PSA-Wert bei Prostatakrebs...

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Beitrag von hannah333 11.01.11 - 18:30 Uhr

...kennt sich jemand damit aus? Der Betroffene hat einen Wert von 2000, kann man daran eine Perspektive in Lebenszeit erkennen?
Es geht um meinen Großvater, der nun die nächste Chemo anfangen könnte...natürlich hilft das nichts, ich wüsste nur gern wie weit/nah er vom Tod ist #zitter:-(

Beitrag von simone_2403 11.01.11 - 19:06 Uhr

Hallo

Kann man so im Allgemeinen nicht beantworten.Bei fortgeschrittenem P-Ca (Metastasen) kann das PSA auf Werte von 1000.00 ng/ml und höher ansteigen also müssen sich schon welche gebildet haben.

Wisst ihr darüber etwas?Also das sich Metastasen gebildet haben und wo diese eventuell sitzen?

lg

Beitrag von hannah333 11.01.11 - 19:18 Uhr

Hi,

ja, er ist voll davon - vor allem nun auch die Knochen (auch in der Wirbelsäule). Bekommt halt viele unterschiedliche Schmerzmittel. Der Wert hat sich halt in wenigen Wochen verdoppelt ;(

Beitrag von simone_2403 11.01.11 - 19:25 Uhr

Der Wert ansich ist nicht ausschlaggebend was die Lebenserwartung betrifft,das ist dann ehr der Allgemeinzustand.

Wenn die Metastasen überall sitzen und nun auch schon in den Knochen wird es langsam Zeit das ihr Abschied nehmt.Die Chemo bringt bei dem Befund nichts mehr aber ich denke,dein Großvater klammert sich daran.Es mag kleine Wunder geben,ich würd es euch wünschen aber bei dem Sachverhalt......ich wünsch euch viel Kraft.

lg

Beitrag von hannah333 12.01.11 - 09:04 Uhr

Danke,

eine Chemo hat er bereits hinter sich - dabei ging es ihm ziemlich schlecht, jetzt gerade sieht er besser aus und kann immerhin etwas laufen: doch nun muss er sich entscheiden, ob er eine weitere macht. Etwas anderes geht nicht. Er selbst möchte "nicht über sich sprechen" und verhält sich ambivalent: meine Oma redet sich alles zurecht und verdrängt. Sie selbst wollte noch nichtmal die Blutergebnisse erfragen, ich habe das dann für sie getan und als sie merkte, wie schlecht sie sind, hätte sie dies meinem Opa verschwiegen. Deshalb habe ich es ihm gesagt, damit er Zeit zum Überlegen hat BEVOR er den nächsten Arzttermin hat. Meines Erachtens macht die Chemo keinen Sinn, aber es ist nicht mein Strohhalm an den er sich klammert...mit 85 und 10 Jahren Krebs ist nunmal irgendwann Schluss und was nützen einem mehr Tage mit mehr Angst und ohne Lebensqualität?
:-(

Beitrag von fascia 12.01.11 - 10:37 Uhr

Ohje hannah333,

das hört sich doch traurig an.

Ich glaube, ihr müsst der Oma jetzt dazu verhelfen, sich mit der nahen Zukunft auseinander zu setzen.
Es wird für den Opa sonst noch beschwerlicher.

Es ist für einen Sterbenden eine enorme Belastung, wenn seine Umwelt negiert und/oder schönredet.
Er lebt ja und weiss oder ahnt zumindest, dass auf ihn noch ein hartes Stück Arbeit zukommt. Wenn Angehörige das nicht sehen wollen, dann erkennen sie diese letzte große Leistung nicht an, die das Dasein des Sterbenden ausmacht.

Wenn ihr dem Opa helfen wollt, dann helft der Oma - damit sie das letzte Stück seines Lebens als das wahrnimmt, was es ist. Eine starke Lebensleistung und die wertvolle Gelegenheit und Anlass zugleich für die Zwei, noch einmal gemeinsam das zusammen verbrachte Leben zu betrachten und über die Zukunft der Oma zu sprechen.

Ich weiss, dass es sich besser, gelassener stirbt so.
Und dass es sich auch besser weiterlebt.


Alles Gute,
f.

Beitrag von hannah333 12.01.11 - 12:37 Uhr

Danke,

ich stimme dir vollkommen zu - schon vor Monate hatte ich eine Postkarte für meinen Opa vorbereitet, in der ich ihm für alles danke und ihm sage, dass er ruhig "gehen" darf, dass wir ihn "lassen".
Diese Post wurde ihm dann nicht ausgehändigt, damit "es ihm nicht dadurch schlechter geht".
Er wird behandelt, als wäre er unmündig und unzurechnungsfähig. Deshalb verhält er sich so ambivalent - eigentlich will er seit Jahren nicht mehr leben, hat Schuldgefühle dass er allen zur Last fällt und kann/darf nicht gehen, damit er sie nicht alleine lässt. Meiner Oma ist kaum zu helfen, sie ist total eingeschränkt und darf das Haus kaum verlassen, weil er sich dann alleine und hilflos fühlt.
Ich helfe Ihnen, indem ich die Pflege voran treibe. Monatelang musste er mit dem Rettungswagen ins KH gebracht werden, weil er Entzündungen hatte (Katheter) - niemand hatte ihn richtig versorgt. Aus der Ferne habe ich dann erreichen können, dass ein Pflegedienst kommt. Nun kümmere ich mich darum, dass die Pflegestufe erhöht wird.
Mehr kann ich nicht tun - sonst leidet meine Kleinfamilie darunter. Und meine Oma ist vom alten Eisen: was nicht sein darf, ist auch nicht. Basta. Er soll sich mal nicht so anstellen...hieß es vor einigen Wochen noch, mittlerweile hat sie hoffentlich eingesehen dass er KRANK ist.

Beitrag von senecca 11.10.15 - 03:20 Uhr

Hallo,

Es tut mir wirklich leid das zu hören... Der Wert an sich hat, nach meiner Erfahrung, keinen Aussagekraft, was die Lebenszeit betrifft. Ich bin allerdings auch kein Fachmann, daher solltest du am besten mal einen eben solchen kontaktieren. Wenn du das unverbindlich und schnell machen willst kann ich die Website der ALTA Klinik empfehlen. Hier kann man nämlich eine kostenlose PSA Analyse via Email anfordern. Das dauert in der Regel maximal drei Werktage und ist recht simpel. Dafür musst du nur hier: http://www.alta-klinik.de/psa-wert-analyse.html das Formular mit den entsprechenden Daten ausfüllen.

Schöne Grüße und alles Gute