Angst vor Ausschabung

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von ksmfi 11.01.11 - 17:42 Uhr

Hallo zusammen,
ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen die Angst nehmen.

Ich habe heute nach 1 Woche hin und her erfahren, dass der HCG-Wert jetzt doch sinkt und ich morgen zur Ausschabung muss. (Erst stieg der Wert noch ein bisschen und man sieht auch noch Herzaktivitäten, aber es ist auch nicht mehr gewachsen bzw. zu wenig, irgendwie misst jeder Arzt was anderes)

Jetzt hat man mir gesagt, man bekommt ein Vaginalzäpfchen damit der Muttermund sich öffnet, das würde eine Stunde dauern. Und dann noch die Ausschabung. Ich war so fertig das ich gar nichts mehr gefragt habe. Könnt ihr mir sagen ob man die Öffnung des Muttermunds spürt ich habe so Angst davor, natürlich vor der Op auch und was mich anschließend erwartet.

Ich zünde #kerze für unsere Sternchen an
lg STeffi

Beitrag von meohmy 11.01.11 - 17:59 Uhr

Hallo Steffi,

es tut mir so leid für dich und dein Kleines!

Vor der Ausschabung brauchst du keine Angst zu haben, das war bei mir weitgehend schmerzfrei und problemlos. Das Zäpfchen löste bei mir so ein leichtes Ziehen aus, wie am ersten Tag meiner Regel. Dann kam ich in den OP, vor der Narkose hatte ich auch Angst, aber auf einmal bist du weg und schon wieder da, als wäre keine Zeit dazwischen gewesen. Schmerzen hatte ich keine danach, wenn das bei dir doch so sein sollte, bekommst du Schmerzmittel. Aber schlimmer als Regelschmerzen ist das glaube ich auch nicht.
Ich wünsche Dir alles Gute!#winke
LG,
Meohmy

Beitrag von jezero 11.01.11 - 18:22 Uhr

Liebe Steffi,

fühl dich erst mal herzlich und fest gedrückt.

Die Ausschabung ist ein routinierter medizinischer Eingriff. Von der Vollnarkose spürst du gar nichts und von der eigentlichen Ausschabung schon überhaupt nichts.

Die Tablette zur Öffnung des Muttermundes löste bei mir relativ starkes Ziehen aus, da man zu dem Zeitpunkt aber nicht mehr auf das Kind achten musste, bekam ich einfach eine Schlaftablette und habe diese Zeit schlicht und ergreifend verschlafen.

Eine Ausschabung ist aber auch kein Spaziergang. Jede verarbeitet eine Narkose anders.

Die schwierige Zeit der Trauer wegen der Fehlgeburt und der Frage nach dem Warum beginnt erst so richtig nach der Ausschabung. Lass dir hierfür Zeit und nutze alle Hilfsangebote, die dir gut tun.

Ich wünsche dir alles, alles Gute,

Petra (Ausschabung im März 2010)

Beitrag von kabafreak 11.01.11 - 18:27 Uhr

hallo steffi,
tut mir leid das du dieses leid erfahren musst...

wenn du keine ausschabung möchtest, kannst du dich auch an eine fehlgeburtserfahrene hebamme wenden. sie kann dich in der zeit begleiten die es dauert bis der körper sich alleine von deinem sternchen löst.

alles gute!
stef

Beitrag von mdmfilou 11.01.11 - 18:57 Uhr

Hallo,

dem kann ich mich nur anschließen. Ich habe es so gemacht. Allerdings kannte ich meine Hebamme bereits. Und Du brauchst Geduld. Bei mir hat es zehn Tage gedauert bis die Blutung eintrat und nochmal zehn Tage bis man im Ultraschall nichts mehr gesehen hat. Jetzt muß ich noch auf meine HCG-Werte warten.

Für mich war es die richtige Entscheidung. Es war eine lange und harte Zeit, mit vielen Höhen und Tiefen, aber im Nachhinein bin ich froh so entschieden zu haben.

LG und alles Gute
Sina

(kannst mich gerne auch anschreiben, wenn Du Fragen hast)

Beitrag von pamasa 11.01.11 - 18:40 Uhr

hallo steffi,

ich hatte gestern eine ausschabung in der 10.ssw und kann dir sagen, dass du keine angst haben musst.

das vaginalzäpfchen wirkt natürlich bei jeder frau unterschiedlich. ich hab dadurch ein leichtes ziehen im unterleib bekommen, was jetzt aber nicht unbedingt schmerzhaft war.

wie mir die narkose verabreicht wurde, kann ich nicht mal sagen, da haben die schwester und die ärztin mir was erzählt und zack, weg war ich.
im (scheinbar) nächsten moment war ich schon wieder wach und alles vorbei.
die schmerzen nach der op sind ähnlich den mensschmerzen. falls sie bei dir stärker sein sollten, wird dir ein schmerzmittel verabreicht. du musst dich da nicht quälen.

ich hab auch kaum geblutet, heut schon gar nicht mehr.

also, mach dir keine sorgen. du schaffst das schon.

wünsch dir alles gute!

#winke

Beitrag von mausi-91 11.01.11 - 18:55 Uhr

Hallo liebe Steffi,

davor brauchst du wirklich keine Angst haben. Ich hatte eine AS am 05.01.2011 MA in der 10 SSW.

Das mit den Vaginalzäpfchen hatte ich auch. Leider musste ich davor 4 Stück nehmen da sich mein Muttermund einfach nicht öffnen wollte. Somit wurde ich dann auch mit starken Schmerzmitteln versorgt.

Die OP dauert höchstens 15 Minuten. Danach ging es mir körperlich eigentlich sehr gut. Außer das ich mich sehr leer gefühlt habe.

Viel Glück morgen. GLG

Beitrag von ksmfi 11.01.11 - 19:17 Uhr

danke für eure aufmunternden Worte
Ich glaube das schlimmste ist die Zeit bis da hin. aber man hat mir dringend von einem natürlich abgang abgeraten und das würde ich wohl auch nicht schaffen. ich hoffe ich mache das richtige, aber das werde ich wohl nie erfahren
lg

Beitrag von anja570 12.01.11 - 02:05 Uhr

Hallo,

ich wünsche Dir heute alles Gute für die AS, hatte im Dezember die letzte AS.

Ich bekam kein Zäpfchen vorher, die OP ging sehr schnell und verlief sehr gut.
Narkose habe ich sehr gut vertragen, hatte danach keine Schmerzen und konnte wenige Stunden später wieder nach Hause.
Ich war in einer Tagesklinik, würde dafür nicht mehr stat. ins KH gehen.

Eine natürliche FG habe ich auch schon erlebt, aber nicht jede Frau hat die Kraft zu warten und nicht jede FG ist ohne AS möglich.

LG
Anja