Welche Schulform?

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von dani11978 11.01.11 - 14:25 Uhr

Meine Tochter besucht die Grundschule 4. Klasse und steht
die Frage an, in welche weiterführende Schule sie gehen soll.
Sie hat einen 3er Durchschnitt, tut sich in Mathe etwas schwer, ansonsten kommt sie gut mit. Die Lehrerin schlägt vor, sie erstmal auf die Hauptschule zu schicken! Ehrlich gesagt möchte ich das auf keinen Fall! Wie weit kommt man denn heute noch mit Hauptschule????
Ich weiss jetzt einfach nicht was ich tun soll!
Was denkt ihr? Wo würdet ihr euer Kind hinschicken?

Beitrag von claudi2712 11.01.11 - 14:32 Uhr

Mit nem 3er-Schnitt auf die Hauptschule - ja nee ist klar. Gott, manche Lehrer...

Realschule!

LG
Claudia

Beitrag von mutzekiepchen 11.01.11 - 15:09 Uhr

In einigen Bundesländern wird die Schulform durch die Noten vorgeschrieben. Sollten die Eltern mit der Entscheidung der Lehrer nicht einverstanden sein, müssen die Kinder eine Aufnahmeprüfung bestehen. Das tun allerdings die wenigsten.
Und in Sachsen z.B. ist für Gymnasium in 3 Fächern 2,0 Pflicht. Für Realschule 2,5 und bei 3er Durchschnitt ist es nunmal Hauptschule.
Nicht das ich das gutfinden würde. Aber so ist es numal.

Beitrag von rienchen77 11.01.11 - 14:35 Uhr

schick sie auf die Realschule.... für die Hauptschule ist sie zu gut....

Beitrag von anniha 11.01.11 - 14:37 Uhr

Kommt drauf an, in welchem Bundesland Ihr wohnt... Hier gibt es z. B. die IGS (Integrierte Gesamtschule), fände ich eine passende Schule.

Beitrag von delfinchen 11.01.11 - 14:43 Uhr

hallo,

wenn deine tochter zu den eher jüngeren gehört, würde ich sie auf die hauptschule schicken und dann nach der 5. klasse neu entscheiden. da die 5. klasse überwiegend wiederholung der 4. ist, kann sie so gut lücken schließen.
ich hatte viele schüler, die nach der 5. hauptschule auf dsa gym oder die realschule gewechselt sind und dort gut klarkommen.

ein 3er schnitt und probleme in mathe sind erstmal keine guten voraussetzungen für eine realschule, es sei denn, man will sie von anfang an durch misserfolge demotivieren.

in bayern braucht man beispielsweise für das gym eine 2,0 und für die realschule 2,5, um "einfach so" wechseln zu können. alles andere entscheidet dann der elternwille, oft kriegen wir aber genau die schüler dann in die 9. klasse hauptschule zurück, völlig demotiviert und ohne selbstvertrauen in dem wissen, an einer schulart gescheitert zu sein und oft mit der vorgesagten meinung, dass sie nun an die deppenschule müssten. das sind dann die, die unsere 9ten klassen ruinieren.

mit einen guten quali kann man noch die mittlere reife machen, von dort auf die fos etc. oder man macht nach dem quali einen guten berufsabschluss, hat dann auch einen mittleren abschluss und kann über die bos die (fach)hochschulreife machen.

stellt bitte die hauptschule nicht immer automatisch als sackgasse hin.
auch da gilt: kein abschluss ohne anschluss. dafür muss man aber ausreichend informiert sein, um zu wissen, welche möglichkeiten es alles noch gibt.

lg,
delfinchen

Beitrag von nicky131974 11.01.11 - 18:35 Uhr

Finde deine Antwort super Delfinchen#winke#pro

Beitrag von dani11978 11.01.11 - 14:53 Uhr

danke schon mal für eure Antworten!
Zur Ergänzung: Wir wohnen in Hessen.

Beitrag von risala 11.01.11 - 15:37 Uhr

Hi,

gibt es in Hessen keine Gesamtschulen mit Föderstufe in der 5. und 6. Klasse mehr?

Ich bin damals mit allen Schulfreunden von der Grundschule in die Gesamtschule gewechselt. Im 5. und 6. SJ wurden die Hauptfächer in Kurse eingeteilt (A = Gym, B = Real, C = Haupt). Innerhalb dieser 2 Jahre konnten die Kurse problemlos gewechselt werden, wenn die Noten passten (oder eben auch nicht). Erst ab der 7. klasse gab es dann die Trennung Gymnasium, Realschule, Hauptschule.

Das tolle an der Gesamtschule war, dass wir Freunde trotzdem alle zur gleichen Schule gingen und uns in Freistungen, Pasuen etc treffen konnten.

Gruß
Kim

Beitrag von manavgat 11.01.11 - 15:39 Uhr

Leider ist es so, dass da wo Gesamtschule draufsteht, keine wirkliche Gesamtschule mehr drin ist...

Deine Erfahrungen gelten für Deine Kohorte. Auf heute kannst Du das nicht übertragen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von risala 11.01.11 - 16:22 Uhr

Hi,

die Schule, auf die ich gegangen bin IST auch heute noch eine echte Gesamtschule. Die Förderstufe gibt es ebenfalls noch - ich weiß das von einigen ehemaligen Schulfreunden, deren Kinder mittlerweile dort hingehen.

Gruß
Kim

Beitrag von darleens-mom 12.01.11 - 09:24 Uhr

Hallo,

kann deine Antwort nur bestätigen. Meine beiden Kids besuchen ebenfalls eine Gesamtschule in Hessen.

Nach fünf Jahren G 8 wechselte "unsere Gesamtschule" wieder in die alte integrierte Form mit Eingangsstufe (Förderstufe 5/6).

Ich halte dies persönlich für ein gutes Konzept und die "Schulabschluss-Statistiken" sind in unserer Schule relativ gut. Nur eine handvoll Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss, die meisten schaffen einen guten Realschulabschluss mit Qualifikation. Hauptschülern wird bei der Lehrstellensuche geholfen und ein Ausbildungsverbund mit umliegenden ausbildenden Firmen gegründet. Hauptschüler bekommen somit gute Ausbildungsstellen, die auch angemessen bezahlt werden, meist mit späterer Übernahmegarantie.

Finde die Entwicklung, dass Kindern und jungen Menschen suggeriert wird, dass diese mit Hauptschulabschluss nichts im Leben erreichen können, sehr bedenklich. Nicht jedermann schafft das Abitur bzw. möchte diesen Weg einschlagen.

Grüße Tanja

Beitrag von manavgat 11.01.11 - 15:16 Uhr

Die Lehrer sind manchmal seltsam weltfremd.

Ein Mädchen mit Hauptschulabschluss wird Friseuse oder schwanger, sagen Dir diejenigen, die mit Berufsfindung zu tun haben. Selbst wenn sie eine Lehrstelle finden, werden sie oft ausgebeutet und bekommen nach der Lehrzeit keine Stelle oder für 3 Euro fünfzig...

Mit einem Dreierschnitt kannst Du sie auf die Realschule schicken. Viele Kinder entwickeln sich später noch gut, wenn man sie lässt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von sechisi 11.01.11 - 15:46 Uhr

Hallo,

wenn bei euch im Umkreis vorhanden würde ich mich für eine IGS entscheiden!

Wenn nicht auf jeden Fall die Realschule probieren, die Kinder entwickeln sich doch noch, bei dem Notenschnitt würde ich mich da gar nicht so schwer tun!

In Hessen können Eltern auch entgegen der Lehrerempfehlung die Schulform frei wählen!

#winke, sechisi

Beitrag von engelchen28 11.01.11 - 16:50 Uhr

wenn sie einen 3er durchschnitt hat, wäre sie in bayern definitiv hauptschulkind, ob's den eltern gefällt oder nicht...! der rat der lehrerin sollte nicht unterschätzt werden, allerdings auch nicht überbewertet. was du auf keinen fall möchtest, ist nicht ausschlaggebend, sondern das, wozu deine tochter schulmäßig in der lage ist.

Beitrag von dani11978 11.01.11 - 16:54 Uhr

oh weija, eure Meinungen sind ja alle sehr unterschiedlich!
Erstmal danke dafür!
Aber schlauer bin ich nun nicht wirklich...
Ich finde die Entscheidung sehr schwierig, und man will ja als Mutter nur alles richtig machen für die Kinder....

Beitrag von nicky131974 11.01.11 - 18:33 Uhr

Hier geht man ab 3,0 in die Hauptschule. Und wo ist das Problem. Manche brauchen halt ein Weilchen länger.

Und nicht jeder schafft Gymi wer aufs Gymi geht . Und auch als Hauptschüler kann man studieren. Wenn man ehrgeizig ist. Ist doch kein Beinbruch.

Schlimmer finde ich unbedingt auf Real oder Gymi und dann es nicht schaffen.


Lg Nicole

Beitrag von yvschen 11.01.11 - 19:33 Uhr

hallo bin gerade zufällig hier gelandet und der thread hat mich interessiert

3 er schnitt? bedeutet 3,0?

Ich weiß das ich in der 4 klasse 1,8 hatte und auf die realschule bin.Und das erste zeugnis in der 5 war schon nur noch bei 2,2.
Ist aber auch schon ne wiele her. Keine ahnung wie das jetzt ist.Ich weiß aber, ich hätte gymnasium damals nicht geschafft, vor allem nicht in sachsen wo es das G8 ja schon immer gibt.
Und ich war sogar sehr gut in mathe.(bis zur 6 klasse)

Lg yvonne

Beitrag von asimbonanga 11.01.11 - 19:40 Uhr

Hallo,
auf eine Haupt-und Realschule mit zweijähriger Förderstufe.Danach fällt die Entscheidung leichter.Es gibt auch Gesamtschulen die bis zum 7. Schuljahr gemeinsam unterrichten.

L.G.

Beitrag von emily86 12.01.11 - 13:33 Uhr

Hallo,

wie wäre es mit einer Realschule Plus?
Weiß nicht, ob es das schon bei euch gibt,
wäre aber sicher eine gute Lösung!

LG

Beitrag von struwwelpeter 12.01.11 - 13:48 Uhr

Für mich ein klarer Fall für die Realschule.

Auf die Hartz-IV-Vorbereitungsanstalt würde ich mein Kind nicht schicken.

Beitrag von delfinchen 12.01.11 - 13:59 Uhr

hallo,

es gibt auch nicht wenige akademiker, die auf hartz 4 angewiesen sind.

lieber vorbereitung auf einen handwerklichen beruf als auf einen philosophie-/bwl-/ .... studiengang, mit denen man entweder deshalb keinen job findet, weil es fern ab jeder realität ist oder weil es völlig überlaufen ist.
wohlgemerkt, gymnasium sollte eine eliteschule sein, komisch nur, dass mittlerweile der großteil der schüler (40%, wenn man gleichmäßig auf realschule, gymnasium und hauptschule verteilen würde, dürften es gerade 33% sein) dorthin kann! kein wunder, das das niveau immer mehr sinkt.

grüße,
delfinchen

Beitrag von nicky131974 12.01.11 - 15:38 Uhr

#contra#klatsch#bla#augen

Beitrag von nicky131974 12.01.11 - 15:39 Uhr

sollte Struwelpeter gelten nicht delfinchen das obere Posting von mir

Beitrag von delfinchen 12.01.11 - 17:25 Uhr

hallo nicky,

hab ich schon so verstanden :-), schließlich hast du ja auf meinen anderen beitrag auch geantwortet :-)
schön, dass du meine meinung teilst.

lg,
delfinchen