1. Geburtstag und kann noch nicht sitzen

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von missy0675 11.01.11 - 16:42 Uhr

Hallo,

eigentlich gehören wir erst ab Sonntag hierher, da wird Bernhard ein Jahr alt. Er ist motorisch ein Spätenwickler und ein kleines Faultier, robbt seit ca. 8 Wochen, gedreht hat er sich auch erst mit 8,5 Monaten. Er hatte wohl auch laut Osteopathin wo wir 2mal waren eine Beckenblockade, mit knapp 9 monaten war ich dann noch sicherheitshalber auf Anraten des hausarztes beim ki nderorthopäden. Der hat dfann noch eine angbelich mini-mini-blockade am Hals "mobilisiert" und gesagtz, er wäre halt ein gemütlicher und würd schon werden. na ja, bin ja gespannt was der Hausarzt jetzt am Freitag bei der U6 sagt bzw. ob Bernhard dann zur Frühförderung überwiesen wird (ist wohl irgendwas nach Bobath, kennt das jemand - Ftrühförde3rung und/oder Bobath)? Sitzen könne ist doch ein Soll bei der U6 oder? Bei Bernhard haperts halt an der Kraft im Rücken, er fällt auch um wenn man ihn hinsetzen würde, es geht also nicht nur darum daß er sich nicht von selber hinsetzt...konnte eines von euren Kindern am 1. Geburtstag noch nicht sitzen, wenn ja, wann hats dann geklappt?

Grüsse,
missy mit Berní

Beitrag von atarimaus 11.01.11 - 16:48 Uhr

Hi,

finde ich schon spät. Was sagt denn dein Kinderarzt dazu?
Würde mal schauen, was dessen meinung ist.

Gruß
Beate

Beitrag von missy0675 11.01.11 - 17:08 Uhr

Hallo Beate,

wir gehen eigentlich nur zum hausarzt, wie viele hier in der gegend, er macht alle Us, hat mal in der Kinderklinik gearbeitet und wird hier von Müttern anderen Kindern empfohlen. Er macht auch die U6 am Freitag und hat mich als ich mit 8 Monaten ein Rezept für krankengymnastik wollte (wegen den Blockaden) zum Kinderorthopäden geschickt, der ja nichts behandlungswürdiges festgestelt hat. na ja, dann wollte ich nicht wieder hin bzw. hab halt abgewartet bis jetzt zur U6.

Grüse,
missy

Beitrag von lydia08 11.01.11 - 19:00 Uhr

Hallo missy!

Hier habe ich dir mal etwas zum Bobath Konzept raus gesucht! Insgesamt kann ich dir noch dazu sagen, das es eine sehr sanfte Art ist, die dir und deinem Kleinen gut tun wird!

"Das Bobath-Konzept strebt einen Lernprozess des Patienten an, um mit ihm die Kontrolle über die Muskel-spannungen und Bewegungsfunktionen zu erlernen bzw. wieder zu erarbeiten. Während der Behandlung lernt der Patient unter den Händen des Physiotherapeuten normale Bewegungsabläufe am eigenen Leib kennen. Das Üben der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen, Gleichgewichtsübertragungen von einer auf die andere Körperseite stehen im Vordergrund der Behandlung. "

Ansonsten kann ich dir noch dazu sagen, unser Sohn hat sich immer auf die Fersen gesetzt und sehr lange nicht mit Beinen nach vorn (war aber dann alles ok...)...muss also nichts Schlimmes heißen, aber wenn ihr euch mal zum SPZ (Sozialpädiatrischen Zentrum) überweisen lasst, dann wird er da mal genau untersucht und eventuell eine Frühförderung begonnen?! (Das kann dann verschiedene Bereiche beinhalten je nach Bedarf) Bobath wäre einer Therapie, die meistens eine Physiotherpeutin durchführt. ...so das fiel mir jetzt dazu ein.


Wenn du noch Fragen hast, immer her;-)

Viele Grüße und alles Gute

Lydia08.

Beitrag von missy0675 11.01.11 - 22:11 Uhr

Sozialpädiatrisches Zentrum klingt ja gut, wusste gar nicht, daß es das bei uns in der Kreisstadt gibt...ich glaub die machen daß da im Gesundheitsamt...wird er da auch neuroligisch untersucht werden, meinst Du? Weil mir das ja weiter unten hier empfohlen wurde.
Geht mir ja v.a. darum daß nichts schlimmes dahintersteckt und Probleme an den Hüften soll er natürlich auch nicht bekommen. Und dadurch daß er immer schwerer und größer wird (er war schon bei der U5 mit seinen 73cm und 8,45 kg nicht gerade zierlich und dürfte jetzt 80-81cm und 10,5 kg habne tut er sich ja wahrscheinlich auch immer schwerere mit dme hochkommen..na ja, seine Schwester meitne heute er wäre ganz kurz mal gekrabbelt, vielleicht überrascht er usn ja an seinem geburtstag alle).

Grüsse,
missy

Beitrag von schnuffel0101 11.01.11 - 20:33 Uhr

Finde ich ehrlich gesagt auch etwas spät. Unser ist ja schon ein gemütlicher, aber sitzen konnte er doch weit vor dem ersten Geburtstag (ca. 8 Monate). Dafür läuft er jetzt noch nicht frei.

Beitrag von joline81 11.01.11 - 21:05 Uhr

hallo,

wir haben auch so ein kleines faultier.

-gedreht hat er sich mit ca 7 monaten.

dann kam laaaaange nicht neues dazu. unsere Kiä hat deshalb die U6 vorgezogen (da war unser kleiner ca. 10 monate)
sie empfahl uns eine sehr gute osteopathin.

-nach der ersten behandlung drehte er sich endlich auch vom bauch zurück auf den rücken.

-nach der zweiten behandlung ist er losgerobbt (11 monate)

-alleine hingestezt hat er sich mit 12,5 monaten

-nach der dritten behandlung kam er in den 4-füßlerstand

-er krabbelt seit er 13 monate ist

-und zwei tage später zog er sich das erste mal in den stand

-jetzt mit 14,5 monate läuft er an möbeln entlang und krabbelt so schnell, dass man fast nicht hinterher kommt #schwitz

er hatte blockaden im brustwirbel, schlüsselbein und im kreuzbein.

ich drücke euch die daumen, dass er bald losflitzt ;-)

Beitrag von missy0675 11.01.11 - 21:51 Uhr

Osteopathin habe ich lieder auch shcon bei unserem Doc. erwähnt - war ja 3x auf eigene Kosten da und hab dann eben ein rezept für KG erbeten mit dem die Osteopathin auch hätte abrechnen können - na ja, das war genau das falsche, mein Arzt hält gar nicht von der Dame und/ oder osteopathie (ok, ist auch nicht im katalog der gesetzlichen kasse - mir hatte er aber auch schon mal "was alternatives" auf KG aufgeschrieben, ich konnt also nicht ahnen daß er so reagieren würde). Allein kann ich die Kosten für eine längere Osteopathen behandlung wirklich nicht tragen...
ich denek wenn berni mal krabbeln würde, würde er auch sitzen anfangen, aber so robbt er halt fröhlich vor sich hin..wenn ich wüsste daß alles i.O. wäre wärs mir ja wurscht um ein paar Monate früher oder später, ich komm mir nur immer schon wie eine schlechte Mutter vor weil mein Kind noch nicht sitzen kann - werd ja natürlich auch überall darauf angesprochen - dabei hab ich bei ihm nichts großartig anders gemacht als bei der Großen - die schon mit 6 Monaten gekrabbelt ist und mit 9 Monaten sitzen konnte.

Beitrag von doz301 11.01.11 - 21:50 Uhr

Hallo,

wenn mein Kind mit 1 Jahr noch nicht sitzen koennte, wuerde ich das sehr dringend von einem Neurologen oder einem Paediater abklaeren lassen. Bei mir wuerden alle Alarmglocken angehen. Denn was du beschreibst faellt schon unter "verzoegerte motorische Entwicklung" und nicht mehr unter "faul". Hinzu kommt, dass sich eine verzoegerte Vertikalisierung auch auf das Wachstum z.B. der Hueftgelenke negativ auswirkt.

Mobilisierte Blockaden beim Osteopathen und der ganze Kram- vergiss es. Dein Kind braucht einen Fachmann, der sich das von neurologischer Seite aus anguckt.

In meinem Job erlebe ich es haeufig, dass Eltern auffaellt, dass sich ihre Kinder verzoegert entwickeln. Dann passiert entweder, dass sie es nicht ernst nehmen oder aber, dass Aerzte etc. die Sorgen der Eltern nicht ernstnehmen und abwiegeln.

Bitte stelle dein Kind einem Paediater oder Neurologen vor, du kannst davon ausgehen, dass da was im Busche ist und dein Kind Unterstuetzung in seiner Entwicklung braucht.

Ich druecke alle Daumen und wuensche euch alles Gute,
doz

Beitrag von missy0675 11.01.11 - 22:00 Uhr

Hallo Doz,

arbeitest Du den selber im medizinschen Bereich?
Für gewöhnlich denkt man ja, daß es ausreciht wenn man die Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, aber ich bin ja nach der U5 dann trotzdem nicht beruhigt gewesen udn habe die Osteopathin aufgesucht...man oder ich weiß/wusste halt nicht wo man den hin soll wen man nicht weiß was im argen liegen könnte.

Danke jeenfalls für Deinen Tipp, werde mal schauen ob ich einen Neurologen finde - weiß ja nicht ob alle neuologen auch kleine Kidner angucken/behandeln.

Grüsse,
missy

Beitrag von doz301 11.01.11 - 22:15 Uhr

Hallo,

ja, ich arbeite im medizinischen Bereich (als Physio in einem Ganglabor) und sehe Kinder, die auf Grund von Entwicklungsverzoegerungen Gangstoerungen entwickelt haben- ich arbeite also nicht mit den ganz Kleinen. Aber die Patientengeschichten aehneln sich sehr- und oft es so, dass erst spaet was unternommen wird, weil entweder die Eltern nicht erkennen, dass was falsch laeuft (weil es z.B. das erste Kind ist) oder weil Aerzte nicht sehen, dass ein Kind eben nicht "faul" ist sondern echte Probleme hat.

Ich will dich nicht beunruhigen, aber es waere an der Zeit, das Kind einem Spezialisten vorzustellen. Mit einem Jahr nicht sitzen zu koennen, ist definitiv zu spaet. Ich weiss zwar nicht, wie gut dein Osteopath ist, aber ich wuerde kritisch hinterfragen, inwiefern dieser mit den motorischen Entwicklungsschritten von Babies vertraut ist.

Da wir in England leben, hab ich keine Ahnung, wann man in D zu den Untersuchungen muss. Schildere deine Bedenken und frag den Kinderarzt (oder denjenigen, den du zur U6 sehen wirst) nach einer Ueberweisung zu einem Spezialisten (z.B. einen Neuropaediater). Wahrscheinlich wird der nicht im Nachbarort sitzen, aber das waere (vermutet aus der Ferne) der richtige Ansprechpartner.

Gruesse, doz

Beitrag von missy0675 11.01.11 - 22:25 Uhr

Die Osteopathin hat bernhard ja nur gesehen als er 6-8 Monate alt war und hat da schon geagt, daß er immer etwas hinten dran sein wird in der motorischen Entwicklung - aufgrund der Blockaden bzw. den daraus resultierendne fehlendne Muskelaufbau durch wenig tolerierte/trianierte Bauchlage und zum zweiten wegen seinem Temperament.

Na ja, mal schauen was der Arzt am freitag sagt, ich nehme auch mal an er wird wissen wos den nächsten Neuropediater gibt, nahme mal an in München wirds auf jeden fall einen geben.

Danke nochmal für Deine erneute Antwort.

Beitrag von doz301 11.01.11 - 22:39 Uhr

Hallo zurueck (ich gehe jetzt aber wirklich gleich ins Bett ;-)),

also bisher hab ich noch nicht gehoert, dass ein Kind auf Grund von Blockaden eine verzoegerte motorische Entwicklung hat/ haben wird. Aber ich lasse mich da gern belehren. Wer diagnostiziert denn die "Blockaden"? Die Osteopathin wird vermutlich auch ein finanzielles Interesse daran haben, euch mal wiederzusehen? #schein

Ich wuerde aus zwei Gruenden einen Neuropaediater aufsuchen:
1. Er kann eine Ursache fuer die verzoegerte Entwicklung ausschliessen.
2. Er kann eine Ursache fuer die verzoegerte Entwicklung finden.

Dann weiss man, womit man es zu tun hat und kann dementsprechend handeln. Tritt dem Arzt am Freitag auf die Fuesse, damit er euch ueberweist.

Du kannst mich gern anmailen, wenn du noch Fragen hast oder ein Untersuchungsergebnis.

Viele Gruesse und gute Nacht,
doz

Beitrag von sanniundmarco 12.01.11 - 09:13 Uhr

hallo,

also so extrem würd ich das jetzt nicht sehen!siehe meinem Beitrag unter deinem!!!

Mein Kind war auch motorisch eher langsam/verzögert entwickelt und jetzt mit 16 Monaten läuft er frei!!!
Und die Zeitspanne mit dem Laufen lernen liegt bei 10-20 Monaten!!!

Jedes Kind ist anders,ich glaub nicht dass ein Neurologe da helfen kann.Klar kann man mal hingehen und schauen lassen,aber ich finds unnötig.

Ich selbst bin Krankenschwester und arbeite im intensivmedizinischen Bereich mit Kindern (schwerstbehindert,Frühchen usw....)

lg
susanne

Beitrag von doz301 12.01.11 - 15:25 Uhr

Hallo,

es ist kein Problem, wenn ein Kind "normal" entwicklungsverzoegert ist- aber um das zu wissen, sollte man wissen, ob es ein zu Grunde liegendes neurologisches Problem gibt.

Zudem unterhalten wir uns nicht ueber ein Kind, dass nicht allein sitzen kann mit einem Jahr, sondern das nicht sitzenbleibt, wenn es passiv hingesetzt wird. Das ist ganz klar ein Problem.

Ich werde mich nicht um ein oder zwei Monate streiten, wann ein Kind laufen sollte- soweit ist das Kind ja noch lange nicht. Bei uns gilt: normale Entwicklung bedeutet, dass ein Kind zwischen 9 und 18 Monaten anfaengt frei zu gehen. Kinder, die erst mit 3, 4 oder 5 Jahren anfangen zu laufen, sehen wir dann in der Klinik, weil sie eine lange Liste an Problemen haben. Ich nehme an, dass du die Kinder, die du auf der Intensiv betreust, nicht nach ein paar Jahren wiedersiehst und siehst, wohin die Entwicklung gehen kann (nicht zwangslaeufig muss).

Ich hab genug Eltern erlebt die meinten: ja wenn wir DAS frueher gewusst haetten... Eben deshalb sollte man Entwicklungsverzoegerungen abklaeren. Und das mit jemandem, der Ahnung hat und nicht mit dem Dorf-Osteopathen, der auch von was leben muss (ueberspitzt gesagt). Blockierungen hat jeder irgendwo ohne dass es funktionelle Probleme macht. Es muss ja nicht zwangslaeufig ein Befund herauskommen, wenn man das Kind von einem Neurologen untersuchen laesst. Aber dann weiss man, woran man ist und kann das Kind entsprechend foerdern.

Eine Zweitmeinung hat noch nie geschadet...
doz

Beitrag von sanniundmarco 12.01.11 - 09:08 Uhr

hi,

bei Jamie war es ähnlich.
Er war immer etwas hinterher motorisch.während alle in der Krabbelgruppe schon sitzen und krabbeln/robben konnten lag er noch gemütlich auf dem Bauch...

Mit 9 Monaten fing er an zu robben,das hat er dann fast 3 Monate gemacht.
Sitzen konnte er nur mit Hilfe,ist immer zur Seite oder nach vorne umgekippt weil einfach die Kraft fehlte.
Genau an seinem 1.Geburtstag hat er sich dann plötzlich alleine hingesetzt!
Seitdem wurde das Sitzen immer besser.
Dann ging es auch sehr schnell: 2 Wochen später begann er zu krabbeln,sich hoch zu ziehen in den Stand und ist an Möbeln gelaufen.
Mit etwa 15 Monaten ist er an der Hand gelaufen und jetzt zu Weihnachten begann er frei zu laufen ;-)

Mittlerweile krabbelt er fast gar nicht mehr und will immer laufen...

Ging also seit dem 1.Geburtstag dann sehr schnell alles.Er spricht jetzt auch schon sehr viel (bestimmt 15-20 Wörter)und es kommt jeden Tag was neues dazu.

Wirst sehen,das wird alles,man darf sich da nicht nach Büchern oder Tabellen richten!!!

Wenn du dir aber doch sehr unsicher sein solltest,geh doch nochmal zum Kinderarzt,einfach mal ne Meinung einholen.

lg
susanne und Jamie *24.08.09