Fällt Taufe ins Wasser, wenn wir keine Paten haben?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von melmystical 11.01.11 - 21:36 Uhr

In den nächsten Tagen wollen wir uns im Pfarrbüro zur Taufe unseres Sohnes anmelden.

Soviel ich weiß, muss man dafür ja Paten haben. Wir wissen aber absolut nicht, wen wir nehmen sollen. :-( Unser Freundeskreis ist recht überschaubar. Am ehesten würde meine beste Freundin in Frage kommen, aber irgendwie meldet sie sich auch immer weniger, weil sie beruflich ständig unterwegs ist und wer weiß, ob sie sich als Patin meines Sohnes öfter melden würde.
Ansonsten gibt es noch ein befreundetes Pärchen, die sind aber beide evangelisch. Könnten die dann als Taufzeuge dabei sein? MUSS es denn ein Pate sein?
Man, ich will ja auch nicht irgendjemanden nehmen, nur weil es sein muss, wir haben uns ja schon was dabei gedacht ihn taufen zu lassen. :-(

Wie habt ihr das gemacht, wenn wir nicht wirklich wusstet, wen ihr nehmen solltet?

#danke

Beitrag von dorin13 11.01.11 - 21:38 Uhr

Keine Taufe ohne Paten!!

Ihr braucht welche! Auch wenn sie nur schriftlich da stehen!!
Fragt doch mal den Pfarrer ob er jemanden weiß!

Gruß
D

Beitrag von melmystical 11.01.11 - 21:43 Uhr

Du meinst jemand Fremden? Nee, das geht gar nicht für uns.

Ich finde es halt nur schade, dass man diesem "Zwang" unterstellt ist. Ich habe keine Lust einen Paten für meinen Sohn zu haben, der sich dann nie meldet.

Beitrag von dorin13 11.01.11 - 21:45 Uhr

Aber ohne Taufpate geht es bei den Katholiken nun mal nicht!
Da müßt ihr wohl doch jemanden suchen!!

Beitrag von simone1678 11.01.11 - 21:45 Uhr

Hallo!

Ist schon blöd, eigentlich sollte man bzw das Kind ja schon einen Bezug zum Paten haben.

Wie wärs, wenn eine Oma oder Opa das Patenamt übernimmt?

Bei einer Freundin ist der Pate auch evangelisch.
Sie hat dem Pfarrer damals erklärt, wenn er keinen evangelischen Paten akzeptiert, wird das Kind auch nicht katholisch getauft.
Dann ging es auf einmal.

Liebe Grüße

Simone

Beitrag von tragemama 11.01.11 - 21:45 Uhr

Eure Eltern?

Beitrag von luna1976 11.01.11 - 23:18 Uhr

Hallo,

bei uns mußte ein Taufpate katholisch sein.

Ich habe jemanden aus dem Familienkreis genommen.

Freunde waren mir zu unsicher!

Gruß Luna

Beitrag von almalach 12.01.11 - 00:29 Uhr

Das Patenamt ist eine Aufgabe, die es seit 2000 Jahren gibt.

Als Pate ist dem Täufling an die Seite gestellt, damit dieser einen Ansprechpartner/Begleiter zum Heimat finden und Kennenlernen der Kirchengemeinde hat. Früher waren die Täuflinge erwachsen und hatten so einen wichtigen Ansprechpartner zu allen Fragen zu Kirche, Gemeinde und Glauben.

Heute bei Babys und Kindern werden oft andere Aufgaben in den Mittelpunkt gestellt. Aber ich finde es gut, dass meine Tochter Paten hat,
die sie befragen kann;
die ihr etwas vom Glauben erzählen;
die ihr ebenso wie die Eltern oder auch anders als die ELtern Kirche und Gemeinde vorleben;
die .......

Paten müssen nicht die besten Freunde sein - manchmal gibt es da auch große Enttäuschungen. Vielleicht findet sich ja bei einem Blick in den Freundeskreis und die Familie eine gute Wahl.

Mit Grüßen,
almalach

Beitrag von rienchen77 12.01.11 - 06:35 Uhr

evangelische können auch Paten werden bei katholischen....

Beitrag von hedda.gabler 12.01.11 - 10:43 Uhr

Hallo.

Nein, können sie nicht ... sie werden Taufzeugen, auch wenn das von der Zeremonie dasselbe ist, ist es kirchenrechtlich etwas anderes aus.
Außerdem muss 1 Pate zwingend katholisch sein.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von tirolerin09 12.01.11 - 11:01 Uhr

da hast du vollkommen recht, ich stimme dir 100% zu. #pro

Beitrag von seelentrost2007 12.01.11 - 06:51 Uhr

Ich hatte, als ich mit 14 evangelisch getauft wurde KEINE Paten :-)

Beitrag von grinsekatze85 12.01.11 - 09:27 Uhr

Hallo!

Ich kenne das garnicht mit Taufpaten und Taufzeugen #kratz ist das bei den Katholiken so??#hicks

Also wir haben unseren Sohn evangelisch Taufen lassen und unsere Gemeinde wollte gerne einen evang. und einen kathol. Paten haben, GSD hatten wir das auch vorher schon gehabt und auch wenn wir mal ein 2. bekommen sind die Paten schon ausgesucht.#schein

Freunde von uns haben auch keine guten Freunde, Geschwister etc. oder so genommen, da hat es dann die Mutter der Freundin als einzigste Patin gemacht, obwohl ich das immer blöd finde, weil ich finde, die Paten sollten das Kind auch länger begleiten können.
Muss ja jeder selber wissen.
Aber da war es dann auch eine Evang. Taufe und evangl. Pate (da hat die Gemeinde gesagt, wenn nur 1 Pate, dann bitte auch evang.)

Ansonsten wirklich Geschwister, Eltern oder Tanten Onkel fragen.
Oder der Gemeinde das so schildern, vielleicht haben die eine Möglichkeit.

LG

Beitrag von emeliza 12.01.11 - 13:29 Uhr

Hallo,

zur Taufe brauchst Du Paten. Allerdings reicht es, wenn einer katholisch ist, der zweite ist dann halt kein Taufpate, sondern ein Taufzeuge.

Frag doch Deine Freundin mal und erkläre ihr, was du unter dem Patenamt verstehst und, dass es Dir wichtig ist, dass sich der Pate auch kümmert. Vielleicht hat sie ja Lust dazu und meldet sich wieder häufiger, wenn sie so eine Aufgabe übernimmt. Oder sie sagt Dir ehrlich, dass sie das nicht machen möchte, dann hast Du wenigstens Gewißheit. Als Taufzeugen könntest Du ja einen von dem Päärchen nehmen, das Du erwähnt hast.

Macht sich Deine Freudin denn absichtlich so rar, oder kommt es Dir nur so vor, weil Du mit Kind jetzt viel mehr Zeit hast und sie durch die Arbeit halt was weniger?

Meine beste Freundin habe ich bei der Taufe meiner Tochter auch nicht gefragt, weil ich dachte, sie wollte das nicht. Sie hatte kurz vorher die Patenschaft über die Tochter einer anderen Freundin übernommen und mir gesagt, dass sie sich zwar hätte überreden lassen, das aber eigentlich nicht wirklich gewollt hätte. Also hatte ich sie nicht gefragt. Nachher kam raus, sie wollte es nicht, weil ihre Freundschaft zu der Mutter sehr angespannt war (und auch heute noch ist - sie kümmert sich aber trotzdem um das Kind). Jetzt ist sie stolze Patentante von meinem Sohn. Und die beste, die man sich wünschen kann.

LG Sandra

Beitrag von melmystical 12.01.11 - 14:38 Uhr

Wenn ich meine Freundin fragen würde, würde sie sofort "ja" sagen, da bin ich mir sicher.
Früher hatten wir den selben Job. Dann wurde ich Mutter und hatte mehr Zeit. Sie bekam einen neuen Job und hat nun noch weniger Zeit als vorher. Das letzte Mal habe ich sie vor drei Monaten gesehen und zuletzt habe ich ihr vor zwei Wochen eine E-Mail geschrieben, auf die sie auch geantwortet hat. Dabei wohnen wir nur 10 Autominuten voneinander entfernt.

Vielleicht werde ich das wirklich so machen, dass ich sie als Patin nehme und die Frau von unserem befreundeten Pärchen als Taufzeuge. Hoffe nur, dass sich der Mann dann nicht ausgeschlossen vorkommt... #gruebel oder gehen auch zwei Taufzeugen?

Beitrag von emeliza 12.01.11 - 18:21 Uhr

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das geht mit zwei Taufzeugen, glaube aber schon. Schade, dass ich Deine Antwort jetzt erst lese, ich hatte eben eine Sitzung vom Kiga an der auch unser Pfarrer teilgenommen hat. Da hätte ich ihn fragen können.

Prinzipiell würde ich sagen, selbst wenn nicht, dann macht Ihr ihn halt trotzdem zum Paten, auch wenn er nicht eingetragen ist. Das ist ja irgendwie eh mehr eine Herzenssache (im Optimalfall).

Ich sehe meine Freundin auch nur noch selten. Sie ist der Liebe wegen in eine andere Stadt gezogen und wir sehen uns nur noch selten. Trotzdem freue ich mich, dass sie die Patentante ist. Sie findet trotzdem immer mal Zeit um die Kinder zu sehen und mit ihnen was zu unternehmen. Wichtig ist ja eigentlich, dass sie den Job als Paten gerne übernimmt, man muß sich deshalb nicht ständig sehen. Meine Kinder lieben sie trotzdem.

LG Sandra