KiGa-Probleme - ist meiner wirklich eine Ausnahme? *viell. Silopo*

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von familyportrait 11.01.11 - 13:25 Uhr

Hallo,

immer wieder lese ich hier von den teilweise heftigen Zuständen in KiGa oder KiTa. Böswillige Erzieherinnen, zweifelhafte Erziehungsmethoden, ignorantes Verhalten uvm. Ich weiß nicht, ist unser KiGa denn wirklich so eine Ausnahme, weil bei uns ein liebevoller Umgangston herrscht, die Kinder gerne hingehen und man mit den Erzieherinnen gut klarkommt?

Seid mir nicht böse, aber ich habe manchmal das Gefühl, viele dieser "Probleme" sind hausgemacht. Weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, daß SO VIELE Erzieherinnen, die diesen Beruf in der Regel doch aus Freude erlernt haben, plötzlich mit Kindern derart übel umgehen, sie teilweise links liegenlassen, sie schlagen usw. Ok, meine Tochter mag auch die eine Erzieherin lieber als die andere, vielleicht geraten die beiden auch mal aneinander. Aber ist das ein Grund, gleich die Gruppe oder die ganze Einrichtung zu verlassen?

Stehe ich hier wirklich allein auf weiter Flur, weil es bei uns anscheinend so normal ist?

LG Kathrin

Beitrag von silbermond65 11.01.11 - 13:36 Uhr

Stehe ich hier wirklich allein auf weiter Flur, weil es bei uns anscheinend so normal ist?

Nein,stehst du nicht.
Meine Tochter war in einer supertollen Krippe und geht jetzt in einen ganz tollen Kindergarten.

Seid mir nicht böse, aber ich habe manchmal das Gefühl, viele dieser "Probleme" sind hausgemacht.

Da geb ich dir völlig recht.Ich finde auch,hier wird sich teilweise über jeden Kleinkram aufgeregt-

Beitrag von lilly_may1981 11.01.11 - 13:40 Uhr

Hallo Kathrin,



unser Kiga ist auch super.

Meine Große hatte wirklich Anfangsprobleme, die mich ständig heulen lassen haben, aber sie ist nun in der Endegruppe (also die, wo sie die Erziherin bis zum Schuleintritt behalten) und sie geht sehr gern hin. Ihre Erzieherin ist super und ich verstehe mich auch toll mit ihr.

Meine Kleine ist seit letzter Woche da zur Eingewöhnung und hat ebenso eine tolle Erzieherin.

Also ich kann mich nicht beschweren, meine beiden mögen den Kiga und ich auch.


LG

Beitrag von twins 11.01.11 - 13:48 Uhr

Hi,
wir haben auch einen 1A Kindergarten. Tolle Erzieher, tolle Methoden, viele neue Spielideen, Förderung......und die Mütter sind super nett und verstehen sich auch recht gut untereinander.


Aber nein, es ist nicht hausgemacht, wenn es schlechte Kigas gibt, denn wir haben 3 Jahre Hölle hinter uns in einem Kiga, der sau schlecht war. Eine Erzieherin hat in zwei Jahren 8 !!! Stellen durchgemacht - die war Depressiv und hatte keinen Bock auf Kindern + Eltern. Die letzte Erzieherin wurde aus dem letzten Job mit Pauken und Trompeten gefeuert und ist bei uns gelandet. Wir hatten fast nur verkrachte Existenzen mit fragwürdigen Erziehungsmethoden.

Viele Eltern haben sich stark gemacht - dann haben wir was erreicht. Aber zum Schluß hiéß es nur noch ....wir sind ja nur noch ein Jahr drin, das bekommen wir auch noch rum.....oder die Kinder wurden ein Jahr früher in die Schule geschickt um ja da raus zu kommen. Manche Kinder aus dem Ort wurden erst gar nicht da rein gesteckt, sondern gleich im Nachbarort.

Ich könnte Dir so einiges erzählen, das Dir die Ohren wackeln...

Grüße
Lisa

...sind wir froh, das wir einen guten haben und bemitleiden die Mütter, die richtiges Pech haben. Und die Mütter, die übertreiben, wünschen wir ein bißchen Ruhe

Beitrag von sabrinchen22 11.01.11 - 13:50 Uhr

Hallo,

ich war ja eine von diesen Problemfällen. Möchte hier auch nicht wieder eine Diskussion auslösen.
Wollte nur sagen, dass ich gestern mit der Erzieherin ein Gespräch geführt habe und nun hat mein Sohn eine Erzieherin bekommen, die die Eingewöhnung übernimmt. (Die andere Erz., die das übernehmen sollte ist sehr oft nicht da) und wie gesagt, von den anderen hat ihn niemand beachtet. Aber nun ist es geklärt. Wir kamen heute in den Kiga, wurden gleich begrüßt und mein Sohn mit einbezogen. Ich konnte direkt ins Personal zimmer gehen und nach einer Stunde kam mir ein strahlendes Kind entgegen. Weil er sich angenommen fühlt. Morgen werde ich dann die Kiga für zwei Stunden verlassen.
Manchmal ist halt einfach ein Gespräch nötig.
Aber nun sind Mama, Kind und Erzieherin glücklich. Es lag nämlich einfach daran, dass sie ihrer Kollegin nicht in die Eingewöhnung pfuschen wollte.
Wenn es so weitergeht, werden auch wir in unserem Kiga glücklich sein.

LG Sabrinchen

Beitrag von twins 11.01.11 - 14:11 Uhr

HI Sabrinchen,
habe die letzten Tage Dein Posting verfolgt aber sei mir nicht böse

"Es lag nämlich einfach daran, dass sie ihrer Kollegin nicht in die Eingewöhnung pfuschen wollte"

wie kann ich solch eine Aussage treffen, wenn nun mal die Haupt-Erzieherin nicht da ist. Da muss sich doch einer für Dein Kind verantwortlich fühlen und als Ersatz helfen, oder lasse ich das Kind dann lieber im Flur weinen - nach dem Motto - geht mich ja nichts an?

Hoffe, das es ein gutes Gespräch war und nicht solche eine Aussage wörtlich kam!
Vielleicht bin ich kleinkarriert geworden aber wir haben solche Aussagen auch oft gehört.....und geändert hat sich nichts.

Grüße
Lisa

Beitrag von sabrinchen22 11.01.11 - 14:19 Uhr

Hallo Lisa,

die Aussage war natürlich blöd, ABER ich bin einfach froh, dass sie nun endlich ihrer Arbeit nachkommen und den Kleinen nicht mehr allein stehen lassen. Heute war die Erz echt super, bin mal gespannt, ob es so bleibt und wir die Eingewöhnung schaffen.

LG Sabrina

Beitrag von pinklady666 11.01.11 - 14:26 Uhr

Hallo Kathrin

Ich denke vieles ist einfach eine Sache des persönlichen Empfindens. Wobei es auch wirklich sehr schwarze Schafe unter den Einrichtungen gibt.
Wir haben einen Traum Kiga. Meine Tochter hatte nach der Eingewöhnung, die wirklich super lief, sehr große Probleme. Ihre beiden Erzieherinnen sind sehr gut damit umgegangen und haben ihr die schwere Zeit so leicht wie möglich gemacht. Marie ging aber immer gerne in den Kiga, auch wenn sie anfangs immer viel weinen musste, freute sie sich trotzdem jeden Tag auf ihre Freundinnen (und ihren besten Freund) und natürlich ihre Erzieherinnen.
Ich muss aber dazu sagen, ich habe selber schonmal in der Einrichtung gearbeitet und wusste daher dass sie sehr gut sind. Und kleinere "Zwischenfälle" haben uns nie zweifeln lassen (wir haben z.B. mal beim Abholen beobachtet dass Marie von großen Jungs geärgert, geschubst etc. wurde. Eine Erzieherin aus einem anderen Zimmer stand daneben, sah es, sagte aber nichts dazu, obwohl Marie schon weinte. Uns hatte sie zu dem Zeitpunkt noch nicht gesehen. Auf nachfrage wusste sie von nix. Hats wohl in der Tat übersehen, war mit was anderem beschäftigt, was auch immer). Marie mag nun diese Erzieherin nicht so gerne, aber man muss ja auch nicht jeden mögen. Hauptsache die Erzieherinnen sind kompetent, freundlich und motiviert.
Die Einrichtung, in welcher ich arbeite ist auch super. Meine Kolleginnen sind sehr motiviert, wir bilden uns ständig weiter und sind ein sehr gutes Team (klar, Reibereien gibt es überall, aber wir stehen immer füreinander ein, egal was ist).

Ich habe aber auch schon in Einrichtungen gearbeitet, da hätte ich mein Kind im Leben nicht angemeldet. Das Team total zerstritten, "Lieblingskinder", Kolleginnen waren unmotiviert, unfreundlich zu Kolleginnen und Eltern, faul, veraltete Ansichten, ich habe schon mobbing durch die Leiterin durchgemacht etc. Auch diese Einrichtungen gibt es und ich war froh da nicht lange bleiben zu müssen. Denn dass man dort auch nach einiger Zeit auch nicht mehr motiviert arbeitet ist doch verständlich (wobei ich immer freundlich war und versucht habe professionell zu sein, auch wenns manchmal sehr schwer fiel).

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Krümelchen (ET 22.06.2011)

Beitrag von liz.lemon 11.01.11 - 14:36 Uhr

Hi Kathrin,

ich würde mal sagen, so ein Forum ist ja dazu da, um Rat und Hilfe zu suchen. Die vielen Eltern, die gerade keine Sorgen mit ihrer Kita haben, kommen also hier kaum her, um davon zu erzählen.

Logischerweise werden die meisten Threads eröffnet, weil jemand ein Problem hat und Hilfe sucht. Daher findest du hier mehr Beiträge von Eltern, die Probleme in der Kita haben, also von Eltern, bei denen alles paletti ist.

Eigentlich ganz logisch, wenn man drüber nachdenkt, oder? ;-)

LG
Liz

Beitrag von familyportrait 11.01.11 - 15:15 Uhr

Natürlich, da hast Du sicherlich recht. Hier häufen sich wohl die Problemfälle. Aber es gibt durchaus Diskussionen, bei denen ich mich frage, ob die Mütter nicht vielleicht etwas überempfindlich sind. Was - liest man die Antworten - durchaus auch der ein oder anderen Mutter so vorzukommen scheint. Bei denen ich den Eindruck bekomme, die Mütter arbeiten regelrecht gegen den KiGa, sind schon von vorneherein negativ eingenommen.... warum auch immer. Weißt Du, meine Tochter hat mir auch schon von der einen Erzieherin etwas erzählt, was ich hier zuhause nie tun oder sagen würde. Nichts Dramatisches, aber es hat meine Tochter beschäftigt. Natürlich behalte ich das im Hinterkopf und spreche mit meiner Tochter immer wieder mal darüber, wie es ihr weiter im KiGa gefällt, ob die Frau XY nett ist usw - um die Stimmung auszuloten. Aber bei manchen Frauen hier im Forum habe ich leider dennoch das Gefühl, daß sie bei der kleinsten Kleinigkeit voller Entrüstung bei der KiGa-Leitung auftauchen.

LG Kathrin

Beitrag von inajk 11.01.11 - 14:50 Uhr

Ich denke das Problem ist, dass die Bandbreite in D riesig ist, von phantastischen bis hin zu grauenvollen Kindergaerten. Im Vergleich zu anderen Laendern ist die Erzieherausbildung in D aussergewoehnlich schwach. Das fuehrt dazu, das vieles dem Zufall, bzw dem natuerlichen Talent der Leute ueberlassen bleibt, und das variiert eben sehr stark. In anderen Laendern (zB NL) sind die Standards hoeher und man kann sich mehr auf sie verlssen. Ich erlebe hier (NL) jedenfalls viel weniger Varianz zwischen verschiedenen Krippen. In D bin ich auch regelmaessig entsetzt darueber wie gross das Spektrum ist, und dass man als Mutter offensichtlich nicht von gewissen Mindeststandards ausgehen kann.
Insofern denke ich nicht dass die Probleme hausgemacht sind, jedenfalls nicht von diesen Muettern. Von der deutschen Gesellschaft schon...


LG
Ina

Beitrag von loonis 11.01.11 - 14:56 Uhr




Unsere KiTa ist KLASSE!
Hatte dort erst 2 Krippenkinder...dann gingen /gehen beide
dort in d. Kita....
der Große jetzt in d.Hort ...

Man kann hier über alles sprechen.
Wir sind BEGEISTERT!

LG Kerstin

Beitrag von anela- 11.01.11 - 16:16 Uhr

Unsere Tochter ist jetzt schon im 2. Kindergarten (wg. Umzug) und beide Kindergarten sind suuuuuuper und alles ganz lieb. #verliebt

Beitrag von sillysilly 11.01.11 - 18:12 Uhr

Hallo

ich kenne ( leider ) beide Seiten -
manchmal muß ich hier auch Grinsen über was sich Eltern aufregen.

ich bin auch zufrieden mit dem Kindergarten meiner Töchter - 1-2 Sachen stören mich total, finde ich auch unmöglich ..... aber so wird das immer sein -
Kein Kindergarten kann einem Eltern-Ideal entsprechen, irgendein Kritikpunkt wird es immer geben.

Wichtig ist, daß sich die Kinder wohl fühlen, gut aufgehoben sind, die Betreuung persönlich ist, und ein bißchen was gemacht wird.

Meine Meinung, wenn ich grundsätzlich zufrieden bin, kann ich über kleine Sachen hinweg sehen.

Wenn mich etwas stört - gehe ich hin und spreche mit der Erzieherin
Freundlich, ohne Vorwurf, erstmal nachfragen und dann nach dem pädagogischen Hintergrund wenn es mir noch nicht schlüssig ist.




Meiner Meinung nach - Erwarten die Eltern immer mehr vom Kindergarten -
wir sind eine Familienergänzende Einrichtung für alle Eltern - nicht Einzelbetreuung für eine Familie

Es wird zu oft vergessen, daß wir 25 Kinder haben, mit 25 Eltern, mit mind. 25 Meinungen wie der Kindergarten zu laufen hat.

Die eine Familie hat ein Problem wenn beim Mittagessen die Gurke keine Biogurke war
die andere Familie verbittet sich Sand im Haar
die eine Familie will mich anzeigen, weil das Kind einen Kiesel in der Handfläche von einem Sturz hat
die andere Familie möchte mehr Freunde für die Tochter
die andere Familie mehr raus gehen, die einen nicht raus gehen weil das Kind so schnell krank wird.
das eine Mädchen darf nicht mit einem Jungen an der Hand gehen

..........

Aber wenn ich mal ehrlich bin
die meisten Erzieherinnen wechseln den Beruf
wegen den Eltern, der sich verändernde Elternschaft
und nicht wegen den Kindern

Vielleicht sollte man sich darüber mal nachdenken, bevor man sich wegen jeder Kleinigkeit aufregt.
Vor allem wie man sich aufregt und was man daraus macht


Grüße Silly

Beitrag von zahnweh 11.01.11 - 19:57 Uhr

Hallo,

unser Kindergarten ist auch super!

Allerdings sehe ich keinen Grund, deswegen einen neuen Beitrag aufzumachen. So geht es denke ich vielen.

Daher fallen hier natürlich die Probleme auf, über die berichtet wird. Über die guten freuen sich alle, aber brauchen es nicht einzeln zu erwähnen.

Und dass es sooooo viele gibt. Nun ja. Es gibt ja auch soooo viele Städte mit schnell mal 3-4 Kindergärten pro Stadt oder Kleinstadt. Manche mehr, manche weniger.

Wer weiß, vllt doppeln sich hier ja auch einige Kindergärten und es fällt nur nicht auf. Möglich wäre es. Ehrlich gesagt, schaue ich nicht bei jedem Thema auf die VK, nach der PLZ um zu schauen, ob zufällig über einen mir bekannten geschrieben wird.

Und manchmal sind es auch nicht die Erzieherinnen. Missverständnisse werden hier erst mal erfragt oder die Chemie stimmt schlicht nicht.

Wir hatten das Glück uns den Kiga in Ruhe aussuchen zu können. Wir sind nicht stadtteil gebunden, ich bin nicht auf eine Mindestlänge tagsüber angewiesen (wobei, wenn ich es wäre, müsste ich eine Tagesmutter dazunehmen oder weit fahren) und musste mich nicht schon während der Schwangerschaft entscheiden. Wir hatten das Glück, Kind und ich suchten uns den Kiga zusammen aus :-)
3 sind so gleich zu Beginn "durchgefallen". Wie gut oder schlecht vermag ich nicht zu beurteilen. Sie haben einfach nicht zu uns gepasst und wir wären wohl beide nicht glücklich. So sind wir es. #verliebt Für uns ist unser Kiga der Beste ;-)
Andere aus der Umgebung würden sich da jedoch nicht wohlfühlen, da jeder eine andere Wahrnehmung und auch andere Erwartungen hat!