Natürliche Geburt nach Kaiserschnitt???

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Beitrag von alyson84s 11.01.11 - 16:32 Uhr

Ich hoffe auf ein paar hilfreiche antworten.
Kurze Geschichte, bin in der 33 SSW und es ist noch nicht ganz ein Jahr her da kam mein Sohn per Notkaiserschnitt auf die Welt. Dies fand ich damals schon traurig, denn er lag perfekt nur die wehen kamen nicht. Dann wurde mit Tablette eingeleitet, aber immer noch keine Wehen. Dann sind seine Herztöne abgefallen und sie mussten einen Kaiserschnitt machen wo ich unter Vollnakose war. Das heißt ich habe weder den ersten Schrei gehört noch ihn als einer der ersten Menschen gesehen, was ich heute noch traurig finde, aber froh bin das er gesund und munter ist.
Nun bin ich sehr schnell wieder schwanger geworden und mom liegt mein Kind noch in der BEL was alles andere als toll ist, aber ich hoffe noch darauf das sie sich dreht. Falls sie dies tut, wie sieht es aus, hab ich durch meinen Kaiserschnitt der dann gerade mal 13 Monate zurück liegt überhaupt eine Chance auf eine natürliche Geburt? Hat jemand erfahrung mit kurz auf einander folgenden geburten wo die erste ein Kaiserschnitt war?
Ich wünsche mir so sehr eine natürliche Geburt werde aber nichts machen was mein Kind gefährdet. Nur weiß ich nicht ob ich das schaffe nur per PDA betäubt das im OP mitzumachen. Davor graut es mir ein wenig. Hoffe ihr könnt mir helfen.

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 19:21 Uhr

hallo

also das ist wahrscheinlich immer unterschiedlich, zb ob die narbe gut verheilt ist usw

ich hab vor 18 monaten einen ks bekommen und werd jetzt , wenn alles gut geht spontan in einem geburtshaus entbinden



du solltest mal deinen arzt oder hebi fragen

lG

Beitrag von kanand 12.01.11 - 11:21 Uhr

Hallo,
Ich würde es auch nicht nochmal machen. Mir ist das gleiche passiert wie Tragemama.
Der Kaiserschnitt war 14,5 Monate her. Ich wollte spontan entbinden und laut Krankenhaus sprach auch nichts dagegen. Meine Tochter lag richtig, war sehr Klein, die Narbe sah gut aus um US ein Tag vorher. Es sprach wirklich nichts dagegen.
Ich haatte gerade 1h Wehen und irgendwas kam mir komisch vor also bin ich in den Kreißsaal dort wurde ein CTG gemacht. Zuerst sah alles gut aus.
Nach 10 Minuten konnte ich nicht mehr liegen vor Schmerzen,ich richtete mich etwas auf und dachte das CTG sei verrutscht weil ich keine Herztöne mehr hörte . Ich klingelte nach der Hebi. Als die Kam brach sofort Hektik plötzlich standen zig Menschen im Raum, Hektik, Mitlerweile machte mein Kreißlauf nicht mehr so ganz mit und meine Erinnerungen sind verscheommen. Innerhalb weniger Minuten war ich im OP. Ich wachte auf Intensivstation auf mein Kind nicht da. Es hatte einen schweeren Sauerstoffmangel und lag in der Kinderklinik auf Neointensiv. Das ganze ist jetzt fast 14Monate her. Die Kleine ist Entwicklungsverzögert. Ich habe das ganze immer noch nicht verdaut, mache mir vorwürfe warum ich unbedingt eine normale Geburt wollte ... .

Aus meiner Erfahrung herraus würde ich sagen tu dir das nicht an. Es mag selten sein (so selten find ich es aber garnicht 1,5% das heißt bei 3 von 200 Geburten kommt es vor), aber wenn es einen trifft... .

LG kanand

Beitrag von kanand 12.01.11 - 11:29 Uhr

sorry falsch angehängt
der post galt der threateröffnerin
lg kanand

Beitrag von tragemama 11.01.11 - 20:46 Uhr

Ich würde es nicht mehr probieren. Mir ist (KS-Abstand 25 Monate) die alte Narbe gerissen. Wir haben Glück, dass meine Tochter und ich leben. Wenn ich lese, dass es Geburtshäuser gibt, die Frauen nach Sectio im Geburtshaus spontan entbinden lassen, läuft es mir kalt den Rücken runter. Meine Ruptur hat sich durch ganz leichte Schmerzen angekündigt, hätte ich nicht sowieso auf dem OP-Tisch gelegen, wären wir gestorben.

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 20:59 Uhr

genau, weil es bei dir so war wird es bei allllllennn frauen der welt so sein!!! #augen

Beitrag von sogehtdasnicht 11.01.11 - 21:19 Uhr

Sie sagte das es IHR kalt den Rücken runterläuft.
Wenn man so ein Erlebniss hatte kann ich verstehen das man dem Ganzen nicht so positiv gegenübersteht.

Ich hatte auch einen KS, würde mein nächstes auch sehr gern spontan entbinden und werde das auch in jedem Fall versuchen.
Dennoch kann ich die Angst dieser Mutter sehr gut nachempfinden!

Liebe Grüße und einen schönen Abend wünsch ich Dir!

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 21:40 Uhr

und ich sage MEINE meinung. man muss nicht immer von sich auf andere schließen..

natürlich ist ein gebärmutterriss nach einem KS bestimmt nicht schön und zudem auch noch extrem selten.

mich nervt das nur das sie egal zu was ich schreibe ihre komentare abläßt..

desweiteren kann auch in einer noch so hoch gesprochenen klinik was passiern.

Beitrag von widowwadman 11.01.11 - 21:59 Uhr

Klar kann die Ruptur auch in einer Klinik passieren, das leugnet ja keiner. Aber wenn sie in einer Klinik passiert, hast du eine bessere Chance das zu ueberleben, als ausserhalb einer Klinik.

Bin ueberrascht, dass die dich im Geburtshaus ueberhaupt annehmen, hier drueben ist ne vorherige Sectio Ausschlusskriterium.

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 22:22 Uhr

wo wohnst du denn??

bei uns kann man trotz KS entbinden, aber das ist wohl es überall anders ?!
vielelicht liegts am weg zur nächsten klinik oder so?

Beitrag von widowwadman 11.01.11 - 22:37 Uhr

In York.

Normalerweise sind die hier drueben, zumindest in dem NHS trust der fuer mich zustaendig ist sehr offen. So wird z.B. bei komplikationslosen Schwangerschaften auch Hausgeburt direkt angeboten (bei vorherigem KS natuerlich nicht), da muss man auch keine Rufbereitschaft o.Ae. bezahlen.

Aber bei vorherigem KS hat man, je nach Vorgeschichte, die Wahl zwischen "trial of labour" sprich, man kann eine vaginale Geburt im KH versuchen, halt unter staendiger Ueberwachung, oder geplantem KS. Ne Hausgeburt oder Geburtshausgeburt wuerde in dem Fall keine Hebamme mitmachen.

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 22:42 Uhr

schöner wohnungsort bestimmt :)

denk maal echt das das überall unterschiedlich ist, also es gibt ein paar hebammen bzw geburtshäuser die das auch anbieten unter bestimmten punkten natürlich

Beitrag von tragemama 11.01.11 - 22:06 Uhr

Dein Name war mir bisher kein Begriff, falls Du Dich tatsächlich von mir verfolgt fühlst, liegt das wohl eher an einer gewissen Profilneurose...

In einer gut ausgestatteten Klinik gibt es eine Chance, nach einer Ruptur zu überleben - woanders nicht. So einfach ist das.

Andrea

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 22:21 Uhr

ich meinte dich zwar nicht aber egal..

selbst in einer ausgestattete klinik passieren jeden tag fehler und auch da sterben menschen. du kannst also nicht sagen das eine klinik das beste ist!! in deinem fall , war natürlich die klinik das beste, aber in anderen fällen zb nicht.

ich weiss auch nicht warum es bei dir zur ruptur kam ,aber das heisst ja nicht das ein ks das beste ist was auf einem ks folgen kann

Beitrag von widowwadman 11.01.11 - 21:28 Uhr

Ne Ruptur mag selten sein, aber die Konsequenzen sind nun mal wenn nicht schnellstmoeglich Hilfe da ist toedlich, ggfs fuer beide. Das da ein Geburtshaus risikoreicher ist als ein Krankenhaus, liegt doch auf der Hand.

Ich wuerd fuer nen Natuerlichkeitsfetisch nicht riskieren wollen, dass meine Kinder ohne Mutter aufwachsen muessen, und allein aus dem Grund schon im KH entbinden wollen.

Beitrag von alessa-tiara 11.01.11 - 21:36 Uhr

Natuerlichkeitsfetisch<----- gut ist immer über andere die man nicht kennt ein urteil zu bilden. dann entbind im kh und werd glücklich. ;)

so werd jetzt mit meinem Natuerlichkeitsfetisch noch schnell in den wald düsen , holz hacken damit wir gleich die frischgesammelten beeren bei einem frisch gebrühten tee aus ebend getrockneten kräutern trinken können ;)

Beitrag von oekomami 12.01.11 - 13:53 Uhr

Hallo,

aber in einem guten Geburtshaus wird nicht gewartet bis es soweit ist.

Ich wollte auch erst ins Geburtshaus, durfte aber wegen einer Erkrankung des großen nicht, bzw. die Hebammen haben mich nicht genommen.

Bei der Geburt des zweiten ist es zu Komplikationen gekommen. Damals meinte ich gut das ich in der Klinik war. Meine Hebi hat sich dann den Geburtsbericht angeschaut und meinte ich hätte mich schon 2 Stunden bevor es in der Klinik die ersten großen Anzeichen gegen hat in die Klinik geschickt, weil dort die Untersuchungen schon viel zu schlecht fürs Geburtshaus gewesen wären.

Meine Freundin wollte auch nach der Sectio im Geburtshaus entbinden. Dafür musste erstmal die Narbe vermessen werden und als die Okay war durfte sie dort entbinden, aber das erste Mal wo sie schmerzen in der Narbe hat wurde sie sofort in die Klinik geschafft.

Dafür wäre eine Mutter aus dem GVK fast in der Klinik gestorben, weil die Hebammen dort keine Zeit hatten und meinten ihre Narbe tun nicht weh sondern das wären Wehen und sie sollte sich nicht so anstellen.

LG

Beitrag von tragemama 11.01.11 - 22:05 Uhr

Das hab ich nicht gesagt. Ich sagte nur, dass ich es nicht empfehlen könnte, weil es unter Umständen lebensgefährlich sein kann. Glaub mir, ich kenn die Statistiken gut und weiß, wie klein das Risiko ist.

Beitrag von natm 12.01.11 - 13:10 Uhr

Hallo!
meine Geburten sind zwar 30 Monate auseinander hatte aber auch beim ersten einen eiligen KS wegen geburtstillstand( komplett offen , rutschte weiter und schlechtes CTG )
meine Kleine kam vor fast 8 Monaten zur Welt, spontan ohne PDA im KH...vorher war mein Becken ausgemessen worden , der grosse hatte KU 36cm.... die Kleine war zierlicher und womit kein Problem... regelma¨ssige wehen hatte ich erst bei 6-7 cm oeffnung ab da waren es noch 2 Stunden bis sie da war .
ABER, ich sollte keinen Tropf kriegen damit es schneller gehen soll oder sonst wie nachgeholfen werden

ich würd an deiner stelle mit deinem Fa alles abklären... das Risiko bei einer sehr nahen SSfolge ist natürlich höher aber wenn man das gut abklärt ist es wahrscheinlich nicht so hoch....
Meine Mutter hat auch vor 30 Jahren nach einem KS normal entbunden und die SSfolge war recht schnell.

alles gute
lg
natm

Beitrag von miau2 12.01.11 - 17:39 Uhr

Hi,
such dir ein Krankenhaus, das nicht kaiserschnittfanatisch ist (ist nicht immer leicht zu finden).

Dort sollte es gründliche Untersuchungen und Beratungen geben.

Das Risiko einer Ruptur besteht, aber es ist sehr gering. Und es kann noch minimiert werden, wenn eben entsprechende Untersuchungen stattfinden.

Bei mir wurde beim zweiten Kind per Vaginal-US die innere Narbe vermessen und danach eine Empfehlung (spontan versuchen können oder doch lieber direkt KS) ausgesprochen. In dem guten halben Jahr zwischen der Einführung dieser Untersuchung und meinem Termin gab es mit diesem Verfahren keine einzige Ruptur, so lange der Empfehlung gefolgt wurde. Und da waren bei den weit über 2000 Entbindungen meiner Klinik im Jahr einige Frauen dabei, die nach einem KS spontan entbunden haben - auch, weil meine Klinik die spontane Geburt dem KS vorzieht, wenn es keine wirklichen Gründe dagegen gibt.

Also, such dir einen guten Arzt, lass dich beraten - ich kann dir zu den Chancen bei so kurzer Schwangerschaftsfolge nichts sagen, ich kann dir nur sagen, dass ich beim ersten einen ungeplanten KS hatte und beim zweiten eine problemlose Spontangeburt (2,5 Jahre Abstand allerdings).

Und ich habe meine Entscheidung (und es war MEIN Wunsch, der von meiner Klinik voll unterstützt wurde) nie bereut und würde es wieder so machen.

Viele grüße
Miau2

Beitrag von alyson84s 12.01.11 - 17:50 Uhr

Danke für die vielen Antworten. Und ich glaube ich werde einen Kaiserschnitt machen lassen.
Auch wenn ein Riss nicht so häufig vorkommt weiß ich das ich alles tue damit mein Kind gesund und munter auf die Welt kommt und ich will nichts riskieren.
Meine kleine ist sowieso eine woche zu weit entwickelt, also zu groß. Nicht viel, aber das wäre noch ein punkt dagegen.
Ich finde es schade wenn frauen die natürlich entbinden können es nicht tun, ich meine erstgebärende wo nichts dagegen spricht, gesundheitlich und co.
Und ich bin so neidisch auf alle die es natürlich geschafft haben. Aber mein Baby ist das wichtigste und wenn ich diesmal wenigstens den ersten Schrei höre kann, ist es doch was.
Werde nächste Woche mal ins Krankenhaus fahren und mit denen das absprechen.
Also noch mal danke.

Beitrag von nadinedier 15.01.11 - 06:39 Uhr

Hallo,

ich habe nach einem KS (Geburtsstillstand bei 7 cm, Blasensprung knapp 48 Stunden vorbei) nach 16 Monaten spontan entbunden. Trotz T-Schnitt an der Gebärmutter (meine Tochter war total verkeilt) hatte das KH keine Einwände. Lediglich die Oberärztin kam sehr rasch dazu hatte ich das Gefühl. Ich hatte bei meinem Sohn auch einen Geburtsstillstand bei 7 cm und da hat die Oberärztin während einer Wehe- ich war auch an den Wehentropf angehängt- den Muttermund übers Köpfchen geschoben und 15 Minuten später war er da.
Es ist es wert und viel viel schöner als ein KS !
Frag in deinem KH nach, ich habe das Buch "die selbstbestimmte geburt" gelesen, die Hebamme dort belegt, wie selten eine Ruptur eigentlich ist.
Was wir aber schon gemacht haben, also meine HEBI und ich, ist dass wir alles unternommen haben, um optimale Voraussetzungen zu schaffen für die Geburt, wie Akupunktur, Nachtkerzenölkapseln in die Scheide, Himbeerblättertee, Globulis.
Und es scheint funktioniert zu haben.
Alles alles Liebe!


Liebe Grüße

Nadine