Fieberkrampf

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von manyatta 11.01.11 - 20:59 Uhr

Hallo!

Ich muss nur mal kurz was loswerden. Ich glaube mein kleiner Sohn (3 Jahre) hatte vorhin einen Fieberkrampf.
Wir hatten schon alles, aber das kannte ich noch nicht. Nun habe ich gerade ein wenig recherchiert im Netz und es muss wirklich einer gewesen sein.
Jetzt schläft er und alle ist gut, hoffe ich doch? Morgen werde ich gleich zum Kinderarzt gehen, oder?

Ich bin grad total sauer, denn vorhin hatte ich in Panik nen Notarzt angerufen. Der war sowas von doof, das ist echt nicht zu fassen. Er fragte mich nur, ob mein Kind Fieber hat und ich verneinte es. Er pflaumte mich richtig an, dass ich gefälligst messen sollte. Auch denke er, dass mein Kind vielleicht einfach nur seine Ruhe haben wollte (hatte ihn gerade zum Schlafen gelegt als es anfing). Es ist echt nicht zu fassen.... Mehr sagte er nicht, ich solle abwarten und dann schauen wies ihm geht.

Oh man. Ich bin immernoch total durch den Wind.

Beitrag von bensu1 11.01.11 - 21:04 Uhr

hallo,

wie kann dein kind einen fieberkrampf gehabt haben, wenn es gar kein fieber hat?

lg
karin

Beitrag von dorin13 11.01.11 - 21:10 Uhr

Hallo!!
Soviel ich weiß geht das Fieber nach einem Fieberkrampf ersteinmal wieder runter!!
War bei meinem auch so!! Erst 40 und nach dem Krampf nur noch 37,8.

Ich an deiner Stelle wäre ins Krankenhaus gefahren!!
Aber so würde ich ihn heute Nacht nicht aus den Augen lassen schauen das das Fieber unten bleibt und morgen früh gleich zum Kinderarzt fahren!!


alles Gute
Dori

Beitrag von manyatta 11.01.11 - 21:18 Uhr

Er ist schon den ganzen Tag ein wenig angeschlagen gewesen, starker Husten und ein wenig Schnupfen. Früh morgens hatte er 38,3, also nicht doll.

Vorhin hab ich dann nochmal gemessen, 38,4. Also nicht wirklich Fieber.

Wir hatten ihn ins Bett gelegt und vielleicht 2 Minuten später schrie er plötzlich auf. Er hatte die Augen total verdreht und schaute nur nach oben, reagierte nicht. Die Augen waren richtig doll weg, er war nicht ansprechbar. Dabei total schlaff, er hing total durch. Es kam NICHTS von ihm, nichts!!

Was kann das gewesen sein? Als er wieder normal schaute, guckte er mich nur kurz an und schlief sofort auf meinem Arm ein. 10 Minuten später war er nochmal wach und antwortete wieder ganz normal. Ich hab ihm ein Zäpfchen gegeben und nun schläft er.

Was war das?!

Beitrag von dorin13 11.01.11 - 21:25 Uhr

Hallo!!

Q. hatte die Augen auch komplett weggedreht und atmete komisch hechelnd und hatte Schleim im Mund. Dabei krampfte er aber mit seinen Armen und Beinen.
Wichtig ist bei uns nun das er keine Fieber mehr über 38,5 bekommt wenn es anfängt zu steigen!
Ebenso soll ich die Dauer des krampfens mir merken, fals es nochmals vorkommen sollte, damit sie den Schweregrad einstufen können!

Drücke Dir die Daumen das es heute Nacht ruhig ist und schildere morgen alles genau deinem Doc.
Am besten schreibe es auf damit es Dir nicht verloren geht!

lg

Dori

Beitrag von bensu1 11.01.11 - 21:44 Uhr

achso, ich habe das missverstanden, sorry.

ich habe selber (zum glück) keine erfahrung mit fieberkrämpfen, aus diesem grund wäre ich wahrscheinlich ins kh gefahren.

gute besserung deinem sohn und lg
karin

Beitrag von babybaer4 11.01.11 - 22:02 Uhr

Hallo,

ich kenne Fieberkrämpfe auch erst wenn das Fieber sehr viel höher ist.
Ich glaube ich würde auch ins Krankenhaus fahren.

Lg Sabine

Beitrag von meggie39 11.01.11 - 23:17 Uhr

Hallo,

wenn dein Kleiner danach kein hohes Fieber mehr hatte, würde ich ihn an deiner Stelle schlafen lassen, ihn genau beobachten (ggf. heute nacht nochmal Fieber messen) und morgen zum KiA gehen.

Meine jüngere Tochter hatte zwei Fieberkrämpfe (einen mit 1,5, den zweiten mit 3 Jahren). Der zweite war nur sehr kurz und so ähnlich, wie du den von deinem Sohn geschildert hast. Bei beiden Krämpfen war das Fieber relativ niedrig (unter 39 Grad), und ich hatte vorher gar nicht gemerkt, dass sie überhaupt Fieber hatte. Fieberkrämpfe passieren ja in der Regel dann, wenn das Fieber plötzlich steigt. Das kann bei manchen Kindern gerade am Anfang eines Infekts passieren, wenn man vorher gar nichts merkt.

Das Verhalten von dem Notarzt bei dir ist wirklich mies. Andererseits ist es vielleicht gut, dass dein Kleiner nicht noch ins KKH musste. Beim ersten Fieberkrampf meiner Kleinen habe ich den Rettungswagen gerufen, der kam nach 5 Minuten, da war der Krampf gerade am Abklingen. Wir wurden dann noch in die Notaufnahme gebracht und meine Kleine musste jede Menge Untersuchungen und Blutabnahme über sich ergehen lassen, obwohl sie total müde und fertig war. Das war auch nicht so schön. Beim zweiten Krampf habe ich dann nicht mehr den Notarzt gerufen, sondern bin am nächsten Tag mit ihr zum KiA gegangen.

Es ist allerdings so, dass bei vielen Fieberkrämpfen im Laufe von 24 Stunden der nächste folgt - also beobachte deinen Sohn heute nacht sehr genau! Und geh auf jeden Fall zum KiA morgen, denn der wird dir ein Notfallmedikament verschreiben und dir erklären, wie du dich im Fall der Fälle verhalten musst.

LG Meggie

Beitrag von manyatta 12.01.11 - 06:17 Uhr

Hallo!

Danke erstmal!

Er hat die Nacht sehr gut geschlafen, zwischendurch war er nur ein paar Male kurz wach. Ich werd aber gleich nochmal Fieber messen, er kommt mir ziemlich heiß vor.
Dann gehts ab zum Kinderarzt.

Ich habe mit meinem großen Sohn schon sehr viel durch, daher wollte ich auch nicht gleich ins Krankenhaus. Klingt viellicht komisch aber genau das was du schreibst wollte ich verhindern. Zumal er danach wirklich wider normal war und der Notarzt (trotzdem er bescheuert war, sorry) auch sagte ich soll abwarten.

LG

Beitrag von misspiggy90 12.01.11 - 09:14 Uhr

Guten Morgen,

lass Dich erstmal#liebdrueck. Mein Sohn ( 3 ) hatte im letztem Jahr 3 Fieberkrämpfe und ich weiß wie mies man sich als Elternteil danach fühlt.

Meist tritt der Krampf am Anfang einer Erkrankung auf, bevor man überhaupt gemerkt hat, dass das Kind krank ist.
Allerdings hat mein Sohn beim letzten Mal in der Nacht vor dem Krampf Fieber bis 40 ° ohne Krampf gehabt ( ich fühlte mich relativ sicher:-() und krampfte dann kurz nach der letzten Fiebermittelgabe.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich ein Fieberkrampf nicht verhindern lässt, auch nicht durch konsequente Gabe von fiebersenkenden Mitteln.

Trotzdem gebe ich ihm ab 38,5° Paracetamol und Ibo ( bei Bedarf alle vier Stunden im Wechsel).

Unser Sohn ist nach einem Fieberkrampf erstmal total fertig und schläft meist einige Stunden durch, da dass Krampfen wohl sehr anstrengend ist.
Unsere Kinderärztin hat mir das letzte Mal nochmals versichert, dass ein Fieberkrampf ( unkomplizierter) total harmlos sei und die Kinder auch, wenn Zeitweise die Atmung aussetzt , wieder anfangen zu atmen.

Daran klammere ich mich immer gerne;-).

Lass Dich von Deinem KIA aufklären, Du bekommst dann ein Notfallmedikament, das gibt Euch auf jeden Fall Sicherheit.

Wenn Du noch Fragen hast melde Dich doch kurz.

Alles Liebe und gute Besserung Ina#winke

Beitrag von manyatta 12.01.11 - 10:09 Uhr

Hi!

Danke für die lieben Worte.

Ich komme gerade vom Arzt, es war anscheinend kein Fieberkrampf. Es muss ein epileptischer Anfall gewesen sein, da ist sich die Ärztin ziemlich sicher. Sie will sich aber nochmal genau erkundigen. Auch bekomme ich nun einen Termin beim EEG.

Ich bin sehr gespannt was dabei heraus kommt, ich hoffe nichts Schlimmes. Mein Großer Sohn hat eine Anfalls-Neigung, aber es ist bisher nie richtig diagnosiziert bzw. weiter diagnostiziert worden. Er hat es aber aus anderen Gründen, er hat mehrere "Baustellen". Nun der Kleine auch noch, oh mann.

Ich kann nur abwarten momentan und das macht mich fertig.

Beitrag von misspiggy90 12.01.11 - 10:33 Uhr

Hallo,

oje, mensch ich kann mitfühlen, wie es Dir geht.
Ungewissheit ist das Schlimmste was es gibt. Versuch Dich nicht verrückt zu machen und lies am Besten nicht viel im Internet ( mich zumindest macht es eher panisch , als dass es beruhigt)
Aber vielleicht ist es gar nichts wildes. Bei uns im KIGA ist ein Kind, dass leichte epileptische Anfälle hat ( kurze Abwesenheit u. Augenzucken).

Vielleicht ist ja auch alles okay und es kommt nichts bei dem EEG raus. Ich drück Euch fest die Daumen.

Alles Liebe Ina

Beitrag von manyatta 12.01.11 - 10:58 Uhr


Danke!

Nun frag ich aber doch nochmal nach.

Du hast geschrieben von dem Kind in der Kita. Genau das hat mein großer Sohn auch!! Er hatte schon mehrmals Abseancen (kleine Aussetzer) aber es kam beim EEG nie etwas richtiges heraus ausser eine Anfallsneigung! (er hat dies aufgrund einer Zyste im Hirn und einer anderen Grunderkrankung)
Nun hat er seit einiger Zeit wieder solche Momente, dazu mit Augenzwinkern und Abwesenheit!! Beim EEG waren wir schon, auch bei seiner Neurologin etc., ohne Befund! Auch die Kinderärztin tippt auf Abseancen. Seine Ärztin findet das Augenzucken etwas untypisch. Nun soll ich auf ein Schlafsentzugs-EEG drängen.

Weißt du zufällig, ob das bei dem Kind in der Kita irgendwie "offiziell" nachgewiesen wurde? Oder ob es Medikamente bekommt?

Beitrag von misspiggy90 12.01.11 - 12:45 Uhr

So, ich nochmal. Leider etwas später, tut mir leid.

Also, bei dem Jungen ist es wohl frühkindliche Epilepsie, genau wie Du sagst mit Augenzwinkern, Tränen , die dabei das Gesicht runterlaufen.

Was bei dem EEG rausgekommen ist weiß ich nicht, müßte ich nachfragen.

Medikamente bekommter wohl nicht, aber Diazepam als Notfallmedikament (ist genau das was wir auch für unseren Sohn da haben). Also alles so, wie du es auch schilderst.

LG

Beitrag von manyatta 12.01.11 - 13:00 Uhr

Hi!

Danke, brauchst nicht weiter nachforschen. Dass ich das von dir lese mit dem anderen Kind, das bestärkt mich nur noch darin dass mein Gefühlt stimmt.

Mein großer Sohn fing irgendwann einmal an sehr schnell mit den Augen zu zwinkern, dann wurde es weniger und war nur noch auf einem Auge. Meistens ist er dann abwesend, guckt total komisch und kriegt nicht viel mit. Manchmal verdreht er das andere Auge dabei. Wir waren sogar schon beim Hörtest, aber da war alles ok. Manhcmal zwinkert er bewusst, weil ihm die Augen drücken (bei ihm eigentlich ein Anzeichen für Hirndruck). Augenuntersuchung war ok, kein Hirndruck sichtbar. Hörtest war auch ok, er hört super. Manchmal sagt er dass er mich reden sieht aber nicht hört.
Der Schule ist es auch schon aufgefallen, seine Lehrer tippten auch auf Abseancen. EEG ohne Befund.
Seine Neurochirurgin ist von alledem nicht überzeugt, da er sonst keine Probleme hat (er hat nen Hydrocephalus - Störung des Hirnwasserkreislaufs)
Damals hatte ich auch mal Diazepam da, also das Notfallmedikament.


Nun gut, ich werde Druck machen und auf ein Schlaf-EEG drängen. Danke nochmal!!

LG

Beitrag von misspiggy90 12.01.11 - 13:14 Uhr

Herrje,

da hast Du ja einige Baustellen über die Du Dir Gedanken machen musst. Ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass das mit dem Schlaf EEG klappt und bei Deinem Kleinem nicht Schlimmes raus kommt.

Alles Gute , liebe Grüße Ina