Elternzeit und wieder schwanger

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Beitrag von nienna78 11.01.11 - 14:22 Uhr

Hallo,

ich bin die ganze Zeit schon im Netz am Stöbern, aber eine klare Antwort habe ich noch nicht gefunden.

Mein 1. Kind habe ich am 22.03.2009 bekommen, die Elternzeit habe ich für die vollen 3 Jahre beantragt, also bis 22.03.2012.

Nun bin ich zum 2. Mal schwanger, das Kind wird Ende Juli 2011 zur Welt kommen.

Nun habe ich gelesen, dass man Elternzeit übertragen kann, also am besten Elternzeit für das 1. Kind nur für 2 Jahre beantragt und dann das 3. Jahr an die Elternzeit für das 2. Kind dranhängt, so dass man insgesamt auf 6 Jahre kommt.
Nun frage ich mich, ob ich von Anfang an einen großen Fehler gemacht habe, indem ich die Elternzeit für Kind 1 auf 3 Jahre beantragt habe?
Würde das bedeuten, die Elternzeit von Kind 2 beginnt im März 2012 (mit Ende von Elternzeit Nr. 1) und endet wenn das Kind 2 wird?? Also im Juli 2013??

Ich blick's echt nicht mehr und hoffe ihr könnt mir helfen (..und hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt!).

Grüße
Nadine

Beitrag von kati543 11.01.11 - 15:01 Uhr

Willst du denn wirklich so lange zu Hause bleiben? Selbst dein Jüngstes ist da ja schon eine Weile im Kiga.
Alle Elternzeit, die nach dem 3. Geburtstag eines Kindes genommen wird, bedarf ohnehin der Zustimmung des AG. Also kannst du mit ihm reden und ihn fragen, ob du die Elternzeit abbrechen und dann an die Elternzeit deines 2. Kindes dranhängen darfst. Abes, wie schon gesagt, es bedarf dabei der Zustimmung des AG. Selbst wenn du vo vornherein nur 2 Jahre beantragt hättest, müsstest du für das 3. Jahr die Zustimmung haben - da das Kind dann ja schon älter als 3 ist. Ohne Zustimmung geht das nur bis zum 3. Geburtstag.

Beitrag von littlequeen 11.01.11 - 17:35 Uhr

du kannst auf jeden fall füt dein zweites auch 3 jahre nehmen, wärst dann also insgesamt 5 jahre zu hause. ob du einmal benatragte EZ für das erste kind wieder verlegen kannst, das weiss ich jedoch nicht. Würde da mal in deiner satdt im referat für kinder,jugend und familie nachfragen, die können dir bestimmt helfen.

Alles gute

Beitrag von nienna78 11.01.11 - 18:56 Uhr

Vielen Dank an euch!!

Habe mittlerweile herausgefunden, dass man die ehemals beantragte EZ für das erste Kind vorzeitig beenden kann (mit Zustimmung des AG, der aber rechtlich zustimmen MUSS, falls keine triftigen Gründe gegen die Verlängerung sprechen). Somit kann man die Restmonate an die EZ des 2. Kindes hängen.

http://www.kanzlei-borschel.de/index.php?option=com_content&view=article&id=774:vorzeitige-beendigung-der-elternzeit-uebertragung-von-restelternzeit-&catid=51:arbeitsrecht&Itemid=129

Grüße
Nadine

Beitrag von susannea 11.01.11 - 22:28 Uhr

Ganz klar, ja du hast einen Fehler gemacht.

Schon alleine weil dir nun das Vollzeit Mutterschutzgeld verloren geht.
NUn bekommst du nur 13 Euro täglich.

Du kannst jetzt entweder die Zeit abbrechen, dann ist sie aber weg, das Mutterschaftsgeld bleibt es trotzdem ;) oder du läßt sie zu Ende laufen und nach der 1. Elternzeit die Zeit bis zum 3. Geburtstag vom 2. Kind ran. MIt Zustimmung des Ag kannst du dann die restlichen Zeit (maximal 12 MOAnte) auch noch hintern ranhängen.

Beitrag von nienna78 12.01.11 - 14:08 Uhr

Und wieso geht mir das volle Mutterschutzgeld verloren?
Sorry, ich bin echt nicht in der Materie drin?
Wie hätte ich das vermeiden können?
Ich wusste ja im Voraus nicht, wann ich wieder schwanger werde u. wollte nicht nur Elternzeit auf 2 Jahre beantragen, sondern wusste, ich will 3 Jahre zuhause bleiben.

Werde jetzt nächste Woche meinen AG anrufen u. ihn über die SS informieren und eben sagen, dass ich die EZ für Kind 1 vorzeitig beenden möchte, EZ für Kind 2 anschließen möchte und den Rest der EZ von Kind 1 hinten anhängen möchte.
Dann bin ich noch zuhause, wenn das 2. Kind etwas über 3 ist.

Kann ich auch sagen, ich möchte erstmal 2 Jahre EZ für Kind 2 nehmen u. Rest-EZ von Kind 1 dranhängen u. dann noch das eine Jahr Rest-EZ Kind 2 bei Bedarf dranhängen?

Sorry, wenn ich doofe Fragen stelle, aber ich finde das nirgends richtig schön übersichtlich u. verständlich geschrieben.
Vielleicht sollte ich einfach mal mit meinem AG sprechen.

Grüße
Nadine


Beitrag von nienna78 12.01.11 - 14:23 Uhr

und das würde dem auch widersprechen, dass ich das volle MuSchutzgeld verloren habe:

Nach Beendigung der Elternzeit lebt das ursprüngliche Arbeitsverhältnis in vollem Umfang wieder auf. d.h. die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer ist
verpflichter ihrer / seiner Arbeitskraft im vertraglich vereinbartem Umfang bereitzustellen und die Arbeitgeberin bzw. der Arbeitgeber ist zur Zahlung
der entsprechenden Vergütung verpflichtet. Beginnt eine weitere Mutterschutzfrist vor Ablauf einer Elternzeit oder schließt sich der Beginn
einer neuen Schutzfrist unmittelbar an eine Elternzeit an, braucht die
Mutter ihre Arbeitskraft nicht zur Verfügung stellen. Auch wenn eine Frau
wegen erneut einsetzender Mutterschutzfristen ihre Arbeitskraft nicht zur
Verfügung stellen muss, ist der Arbeitgeber dennoch nicht von seiner
Verfpflichtung zur Zahlung der entsprechenden Vergütung befreit.

Da das ruhendes (Vollzeit?-)Arbeitsverhältnis mit dem Beginn der
Mutterschutzfristen wieder auflebt, besteht ab diesem Zeitpunkt der Anspruch
auf den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld nach § 14 Absatz 1 Satz 1
und 2 Mutterschutzgesetz (MuSchG). Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses wird
aus den letzten drei abgerechneten Kalendermonaten vor Beginn der
Mutterschutzfrist berechnet. War die Mitarbeiterin in diesem Zeitraum nicht
erwerbstätig, bilden ggf. die letzen drei abgerechneten Kalendermonate, d.h.
Monate in denen eine Gehaltsabrechnung erstellt worden war, die
Berechnungsgrundlage. Bitte denken Sie daran, dass zwischenzeitlich
stattgefundene Tariferhöhungen bei der Berechnung des Arbeitgeberzuschusses
zu berücksichtigen sind (§ 14 Absatz 1 Satz 3 MuSchG).

Beitrag von susannea 12.01.11 - 19:00 Uhr

Ein neuer Mutterschutz ist nach BEEG kein Grund um eine Elternzeit zu beenden, d.h. die Elternzeit beenden kansnt du erst nach dem Mutterschutz und somit gibts keine volles Mutterschaftsgeld.

Lediglich die 13 Euro täglich.

Auch wenn du nciht wußtest, wie du zu Hause beliebn willst, eigentlich geht iene Verkürzung nicht, das geht nur, wenn dir der AG freundlich gesonnen ist.

Eine Verlängerung von 2 auf drei Jahre geht aber imm er, also das nächste Mal (auch jetzt fürs 2. Kind) nur auf die geforderten 2 Jahre festlegen und somit dann imemr noch flexibel sein.

Du kannst deinen AG nett bitten dein 3. Jahr zu übertragen, machen muss er es nicht!

Beitrag von nienna78 12.01.11 - 21:37 Uhr

ok, das heisst die Elternzeit Kind 1 läuft bis Ende des MuSchu Kind 2?

aber wenn ich die EZ Kind 1 nur auf 2 Jahre beantragt hätte, dann würde diese jetzt im März 2011 enden - ich bekomme aber Kind 2 erst Ende Juli - also wären ja noch knapp 3 Monate dazwischen, was wäre damit dann passiert? hätte ich die EZ auch nur 3 Monate verlängern können, bis der Muschu Kind 2 beginnt?
hätte hätte...jetzt ist es eh zu spät.

denke schon, dass mein AG mitmacht was die Verlängerung angeht, ist ein großer Konzern u. ich bin schon 10 Jahre dabei u. grundsätzlich war die Perso immer sehr freundlich.



Beitrag von susannea 12.01.11 - 21:44 Uhr

Du kannst auch für wenige Tage, WOche oder ähnliches nehmen, dann hätte man genau die richtige Länge festlegen können ;)