4,5J. Lügen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von michi0512 12.01.11 - 08:08 Uhr

Morgen,

also ich versuchs kurz zu machen: mein Sohn entwickelt sich zu einem Kleinen Lügner.

Früher kam er oft: "Mama, das und das hab ich gemacht" - ich sagte ihm immer dass es nicht toll sei, aber dass ich stolz bin weil er die Wahrheit gesagt hat. Er hatte - wenn er ehrlich war - so gut wie nie mit Strafen zu rechnen. Es war ja meist Strafe genug wenn er sein Spielzeug o.Ä. kaputt machte.

Seit Etwa November `10 lügt er. Er lügt RICHTIG. Gestern nahm er heimlich ein Getränk mit ins KiZi und verschüttete es im Hochbett. Als ich Abends den Fleck entdeckte fragte ich ganz ruhig was das ist und woher es kommt. Er behauptete stock und steif seine Schwester war das, sie habe ins Bett gepullter. (sie ist 2 und trägt Windel). Ich sagte ihm dass der Fleck nicht so schlimm sei, ich aber bitte die Wahehit hören möchte - Lügen sei viel schlimmer... Nein, es war die Schwester.

Ein weiteres Biespiel: Neulich zerbrach eine Porzellan-schüssel. Ein hässliches altes Ding ohne "Wert". Mein Sohn war dabei die Scherben aufzuheben als ich kam und fragte was passiert sei. Die Schwester war es - nur leider hatte sie keinerlei Möglichkeit an die Schüssel zu kommen.

Am Wochenende hat mein Sohn im Kinderzimmer die Deckenlampe runtergezogen #augen er hatte das mit so einem Kinder-Plastikgolfschläger gemacht. Und behauptete sie sei ganz von alleine runtergefallen....


Das sind nur einige Beispiele. Ich bin bisher immer ruhig geblieben - aber jetzt erzhält er im KiGa er würde geschlagen werden etc.


WARUM macht er das? Er hat noch nie eine aufn Arsch bekommen! Sicher schimpfe ich auch mal etwas lauter (nicht schreien - nur laut) - lobe ihn aber wenn er zu Fehlern steht. Er hat keinen Grund zum Lügen.

Aber nachdem er im KigA von Schlägen sprach war mein erster Gedanke: "So so Freund, ich schlage Dich? Dann prügeln wir mal die Wahrheit raus!!" <<-- Würde ich nie tun, aber ich war so enttäuscht von ihm, traurig.. ich dachte bisher es läuft gut....

Ich habe mit him auch über Konsequenzen des Lügens gesprochen - gerade was das Schlagen angeht. Ich habe ihm so gut es geht erklärt dass der Kindergarten es einer Stelle melden muss die Kinder beschützt.. und die Leute kommen KÖNNTEN und wir richtig Ärger bekommen...

Was soll ich denn noch machen? Mir gehen echt die Ideen aus :-(

GlG
Michi

Beitrag von maischnuppe 12.01.11 - 08:50 Uhr

Wenn er dir irgendwetwas erzählt, sage mal "das glaube ich nicht!" und erkläre ihm, dass es so ist, weil er schon einmal gelogen hat. Oder hinterfrage alles mit "ist das wahr?":-p Aber erkläre ihm jedesmal, dass du nicht weisst, ob du es glauben kannst, weil er schon einmal gelogen hat.

Zu den "Geschichten" im Kindergarten erklärte mir mal eine Erzieherin " glaub nicht alles, was dein Kind Zuhause vom Kindergartzen erzählt. WIR glauben auch nicht alles, was dein Kind von Zuhause erzählt"

Beitrag von michi0512 12.01.11 - 09:59 Uhr

Danke für Deine Antowrt. Das mit dem Hinterfragen habe ich schon versucht. Erfolglos :-P

Beitrag von hanni123 12.01.11 - 09:07 Uhr

Huhu,

mein Sohn ist auch etwas über vier und erzählt den ganzen Tag Dinge, die nicht stimmen. Als Erwachsener kann man das nicht so richtig nachvollziehen, denn es sind nicht nur "Vertuschungen", sondern schlicht und ergreifend Dinge, die so nicht passiert sind.
Gestern hatten wir folgende Unterhaltung:

- In Star Wars, im fünften Film, da hat einer ein Laserschwert und sticht einem damit in den Bauch.
- Aha. Woher weisst Du das denn?
- Na, aus dem Film, ist doch klar.
- Aber Du hast doch gar keinen Star Wars Film gesehen?
- Ach, Mama, das hat mir der Regisseur (er hat echt diesen Begriff verwendet) gesagt, der den Film gemacht hat.

Ich hoffe mal, die im Kindergarten wissen um die blühende Phantasie meines Sohnes und denken nicht, wir würden ihn Star Wars Filme gucken lassen. ;-)

Dann sind da noch ganz alltägliche Geschichten dabei, er erzählt, im Kindergarten würde niemand mit ihm spielen, sie wären nicht im Wald gewesen, er hätte den ganzen Tag nichts getrunken,... Wenn man die Erzieherin fragt, stimmt nichts davon.

Das Vertuschen von "Fehltritten" finde ich irgendwie auch im ersten Augenblick schade, man hat da als Eltern sofort den Eindruck, dass die Kinder kein Vertrauen zu einem haben. Ich glaube aber eher, es ist einfach nur ein Zeichen dafür, dass sie ein Verständnis von Moral, Recht und Unrecht entwickeln. Sie wissen, dass sie etwas gemacht haben, was nicht OK ist, sie haben ein schlechtes Gewissen. Und das ist ja erst mal gut. Sie können nur noch nicht richtig damit umgehen. Und - seien wir mal ehrlich - wir schimpfen bei vielen Dingen auch erstmal, z. B. wenn etwas verschüttet wird und bei so Aktionen wie mit der Lampe natürlich erst recht. Und wer möchte schon gerne geschimpft werden?

Ich sage meinem Sohn immer, wenn er ein Geheimnis hat, bei dem er sich irgendwie schlecht fühlt, was sich unangenehm anfühlt, dann ist es besser, wenn er es sagt. Nur so geht das schlechte Gefühl weg. Ich versuche ihm auch zu vermitteln, dass es nix gibt, was so schlimm ist, dass man es nicht sagen kann.

Ich denke mal, es ist ein Prozess. Ich bin auch oft unsicher, wie hier die richtige Reaktion aussieht. Ich habe als Kind ein fürchterlich schlechtes Gewissen wegen kleiner Notlügen gehabt, das war ein furchtbares Gefühl. Ich hab das also auch gemacht. Ich denke, das wird mit der Zeit...

LG

Hanna

Beitrag von michi0512 12.01.11 - 10:00 Uhr

Danke auch Dir. Dass mit dem Schimpfen ist es ja: er bekommt eigentlich so gut wie gar keinen Ärger. Natürlich sag ich (Lampe): "Boah Leif, wie kommt man denn auf so einen Mist? Wer machts wieder ran?" - aber beim Lügen da juckt mir der Pelz :-P

Beitrag von lisasimpson 12.01.11 - 09:34 Uhr

völlig normale entwicklungsphase.
Warum er das macht?
Weil er es kann!

Er entdeckt gerade die tatsache, daß er wissen "besitzen" kann, daß ein andere (sogar die bis dahin allwissende Mutter) nicht hat.
Das ist eine revolutionäre veränderung der Welt.

Das muß er jetzt üben, üben, üben.
So wie alles, was Kinder neu erlernen.

Reagiere gelassen. Das wird sich wieder geben.
Die konsequenzen von Lügen sind ihm noch nicht klar- das kommt aber.
Bleib am ball. sag ihm, daß es wichtig ist, daß er dir die wahrheit sagt, wenn es um wichtige sachen geht oder du ihn drum bittest.
und dann spielt "lügenspiele". laß es ihn spielerisch einüben.
Lügen zu können ist eine ganz wichtige soziale fähigkeit- diese braucht er dringend.

Stell dir mal vor, du würdest einen einzigen tag wie ein kleinkind durchs leben gehen und jedem jederzeit die wahrheit sagen- laß ihn einen schritt weitergehen.

Wenn es um dinge geht, die er "verbockt" hat- leg vor allem wert darauf, daß er diese wieder in Orndung bringen kann- unabhängig davon ob es mit absicht oder ihn gemacht wurde, ob er es zugibt oder nicht.


lisasimpson

Beitrag von hanni123 12.01.11 - 09:50 Uhr

Interessanter Gesichtspunkt, ist eigentlich logisch. Wenn man da an den Film mit Jim Carrey (Der Dummschwätzer, englisch "Liar Liar") denkt... ;-)

Beitrag von lisasimpson 12.01.11 - 10:30 Uhr

ja- richtig.
dort wird sehr schön verdeutlicht, welche negativen- aber auch welche wichtigen funktionen das lügen hat. es nicht zu können katapultiert einen aus der gesellschaft.
Es zu lernen beduetet aber eben auch, es ausprobieren zu müssen

lisasimpson

Beitrag von michi0512 12.01.11 - 10:04 Uhr

Danke auch Dir. Über Deine Worte habe ich im Vorfeld auch schonmal nachgedacht.

Ich selbst lüge ja "regelmäßig" meine Kinder an - wenn man das mal so sieht. Zb. der Weihnachtsmann, Osterhase, oder wenn es Opa wieder richtig richtig schlecht geht und wir ihn nicht besuchen können (opa ist heute nicht da - einkaufen).... und das oft aus Bequemlichkeit. Ich möchte ja nicht jedesmal wenn Leif zu Opa möchte die ganze Krebsgeschichte aufs neue durchkauen. Es gibt So einige Sachen wo Erwachsene irgendeine verständliche kindgerechte Antwort geben die im Endeffekt eigentlich gelogen ist...

Dinge die mein Sohn verbockt macht er i.d.R. alleine wieder i.O.: verschüttet er was wischt er es auf.

Kannst Du mir das mit dem Lügensppielchen mal erklären? Wie sollte so ein Spiel ablaufen?

LG

Beitrag von lisasimpson 12.01.11 - 10:19 Uhr

na,ja- ich versuche meine kinder nicht anzulügen.
Meine Kinder "wissen", daß es weder den osterhasen noch das christkind gibt- sie wissen, wer unter dem Nikolauskostüm steckt und woher die tradition des nikolaus kommt.
ABER- sie wollen, diese geschichten dennoch.
Aber es sind eben_ Geschichten.

Dennoch lüge ich den ganzen tag. Ich versuche durchs leben zu kommen ohne den ganze ntag menschen vor den kopf zu stoßen.
auf die frage: hab ich in der hose echt o-beine, - wie sieht mein Hintern denn jetzt nach der schwangerschaft aus?
Wie findest du mein Bild, daß ich gemalt habe oder "wie geht es ihnen"- antworte ich ganz selten ehrlich.

Ich würde von mir sogar behaupten, daß ich ne echt ehrliche haut bin. was nicht viele an mir schätzen:) aber dennoch kann ich unterscheiden zwischen "höflichkeit", "bequemlichkeit " (oh, das paßt mir hetue aber gar nicht- ich habe noch dies und das vor) und ehrlichkeit zu unterscheiden.
Dein sohn noch nicht- er muß es erst üben.

Nun ja- Lügen kann man doch den ganze ntag. meine beiden (2 jahre und knapp 4 jahre) lieben es, wenn ich ein buch lese- bilder anschaue und absichtlich etwas falsches sage (2oh da ist ja ein kamel"- NEEEEIN- das ist ein hase).
Ansonsten alles was offensichtlich falsch ist- das ist ein roiter socken, ..
Wenn dein 4,5 jähriger schon eine vorstellung von der wahrheit hat, dann könnt ihr euch ja richtige geschichten ausadenken: Ich war heute morgen mit dem segelboot in Dänemark und habe erlebt:....
(qusi das was käptn blaubär macht- stimmt doch, oder?! ich kenn den nicht, aber ich glaube mich zu erinnern, daß der immer Seemannsgarn spinnt, oder?!)
Esw soltle deutlich werden ,daß dei geschichte eine phantasiegeschichte ist- daß es spaß machen kann zu "lügen"- und eben daß es auch andere situationen gibt, in denen es wichtig ist, die wahrheit zu sagen..


Es gibt ein sehr schnöens buch (hase- ente heißt das glaub ich), daß auch noch einen anderen aspekt aufgreift- manchmal sehen zwei Meschen die gleich sache einfach unterschiedlich- das bedeutet nicht gleich, daß eienr lügt, sondern daß man dinge einfach unterschiedlich werte/ sehen kann.


lisasimpson

Beitrag von michi0512 12.01.11 - 10:41 Uhr

Hm.. was soll ich sagen.... Das mit dem offensichtlichen Lügen werd ich mal versuchen.

Abends erzählen wir ganz oft Geschichten. Einer fängt den Satz an - der andere beendet ihn. Wir haben uns so schon enige eigne Kinderbücher gebastelt *g*

Danke Dir für Deine ausführlichen Antworten :-) Das hat mir ziemlich weiter geholfen - gerade um das Lügen nicht als Angriff gegen mich zu sehen - sondern vielmehr als notwendiges Übel der Entwicklung :-)

Beitrag von lisasimpson 12.01.11 - 10:52 Uhr

ja, ich denke, das was ihr macht ist ja schon sowas- ich glaube das macht man ganz automatisch.

und ja- es ist kein angriff- es hat nichts mit eurer beziehung zu tun, es bedeutet nicht, aß dei nsohn für imemr und ewig ein lügner sein wird:)

Sondern einfach, daß er jetzt eine völlig neue fähigkeit erlenren muß.
so oft wie er sich hochgezogen hat und wieder auf den po gefallen ist, bsi er endlich laufen konnte- so oft wird er jetzt das neue üben, bis er es vollständigbeherrscht.

Das heißt nicht, daß ihr weiterhin im Gepsräch bleiben sollt darüber, daß es manchmal wichtig ist, dei wahrheit zu sagen.
Aber manchmal ist es gar nicht so schlecht, sich etwas zu verkneifen, nicht zu sagen oder zu lügen- wenn man jemanden nicht verletzten will z.B. - auch wenn man ein geheimnis wahren möchte oder nicht will, daß der andere etwas über einen selsbt erfährt. man kann sich mti lügen schützen (oder auch andere) und höflichkeit und wahrheit schließen sich manchmal aus.
wann man sich für was entscheiden sollte um sich sozial angemessen zu verhalten ist ein langer lernprozess- an dem am ende ein gesundes gleichgewicht stehen sollte. Menschen, denen man vertraut und menschen, denen gegenüber man auch aus bestimmten gründen eine lüge erzählen kann.
aber wie gesagt- wenn er dsa als erwachsenenr hinbekommt ist er scho nvielen anderen voraus
mit 4 muß er dsa noch nicht können

lisasimpson

Beitrag von fbl772 18.01.11 - 13:58 Uhr

Dazu hab ich auch eine Frage :-)

Mein Kleiner ist 2,5 Jahre und "belügt" uns seit einigen Monaten offensichtlich, wenn es zu seinem Vorteil ist. Hat er etwas kaputtgemacht, dann kommt er aber sofort und erzählt es mir.

Beispiel: wir telefonieren und er fragt mich "darf ich den Fernseher anmachen?", ich sage "was hat denn Papa gesagt?, er sagt (und Papa stand direkt neben ihm) "Papa hat gesagt ich darf das." obwohl das nicht stimmte - er hatte Papa noch gar nicht gefragt.

Ist das die normale Entwicklung für das Alter?

VG
B

Beitrag von lisasimpson 18.01.11 - 21:32 Uhr

hm schwierige Frage.
Ich würde vermuten, daß ein 2,5 jähriger evtl. die Frage nicht recht einordnen kann- ich glaube eher nicht, daß er bewußt "lügt".

allerdings merke ich, daß mein knapp 2,5 jähruger Sohn durchaus auch spaß an phantasiegeschichten entwickelt- ob das schon eine vorstufe darstellt dessen, was und befähigt zu lügen (also die erkenntis, daß ich ein wissen haben kann, welches meinem Gegenüber gerade nicht zugänglich ist), das kann ich dir so leider nicht beantworten

lisasimpson

Beitrag von fbl772 19.01.11 - 11:49 Uhr

Oh ja, Phantasiegeschichten kennen wir auch .... sehr süß :-)

Vermutlich ist es dann vielleicht auch so etwas in der Art. Jedenfalls freut er sich dann höllisch und bejaht wenn ich sage "na, jetzt hast du aber ein wenig geschwindelt" ... :-)

VG
B

Beitrag von marion2 12.01.11 - 13:23 Uhr

Warum erzählt man seinen Kindern die Wahrheit über den Nikolaus und lügt, wenn es darum geht, ob jemand einen fetten Hintern in einer Hose hat?

Beitrag von thea21 12.01.11 - 11:29 Uhr

Klasse, GROßE Klasse!

Danke für die tolle Antwort.

Beitrag von claudi2712 12.01.11 - 16:24 Uhr

Ich schwanke zwischen heller Begeisterung und purem Neid für diesen tollen Beitrag - ach ich möchte das auch können, meine Gedanken so in Worte fassen können...

Lieben Gruß
Claudia

Beitrag von lisasimpson 12.01.11 - 20:22 Uhr

und mir würde es schon reichen ein mal ohne 254 tippfehler auszukommen:)

lisasimpson

Beitrag von claudi2712 13.01.11 - 07:22 Uhr

Der Inhalt zählt meine Liebe, der Inhalt#blume

Beitrag von hailie 15.01.11 - 00:41 Uhr

das ist interessant, danke für diesen beitrag!

ich werde mich daran erinnern, wenn unsere tochter in das alter kommt. :-)

LG

Beitrag von lisasimpson 15.01.11 - 08:39 Uhr

im grunde kannste dich auch dran erinnern, wenn deine tochter sagt "blöde mama", wenn es lernt wut zu äußern und mit starken gefühlen von frust, wut, ärger umzugehen, wenn es lernt sich von dir abzugrenzen und dabei manchmal übers ziel hinausschießt usw..

übung macht den meister.

und als ziel können wir doch alle gut damit leben, Kinder großzuziehen, die sich gut abgrenzen können, gut für sich sorgen können, klar stellung beziehen können, ihre gefühle erkennen und ihnen angemessen ausdruck verleihen können, im richtigen moment die wahrheit und im anderen moment nicht unbedingt die wahrheit erzählen können, ein hohes maß an selbstwertgefühl haben ...

nur der weg dahin ist manchmal eben steinig und schwer-
aber so ist das nun mal, wenn man etwas völlig neu erlernen muß

lisasimpson

Beitrag von marion2 12.01.11 - 09:43 Uhr

Hallo,

eine zweijähige sollte in der Lage sein, sich eine Windel aus- und wieder anzuziehen. Womöglich hat er Recht?

Deine Tochter hatte keine Möglichkeit an die Schüssel zu kommen? Natürlich hat sie die! Sie hat einen Bruder, der ihr diese geben kann. Es gibt sicher auch Tische und Stühle in der Wohnung.

Die Deckenlampe hat er nicht angefasst. Ob ihm bewusst ist, dass er mittels Werkzeug zu solchen Taten fähig ist, sei mal dahingestellt.

Im Übrigen glaube ich, dass er sich hinter seiner Schwester zurückgesetzt fühlt.

Gruß Marion

Beitrag von michi0512 12.01.11 - 10:11 Uhr

Hallo Marion,

meine 2j. mag zwar die Windeln ausziehen, aber sie bekommt die Dinger nicht wieder an den Hintern ;-) dazu müsste sie auch den Boddy aufknöpfen, die Strumpfhose richtig aus-u. anziehen... Also das schließe ich aus.

Mit dem an die Schüssel kommen... selbst mit dem Stuhl wäre es ihr unmöglich gewesen ran zu kommen. Tische verrücken um Stühle drauf zu stapeln und am ende alles wieder zu richten - dass schaffen beide zusammen nicht. Und das hätte ich auch mitbekommen. Und selbst WENN der Sohnemann für SIE die Schüssel runtergeholt hätte - so hat er sich anstiften lassen. Und es bleibt ja eine Lüge: wer es runterschmeißt macht es kaputt - nicht wer anstiftet. Dann wäre ja die ehrliche Antwort:

Abby wollte die Schüssel haben und als ich sie ihr geben wollte ist sie runter gefallen #aha

Zurückgesetzt glaube ich nicht - er hat nur erkannt dass SIE sich verbal noch nicht verteidigen kann. Eher ist er stets im Vorteil und realistisch betrachtet ist sie eher die zurückgesetzte - auch wenn unbewusst. Die Beiden sind so grundauf verschieden.... das es einfach so ist dass die Kleine tatsächlich weniger Aufmerksamkeit fordert/braucht wie er.

LG

Beitrag von marion2 12.01.11 - 10:27 Uhr

Hallo,

ach was - er schwindelt nur. ;-) Wenn du es recht betrachtest, hätte es doch so sein können. Viele Kinder machen sich eine genaue Vorstellung vom "es hätte auch anders gewesen sein können" und verwechseln am Ende Realität und Vorstellung.

Aus dem selben Grund soll man 4jährige nicht Peter Pan sehen lassen. Es soll schon Kinder gegeben haben, die dachten sei könnten auch fliegen. #schock

Lies dies hier: Recht interessant für dich. http://www.ipsis.de/themen/pdf/thema_kinder1.pdf

Gruß Marion

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