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Forum: Unterstützter Kiwu

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Beitrag von scouse 11.01.11 - 13:23 Uhr

Hallo zusammen

ich lese schon seit einiger Zeit bei Euch mit und habe mich nun entschieden auch mal mitzuschreiben.
Wir versuchen schon seit über einem Jahr vergeblich schwanger zu werden. Bei mir scheint alles ok zu sein. Hatte Zyklusüberwachung, EL-US und einen Hormontest, von dem ich aber noch keine Resultate habe.

Mein Mann hat 2 SGs hinter sich.
1. Oligoasthenozoospermie
2. Normales SG
ABER: Das 2. SG wurde mit den neuen Referenzwerten gemessen und das 1. mit den alten. Gross geändert hat sich an den Werten also nichts, wir fallen einfach durch die neue Referenz in eine bessere Kategorie.
Im 1. SG konnte man den MAR Wert nicht bestimmen, in der 2. war er über 70%.

Mein FA konnte mir nicht richtig erklären, um was es sich hier handelt. Unser Kiwu-Arzt findet das alles nicht so tragisch. Geht also gar nicht auf dem MAR Wert ein. Ich habe nun rumgeforscht und gelesen, dass über 30% eine Schwangerschaft quasi unmöglich ist.

Hat irgendjemand Erfahrungen damit? Weiss langsam nicht mehr, wem ich glauben soll.

Sorry für das lange blabla

LG
Scouse

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 14:00 Uhr

Naja, dieser MAR-Test ist umstritten. Er zeigt an, wie viel Prozent der Spermien mit Antikörpern besetzt sind. Allerdings gibt es Antikörper, die sind irrelevant und dann gibt es die, die halt eine Befruchtung komplett verhindern.
Grundsätzlich ist ein hochpositiver MAR-Test (und das ist er bei euch) eine ICSI-Indikation. Man kann es aber auch erst mit einer Insemination probieren. Da werden die Spermien dann aufbereitet und senkt damit auch den Antikörper-Anteil.

Bei uns war der Sachverhalt ähnlich. Die Spermiogramme waren grenzwertig, aber die MAR-Test immer hochpositiv (teilweise 99%).
Wir haben uns gleich für eine ICSI entschieden, weil mir das mit der Insemination zu heikel war. Gut möglich, dass die Spermien die EZ gar nicht befruchten können. Dann hätte ich 0 Chancen über eine IUI gehabt. Das konnte aber keine sagen. Im Netz findet man zu dem Thema leider eher wenig hilfreiche Informationen. Ich bin damals in die Uni-Bibliothek gegangen und hab mich in Andrologie-Fachbüchern schlau gemacht.

Beitrag von scouse 11.01.11 - 14:49 Uhr

Danke für deine Antwort. Du machst mir gerade ein wenig Angst.

Der KIWU-Arzt hat nur etwas von Stimulation, etc. gelabert. Er findet nicht, dass gleich eine IUI nötig ist. Er meint, mit der sehr hohen Spermienzahl die wir haben, gleicht sich das wieder aus.

Auf der Auswertung des SGs steht aber ganz klar, dass eine IUI notwendig ist.

Mann, ist das alles kompliziert...

Habe gerade gesehen, dass bei Dir die ISCSI geklappt hat. Freut mich für Dich.

Beitrag von majleen 11.01.11 - 14:52 Uhr

Ich muss sagen ich hatte eine IUI ohne Stimmu und würde das immer wieder der Stimmu vorziehen. Sind denn deine Eileiter frei?

Beitrag von majleen 11.01.11 - 14:55 Uhr

Ich meine, ob eine BS gemcht wurde

Beitrag von scouse 11.01.11 - 15:39 Uhr

Habe keine BS gemacht. Nur ein US und der war vorbildlich.

Beitrag von majleen 11.01.11 - 15:46 Uhr

Da kann man aber keine Verwachsungen und Endometriose sehen.

Beitrag von scouse 11.01.11 - 16:09 Uhr

Hm. Hätte man bei Endometriose nicht irgendwelche Symptome? Kann sein, dass ich naiv bin.

Beitrag von majleen 11.01.11 - 16:11 Uhr

Mixt immer. Ich z.B. Hatte gar keine Symptome.

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 14:58 Uhr

Naja, aber wenn Du einen regelmäßigen ES und einen funktionierenden Zyklus hast, welchen Vorteil soll dann dieses Vorgehen haben? Wenn die Spermien es in den letzten 2 Jahren nicht geschafft haben die EZ zubefruchten, warum sollten sie es dann, wenn Du ein paar Hormönchen bekommst? #kratz
Und von einer "sehr hohen" Spermienzahl würde ich auch nicht sprechen, wenn eure Spermiogramme nach dem neuen Richtlinien gerade ausreichen.
Ich konnte in den Fachbüchern jedenfalls keine Empfehlung für ein solches Vorgehen finden.
Ganz ehrlich: Darauf würde ich mich nicht einlassen! Und ich habe sowohl von meiner Kiwu-Ärztin, als auch von meiner Frauenärztin bestätigt bekommen, dass entweder eine IUI oder ICSI ansteht.
Ganz ehrlich: ich würde mich darauf nicht einfach so einlassen. Hol Dir lieber noch eine 2.Meinung ein und entscheide dann. In Deiner VK steht ja auch, dass Du 36 bist. Da sollte man erst recht keine Zeit mehr mit unnötigen Maßnahmen verschwenden.

P.s. Danke! :-D
Ich wollte Dir keine Angst machen, sondern nur meine Erfahrungen und Recherche-Ergebnisse mit Dir teilen ;-)

Beitrag von scouse 11.01.11 - 15:45 Uhr

Ich habe das eben auch komisch gefunden. Er hat mir vorgerechnet, dass ich in jedem Zyklus nach so langem üben und in meinem Alter jedesmal eine Chance von mickrigen 4% habe. Mit Stimu wäre das dann 5%. Mit ES auslösen 6%. Super.

Habe in meinem "hohen" Alter eigentlich keine Lust, nochmals ein paar Monate mit rumpröbeln zu vergeuden.

Ärzte! #gruebel

Beitrag von motmot1410 11.01.11 - 19:18 Uhr

Die 6% aber auch wirklich nur, wenn die Antikörper wirklich keinen Einfluss auf die Befruchtung haben.
Da hätte ich auch keine Lust drauf. Ich hatte nach 1,5 Jahren erfolglosem Üben auch keinen Nerv mehr auf Experimente und dabei hätte ich vom Alter her noch etwas Zeit gehabt ;-)
Und 6%/Zyklus? Na Danke, da kann man es auch so noch weiter probieren. #kratz
Wirklich: Nehmt eure Befunde und geht zu einem anderem Arzt. Du willst ja schwanger werden und Dich nicht noch weiter frusten.

Beitrag von scouse 11.01.11 - 21:17 Uhr

Ich habe am 30. den naechsten Termin bei ihm. Mal sehen, was er meint. Wenn es nicht zufriedenstellend ist, werde ich wechseln.