolg bei ihm.

Naja... alles gar nicht so einfach...#heul

Beitrag von muire 11.01.11 - 14:28 Uhr

Ich kann Dich verstehen und auch Deine Ängste. Und Deine Sorgen um Deine Kinder.
Du kannst sie leider nicht vor allem beschützen. Das ist bitter. Du kannst sie nicht davor schützen, von ihrem Vater enttäuscht zu werden.
Da müssen sie durch. Kinder sind nicht doof. Sie schenkne ihren Eltern (oft) unverdient bedingslose Liebe und Loyalität. Aber nach genug Jahren der wiederholten Enttäuschungen treffen sie als Teenies ihre Entscheidungen. Stellen Forderungen. Lassen sich nicht mehr täuschen.

Ich glaube das Beste wärs, wenn Du (auch wenn Du innerlich brechen könntest) Dir auf die Zunge beisst, Deinen Ex ignorierst und schöne Erlebnisse/ Unternehmungen mit Deinen Kids machst, wo sie eine lustige Mami erleben.

Ich persönlich würde meinen Ex nicht täglich auf der Matte stehen haben wollen, ich würde feste Tage vereinbaren, wo er den Großen zu sich und seiner Mutter nehmen kann zur Übernachtung, und wann er zu Beuch kommen kann, um die Kleine zu sehen.
gemeinsame Ausflüge sind immer klasse. Aber eben nicht bei dir.

Aber mach wie Du Dich wohl fühlst.
Ist ne blöde Situation, tut mri leid für Dich und Deine Kids.
Schade, dass er die Kinder instrumentalisert, schau zu dass Du das nciht auch machst.
LG

Beitrag von muire 11.01.11 - 14:30 Uhr

Achso, weiß nicht ob ich das richtig gelesen hab...er haut eure Kinder? Wenn das stimmt, würde ich ihn entweder anzeigen oder zum Jungenamt gehen, dort die Besuchsregelung treffen, er darf unter Aufsicht einer dritten Person seine Kinder sehen. Und shcöne Sachen mit ihnen machen.
gewalt wär für mich völligst tabu, egal ob Kindsvater.

Beitrag von sarahlie78 11.01.11 - 21:24 Uhr

hmm es ist schwer zu erklären. Also richtig gehauen wurde er von ihm- soviel ich weiß, bisher noch nicht. Er bekam vielleicht mal ne Kopfnuss, wird an den Haaren gezogen oder wird gemein gezwickt. Mein Ex hatte da so seine Methoden. Er hat mich auch schon des öfteren gezwickt (allerdings soll's Spaß sein... naja..)
Aber es ist nichts greifbares, das für Jugendamt oder ne Anzeige reichen würde.

Beitrag von sarahlie78 11.01.11 - 21:17 Uhr

Hallo Murie

Danke für deine Meinung.

Im Grund hast du recht. Bis jetzt wollte der Vater meiner Kinder den Großen noch nicht zum Übernachten haben,worüber ich, ehrlich gesagt, froh bin.

Nun, ich wage zu bezweifeln, dass Jugendliche irgendwann aufwachen und merken was los ist. Mein Freund/Ex ist der beste Beweis dafür. Seit wir zusammengekommen sind, bekam ich mit, wie er sich um die Liebe seiner Eltern bemühte und doch nur "Fußtritte" bekam, während die Schwester die Liebe und Anerkennung bekam. So viel zum Thema "Enttäuschungen".

Er ist/war so blind, dass er gar nicht merkt, dass seine Mutter die Kinder gar nicht wirklich will. Kurz den Leuten in der Wirtschaft vorführen und dann wieder Ruhe. Ich hab's ja immer mitbekommen. Einmal (Mai´10) war der Junge alleine bei seiner Oma. Sie war nicht im Stande sich mit ihm zu beschäftigen sondern schickte ne alte Nachbarin, die mit ihm spielen soll!
Und dann bestehen noch andere Probleme bei ihr, die ich jetzt so nicht sagen möchte... Ich kann doch niemandem, egal ob's die Oma ist oder nicht, mein Kind anvertrauen, wo sich so verhält.

Hmm, vielleicht hast du recht und ich sollte meinem Jungen mehr zutrauen/vertrauen und darauf hoffen, dass er irgendwann merkt, was gespielt wird.