mein baby (fast 4mon.) braucht kein TEE oder WASSER, ich STILLE!!!

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von klfruechtchen 11.01.11 - 16:41 Uhr

hallo ihr lieben #liebdrück

oder lieg ich mit meiner meinung so falsch??? will natürlich nicht das meinem baby was fehlt, also korrigiert mich wenn ich falsch liege!
ich stille seid geburt voll, mein Junge hat noch nie eine Flasche gesehn.

ABER: krieg dauernd zu hören gib doch Tee oder abgekochtes wasser...der hat doch durst....der muss sich mal daran gewöhnen.

wie ist das bei euch????

danke Sabrina mit LARA 8Jahre und Bastian 19.9.2010

Beitrag von tauchmaus01 11.01.11 - 16:43 Uhr

Durfte ich mir auch anhören...

Tine wurde 7 Monate voll gestillt. Sprich, auch der "Snack" zwischendurch oder ein flottes Durstlöschen wurde voll und ganz durch Stillen gedeckt.

Eine Flasche hat sie nie gesehen, mit 7 Monaten haben wir mit Beikost angefangen und dann auch gleich aus dem Becher mit stillem Wasser nebenbei.

Mona

Beitrag von steffi0413 11.01.11 - 16:52 Uhr

Hallo Sabrina,

NEIN! Ein vollgestilltes Baby (auch ein Flaschenkind) braucht keine zusätzliche Flüssigkeit.

Das kann sogar noch Probleme verursachen (Bauchweh; nimmt den Platz im kleinen Magen vor Milch, dadurch kann die Milch weniger werden, das Baby schlechter zunehmen; Saugverwirrung...)

LG
Steffi

Beitrag von kris0712 11.01.11 - 17:18 Uhr

Nein Du liegst nicht falsch. Was ist den Bitte Muttermilch, keine Flüssigkeit #kratz. Luisa wird nun sechs Monate voll gestillt und demnächst fangen wir mit BLW an, dabei bekommt sie nen Becher mit Wasser hingestellt, damit sie sich auch daran gewöhnt, aber ich werde sie weiterhin stillen.

LG Kris

Beitrag von nico1976 11.01.11 - 17:45 Uhr

Hallo,
oh, das kenne ich;-)
Habe meine Maus 6 Monate voll gestillt und sie hat
NIE zusätzlich etwas zu trinken bekommen.
Sie hat auch nie die Flasche genommen.
Jetzt haben wir mit Beikost angefangen und sie
trinkt Wasser oder Tee.
Liebe grüße
Nico

Beitrag von widderbaby86 11.01.11 - 17:49 Uhr

ich hab`s gemacht und bin sehr froh darüber! emily wollte nämlich über wochen hinweg keine flasche und spätestens wenn es an beikost geht braucht deiner wasser oder tee, also lieber schon mal dran gewöhnen, sonst hast du einen kleinen komplettflaschenverweigerer wie meine freundin!

so steine auf mich, ich warte...

Beitrag von perserkater 11.01.11 - 18:26 Uhr

Und was wäre so schlimm daran wenn ein Stillkind die Flasche komplett verweigert? Meine Tochter hatte noch nie eine im Mund. Braucht man doch auch gar nicht. Mit 6 Monaten klappte das trinken aus der Schnabeltasse/Becher bei meinen beiden Kindern ohne Probleme. Flaschen sind doch für Flaschenkindern da.

Beitrag von ratpanat75 11.01.11 - 18:31 Uhr

Und wozu brauchen Kinder eine Flasche mit Gumminippel #kratz?
Meine Kinder hatten nie eine Flasche, sie haben bei Beikostbeginn einfach aus einem normalen Becher getrunken.
Verstehe die Logik von "damit sie sich daran gewöhnen" nicht.

Beitrag von tauchmaus01 11.01.11 - 19:53 Uhr

Nur mal als Info:

Ein Baby braucht keine Flasche.
Stillkinder kommen wunderbar mit dem Becher aus....meine Tochter hatte nie eine Flasche bekommen. Nach dem Stillen gleich einen Becher...auch keine Trinklernbecher oder so einen Schnickschnack....ein normaler Becher.

Das Kind Deiner Freundin scheint clever zu sein!

Beitrag von hoffnung2010 11.01.11 - 20:03 Uhr

ich werf keine steine.....

ABER:

mein kind braucht keine flasche!!

ich hab bis jetzt und werd auch weiter stillen. - sobald eine mahlzeit ganz ersetzt ist, trinkt sie aus nem becher wasser. fertig. probiert haben wirs schon, klappt super, als hätt sie nie was anderes gemacht.

mein kind wird NIE aus ner flasche trinken (müssen).

ich finds toll. :-)

lg

Beitrag von mamakw 11.01.11 - 18:03 Uhr

Hallo,

nein du machst das genau richtig. Ich voll gestilltes Baby braucht kein Wasser und keinen Tee. Gibt man Wasser oder Tee, dann wird der Magen nur unnötig gefüllt und die Milchproduktion gerät durcheinander.

Meine Ärztin rät sogar bei Fieber von der zusätzlichen Gabe von Wasser ab, lieber öfters und dafür kürzer stillen. Als erstes fließt die Milch, die einen höheren Wasseranteil hat.

LG mamakw

Beitrag von strubbelsternchen 11.01.11 - 20:13 Uhr

Ja, ja, das krieg ich auch dauernd zu hören. Ohren auf Durchzug schalten!!

NEIN mein Süßer kriegt nur reine Mumi und die reicht ihm auch völlig. Was hätten denn da die lieben Neandertaler getan, die hatten ja auch keine Fläschen mit Tee parat für ihre Stillkinder!!#rofl

LG#winke

Beitrag von quink 11.01.11 - 21:56 Uhr

Hallo

Meine Kleine ist nun jährig. Und ich stille immer noch. Natürlich nicht mehr voll (ca. 3 x pro 24 h).

Bis in den Sommer habe ich sie nur gestillt, keine weitere Flüssigkeit mehr gegeben. Im Sommer war es aber so heiss bei uns (7 Monate alt), sie kam fast jede Stunde oder öfter, so dass ich ihr zwischendruch Wasser gab. Alle 2 1/2 h gestillt und zwischendurch Wasser. Ich hatte einfach keine Lust alle 15 Minuten meine Brüste auszupacken.

Jetzt im Winter würde ich auch keine zusätzliche Flüssigkeit geben.

Kopf hoch und nicht hinhören was alle so predigen.

Viele Grüsse
Quink#sonne

Beitrag von klfruechtchen 11.01.11 - 23:38 Uhr

Danke für die vielen Antworten!!!
dann werd ich das erstmal so weitermachen!!!
und morgen gehts zur U4.

gruß Sabrina

Beitrag von ayshe 12.01.11 - 07:38 Uhr

Ist zusätzliche Flüssigkeit für gesunde, voll gestillte Babys notwendig?

Von Denise Both, IBCLC

Immer wieder wird stillenden Müttern gesagt, dass Muttermilch alleine für ihr Kind nicht ausreichend sei und sie unbedingt Tee oder Wasser zugeben müssten. Die für diese Empfehlung angeführten Gründe sind vielfältig, stehen jedoch im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Empfehlungen zur Stillförderung, die UNICEF und WHO im Rahmen ihrer Initiative "Stillfreundliches Krankenhaus" veröffentlicht haben.

Zusätzliche Gaben von Tee, Glukoselösung oder Wasser sind bei einem voll ausgetragenen, gesunden Baby, das ausschliesslich mit Muttermilch ernährt wird, nicht notwendig und können den Stillerfolg erheblich gefährden. Auch wenn unter unseren westlichen Verhältnissen nicht zu erwarten ist, dass das Kind durch verunreinigtes Wasser Schaden nimmt, so können sich zusätzliche Flüssigkeitsgaben bei einen Neugeborenen auf andere Weise auswirken.

Zusätzlich gegebene Flüssigkeit füllt den Magen des Babys und verringert so sein Interesse am Gestilltwerden. Ein Baby, dessen Magen mit Tee gefüllt ist, erhält nicht genügend Kalorien. Tee und Glukoselösungen wirken sich störend auf das Stillen aus. Babys, die derartige Flüssigkeiten erhalten, neigen dazu, mehr an Gewicht zu verlieren als Babys, die ausschliesslich gestillt werden.
Zusätzlich verabreichter Tee (oder Glukoselösung) trägt zur physiologischen Neugeborenengelbsucht bei. Untersuchungen haben ergeben, dass die Bilirubinwerte eines Babys um so höher liegen, je mehr Tee es in den ersten Lebenstagen erhalten hat. Das Mekonium (erster Stuhlgang) ist sehr bilirubinreich. Kolostrum hat eine abführende Wirkung und hilft dem Baby bei einer beschleunigten Ausscheidung des Mekoniums. Dadurch wird der Bilirubinwert niedrig gehalten. Zusätzlich gegebener Tee hingegen regt nicht zu Darmbewegungen an, verursacht eine Rückabsorption des Bilirubins in den Körper des Babys und trägt somit zur physiologischen Neugeborenengelbsucht bei. Auch während einer Phototherapie bei verstärkter Neugeborenengelbsucht sollte das Kind bevorzugt häufig Muttermilch statt Tee erhalten
Wird Flüssigkeit mit einer Flasche gegeben, kann dies zu Stillproblemen, einer Schwächung der Saugfähigkeit oder Ablehnung der Brust führen. Ein Neugeborenes kann auf den Wechsel zwischen Brust und Flasche während der ersten Lebenswochen mit Verwirrung reagieren. Eine Saugverwirrung kann zu gravierenden Stillproblemen führen.

Auch bei heissem Wetter ist es nicht notwendig zusätzliche Flüssigkeit zu geben. Muttermilch genügt auch in dieser Situation als vollwertiges Nahrungsmittel und enthält genau das richtige Verhältnis von Flüssigkeit und Nahrung, um Hunger und Durst des Babys zu befriedigen. Wichtig ist jedoch, dass die Mutter das Baby nach Bedarf stillt, was bei heissem Wetter häufiger der Fall sein kann.

Quellen:

Mohrbacher und Stock: The Breastfeeding Answer Book, 1997
Lauwers und Shinskie: Counseling the Nursing Mother, 1999
Goldberg und Adams: Studie veröffentl. im Arch. Dis. Child, 1983
Sachdev, Krishna, Puri et al.: Zusätzliche Flüssigkeit für voll gestillte Kinder im Sommer in den Tropen, Lancet 1991